Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier
22:53 Uhr - Man muss kein außerirdischer Predator sein, um sich unsichtbar machen zu können. Nomad aus Crysis kann das, der Master Chief auch und Solid Snake ebenfalls. Ja, dass Ganzkörpertarnkappen die Zukunft der Kriegsführung sind, ob nun gegen Aliens oder Menschensoldaten, prophezeien uns Videospiele bereits seit vielen Jahren. Und wenn ein "Tom Clancy"-Spiel dieses Feature zum Mittelpunkt seines ganzen Konzepts und seiner Pre-Release-Videos macht, dann ist diese Zukunft auch praktisch beschlossen. So gesehen in den Trailern zu Ghost Recon: Future Soldier, das uns Elitekrieger im real-anmutenden Setting der gar nicht mal allzu fernen Zukunft präsentieren möchte, die F-16 Jets auf zwei Beinen gleichen sollen. So verspricht es Ubisoft und wir schauen jetzt einfach mal, was uns der Publisher bisher noch so über seinen kommenden Taktikshooter wissen ließ.
Nicht alle Ghosts sind Geister
Diese "gar nicht mal allzu weit entfernte" Zukunft spielt sich in 15 Jahren ab und sie versetzt uns nicht gerade in Vorfreude auf ihre uns noch bevorstehende Ankunft. Die Welt steht am Abgrund eines dritten Weltkriegs, da eine Gruppe von Nationalisten die russische Regierung gestürzt und auf der Suche nach Öl einen Feldzug zur Besetzung Nordeuropas begonnen hat. Das "Ghost Recon"-Einsatzteam wird vor Ort geschickt, um die erfolgreichen Putschisten zu stürzen und der Spieler schlüpft dabei die meiste Zeit über in die Rolle eines neuen Rekruten mit Namen Kozak, dessen Fähigkeitenschwerpunkt man selbst bestimmen darf. Zur Auswahl stehen dabei die Klassen "Sniper", "Recon", "Engineer" und "Commander", allesamt ausgestattet mit neuster Waffentechnik, die tatsächlich auch in der Realität gerade bei den U.S.-Streitkräften in der Prototypenphase sein soll. Aber gut, das ist bei Tom Clancy ja Standard. Die in den beiden Trailern zu Future Soldier so sehr im Rampenlicht stehende Tarnfunktion haben übrigens nur die "Recons" des Teams im Gepäck. Sie können sich damit im Stand komplett, im Laufen zumindest fast nicht mehr erkennbar verschleiern. Als "Commander" stellt man die am wenigsten spezialisierte, klassische Kämpferklasse dar. Sie trumpft mit ihrem Allzweckgewehr auf, das an der Oberseite einen Automatik-MG-Modus sowie ein Bajonett, an der Unterseite optional wählbare Module von Granatenwerfer bis Shotgun zu bieten hat. Der "Sniper" mag in dieser Aufzählung mit seinem üblichen Präzisionsgewehr für sich alleine gesehen am unspektakulärsten klingen, sein wahres Potenzial entfacht er aber ohnehin erst in Kombination mit dem "Engineer". Letzterer verfügt als mächtigste Waffe nämlich über einen "High-Tech"-Mörser mit Mehrfachabschuss auf dem Rücken, welcher auf die von anderen Ghosts übermittelten Feindeskoordinaten angewiesen ist. Und wer könnte die besser abliefern, als jemand mit feinstem Zielfernrohr auf der Wumme? Da er im Kampf ansonsten eher aufgeschmissen ist, erfreut sich der "Engineer" weiterer fantastischer Spezialfähigkeiten. Per EMP-Impuls schaltet er temporär feindliche Fahrzeuge und die gegnerische Kommunikation aus, mit unbemannten, schwer gepanzerten Dronenfahrzeugen (The Hurt Locker lässt grüßen...) kundschaftet er die Gegend zu Boden bzw. Luft aus und dezimiert größere Feindeshorden gleich mit der umfangreich modifizierbaren Bewaffnung der ferngesteuerten Bots. Alle Soldaten der Truppe erfreuen sich derweil eines fortschrittlichen Exoskelettpanzers, der sie schneller laufen, höher springen und schadlos von Deckung zu Deckung sliden lässt. Jap, auch der neuste "Ghost Recon"-Teil greift wieder auf ein essenziell ins Gameplay eingebundenes Coversystem zurück.
Innovative Gehhilfe
Während der 14 Einsätze (und damit laut Ubisoft mehr als 12 Stunden) umfassenden Kampagne von Ghost Recon: Future Soldier spielt man zwar überwiegend die Ghosts, in einzelnen Szenen soll man jedoch auch in die Haut verschiedener Zivilisten schlüpfen. Man darf gespannt sein, wie sich diese storybezogenen Momente speziell im Koopmultiplayer (mit Splitscreen-Option) ins Gesamtgeschehen einfädeln. Im Einsatz mit der K.I. wird man seinen Teamkollegen direkte Befehle erteilen können, die Multiplayermodi (ob Koop oder kompetitiv) profitieren darüber hinaus vom brandneuen "Link-Up"-System. Dieses Feature erlaubt es mehreren Spielern, die nebeneinander stehen, sich per Knopfdruck zusammenzuschließen und einen von ihnen zum Anführer des Verbandes zu ernennen. Fortan folgen alle Spieler vollautomatisch dem Leader (man kennt ähnliches aus World of WarCraft), während sie weiterhin frei zielen und um sich ballern können. Zudem verschmelzen ihre Klasseneigenschaften und es reicht beispielsweise aus, wenn nur einer der Beteiligten die Stealthfähigkeit besitzt, um gleich alle verlinkten Soldaten unsichtbar zu machen. Wie sich die Onlinemodi für maximal acht gegen acht Spieler im Einsatz machen, dürfen alle Käufer von Splinter Cell: Conviction auf der Xbox 360 irgendwann im Sommer während der Betaphase ausprobieren. Der VS-Multiplayerpart soll laut Ubisoft mindestens Capture the Flag und Team-Deathmatch umfassen, was erst mal weniger spannend klingt. Weitere Modes sollen allerdings noch vor Release des Spiels (leider erst in Ubisofts März-Quartal 2011) angekündigt werden. Das Erfahrungspunktesystem von Future Soldier zählt sowohl im Single- als auch im Multiplayer alle Erfolge und Abschüsse mit, wodurch sich neue Verbesserungen und Waffen freischalten lassen werden. Und damit man davon auch in jeder Sekunde mit dem Spiel etwas hat, darf man alle Soldatenklassen, Spezialfähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände aus Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier sowohl on- als auch offline jederzeit zum Einsatz bringen. Mir würde es fürs Erste ja schon genügen, überhaupt mal selber Hand an den neusten Teil des Franchises anlegen zu dürfen. Ob nun zuerst auf der gamescom oder gar bereits vorher in der Beta, Hauptsache Ubisoft liefert uns zwischen all den klassischen FPS-Titeln im modernen Kriegssetting nach langer Zeit mal wieder einen Squad-basierten Shooter mit allerlei nicht zu komplizierten, aber doch zum strategischen Denken anregenden Taktikelementen ab, der dazu noch stylisch modern präsentiert wird.
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Kommentare (12)
equax
IM Carlos
Das sorgt für Laaaaaaaaangzeitmotivation. :D
DonkeyWong
Jace
Gushnok
samurai
Ich glaube das läuft ähnlich wie bei der Reach Beta, jeder der Conviction hat kann die Beta dann irgendwo übers Menü saugen und spielen, wenn es soweit ist
truespin
Thanatos
Picknicker
und im mp ist wie bei battlefield bc 2 auch große abwechslung geboten.
ich steh auf sniper, daher meine wahl für den 1. durchgang :-)
RobeeDee