Ubisofts Verkäufe sinken um 18%, Fokus weiter auf PS3 & 360
12:24 Uhr - Diese Überschrift mag angesichts der gerade eben veröffentlichten News über große Verkaufserfolge für Assassin's Creed II, Splinter Cell: Conviction und auch Just Dance etwas paradox klingen, aufs ganze vergangene Fiskaljahr verteilt hat Ubisoft allerdings trotzdem eher enttäuschende Ergebnisse vorzulegen. So gingen die Einnahmen des französischen Publishers im Vergleich zum Vorjahr um 17,7% zurück.
Verkaufserlösen von €871 Millionen standen am Ende des Fiskaljahres 2010 - aufgrund gestiegener Kosten - operative Verluste von €60 Millionen und ein Nettoverlust von €44 Millionen gegenüber. Die Kosten für Research and Development erreichten mit €304 Millionen 36% mehr als im vorherigen Geschäftsjahr.
Trotz gestiegener Marktanteile in Europa (von 8,5% 2009 auf 9,9% 2010), beklagt CEO Yves Guillemot die spürbaren Folgen der globalen Wirtschaftskrise. Erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres habe man sich von den Folgen der Krise erholen und stabilisieren können, so Guillemot. Die Zahlen der letzten sechs Monate des Fiskaljahres 2010 sollen sich in etwa mit denen aus dem gleichen Zeitraum 2009 gedeckt haben.
Das kommende Geschäftsjahr soll erstmals die Früchte diverser Investitionen in Onlinespiele und -Services tragen, darüber hinaus von einem starken Spiele-Aufgebot profitieren, das auf erfolgreiche Marken für wachsende Zielgruppen setze. Der Start von Project Natal und Sony Move soll außerdem dafür sorgen, dass sich in diese Techniken gesteckte Vorab-Investitionen auszahlen werden und auch die Casualgames-Sparte von Ubisoft wiederbelebt werde.
Weitere Umstrukturierungen der Entwicklerteams sollen effizienteres Arbeiten ermöglichen und damit regelmäßigere Ableger bekannter Serien auf garantiert hohem Niveau erlauben, heißt es weiter. Assassin's Creed: Brotherhood, das bereits knapp ein Jahr nach dem zweiten Serienteil auf den Markt kommen soll, könnte ein erster Spross dieser neuen Ausrichtung sein.
Obwohl die Wii für sich alleine im vergangenen Fiskaljahr für Ubisoft die lukrativste Plattform war (machte 26% der Spieleverkäufe aus), möchten sich die Franzosen weiter eher in Richtung PlayStation 3 (23% der Verkäufe) und Xbox 360 (22% der Verkäufe) orientieren. Dies liegt nicht zuletzt deswegen nahe, da sich Multiplattform-AAA-Titel meist einfach sowohl für 360 als auch PS3 entwickeln lassen und beide Konsolen gemeinsam auf deutlich mehr Verkaufsanteile kommen, als die Wii alleine.
(Joystiq)
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Kommentare (9)
MacAl
Happy new year Ubisoft.
[LeX] DirtyP2002
26% auf der Wii.... Hi @ Just Dance
IM Carlos
Speil
zig
marsupil
Old School Gamer
Was Kundenfeindlichkeit angeht, sind die immer an vordersten Front.
Was gerade PC Zocker sehr verärgert.
Da es aber eher die ehrlichen Käufer verärgert, die Raubkopierer sich einen ablachen und Ubisoft trotzdem nicht davon abkommen, sondern sogar seine "Bestrebungen" in Richtung Kopierschutz noch weiter intensivieren und ausdehen möchte, machen sie sich für mich immer unsympathischer.
ludgrau
damit die restliche Spielebranche daraus lernen kann.
ericflash