Uncharted-Regisseur antwortet auf wütende Spielefans
David O. Russell möchte die gefeierte Videospielereihe Uncharted als Großstadt-Familiendrama mit Mark Wahlberg, Robert De Niro und Joe Pesci auf die große Leinwand bringen. In einem aktuellen Interview antwortet er nun explizit auf die wütenden Fans des Franchises, denen die bisher durchgesickerten Pläne für die Adaption gehörig gegen den Strich gehen; die vor allem aber von Nathan Fillion in der Hauptrolle träumen.
Slashfilm.com fragten ganz explizit nach:
- "Wie fühlt es sich an, ein für den Oscar nominierter und von den Kritikern gefeierter Regisseur zu sein, der mit ansehen muss, wie ein paar Videospielefans (die niemals selber einen Film gemacht haben) darüber angepisst sind, dass er Uncharted ruinieren würde, bevor er überhaupt das Drehbuch fertiggestellt hat."
David O. Russell antwortete in aller Ausführlichkeit:
- "Mein Sohn spielt bei uns Zuhause von allen am meisten Videospiele. Ich spiele zwar ab und zu mit ihm, aber ich bin kein Hardcoregamer. Ich werde mich jetzt auch nicht als ein solcher präsentieren. Ich habe das Spiel aber einige Male gespielt und habe so viel es nur möglich war darüber gelesen, außerdem die Schöpferin der Spiele getroffen, Amy Hennig, die übrigens ziemlich cool ist. Ich habe damit angefangen, eine Idee zusammenzubrauen, die ich für wirklich cool halte und von der ich glaube, dass es sie so bisher noch nicht in einem Film gegeben hat. Wirklich intensive Action und wirklich intensive Familiendynamiken auf globaler Bühne. Ein Spiel in einen Film zu verwandeln ist eine interessante Vorgabe, denn ein Spiel ist ein ganz anderes Erlebnis als ein Film. Ihr Jungs spielt das Spiel und es geht dabei um nichts weiter, als ein Spiel zu spielen. Es geht nicht primär darum, dass euch die Erzählweise emotional in ihren Bann ziehen muss. Wisst ihr, was ich meine? Ich möchte also eine Welt erschaffen, die es Wert ist, darin einen wirklich großartigen Film anzusiedeln, den sich die Leute immer und immer wieder angucken wollen. Daran arbeite ich also gerade."
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Kommentare (15)
Schokotier
Dr_Janitor
Ich sehe es schon vor mir:
Silent Hill 2: My dead familie, their damnation and me
Metal Gear Solid: Big Snakes House
Resident Evil: Wie der T-Virus, so der G-Virus
Superfly71
Und falls es Herrn Russell entgangen ist: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug hatte auch "Familiendynamik".
"Ihr Jungs spielt das Spiel und es geht dabei um nichts weiter, als ein Spiel zu spielen. Es geht nicht primär darum, dass euch die Erzählweise emotional in ihren Bann ziehen muss."
Vielleicht sollte er sich mal intensiver mit dem Medium "Spiele" auseinander setzen, denn dann würde er merken, daß es Spiele gibt, die 80% aller Filme auf dieser Ebene locker in die Tasche stecken! An so einer Aussage sieht man doch einfach das Klischeedenken ...
CoMuS
salasar
moink moink
jurista
* 1987: Bingo Inferno (Kurzfilm) – Regie, Drehbuch, Produktion, Schnitt
* 1990: Hairway to the Stars (Kurzfilm)
* 1994: Spanking the Monkey – Regie, Drehbuch, Executive Producer, Hundetrainer
* 1996: Flirting with Disaster – Ein Unheil kommt selten allein – Regie, Drehbuch
* 1999: Three Kings – Regie, Drehbuch
* 2004: I ♥ Huckabees – Regie, Drehbuch, Produktion
* 2004: Soldiers Pay (Dokumentarfilm) – Co-Regie, Co-Kamera, Produktion
* 2010: The Fighter
Ich freu mich dann jetzt erstmal nur aufs Spiel.
jurista
Leoneo
"Ihr Jungs spielt das Spiel und es geht dabei um nichts weiter, als ein Spiel zu spielen. Es geht nicht primär darum, dass euch die Erzählweise emotional in ihren Bann ziehen muss."
Da sieht man einmal, dass der schonmal überhaupt keine Ahnung von Spielen und Spielern hat. Als ob die Story für Spiele nicht absolut essentiell wäre. Nur weil sein Sohn wahrscheinlich irgendnen Scheiß auf der Wii zockt (bitte nicht falsch verstehn, die Wii hat auch sehr gute Spiele), meint er, etwas darüber zu wissen.
Mich hat der Film schon vorher nur mäßig interessiert, aber jetzt ist er für mich komplett in der Interessensversenkung verschwunden.
Aylon5
Bei anderen Titeln ärgert mich das viel eher (resi usw)