Transformers: War for Cybertron
15:15 Uhr - Mit zwei Filmlizenzspielen versuchten sich die Transformers an der aktuellen Konsolengeneration und beide Male ist die Softwaretransformation nicht sonderlich geglückt. Und trotzdem: Activision Blizzard möchte es ganz ohne den Druck einer zugehörigen Verfilmung im Rücken noch einmal probieren und mit War for Cybertron den Style der "Michael Bay"-Streifen mit dem grundlegenden Look und der Story des G1-Originalmaterials verbinden.
Megatron sucht Freunde, Optimus seinen Nachnamen
Wie üblich wird auch der neuste Transformers-Titel aus zwei Kampagnen bestehen, die jeweils auf Seiten der Decepticons bzw. der Autobots spielen. War for Cybertron legt die beiden Storyteile beim ersten Durchspielen allerdings in genau dieser Reihenfolge fest. Zuerst übernimmt man die Kontrolle über Megatron, der mit dem Look&Feel der Heimat der Transformers nicht mehr einverstanden ist und sich deswegen aufmacht, um alles ganz nach seinem Geschmack ins Chaos zu stürzen. Bis zum Kampf gegen Autobot-Anführer Zeta Prime zum Abschluss des Decepticon-Teils, gilt es für Megatron außerdem, eine treue Gefolgschaft rund um seine rechte Hand Starscream zu rekrutieren. Auch Optimus Prime ist zum Start seiner Kampagne noch nicht der große Anführer als der er allgemein bekannt ist. Als schnöder Optimus gilt es, sich den Titel des Prime zu verdienen und die Autobots im Kampf um Cybertron anzuführen. Die Geselligkeit beider Fraktionen bringt im neuen Lizenzspiel der High Moon Studios ("Die Bourne Verschwörung"-Videospiel) erfreulicher Weise auch einen jederzeit frei betret- und verlassbaren Onlinekoopmodus für bis zu drei Spieler mit sich. Dazu darf man sich als Multiplayerfreund auch über kompetitive Modi freuen, welche jedoch noch nicht enthüllt wurden.
Crimson Skies in disguise
Eine der beiden Szenen, welche die High Moon Studios bereits der Presse vorgeführt haben, zeigt Thundercracker, Starscream und Skywarp im Lufteinsatz. Innerhalb größerer Areale kann man als Flugbot sowohl auf eine klassische "Crimson Skies"-Steuerung zurückgreifen als auch in den ballertauglicheren Hovermode wechseln. Rollmanöver und sonstige Spezialfähigkeiten dürfen den Jets natürlich auch nicht fehlen, genau so wenig wie dem Spiel einige spektakuläre Bossfights. Und lässt man sich die Konstellation "Soundwave, Breakdown & Megatron vs. Omega Supreme" mal als Beispiel aufs Gehirn tröpfeln, sollte einem vor dem inneren Auge das ein oder andere Feuerwerk abgehen. Ur-Transformersfans dürfte es so allerdings auch ohne solch eine große Show gehen, wenn sie sich bloß mal die Polygonmodelle der Roboter aus War for Cybertron anschauen. Es handelt sich dabei vom Konzept her um die frühen Originaldesigns der einzelnen Protago-/Antagonisten, noch bevor sie sich endgültig dafür entschieden haben, welche Verwandlungsform sie für sich bevorzugen würden. Gleichzeitig aber eben im futuristischen Hochglanzlook, deren Ästhetik Michael Bays CGI-lastige Realverfilmungen etabliert haben. Nur ohne bewegliche Lippen (ganz wichtig)! Was man in bereits veröffentlichten Ingametrailern bestaunen durfte, zeigte darüber hinaus eine Cybertron, das mit seiner hochtechnisierten Metallkulisse und einem gar nicht mal so dunklen Weltraum-"Himmel" allen Standards gerecht zu werden scheint, welche bisherige "Sci-Fi"-Titel mit der Unreal Engine 3 gesetzt haben. Ein optisches Highlight wird in den explosionslastigen Actiongefechten des Roboterkrieges wohl vor allem das hohe Lichtreflektionspotenzial der Umgebungen darstellen, die schon beim Einsatz mächtigerer Maschinengewehre für eine ordentliche Erhellung des Kampfschauplatzes sorgen.
Mit Optimus nach Iacon
Die bis dato präsentierten Autobot-Missionen sind ebenfalls auf drei gleichzeitig agierende Charaktere ausgelegt, von denen man als Einzelspieler nur jeweils einen (frei wählbar) direkt steuert. Das erste Aufeinandertreffen von Ratchet, Bumblebee und dem späteren "Prime" Optimus (im Englischen übrigens gesprochen von Originalstimme Peter Cullen) trägt es dem Trio auf, den Anführern der Autobots vom Tode Zeta Primes zu berichten. Währenddessen versuchen sie im Krisengebiet, das sie Heimatplaneten nennen, wo es nur geht gegen die Streitkräfte der Decepticons mit anzupacken. In diesem Falle zum Beispiel, indem sie abgeschaltete Verteidigungstürme reaktivieren. Hinter diesem Unterfangen verbirgt sich eine Fahrt durch die belagerte Stadt Iacon, während derer ein ständiger Wechsel zwischen Robotergestalt und Fahrzeugform vonnöten ist. Der Transformationsprozess lässt sich jederzeit frei durch einen kurzen Druck auf den linken Trigger des Controllers (360-Version) durchführen, womit War for Cybertron Lichtjahre vom bekloppten Dauerpresskonzept eines Revenge of the Fallen entfernt sein dürfte. Jeder Transformer verfügt in High Moons neuem Spiel über eine Spezialfähigkeit (mehr Schaden durch Kriegsschrei, Heilung durch Aura,...), welche nach gewisser Zeit von einer Abkühlungsphase betroffen ist. Außerdem lassen sich bis zu zwei Handfeuerwaffen gleichzeitig herumtragen, die von besiegten Gegnern aufsammelbare Orbs als Munition aufbrauchen. Was als Belohnung winkt, wenn man all die Verteidigungstürme der Autobot-Stadt wieder "online" gebracht hat? Ne schicke Zwischensequenz mit der Zerstörung eines Decepticon-Großkampfschiffes und ein neuer Gefährte namens Jetfire. Hey, das ist besser als jedes giftige Kuscheltier aus China, das man in der Zeit auf 'ner Kirmes hätte schießen können!
Während ich beide BayFormers-Filme als explosive Effektgewitter mit Megan Fox, Megan Fox und nochmals Megan Fox genossen habe, trauere ich immer noch der verschwendeten Lebenszeit mit den beiden von mir getesteten Lizenzvideospielen nach. Natürlich sind auch die beiden Filmvorlagen stellenweise reichlich dämlich und weit davon entfernt, wahre Meisterwerke zu sein. Dafür sehen sie aber zumindest optisch schweinegeil aus... plus Megan Fox. Die wird zwar in High Moons Film-unabhängiger Prequelgeschichte nach klassischem G1-Vorbild fehlen, dafür macht das Spiel optisch sowohl mit der Unreal Engine 3 an sich als auch vom Artdesign her eine enorm vielversprechende Figur. Sollten die ständigen Transformationen, das Actiongameplay mit unterschiedlichen Kontrollschemata und die versprochene Covermechanik in den Feuergefechten allesamt butterweich ineinander übergehen, kommt Ende des Jahres offenbar nicht nur für Hardcorefans ein Grund ins Haus, nach langer Zeit endlich mal wieder mit Hasbros Kultrobotern zu spielen.
Das bisher bekannte Transformers-Aufgebot:
Autobots
- Zeta Prime
- Air Raid.
- Bumblebee
- Grimlock
- Ironhide
- Jetfire
- Omega Supreme
- Optimus Prime
- Ratchet
- Silverbolt
- Warpath
Decepticons
- Brawl
- Breakdown
- Megatron
- Shockwave
- Skywarp
- Soundwave
- Starscream
- Thundercracker
- Trypticon
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Kommentare (10)
methi
Aber mal schaun wenns mehr material dazu gibt
bleibt im Sichtfeld!!
THE HITBOX
Saibot
Also ich werds jedenfalls im Auge behalten ;)
Belphegor
Aabb501
Slipknot666
Leader X
PipBoy95
3-6-0-FAN
Maze