Free Radical: "Haze wird eine Art Roadmovie im Krieg"
Montag, 04. Juni 2007
13:07 Uhr - Während der Ubidays hatten sich die Gerüchte über eine angebliche
PS3-Exklusivität von Haze praktisch im Minutentakt überschlagen.
Mittlerweile ist absolut sicher, dass der futuristische Shooter von
Free Radical wie vormals angekündigt auch für Xbox 360 und PC
erscheint. WorthPlaying führte nun mit drei Teammitgliedern ein
umfangreiches Interview – mit von der Partie waren Script-Schreiber
Rob Yescombe, Teamleiter Derek Littlewood und Steve Ellis, der Chef
des Studios. Wir haben für euch die interessantesten Äußerungen zu
Haze zusammengefasst.
Free Radical über......die Welt in 40 Jahren:„Im Jahr 2048 gibt es keine NATO mehr und auch keine Vereinten Nationen. Aus Kostengründen haben die meisten westlichen Regierungen ihr Militär ausgegliedert – alle diesbezüglichen Angelegenheiten übernimmt für sie nun die Privatarmee des multinationalen Konzerns „Mantel Global Industries“. Dieses Unternehmen ist in allen möglichen Branchen tätig – von der Kunststoffindustrie, über Öl bis hin zu Computern und Maschinen – und hat so in fast allen Bereichen des modernen Lebens die Finger im Spiel. In der Geschichte von Haze stehen allerdings zwei Geschäftsfelder im Mittelpunkt: ihre Armee und ihre biometrischen Support-Systeme.“
...die Story von Haze:„Irgendwo in Südamerika wenden sich Truppen der Guerilla gegen die Regierung. „Mantel“ soll sich darum kümmern und die Demokratie wieder herstellen. Zur Unterstützung ihrer Einheiten hat die biometrische Abteilung eine Art Nahrungsergänzungsmittel namens „Nectar“ entwickelt, das die Soldaten härter und schlauer macht. In der Rolle von Sergeant Shane Carpenter durchlebt ihr mitten in diesem Krieg nun drei schicksalhafte Tage, in denen sich Carpenters Leben für immer verändert. [...] Die Single-Player-Kampagne spielt man ausschließlich aus seiner Sicht. Im Multiplayer kann man die Story dagegen mit drei Kumpels im Co-op erleben.“
...den besonderen Blickwinkel des Spiels:„Haze ermöglicht eine einzigartige und herausfordernde Perspektive auf das Thema „Krieg in Videospielen“. Die Moral des Krieges als Unterhaltung – ein isanter Stoff. Es geht um die Frage, ob wir uns von der Verantwortung, einen anderen Menschen zu töten, lossprechen können, nur weil uns das Töten befohlen wurde. Details kann ich dazu noch nicht verraten, darum nur so viel: Haze spricht auf jeden Fall Themen an, über die man auch nach dem Ende noch lange weiterdiskutieren kann. Optisch setzt das Spiel sicher neue Maßstäbe, jedoch glauben wir, dass Haze auch in Sachen Story zum Vorbild für die nächsten Spielegenerationen wird.“
...dunkle Geheimnisse:„Hinter praktisch jedem Aspekt von Haze stecken irgendwelche Geheimnisse. Das betrifft „Mantel“ genauso wie die Story, das Gameplay und die Grafik. Ich möchte hier jetzt nicht zuviel sagen, aber „Nectar“ zeigt bei unsachgemäßem Geauch seine unangenehme Schattenseite.“
...den Spielablauf:„Es gibt keine Ladebildschirme und auch keine Missionsauswahl-Menüs. [...] So wollten wir eine durchgängige Atmosphäre schaffen. Um in andere Gegenden zu kommen, wird der Spieler also zum Beispiel mit Fahrzeugen fahren, statt einfach dort hinteleportiert zu werden. Stellt euch das ganze als Roadmovie im Krieg vor.“
...den Release:„Haze wird im Herbst 2007 veröffentlicht.“Quelle:
worthplaying.com
Kommentare (1)
blueeye