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Vom TV auf die Leinwand: Videospiel-Verfilmungen

Montag, 12. Oktober 2009
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14:42 Uhr - Dass sich Videospiele mit Vehemenz an den Massenmarkt herangeschnuppert haben, zeigt sich auch daran, dass immer mehr Titel für eine Filmumsetzung herhalten müssen. Es war allerdings in der Vergangenheit nicht immer ein Vergnügen, sich die Resultate anschauen zu müssen; selbst namhafte Regisseure und Darsteller gaben mitunter eine jämmerliche Figur ab. Im ersten Teil unseres Specials beschäftigen wir uns eingehender mit den bis dato produzierten Werken auf Videospiel-Basis. Welche Verfilmungen sind akzeptabel? Welche sind zumindest ohne bleibende Schäden schaubar? Und welche ganz einfach hundsmiserabel? Ein kleiner Querschnitt durch die bisherigen Zelluloid-Machwerke.

“This Ain't No Game, It's a Live-Action Thrill Ride!”

So wurde im Jahr 1993 ein Film namens Super Mario Bros. beworben. Die weltweit erste Videospiel-Verfilumg, für die namhafte Mimen wie Bob Hoskins und Dennis Hopper ihr Gesicht in die Kamera hielten und der noch viele weitere folgen sollten. Denn mit dem Videospiel-Boom der späten 90er-Jahre entdeckten auch viele Regisseure die Verlockung, mit dem zugkräftigen Namen eines populären Spiels einen schnellen Dollar zu machen. Und auch wenn es einigen Filmen gelingt, Profit zu machen, so scheitern sie doch fast alle im künstlerischen Sinne und werden nicht nur vom Feuilleton, sondern auch vom gemeinen Fan regelmäßig in der Luft zerrissen. Dennoch werden neue Projekte nahezu im Tagestakt angekündigt. Während sich einige Filmer wie Uwe Boll, der zum Sinnbild des Elends der Videospielfilme geworden ist, mit ihrem bescheidenen Talent abgefunden haben und voll auf den Trash-Faktor und die Mundpropaganda für florierende DVD-Verkäufe setzen, versuchen es andere – zum Teil sehr namhafte - Regisseure weiterhin, es sowohl den Spielern, als auch den Kinobesuchern und Kritikern rechtzumachen. Ein nahezu hoffnungsloses Unterfangern.

Denn Videospiele funktionieren nicht wie Filme. Versucht man sich zu stark am Spiel zu orientieren, führt das oft zu dramaturgischen Schwächen. Nimmt man sich zu viele Freiheiten, verliert der Film zu leicht seinen konkreten Bezug und wirkt wie ein herkömmlicher Streifen, dem man einfach einen Videospiel-Mantel übergeworfen hat. Kein Wunder, dass Kritikerpapst Roger Ebert Videospiele nicht für Kunst hält. Nach dem Konsum vieler Filme wird er sich oft gefragt haben, was denn wohl ein Spiel taugen kann, das die Grundlage für so einen Mist bildet. Und doch haben wir bei jeder neuen Ankündigung die erneute Hoffnung, diesmal nicht enttäuscht zu werden. “Irgendwann muss der Knoten ja mal platzen” sagt unser Herz und setzt den Verstand außer Kraft. Werfen wir einen Blick zurück auf über 15 Jahre Videospiel-Adaptionen.

The Good

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Beginnen wir mit etwas Erfreulichem. Silent Hill von Christoph Gans wird oft genannt, wenn es um die bis dato beste Videospiel-Verfilumg geht. Zu Recht. Die Film ist nicht ohne dramaturgische Schwächen (Sean Beans Rolle ist zum Beispiel einfach nur überflüssig), versteht es aber sehr gut, Atmosphäre und Flair der digitalen Vorlage einzufangen und dabei stellenweise sehr verstörend zu sein. Also genau das, was ein Silent Hill auszeichnen sollte. Die Suche einer Frau (Radha Mitchell) nach ihrer verloren gegangenen Tochter folgt dabei geschickt dem Aufbau eines Videospiels und findet die richtige Balance zwischen offensichtlichen Zitaten und narrativer Freiheit. Zwar orientiert sich der Film primär am ersten SH-Spiel, Hauptcharakter Rose erinnert jedoch nicht nur aufgrund ihres Outfits stark an Heather aus Teil 3. Und Oberdämon Pyramidhead, dessen Auftritt sicherlich nicht von wenigen Franchise-Fans herbeigesehnt wurde, verbreitete in Silent Hill 2 seinen Schrecken. Gans Film ist optisch sehr edel und inspirierte seinerseits den Fortgang der Videospiel-Reihe. Der gelunge Spezialeffekt, bei dem sich die beiden Dimensionen in Echtzeit ablösen, wurde in Silent Hill Homecoming übernommen. Kürzlich wurde eine Kino-Fortsetzung angekündigt, die nach der verhängten Haftstrafe gegen Drehbuchautor Roger Avary allerdings an einem dünnen Faden baumelt.

Überraschend solide war auch der erste Kinoauftritt von Agent 47. Der als Michbubi titulierte Timothy Oliphant hatte bei den Fans zwar einen schweren Stand (dabei zeigte er in Deadwood, dass er auch ein reifer Schauspieler sein kann) und war vielen zu jung, erledigte seinen Job als gefühlskalter Klonkiller aber recht ordentlich. Wobei der Hitman im Film später doch noch so etwas wie Gefühle zeigt, während sein Videospiel-Vorbild stets eine undurchdringliche Fassade aufrecht erhielt, die nur am Ende von Blood Money kurz ein wenig bröckelte. Natürlich waren von dem Werk des unerfahrenen Regisseurs Xavier Gens keine Wunder zu erwarten, für ein paar kurzweilige Kinomomente reichte es aber allemal. Und sei es nur wegen Olga Kurylenko, die sich im Film diverse Male nackig macht. Hitman erwirtschaftete mit einem Einspielergebnis von ca. 100 Millionen Dollar zudem so viel Profit, dass für das kommende Jahr eine Fortsetzung geplant ist.

Ein echter Fang gelang den Produzenten von Lara Croft: Tomb Raider, welche die namensgebende Polygon-Ikone, Ende der 90er-Jahre der feuchte Traum aller adoleszenten Nerds, mit Angelina Jolie besetzten, die damals noch vorrangig als Sexsymbol und nicht als Adoptionsmaschine galt. Der Film bietet einige der typischen Schauplätze der Spiele, wie Croft Manor und geheimnissumwitterte Tempel, und fängt den Esprit der frühen 'Tomb Raider'-Games gut ein. Die etwas billig wirkenden Spezialeffekte und die vorhersehbare Story: Geschenkt. Schließlich macht Lara Croft: Tomb Raider stets klar, dass es nicht mehr ist, als ein seicht-fröhliches Star-Verhikel für seine Hauptdarstellerin, deren Rundungen stets Vorrang vor der Logik haben. Ein guter Gag gelang den Machern rund um Regisseur Simon West ('Con Air') mit der Besetzung von Jon Voigt als Lara Crofts Vater. Schließlich ist Voigt auch im echten Leben der Erzeuger von Angelina Jolie. Der zweite Teil namens 'Die Wiege des Lebens' war dann – wie es bei Sequels leider oft der Fall ist – deutlich schwächer, was aber nicht nur an Til Schweiger lag, der in dem Film eine Nebenrolle übernahm.

Nicht vergessen wollen wir einen ambitionierten Film, der trotz revolutionärer Technik und interessanter Story fast zum totalen Desaster geworden wäre. Die Rede ist natürlich von Final Fantasy: Die Mächte in Dir. Vier Jahre Entwicklungszeit und Produktionskosten von fast 140 Millionen Dollar (bei einem Einspielergebnis von nur 85 Millionen Dollar) brachten Square an den Rande des Ruins. Die technische Pionierleistung des Sci-Fi-Films, der als erster überhaupt komplett computeranimierte, photorealistische Charaktere bot, ist im Laufe der Jahre ebenfalls ein wenig in Vergessenheit geraten. Als der Film 2001 ins Kino kam, gab es hingegen nicht wenige Diskussionen, ob menschliche Darsteller aus Fleisch und Blut schon bald stempeln gehen müssen. Dazu ist es bekanntlich noch nicht gekommen, doch die Leistung von Final Fantasy soll das nicht schmäleren. Der Film versuchte sich daran, eine ernste Geschichte zu erzählen, weitab der üblichen CGI-Familenfilme, und wurde von einem Publikum, das offenbar noch nicht für die Erfahrung bereit war, im Stich gelassen. Da half auch die prominieten Synchro-Crew - bestehend aus Alec Baldwin, Ving Rhames, Steve Buscemi, Donald Sutherland u.a. - nicht mehr. Der nächste abendfüllende 'Final Fantasy'-Film, Advent Children, wurde dann auch konsequenterweise ein nicht mehr photorealistischer, dafür aber massenkompatiblerer Film, der sich an Final Fantasy VII, dem beliebtesten Teil der RPG-Reihe, orientiert.


The Bad

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Ein gespaltenes Verhältnis hat die Fanschar zu den drei 'Resident Evil'-Filmen. Für die einen sind sie die trashige Verfilumg trashiger Spiele (soll heißen: unterhaltsam), für die anderen ein Verrat an Wesen und Atmosphäre der RE-Reihe. Es fängt schon damit an, dass in den Filme die von Milla Jovovich gespielte Figur der Alice auftaucht, die mit den Spielen nichts am Hut hat und wohl einzig dazu konzipiert wurde, damit die leider ziemlich talentfreie Madame Jovovich einmal pro Film ihre prominenten Nippel in die Kamera halten kann. Was natürlich – ihr ahnt es bereits – nach AreaGames-Maßstäben ein großer Pluspunkt ist. Am besten weiß noch RE: Extinction zu gefallen – post-apokalytische Szenarien gehen halt fast immer-, auch wenn die Action zu heruntergekurbelt wirkt und die Charaktere wieder einmal blaß und profillos bleiben. Was allerdings schon fast eine Steigerung zu RE: Apocalype darstellt, der die Figur des Nemesis total verschenkte und mit Thomas Kretschmann einen Über-Villan präsentierte, den man nie ernst nehmen konnte. Mit dem sich seit kurzem in der Produktion befindlichen RE: Afterlife hat Produzent und Jovovich-Ehemann Paul W.S. Anderson nun die vierte Chance, zur Abwechslung mal einen wirklich guten Film hinzulegen. Geld sollte man darauf allerdings keins verwetten.

Super Mario Brothers genießt als weltweit erster Videospiel-Film noch so etwas wie Welpenschutz. Er hat zwar in der Karriere von Dennis Hopper (Bowser) einen dunklen Fleck hinterlassen, die von Bob Hoskins (Mario) ruiniert und den einst hoffnungsvollen John Leguizamo (Luigi) gar nicht erst durchstarten lassen, doch heute kann man zugeben, dass der Film durchaus seinen trashigen Charme hat. Die Idee, das freundliche, kunterbunte Mario-Universum in einen recht düsteren Sci-Fi-Film zu verpacken, war so absurd, dass man am Verstand der damaligen Produzenten zweifeln muss. Damals waren Videospiele (und speziell Nintendo-Spiele) noch eine Sache für das jüngere Publikum (1993 war die Zeit der SNES-Ära). Der Film verfehlte dieses völlig. So als hätte man sich entschieden, aus 'The Crow' eine familienfreundliche Komödie zu machen. Angeblich war Hoskins und Leguizamo schnell klar, dass der Film ein gewaltiger Reinfall werden würde, so dass sie sich an den meisten Drehtagen hemmungslos volllaufen ließen. Genau das sollte man beim Betrachten des Films auch tun.

Im gleichen Jahr, in dem der Mario-Film in die Lichtspielhäuser kam, trat ein Videospiel seinen Siegeszug an: Mortal Kombat. Einer der ersten Titel, bei dem man von einem gezielten Hype sprechen kann ('Mortal Monday') und der bereits vor 15 Jahren Jugenschützer an den Rand des Nervenzusammenbruchs brachte. Spielerisch trotz kübelweise Digiblut eher mittelprächtig, war schnell klar, dass für die Zielgruppe ein Film nachgereicht werden muss. 1996 war es soweit – und es hätte weitaus schlimmer kommen können, wie das Sequel Mortal Kombat: Annihilation zwei Jahre später eindrucksvoll demonstrierte. Ein paar flotte Sprüche hier (“Diese Sonnenbrille hat 500 Dollar gekostet, du Arsch.”), ein bisschen Rumgekämpfe dort, garniert mit einem unfassbar lächerlichen Christopher Lambert – fertig ist ein unterhaltsamer Film für nerdige 15jährige, so wie der Autor zum damaligen Zeitpunkt einer war. Dabei kann ich aber nicht beurteilen, ob der Film heute immer noch guckbar wäre. Vermutlich ist es so, wie eine alte Folge von den 'Turtles' zu sehen. Es scheint sehr weit weg zu sein, aber man hat eine Ahnung, warum man das Zeug damals cool fand.

'Cool' ist auch ein gutes Stichwort für einen echten Noir-Charakter der Videospiel-Welt: Max Payne. Die doppelte Digi-Vendetta von Herr Schmerz ist Zocken für Erwachsene: düster, dialoglastig, tiefgründig, bleihaltig. Im Film bleibt davon nicht mehr viel übrig. Das Machwerk mit Mark Wahlberg hätte auch 'Fritz Müller' oder 'Thorsten Schäfer-Gümbel' heißen können, denn es fehlt ihm der Bezug zu den Vorbildern und vor allem zur tragischen Heldenfigur. Der Max Payne im Film wirkt so austauchbar wie die ganze Story. Wäre nicht ganz so tragisch, wenn es wenigstens zünftige Action gäbe, aber leider heißt der Regisseur nicht John Woo, sondern John Moore. Lediglich zwei kurze Szenen lassen es krachen und zelebrieren die berühmte Bullet Time. Und die Rolle der Mona Sax (gespielt von Mila Kunis) ist komplett verschenkt worden. Anstatt einer elegischen Romanze wie im zweiten Spiel gibt es hier: nichts.

Spricht man über die Doom-Verfilmung mit Dwayne 'The Rock' Johnson, läuft die Konversation meistens so ab: “Hey, der Film war ja nicht so prall, aber diese Ego-Sequenz war schon ziemlich geil.” -“Yup.” Damit wäre eigentlich schon alles gesagt.

Kommen wir nun zu einem Film, der fester Bestandteil jeder AreaGames-Kinokollektion wäre. Dead or Alive gelingt es vorbildlich, die Quintessenz seines Vorbilds einzufangen: Gut gepolsterte Frauen verdreschen sich in neckischen Einstellungen und spielen zwischendurch sogar Volleyball. Auf eine vernünftige Story (oder gar Niveau) hat man dankenswerterweise verzichtet. C-Darstellerinnen wie Jamie Pressley, Devon Aoki oder Holly Valance dürfen ihre C-Körbchen präsentieren, die männliche Zielgruppe hat Spaß. Ein typischer 'Guilty Pleasure'-Film.


The Ugly

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Während die zuletzt genannten Filme zwar nicht gut, aber immerhin noch unterhaltsam sind, gibt es auch Produkte, die man sich selbst unter den optimalsten Konditionen (ergo: stockvoll) nicht ohne bleibende Schäden angucken kann. Der kultigste Vertreter dieser Kategorie stammt aus einer Zeit, als Uwe Boll gerade in Literaturwissenschaft promovierte und (wahrscheinlich) noch an nichts Böses dachte: Street Fighter. Zugegeben, Jean-Claude van Damme stand nie im Verdacht, Jack Nicholson seinen Oscar-Rekord streitig zu machen, doch selbst für den strammen Belgier war der Film von Steven E. de Souza ein Debakel, gegen das der erste 'Mortal Kombat'-Film fast wie Citizen Kane wirkt. Hirnrissige Story, lachhafte Action-Szenen, sinnloses Name Dropping (Dhalsim als genialer Wissenschafter? Ja, ne, is klar.)... da kann auch Kylie Minogue (die zum Glück nicht auch noch singt) nichts mehr retten. In einem deutschen Videospiel-Magazin wurde damals eine alternative Cast vorgeschlagen – u.a. mit Helmut Kohl als E. Honda und Hannibal Lecter als Vega. Das hätte ich ja zu gerne gesehen. Doch in seiner tatsächlichen Form ist Street Fighter leider alles andere als Guile. 'The Legend of Chun-Li', der zweite Versuch, aus dem SF-Universum was Gescheites zu machen, ging ebenso grandios in die Hose.

Kommen wir nun zu ein paar Werken eines oben bereits erwähnten Herren namens Dr. Uwe Boll. Eigentlich ist Boll eine coole Sau, die sich geschickt an den Futtertöpfen der deutschen Filmförderung bediente und Journalisten im Boxring eine blutige Nase verpasst. Leider hat er irgendwann beschlossen, dass Videospiel-Verfilmungen das ganz große Ding sind und beglückte uns fortan mit seinen, sagen wir... verbesserungsfähigen Machwerken, wie z.B. Alone in the Dark. Ein Film so spannend wie eine sechsstündige Dokumentation über Trappistenmönche in Castrop-Rauxel. Einzig das ständige Fremdschämen über die darstellerische Leistung von Tara Reid hält davon ab, in einen komaartigen Schlaf zu versinken. Auf DVD war der Film, wie so viele Werke von Boll, allerdings ein erstaunlicher Erfolg. Vermutlich wollte sich jeder persönlich von der unterirdischen Qualität des Streifens überzeugen, so dass dies sogar eine 'Direct to DVD'-Fortsetzung rechtfertigte.

Nicht viel besser steht es um Blood Rayne und Far Cry. Letzterer gewinnt die AreaGames-Sonderhimbeere für die grandiose Idee, Til Schweiger die Hauptrolle zu geben, ersterer bleibt vor allem deshalb im Gedächtnis, weil sich hier ein toller Schauspieler wie Ben Kingsley aus Langeweile und Leseschwäche (oder hat er das Drehbuch gar nicht gelesen?) zum Horst machen lies. Erstaunlich, dass es auch Blood Rayne auf zwei Fortsetzungen bringt.

Der “Höhepunkt” des boll'schen Schaffens ist aber eindeutig House of the Dead, das – abgesehen von ein paar völlig unmotiviert zwischengeschnittenen Spielszenen – absolut nichts mit der Vorlage zu tun hat und stattdessen eine belanglose Horrorstory auftischt, wie man sie auf jedem viertklassigen Indie-Filmfestival mit dem Lasso einfangen kann. Der Regisseur versucht seinen Mumpitz mit nackten Brüsten und Blut ein wenig aufzupeppen, aber wenn man ein faules Ei in einen Topf mit Honig tunkt, bleibt es trotzdem ein faules Ei. Oder so.

Fairerweise muss man sagen, dass das Oevre von “Raging Boll” nicht den Bodensatz dieser Liste bildet. Da gibt es ja noch einen Chris Roberts, der seine Wing Commander-Reihe umbedingt auf die große Leinwand bringen musste und von den Kritikern daraufhin so pulverisiert wurde, wie Alderaan vom Todesstern. Die eindrucksvollen Film-Sequenzen, die WC-Teile wie Heart of the Tiger und Price of Freedom so berühmt machten, wichen einer 'Teenies im Weltall'-Seifenoper. Wo auf dem PC Mark Hamill und Malcom McDowell glänzten, ging die Rolle des Christopher Blair im Kinofilm an Freddie fuckin' Prince Jr.. Guckt euch lieber die Videosequenzen der Games am Stück an, als für diesen Murks Lebenszeit zu verschwenden.

Wusste eigentlich Gary Gygax, was man seinem Dungeons & Dragons angetan hat, als der gleichnamige Film im Jahr 2000 veröffentlicht wurde? Das Label “so schlecht, dass es schon wieder gut ist” hat sich im Laufe der Jahre nicht nur abgenutzt, sondern trifft auf diesen Schund auch gar nicht zu. Der Film von Courtney Solomon bleibt miserabel, egal, in welchem Bewusstseinszustand man sich gerade befindet. Braucht ihr hingegen Stoff zum hemmungslosen Masochismus, oder einen ultimativen Grund, warum Jeremy Irons (spielt in D&D die Rolle des bitterbösen Profion) nicht mehr cool ist, könnt ihr einen Blick auf die Fantasy-Farce riskieren. Aber wir haben euch gewarnt. “This is not a game” lautete die Tagline des Films. Richtig, denn: THIS IS BULLSHIT!


Bevor es im zweiten Teil um die Videospiel-Verfilmungen geht, auf die wir uns in Zukunft gefasst machen müssen, wollen wir natürlich noch wissen, wie eure Meinungen aussehen. Sagt uns, welche Filme eurer Ansicht nach weiter nach oben oder unten gehören, oder welche Werke ihr in der Liste vermisst habt.

 

Kommentare (32)

 Liebling der Massen 50
12.10.2009 16:04 - Ich finde das die Filme meistens enttäuschen!!! Obwohl der Resident Evil Film war ziemlich cool
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12.10.2009 16:13 - Final Fantasy gehört auf jeden Fall zu den "Good's", das passt schon.
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12.10.2009 16:13 - Also meistens sind die schon ziehmlicher Rotz (dank Uwe Boll) aber nen paar Perlen sind schon dabei wie z.b.: Hitman, Resident Evil, Silent Hill, Tomb Raider und Doom (ja ich bin einer der wenigen die Doom gut fanden :D)

MfG Breckmann :D
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12.10.2009 16:15 - Das stimmt. Die meisten Filme enttäuschen. Aber bei Boll(werken) ist das ja nix neues... Aber wirklich zutiefst enttäuscht war ich persönlich von Max Schmerz... Mortal Kombat fand ich, genau wie Resi, durchaus amüsant.
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12.10.2009 16:28 - Mario Bros., Mortal Kombat 1 und Street Fighter 1 sind wirklich Trash aber sehr unterhaltsam (auch nüchtern). Die Vorlagen waren aber auch schwer umzusetzen. *g*

Den ersten Final Fantasy Film dagegen fand ich grottenschlecht. xp

Mit all diesen "Meisterwerken" frage ich mich, warum bestimmte Fans trotzdem weiter nach einer Verfilmung schreien. *inrichtungHaloguck* Das wird nichts.
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 Clark Kent Kommentarklicker 500 Jimmy Olsen Wishlist 20 Liebling der Massen 500 Fable 2 Spieler Kommentarklicker 50 Liebling der Massen 50
12.10.2009 16:40 - Also MK1 fand ich eigentlich ganz gelungen. Auch die Resident Evil Filme können gefallen. Hat eben nicht so viel mit dem Spiel zu tun, aber das ist ja manchmal auch ganz gut so...
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12.10.2009 17:12 - Ich kann so eigentlich eurer Liste zustimmen. So kann man's einteilen und auch die Gründe dafür sind passend. Jedenfalls zu den Filmen, die ich bisher sah.
Kurz zu DoA: Ich weiß auch nicht, aber irgendwie gefällt mir der Film. Er nimmt sich einfach so wenig ernst, wie man das Spiel ernst nehmen muss. Sind einfach ein paar hübsche Mädchen (Sarah Carter, mmhhhh) dabei, die ab und zu in ansehnlichen Kampfszenen auf einer Insel rumturnen. Zur reinen Unterhaltung gibt's fast nix besseres. :D
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12.10.2009 17:47 - Naja, Devon Aoki ist keine C-Schauspielerin. Sin City, 2 Fast 2 Furious oder War. Zumindest ein B-Rating hat sie verdient. Und außerdem hat die doch bestimmt nichtmal ein B-Körbchen. Die kam nur in den Cast rein, weil sie eben die Berühmteste ist. Und DOA kann man auch zu den Guten zählen.
Und die Ego-Perspektive in Doom hat doch jegliches Potenzial verschenkt. Da hätte man so schöne Schocker einbauen können aber nein, die Drecksfiecher müssen sich Stunden vorher ankündigen. In meinen Augen war das absolut enttäuschend.
Achja, habt ihr absichtlich Resident Evil: Degeneration ausgelassen? :D Ich hab den zwar nicht gesehen, aber interessieren tut er mich kein bisschen.
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12.10.2009 18:10 - @ Cuberde: Wenn Peter Jackson und Neill Blomkamp in den Halofilm involviert wären könnte das schon verdammt gut werden, ich persönlich fand DISTRICT 9 sehr gelungen.
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12.10.2009 18:37 - Ich fand DOA auch irgendwie ganz witzig. Vor allem wahrscheinlich weil wir damals 3 Promille oder so hatten, und die Mädels doch ziemlich ansehnlich sind. Dem Rest eurer Aufstellung kann ich im grossen und ganzen zustimmen. Am geilsten fand ich eigentlich die EGO Perspektive beim Doom Film :-)
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