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Tom Clancy´s Splinter Cell

Donnerstag, 30. August 2007
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12:33 Uhr - Nach Monaten, die GameCube Besitzer mit warten und Tee trinken ganz artig verbracht haben, ist nun vor wenigen Tagen "Tom Clancy's Splinter Cell" auch für den GameCube erschienen. Nachdem letztes Jahr bereits Xbox Spieler mit Sam Fisher auf Spionage-Jagd gingen, waren vor uns, in diesem Jahr bereits PC und PlayStation 2 Besitzer die Glücklichen, die sich ebenfalls auf den Weg machen durften. Das soll uns aber egal sein. Wir stürzen uns nun auf dem GameCube ins Abenteuer. Ihr spielt Sam Fisher, und am Anfang ist euch noch garnicht so klar, wie groß euer Auftrag später einmal werden wird. Es ist zunächst eure Aufgabe, zwei verschwundene CIA-Agenten in Georgien zu finden, die dort bei verdeckter Arbeit verschwanden.

Deren Aufgabe war es ursprünglich dem Diktator Kombayn Nikoladze in Georgien ein wenig auf die Finger zu gucken, um schlimmere Ausmaße zu verhindern. Leider werden sie dabei entdeckt und umgeacht. Statt die Agenten nun in Frieden Ruhen zu lassen, hat man ihren Körpern noch hochmoderne Technik entrissen, welche eigens von der CIA zur Übermittlung von Daten sowie zur Ortung der Agenten zuständig war. Ihr reist nun sofort nach Georgien, und stoßt dabei auf immer Informationen die eurem Auftraggeber, der National Security Agency (NSA) garnicht gefallen. Eure Aufgabe fortan, einen Kampf gegen hunderte von Wachen und Agenten zu gewinnen. Eure einzige Waffe? Der Schatten. Ohne ihn seid ihr in manchen Situation einfach hilflos.

Unauffällig sparsam!

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Noch bevor wir einen Blick in das sehr spartanische Hauptmenü werfen, checken wir ganz nach Tradition zunächst weitere technische Daten, die uns interessieren. Dabei fällt auf, das die GameCube-Version von "Tom Clancy's Splinter Cell" keinen 60 Hertz-Modus besitzt. Irgendwie schade, dass fast ausschließlich Nintendo-Titel mit diesem Extra versehen sind. Die MemCard wird von Sam Fisher recht milde belegt. Lediglich 17 Blöcke verlangt das Spiel für sich. Überhaupt ist das Speichersystem in Splinter Cell auf dem GameCube sehr gut umgesetzt. Wer schonmal die PC-Version mit der doch sehr praktischen Quicksave-Funktion gespielt hat, wird sich nur schwer umstellen können. Es wird immer am Levelanfang und noch einmal zwischendurch gespeichert. Automatisch vom Computer. Dabei sind die Stellen gut ausgewählt, und die Spannung erhöht sich von selbst nochmal um einiges, weil man ja nicht unbedingt wieder von vorn anfangen möchte.

Im doch sehr kargen Hauptmenü des Spiels, welches aufgebaut ist, wie ein PALM-System, habt ihr die Wahl zwischen drei Optionen. Spiel starten, Bonusmaterial oder Credits. Ein Spiel starten wir gleich mit euch gemeinsam. Die Ruik Bonusmaterial bietet nochmal 3 kleine nette Videos, die ein wenig Hintergrundinformation zur Entwicklung des Spieles zeigen. So könnt ihr euch in Ruhe das Intro ansehen, oder auch eine Reportage über die musikalische und technische Entwicklung im Spiel sehen. Leider sind Sprachausgabe und Untertitel in dieser Reportage nur auf Englisch. Wer 16 ist, und das müssten ja alle Spieler sein, wird soweit Englischkenntnisse haben, das er diese Reportage gut verstehen kann. Als letzten Bonus haben die Entwickler ein Interview mit Sam Fisher höchstpersönlich geführt. Wirklich wichtiges hat Fisher dort nicht zu erzählen. Trotzdem recht amüsant, wie im realen Hintergrund die Entwickler und Mitarbeiter durchs Bild tanzen und sichtlich ihren Spaß daran haben. Wer schon vor dem Spiel wissen möchte, wer für den ganzen Spaß verantwortlich ist, kann natürlich sofort unter Credits, dem dritten Punkt im Hauptmenü, nachschauen. Starten wir ein neues Spiel, können wir ein neues Profil anlegen und entscheiden uns für einen Namen sowie einen Schwierigkeitsgrad. Ist das geschehen, so geht es auch schon mitten in den Kampf gegen den Terrorismus. Nun könnt ihr euch noch in anderen kleinen Optionsfächern aufhalten. Sound oder Geräusch Optionen könnt ihr noch vor dem Spiel einstellen. Grafisch lässt sich nicht viel ändern. Wer es gern heller oder dunkler mag, kann hier auch noch schnell ein paar Einstellungen vornehmen. Lobenswert ist die Auswahl für euren Spielstand. So gibt es 10 belegbare Felder. Das heißt, ihr habt die Möglichkeit bis zu zehn verschiedene Spiele anzufangen. Quasi ein Spiel für die ganze Familie. Ihr, Geschwister, Eltern, Omas und Opas oder auch Onkel und Tante. So hat jeder sein eigenes Erlebnis mit Sam Fisher ;) !!! Habt ihr euch für einen der Spielfelder entschieden geht euer Abenteuer auch schon los…

Namen spielen keine Rolle!

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Die NSA ist sich im Klaren darüber, wen sie da in den Kampf schickt. Sam Fisher ist nicht irgendein Geheimagent. Nein, er ist DER Geheimagent der NSA. Der Beste und somit genau der richtige für diese Operation. Trotzdem muss Sam Anfangs noch einmal ins Trainingslager um zu beweisen, dass er noch immer fit ist. Das dieses Tutorial in Wirklichkeit euch zur Eingewöhnung Zeit gibt, ist sicher jedem klar. Anfangs müsst ihr nur ein paar Kletterübungen machen und lernt z.B. wie man sich an einem Rohr runterhangelt, oder eine enge Passage zwischen zwei Wänden überwindet. Habt ihr das geschafft, ing euer Chef Colonel Irving Lambert euch zu einem weiteren Test. Ihr müsst nun beweisen, dass ihr wisst, wie man eine Tür mit Hilfe eines Dietrichs öffnet. Ganz wichtig ist natürlich euer Talent euch unbemerkt an Leute ranzuschleißen, oder sie auf etwas ungewöhnliche Weise zu zwingen euch Informationen zu geben, oder mit Hilfe eines Retina-Scanners den Weg freizulegen. Nette CIA-Mitarbeiter stellen sich zur Verfügung und geben euch Türcodes oder machen den Weg frei. Sinnvoll ist es immer nach kurzem Dialog mit den Wachen oder Soldaten diese mit einem kräftigen Stoß auf den Kopf zunächst ins Reich der Träume zu verabschieden. So geht ihr auf Nummer Sicher, dass diese Herren in naher Zukunft keinen Alarm auslösen oder euch anderweitig gefährlich werden.

Manchmal trefft ihr auf gut ausgeleuchtete Höfe oder Räume. Dann wird es für Sam schwer sich im Schatten zu verstecken und so nah sowie unbemerkt an Wachen heranzukommen. Dann muss er auf sein kleines aber doch recht durchschlagskräftiges Waffenarsenal zurückgreifen. Anfangs könnt ihr eine Schall- und Mündungsfeuergedämpfte 5.72mm SC Pistole verwenden. Später löscht ihr mit einem SC-20k Sturmgewehr das Lebenslicht so manches Soldaten. Doch ein toter Soldat versetzt andere herumlaufende Wachen sofort in Alarmbereitschaft. In den meisten Levels wo ihr Alarme auslösen dürft, sind es allerdings nur 3 an der Zahl. Lasst ihr die Leichen in einem hellen Flur oder Raum liegen, wird sofort beim Fund einer Leiche die Alarmstufe erhöht. Deshalb seid ihr immer gut beraten die Leichen zu schultern und sicher in einem schattigen Plätzchen zu hinterlassen. Manchmal müsst ihr aber auch schleichen ohne irgendwelche Waffengewalt zu benutzen. Denn Kollegen der CIA dürfen nicht umgeacht werden. So müsst ihr euch entweder unbemerkt an ihnen vorbei schleichen oder sie Ohnmächtig schlagen und verstecken. Eine tolle Idee hatten die Entwickler mit der Stealth-Anzeige. Diese Anzeige bewegt sich nach links und rechts und zeigt euch an, wie gut ihr für andere Wachen sichtbar seid. Ist sie ganz links, seid ihr für andere Wachen quasi nicht existent. Ist die Anzeige ganz rechts, leuchtet ihr wie ein Weihnachtsbaum (Original Zitat von Lambert). Um im dunkeln und in umliegenden Räumen gut sehen zu können, ist Sams hochmoderner Anzug mit einer Nacht- und Wärmesicht ausgestattet. Dies schaltet ihr bei Bedarf ein, und verschafft euch so mehr Überblick. Da die Wachen diese Ausrüstung nicht besitzen, habt ihr im dunkeln einen klaren Vorteil gegenüber euren Gegnern.

Das OPSAT - Herz und Mittelpunkt

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Nun ist es an der Zeit euch Sams Palm™ OPSAT näher vorzustellen. Mit diesem Teil empfängt Sam Daten aus seinem NSA-Hauptquartier. Hier könnt ihr eure genauen Missionsziele ins Auge nehmen. Im Spiel werdet ihr öfter auf freie PCs treffen, die Sam in wenigen Sekunden hackt um so an weitere interessante Informationen zu kommen. So geben die PCs Levelkarten sowie Treffpunkte oder Zahlencodes preis. Auch das durchsuchen so mancher Wache hilft euch verschlossene Türen oder Safes zu öffnen. All diese Daten bekommt ihr übersichtlich unter "Missionsdaten" aufgelistet. Ein Blick ist in Teilen des Spieles unerlässlich, damit ihr z.B. Türen öffnen könnt. Sam hat allerdings außer seinen Waffen noch mehr an nützlichen kleinen Gadgets dabei. So kann er Medi-Packs tragen, um zwischendurch seiner Gesundheit wieder etwas gutes zu tun. Die wohl wichtigsten Hilfsmittel sind aber sogenannte Einweg-Dietriche, oder die flexible Optik. Muss das knacken einer mal etwas schneller gehen, weil ihr unter Zeitdruck steht, schiebt ihr den Einweg-Dietrich ins Schloss. Ein kleiner Detonationsimpuls zerstört die Stifte im Schloss und öffnet die Türe. Für jeden geheimen und vorsichtigen Agenten ist die flexible Optik erfunden. Diese flexible Glasfaseroptik wird von Sam unter Türen hindurch geschoben. Nun kann er unbemerkt beobachten was im nächsten Raum los ist und ihr habt in Ruhe Zeit das Verhalten der Wachen zu beobachten und nun zu überlegen wir ihr vorgeht.

Wichtig für Sam ist, dass er beweglich ist. Und da wird so mancher Stuntman neidisch, wenn er sieht, wie akrobatisch und gelenkig Sam Fisher durch die Level läuft. Egal ob an Seilen, Rohren oder anderen Gegenständen. Für Sam gibt es kaum etwas was unmöglich ist. Er harrt an Rohren aus bis die Luft rein ist, schleppt Leichen Meterweit durch Gebäudekomplexe bis der richtige schattige Ort gefunden ist. Das ist wirklich beeindruckend und top.

Grafisch gelungen

Als bekannt wurde, das die grafisch hervorragende Xbox-Version auch für PlayStation 2 und GameCube umgesetzt werden sollte, wurde speziell die PlayStation 2 hinter hervorgehaltenen Händen schon für Ruckler bemitleidet. Keiner traute den vermeintlich schwächeren NextGen-Konsolen zu, dass sie solch eine tolle Optik auch auf das jeweils eigene System retten können. Nun haben auch wir etwas misstrauisch den GameCube eingeschaltet, und waren doch recht angenehm überrascht. Für die technischen Möglichkeiten, die der GameCube bietet, haben die Entwickler doch recht viel aus der Grafik-Engine herausgeholt. Es gibt eigentlich kaum Ruckler, aber es fällt doch auf, dass die GameCube-Fassung von "Tom Clancy's Splinter Cell" etwas detailarmer ist als die Xbox- oder sogar die PC-Version. Außerdem hat man im Vergleich zur PC- und Xbox-Version ein paar Details geändert. So wurde zunächst der Schwierigkeitsgrad angeblich gesenkt, um das Spiel in Relation zur Xbox-Version einfacher zu machen. Leider ist davon in der GameCube-Fassung nicht viel zu spüren. Eine invertierte Kamerasicht, die sich nicht ändern lässt, und auch sonst sehr aufmerksame Wachen, machen das Spiel selbst im einfachsten Schwierigkeitsgrad "Normal" schon zu einem recht schweren Erlebnis. Keine Angst, der Schwierigkeitsgrad steigert sich langsam von Mission zu Mission, und selbst Anfänger werden auf jeden Fall ihre Erfolgserlebnisse feiern dürfen. Außerdem wurden Räume in ihrer Architektur leicht modifiziert und größere Details entfernt, um so die Performance stabil zu halten. Im Endeffekt lässt sich sagen, dass die Optik nicht so schön ist wie auf PC und Xbox, aber auf dem GameCube trotzdem toll aussieht. Nacht- und Wärmesicht sind ebenfalls grafisch illiant umgesetzt und können vollends überzeugen.

Ordentlich was auf die Ohren!

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In Sachen Sound haben die Entwickler keinen Fehler gemacht, und helfen so der Atmosphäre ein großes Stück. Dramatisch einsetzende Musik in gefährlichen Situationen, oder eine ruhige Begleitung bei euren Schleichabenteuern sind einfach Gefühle die unter die Haut gehen. Nirgendwo hat man sich durch den erstklassigen Sound so im Spiel gefühlt wie in "Tom Clancy's Splinter Cell" !!! Es ist mehr als einmal vorgekommen, dass man ein völlig durchnässtes Gamepad aus der Hand legte, um verlorenes Wasser über Cola & Co wieder aufzunehmen. Den Wasser- und Schwitztest hat das GameCube Gamepad auf jeden Fall bestanden. Diese Stimmung erzeugt halt einzig allein der tolle Sound. Weiter loben wollen wir die Stimmen, die während des Spieles und in Videosequenzen zu hören sind. Sie passen allesamt hervorragend zu den einzelnen Charakteren. Komisch ist allerdings, das Bild und Ton in manchen Videosequenzen nicht immer synchron sind. Das sieht etwas komisch aus, ist aber durchaus zu verzeihen.

Ansonsten bietet "Tom Clancy's Splinter Cell" alles was das Action-Herz begehrt. Grafisch und Soundtechnisch ist Splinter Cell auf dem GameCube einfach spitze. Doch es gibt auch kleine Mängel. Die invertierte Kamerasicht, die sich leider nicht umstellen lässt. Die nicht Lippensynchronen Videos, oder der immer noch etwas zu hohe Schwierigkeitsgrad. Aber wer die Vorzüge des Spieles kennt, wird sobald er spielt garnicht mehr daran denken, was in den letzten Sätzen hier gesagt wurde. Wir können nur eins tun. Besorgt euch schnell genug Geld, und kauft euch dieses Spiel. Wer es nicht tut, hat auf dem GameCube einen Meilenstein verpasst.Lang genug hat uns der gute Sam Fisher ja warten lassen. Schließlich wurden ausnahmslos alle anderen Plattformen vor dem Gamecube mit ihrer angepassten Version von Sams erstem Auftrag beglückt. Die Wartezeit hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Aufgrund der fehlenden Hardware sind PC- und Xbox-Besitzer zwar technisch klar im Vorteil, doch mir gefällt auch die Gamecube-Fassung. Insgesamt ist es ein tolles Spiel welches sogar exklusiv mit GBA-Funktion aufwarten kann. Wer einen Cube besitzt und das Spiel noch nicht hat, sollte nicht lange überlegen.

Bewertung

Tom Clancy`s Splinter Cell gcn

0/10

 

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