Add to Google
Werde Teil der Community - Registriere Dich jetzt! | Login

skate.

Samstag, 27. Oktober 2007
37024_skate-1-jpg_1000x563.jpg

13:45 Uhr - Fast zehn Jahre währte die Alleinherrschaft der Tony Hawk´s Pro Skater Serie plattformübergreifend im Skateboard-Genre. Mit skate. aus dem Hause Electronic Arts tritt seit vielen Jahren zum ersten Mal ein neuer Anwärter auf die Krone auf den Plan. Dieser will mit einer innovativen Steuerung und einer vergleichsweise simulationslastigen Spielmechanik punkten. Ohne zu viel vorweg zu nehmen, kann skate. nicht nur punkten, sondern auf Anhieb den Highscore von Tony Hawk knacken. Mehr in unserem Test.

Bei der Ankündigung von skate. horchte der Teil der videospielenden Trendsport-Gemeinde, der das Gefühl hatte, dass Tony Hawk in eine Sackgasse geraten war und dort immer tiefer hineinrollt, auf. Ein erstes Vergleichsvideo zeigt die neuartige Steuerung, genannt Flickit Controls, die gänzlich auf Button-Smashing verzichten soll. Darüber hinaus hieß es von Scott Blackwood, Entwickler bei EA Blackbox, dass man mit skate. den schmalen Grat zwischen Spielbarkeit und Realismus finden und beschreiten möchte.

Linker Fuß vor, rechter Fuß zurück, Cha Cha Cha!

37030_skate7-jpg_1000x563.jpg
Gesteuert wird im Grunde mit den beiden Sticks: Mit dem linken lässt sich der Skater in die gewünschte Richtung lenken, mit dem rechten kann man seine Beine beim Kicken von Tricks koordinieren. Schwung holt man mit dem rechten oder linken Fuß durch Antippen oder Halten der Tasten X oder A (Kreuz und Kasten, PS3). Zum Grinden muss man lediglich auf einer geeigneten Rail landen, ein zusätzlicher Tastendruck ist nicht nötig. Beispiel: Man fährt A gedrückt-haltend auf eine kleine Ramp zu, geht durch nach unten Ziehen des rechten Sticks in die Knie und springt bei dessen nach-oben-flicken ab. In der Luft kann man sich mit dem linken Stick drehen und mit dem linken und/oder rechten Trigger Grabs mit der jeweiligen Hand ausführen. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Zumindest nach einigen recht gewöhnungsbedürftigen Stunden nicht mehr. Denn der Einstieg zu skate. ist alles andere als easy to learn; vor allem für diejenigen, die die Tony Hawk-Steuerung verinnerlicht haben, denn diese werden zwangsläufig zum falschen Zeitpunkt in alte Bedienungsschemata zurückfallen und die falschen Tasten drücken.

Klar, so ein Olli, oder ein Kick Flip ist schnell gemacht. Wer aber zur rechten Zeit einen Nollie 360 Flip oder einen Laser Flip 180 machen möchte, um anschließend zielsicher auf einer Rail zu landen, der muss viele Stunden voller Bails und blauer Flecken veringen. Die erste, teils frustige Phase überwunden, stellt sich allerdings immer öfter Erfolg ein und die Routine beim Ausführen der Tricks steigt anschließend sukzessive weiter an. Die Lernkurve geht gemächlich in die Höhe und bleibt stets fordernd, so dass skate. auch im späteren Verlauf noch immer Herausforderungen für erfahrene Spieler zu bieten hat.

Skater haben Physik schon immer gemocht

37029_skate-6-jpg_1000x563.jpg
Die Fingerakrobatik am Pad wird sehr glaubwürdig vom Skater am Bildschirm umgesetzt. Hier wird auf Anhieb der realistische Anspruch von skate. deutlich. Das fängt an mit dem allgegenwärtigen und realistisch anmutenden Physikmodell. Schwerkraft, Trägheit und Reibung wurden dem Vorbild der realen Welt entsprechend umgesetzt, so dass sich der Skater nicht in aberwitzige Höhen schwingen kann und dem Boden und Gefälle entsprechend an Schwung verliert oder gutmacht. Dies zieht sich quasi durch alle Elemente des Spiels. So führt das Brett kein Eigenleben, sondern reagiert nur auf Anschläge oder Ziehen der Füße des Skaters mit entsprechenden Drehungen. Zwar bilden Boarder und Board eine unzertrennbare Einheit, denn Fußmärsche sind nicht möglich, dennoch entsteht nicht der Eindruck, dass die beiden auf magische Weise aneinander gebunden sind.

Ähnlich verhält es sich auch mit Rails: Anders als bei THPS, wo man bisweilen wie an unsichtbaren Schnüren entlang von einem Slide zum nächsten getragen wird, solange man im richtigen Moment die richtige Taste, bzw. Tastenkombination drückt, steht bei skate. Präzision und Timing im Vordergrund. Man muss weder einen Knopf drücken, um zu grinden, noch - von kurvigen Rails einmal abgesehen - dabei die Balance halten, sondern nur exakt auf die Rail treffen. „Keine Balance halten?“ Die Frage dürfte an dieser Stelle berechtigter Weise aufkommen, denn das fällt etwas aus dem ansonsten realistischen Rahmen des Spiels raus. Doch sind Endlos-Slides auch ohne den Balance-Akt sehr selten, da man, wenn man nicht gerade bergab unterwegs ist, schnell an Fahrt verliert.

37033_skate-10-jpg_1000x563.jpg
Insgesamt ist das Repertoire an Tricks sehr umfangreich und damit auch die Steuerung sehr komplex. So gibt es allein 40 Flip-Tricks, eingeteilt in drei Schwierigkeitsgrade. Alle werden nur durch unterschiedliche Bewegungen mit dem rechten Stick ausgeführt, was dazu führt, dass die Kommandos für einige Flips eng beieinander liegen und man sie dementsprechend präzise ausführen muss (Zur besseren Veranschaulichung, siehe das Video von ViTiVi). Zu den Flip-Tricks kommen dutzende weitere Grab- und Slide-Tricks hinzu. Alle Aktionen werden nebst einer Anleitung, wie man sie ausführt, in einem Trickbuch aufgelistet. Erfreulich ist dabei, dass dem Spieler von Beginn an sämtliche Flips, Grinds und Grabs zur Verfügung stehen und nicht erst freigespielt werden müssen. Gleiches gilt für die Stats des Skaters, die nicht im Verlauf des Spiels aufgewertet werden müssen. Wird man also im Spiel besser, hat das nichts mit gesteigerten Fähigkeiten oder neu erlernten Tricks zu tun, sondern lediglich mit den eigenen Skills. Eine höchst motivierende Tatsache.

Was man bei dem Thema Physik auf keinen Fall unter den Tisch fallen lassen darf sind die Stürze. Versucht man mal wieder im falschen Winkel eine Rail zu besteigen oder ist im falschen Moment abgesprungen wird man von skate. mit sehr schön animierten Bails in bester Ragdoll-Manier belohnt.

Berölnurg! Nein, das hört sich einfach nicht an…

37035_skate-12-platz-jpg_1000x563.jpg
So viel zur Theorie, aber wie sieht das ganze spielerisch aus?

In skate. übernimmt man die Rolle eines jungen Skaters, der sich in der fiktiven Stadt San Vanelona (die Namensähnlichkeit zu San Francisco, Vancouver und Barcelona sind kein Zufall) auf den Skate-Olymp fahren will. Also nichts, was es nicht schon das eine oder andere Mal gegeben hätte. Nach einem sehr coolen Intro, das gleich klar macht, in welche Richtung skate. gehen will, landet man im „Bastel den Skater Menü“. Dieses ist recht umfangreich, so hat man deutlich mehr Möglichkeiten beim Erstellen des Alter Ego, als bei Tony Hawk´s Project 8. Anschließend geht es in einen Rollett-Grundkurs, in dem man die Basics der Spielmechanik beigeacht bekommt. Sobald man die ersten Ollies steht, wird man auf die riesige Metropole losgelassen, die sich ab sofort mit wenigen Einschränkungen frei erkunden lässt. Die Stadt ist unterteilt in vier verschiedene Gebiete, die fließend in einander übergehen, dabei aber ganz eigene Charakteristika aufweisen. So gibt es die friedlichen Suburbs mit ihren Einfamilienhäusern inklusive Garten und Pool, die Old Town mit eher traditionellen Gebäuden, gepflasterten Straßen und einladenden Plätzen, The Res, vor allem durch die steil abschüssigen Straßen geprägt und Downtown, das Hauptgeschäftszentrum mit moderner Hochhausbebauung, ausladenden planen Arealen und eiten stark befahrenen Straßen. Alle Gebiete können von Ihrer Architektur und vom generellen Design überzeugen und vermitteln einen realen Eindruck. Fußvolk und PKW beleben den Straßenraum und erweise sich als Hindernisse im Skate-Alltag.In der Stadt verteilt findet man nun Aufgaben, die einen in der Story voran ingen. Diese sind sehr Genre-typisch gehalten. Man muss an bestimmten Spots einen bestimmten Trick machen, vor der Linse von Fotoapparat und Kamera eine bestimmte Punktzahl erreichen oder in einem Downhill-Lauf als erster alle Tore passieren. Ist man erfolgreich, werden weitere Aufgaben freigeschaltet und man wird mit Sponsorverträgen und neuen Outfits belohnt. Des Weiteren kann man echte Skate-Profis wie John Rattray, Danny Way, Mike Carroll oder Jason Dill zu kleinen Skate-Contests oder einer Runde S.K.A.T.E. herausfordern. Letzteres funktioniert wie H.O.R.S.E.: Ein Spieler gibt einen Trick vor, der andere muss ihn exakt nachstellen, andernfalls bekommt er einen Buchstaben. Hat jemand S.K.A.T.E. gesammelt, hat er das Spiel verloren.

37037_skate-14-spot-jpg_1000x563.jpg
Man kann nur staunen, an welche Orte einen die Kampagne im Verlauf des Spiels führt. San Vanelona ist dermaßen groß, dass man die ersten Stunden unweigerlich den Eindruck hat, dass man sich dort niemals zurecht finden wird. Wer einen bestimmten Skate-Spot wiedersucht, ohne den exakten Ort zu kennen, kann sich auf lange Suchaktionen einstellen. Das schöne daran ist, dass man dabei sicherlich an dutzenden anderen interessanten Stellen vorbeikommt und an einer davon hängen bleiben wird, das ursprünglich gesuchte Gebiet schon längst vergessen. Hilfreich bei der Orientierung ist die aufrufbare Karte der Stadt, in der alle wichtigen Punkte verzeichnet sind. Zu diesen kann man per simplen Klick auf der Stelle reisen. Zudem gibt es ein Ubahn-System, mit dem man sich von Stadtteil zu Stadtteil bewegen kann.

An allen Ecken und Enden gibt es interessante Stellen zum Tricksen und ausprobieren. Zusätzlich sind in der Stadt Hot-Spots versteckt, die man durch erreichen einer bestimmten Punktzahl ownen muss. Hat man das getan stehen sie im weiteren auch im Multiplayer-Modus für lokale Duelle zur Verfügung. Die erreichte Punktzahl wird direkt ins Netz geladen, zum globalen Schwanzvergleich. Wer besonders zufrieden mit seinem Trick ist, kann sogar Fotos oder einen Film der gesamten Line auf die Server von EA laden und damit die Öffentlichkeit beeindrucken.

Ich hasse dich!

37026_skate-3-jpg_1000x563.jpg
Beeindruckend ist auch der Schwierigkeitsgrad. Denn skate. steckt voll von sehr fordernden, teils frustigen Momenten. Das beginnt bei der bereits erwähnten Einarbeitungsphase und zieht sich punktuell durch das ganze Spiel. Punktuell heißt in diesem Fall, dass es einzelne Aufgaben sind, bei denen man beginnt Konsole samt Spiel und Controller zu hassen. Da will es einem einfach nicht gelingen den Nollie 360 Flip die Treppe herunter auf einer Rail zu landen und eine bestimmte Punktzahl zu erreichen. Eine halbe Stunde und dutzende Versuche später schafft man es, ist stolz, wie Oskar und fragt sich, was daran jetzt so schwierig war. Denn das besondere an skate. ist, dass die Schuld eigentlich nie beim Spiel, sondern immer beim Spieler selbst zu suchen ist. Dementsprechend hoch ist die Motivation, die Aufgaben alle zu bewältigen. Ein negativer Aspekt sind die aufkommenden Ladezeiten bei einer Challenge, wenn man sich zu weit vom Ausgangspunkt entfernt hat. Nachdem man dämlich gestürzt ist, ist das letzte was man sehen will, ein zehn-sekündiger Ladebildschirm.

Skate. bietet dem Spieler die Möglichkeit, so genannte Session-Marker zu platzieren. Das sind Punkte, die es dem Spieler ermöglichen, an diesem Punkt per Tastenkombination immer wieder zu starten. Eine sehr nützliche Funktion, wenn man bestimmte Stellen zum Lösen einer Aufgabe öfter fahren möchte, oder einfach nur einen Spot immer wieder zu fahren. Auch hier gilt, entfernt man sich zu weit von dem Punkt, muss bei zurücksetzen nachgeladen werden.Als besonders interessante Aufgaben erweisen sich die Film-Challenges. Hier bekommt man bestimmte Vorgaben, wie erreiche 3000 Punkte, grinde 10 Sekunden und erreiche insgesamt 12 Sekunden Air-Time. Das besondere daran ist, dass diese Aufgaben jederzeit an allen Orten in San Vanelona aktiviert werden können. Läuft die Kamera, beginnt ein 30-sekündiges Zeitlimit, in dem die Challenge absolviert werden muss. Ausschlaggebend für den Erfolg dieser Aufgaben ist vor allem der Ort, an dem man sie schaffen will. Stößt man während der Streifzüge durch die Stadt auf eine vielversprechende Line, ist es nicht selten, dass man dort die nächste halbe Stunde veringt und an der Lösung einer der Film-Challenges arbeitet. Etwas eintönig sind hingegen die S.K.A.T.E. aufgaben im späteren Spielverlauf ausgefallen, da diese nicht nur sehr schwer sind und ein hohes Maß an Ausdauer erfordern, sondern zudem immer an der selben Treppe ausgetragen werden.

37034_skate-11-jpg_1000x563.jpg
Skate. verfügt über ein Punktesystem, das allerhand verschiedener Faktoren berücksichtigt. Es gibt eine Grundsumme an Punkten für die verschiedenen Tricks. Diese werden beispielsweise durch die Höhe des Tricks oder die Tiefe eines Drops erhöht. Macht man mehrere Tricks innerhalb eines Zeitfensters, baut sich ein Multiplikator auf. Alle Tricks, die innerhalb eines Zeitfensters zusammenkommen sind eine Line. Darüber hinaus gibt es noch Sequenzen, bei Kollege Hawk Combos genannt. Verbindet man verschiedene Tricks, also mehrere Flip-Tricks, einen Grind und anschließend einen Manual, ohne dass die vier Räder des Boards den Boden berühren, werden die Punkte dieser Sequenz zu einer Punktzahl addiert. Diese Sequenzen sind allerdings deutlich seltener und vor allem kürzer als bei der Konkurrenz, stehen dieser in Sachen Spektakel aber in nichts nach. Erfrischender Weise kann man bei skate. die meisten Punkte mit hohen Airs und Grabs erreichen, weniger mit langen Grinds. Insgesamt wirkt das Punktesystem ausgereift und gut ausbalanciert.

Die Belohnungen für bestandene Aufgaben bewegen sich im Rahmen neu freigespielter Challenges oder Outfits, selten auch neu zugänglicher Areale. Zudem bekommt man im weiteren Spielverlauf verschiedene Sponsoren. Trägt man dessen Produkte, klingelt bei bestandenen Challenges gleich doppelt die Kasse, denn der Sponsor legt immer noch einen Bonus oben drauf. Die wahre Belohnung sind allerdings die Moves und Kombos an sich.

Boah, mach das noch mal!

37039_skate16-fussvolk-und-autos-jpg_1000x563.jpg
Sämtliche Bewegungen und Tricks bei skate. sind fantastisch animiert und erinnern ein ums andere Mal an Real-Life-Skate-Videos. Das liegt nicht zuletzt an der gewählten Perspektive der Kamera im Spiel. Wie auch bei einem Großteil der Videos liegt diese recht tief links hinter dem Skater. Das kann bisweilen zu Problemen führen, da man Rails auf der rechten, bzw. linken Seite mitunter schlecht oder zu spät sehen kann, oder man des Öfteren an einem Auto hängen bleibt, obwohl man dachte, man kommt gerade noch vorbei. Aber das ist im Endeffekt reine Gewöhnungs- und auch Geschmackssache. Ansonsten macht skate. einen grafisch guten bis zweckmäßigen Next-Gen-Eindruck. Die riesige Stadt ist liebevoll und detailliert designt und kann mit einigen netten Texturen und Lichteffekten glänzen. Weniger hübsch sind Flora und Fauna, wenn man die Fußgänger und PKW mal als Fauna bezeichnen darf, ausgefallen. Denn diese marschieren bzw. fahren ziellos und zombiehaft durch die Straßen. Es gibt nur eine sehr begrenzte Anzahl an Fußgängern, die im üigen alle nerven, da man sich regelmäßig hinlegt, weil man einen davon angefahren hat. Die Autos an sich sind sehr minimalistisch, viereckig und zudem nur matschig und niedrig aufgelöst texturiert. Sie erinnern eher an Vehikel einer vergangenen Generation. In der Ferne gibt es hin und wieder Pop-Ups einiger Gebäude, aber so weit in die Ferne schaut man eh nur, wenn man am Horizont nach dem Zeichen für eine neue Challenge Ausschau hält. Der grafische Gesamteindruck ist dennoch mehr als positiv. Electronic Arts hat die Kräfte da forciert, wo sie benötigt werden, nämlich bei dem Skater an sich. Die Animationen in der Luft und am Boden, beispielsweise, wenn er nach einem nicht einwandfreien Sprung versucht, die Balance zu halten, scheinen jedes Mal individuell und extrem realistisch. Zudem läuft das Spiel zu jeder Zeit absolut flüssig.

Mehr als solide ist auch der Sound im Spiel. Da wäre zum einen der Soundtrack mit 65 Songs von Hip Hop über Electro bis Punk Rock. Gerade ein Soundtrack ist natürlich Geschmacksache, dennoch hat mir die Auswahl von Electronic Arts besonders gut gefallen. Die Mischung aus ZZ Top, David Bowie, Nirvana und Motörhead macht einen vergleichsweise erwachsenen Eindruck. Die Musik ist intelligent ins Spiel integriert. Sie wird lauter, wenn man sich interessanter Punkte nähert. So kann man fast nach Gehör fahren, wenn man neue Hot-Spots finden will.In der deutschen Version wurde das Spiel komplett lokalisiert. Das heißt, auch die Profi-Skater wurden ihrer Original-Stimmen beraubt und synchronisiert. Aber auch dieser Part ist gut gelungen, die Stimmen und der Slang passen einwandfrei zur Skateboard-Materie. Auch hat es das gesamte Fachvokabular unübersetzt ins Spiel geschafft, was mitunter zu Komplikationen für Leihen führen kann. Denn wenn man nicht weiß, was mit „Gappe von der oberen Ledge auf die Hubba“ gemeint ist, wird man es mit der einen oder anderen Aufgabe zumindest zu Beginn etwas schwerer haben.

Skater sind Herdentiere

37031_skate-8-jpg_1000x563.jpg
Schon immer haben sich Skater bei Contests oder nur zum Spaß zusammengefunden, um von einander zu lernen und vor allem um anzugeben. Das Prinzip funktioniert auch bei skate.. Im Online Modus kann man Challenges aus der Kampagne mit bis zu sechs (vier an der PS3) menschlichen Gegnern in ranked Matches oder nur zur Kurzweil nachspielen. Das funktioniert im Grunde sehr gut und macht fast genau so viel Spaß, wie die Spritztouren in der Kampagne. Hat man es allerdings mal mit Lags zu tun, kann man das Spiel eigentlich vergessen, da Timing bei skate. das A und O ist.

Ein weiterer Weg, allen seine Rollett-Künste zu präsentieren ist die Möglichkeit, selbst aufgenommenes Footage aus dem Spiel ins Netz hochzuladen. Das können einfache Screenshots sein oder längere, selbst zusammengeschnittene Videos. Diese kann man umfangreich verändern und beeinflussen. So hat man macht über den Kamerawinkel, kann die Geschwindigkeit auf bis zu 25 % heruntersetzten, oder entsprechend weit erhöhen. Außerdem lassen sich verschiedene Filter, wie Schwarz-Weiß oder Sepia über das Material legen. Allein die sehenswerten Bail-Videos, die ich aus dem Testlabor hätte hochladen können, gehen in den dreistelligen Bereich. Der Video-Editor ist ein wirklich nettes Gimmick und rundet den Eindruck von skate. positiv ab.

Thema Werbung

37040_SimpsonsSkate-jpg_375x268.jpg
Ist das noch Product Placenment, oder sind das schon dreiste Werbespots? Hier kann man natürlich geteilter Meinung sein. Es geht los bei einem T-Mobile Handy und endet bei hunderten Werbeplakaten im Spiel, die von EA jederzeit aktualisiert werden können. Seit Release des Spiels gab es dort eine Simpsons- und eine Coke Zero-Werbekampagne. Zusätzlich gibt es natürlich hunderte Markenoutfits und Skateboards, die man im Spiel für erfahrenes Geld kaufen kann. Zumindest die Klamotten tragen doch zur Authentizität des Spiels bei und sind bisweilen sogar Motivator, bestimmte Aufgaben zu schaffen.

22695_AG-MH-jpg_120x136.jpg
Es hat gerade einmal drei Minuten gedauert, dann hatte mich skate. – dem Intro sei Dank – vollends für sich gewonnen. Sicherlich hab ich im Verlauf des Spiel nicht nur einmal ge- und skate. verflucht, nichts desto trotz hat es mich wie kaum ein anderes Spiel in der letzten Zeit an den Fernseher gefesselt. Die Motivation, alle Challenges zu schaffen ist enorm. Hat man das hinter sich, macht es mindestens genau so viel Spaß im Freeride Modus durch die riesige Stadt zu fahren, immer auf der Suche nach interessanten Spots.

Skate. findet nicht nur den schmalen Grat zwischen Spielbarkeit und Realismus, dank Flickit-Steuerungssystem lässt sich dieser auch noch innovativ und eingehend beschreiten. Ob man relaxt durch die City fahren möchte, Grinden, Downhill Rennen oder Contests bestreiten will, skate. bietet für jeden Geschmack etwas.Alles in allem ist skate. ein sehr umfangreiches Paket, das mich wohl über Monate hinweg am Controller halten wird. Dafür, dass es EAs Erstlingswerk in Sachen Skateboarding ist und zudem noch mit einer neuartigen Steuerung daher kommt, kann man nur den Hut ziehen. Seit Amped 2 habe ich mich auf keinem Brett wohler gefühlt.

Bewertung

Skate xbox360

9/10

 

Kommentare (6)

 Kommentar-Tippse 1000 Liebling der Massen 500 Kommentar-Tippse 500 MyGames Liste 20 Liebling der Massen 50 Kommentar-Tippse 50
27.10.2007 17:42 - "Seit Amped 2 habe ich mich auf keinem Brett wohler gefühlt." Das Zitat möchte ich hiermit uneingeschränkt unterschreiben. Wie geil wäre es, wenn EAs nächstes Projekt nicht "Skate 2", sondern "Snow" wäre?? :)
Zum Voten bitte einloggen! 1 von 1 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 Kommentar-Tippse 1000 Liebling der Massen 500 Kommentarklicker 50 Wishlist 20 MyGames Liste 20 Liebling der Massen 50 Kommentar-Tippse 500 Kommentar-Tippse 50
27.10.2007 20:00 - Ich überlese ständig bei Flickit das l *tztz* Die Demo hat mir zugesagt, das Spiel ist wirklich klasse. Nur leider kommt momentan soviele gute Spiele heraus, das ich Skate erstmal nach hinten schieben werde. Aber ich werde es mir irgendwann kaufen.
Zum Voten bitte einloggen! 1 von 1 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
28.10.2007 07:57 - Was den Online Modus angeht, bin ich schwer enttäuscht. Lags gibt es so gut wie immer, besonders bei den Downhill Rennen.
Zum Voten bitte einloggen! 1 von 1 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 Kommentar-Tippse 50
28.10.2007 16:04 - da muss ich RowDIEr zustimmen, das Spiel laggt im Online Modus wirklich fast immer und damit kann man die trick contests praktisch nur mit etwas glück gewinnen
Zum Voten bitte einloggen! 1 von 1 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 Kommentar-Tippse 500 Liebling der Massen 500 Wishlist 20 MyGames Liste 20 Fable 2 Spieler Liebling der Massen 50 Kommentar-Tippse 50
28.10.2007 17:33 - Ja ich hab auch schon bemerkt dass EAs online Service noch nich so fresh wie das sonstig sehr geile Spiel is, leider.
Zum Voten bitte einloggen! 1 von 1 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 Fable 2 Spieler Liebling der Massen 50 MyGames Liste 20 Kommentar-Tippse 50
29.10.2007 00:08 - auch ich muss skate. leider nach hinten verschieben. ich warte auf assassins creed und mass effect. ich bin fast bewegt leider zu sagen.
Zum Voten bitte einloggen! 1 von 1 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.

Bitte logge Dich ein, um Kommentare zu verfassen.

Add to Google
Bookmarken:
Mister Wong Tausendreporter Webnews Del.icio.us Digg Google Bookmarks Live Bookmarks Ask Yahoo Yigg

Coming Soon

Risen 2
03.08.2012
Far Cry 3
06.09.2012
Resident Evil 6
02.10.2012
Dishonored
12.10.2012
Halo 4
06.11.2012

User-Aktionen

skate. XBOX360

skate.
9/10
8/10
Bitte logge dich ein, um das Spiel zu bewerten!

Galerien

The Cave

The Cave
Die ersten Bilder von Ron Gilberts neuem Spiel, The Cave.

Yakuza 5

Yakuza 5
Hier seht ihr 25 erste Screenshots zu Yakuza 5!

Crimson Dragon

Crimson Dragon
Drachenhafte Bilder mit echsigen Wesen.

Lost Planet 3

Lost Planet 3
Bilder zu Lost Planet 3.
Bier immer unten Poster

Die Neuesten User-Tests

Kid Icarus: Uprising 3DS

Kid Icarus: Uprising

Test: Kid Icarus Uprising

Als der 3DS auf der E3 2010 das erste Mal präsentiert wurde, stand ein fast vergessener Nintendo-Held plötzlich wieder im Mittelpunkt. Der E...

Kid Icarus: Uprising 3DS

Kid Icarus: Uprising

Kid Icarus: Uprising - Altes Spiel im komplett neuen Gewand

Zur E3 2006 kündigte Nintendo mit einem kleinen Trailer einen neuen ''Smash Bros.'' Teil an. Die ganze Community war sehr erfreut und doch wunder...

Simpsons

Forumticker

[AreaGames Lounge] Re: Wer hat in der nächsten Generation die besseren Karten?
Outlaw.ger am 25.05.2012: Gaaanz grob: Der eine streamt Spiele (Gaikai), bei dem anderen (Steam) lädt man sie immer noch runter und lässt sie auf dem eigenen Rechner laufen. ... lesen
[AreaGames Lounge] Re: Wer hat in der nächsten Generation die besseren Karten?
richard50 am 25.05.2012: Ok, erwischt. Ich ab das jetzt wirklich verwechselt..... Ist da so ein großer Unterschied?Interessanterweise glauben die zumindest an einen Riesen Erfolg ... lesen
[AreaFeedback] Re: Nils NewsRoom
Outlaw.ger am 25.05.2012: Viele viele Indie-Games zum reduzierten Preis, DRM frei, wenn Cross-Plattform, dann meist auch einmal gekauft, für alle Plattformen gekauft:We believe that developers should have the freedom to price... lesen
[AreaGames Lounge] Re: Wer hat in der nächsten Generation die besseren Karten?
Outlaw.ger am 25.05.2012: richard50 hat geschrieben:Spiele Steam für Konsolen könnte wirklich das Konsolengaming gewaltig verändern. Bin schon auf die E3 gespannt!Ich seh den Vorteil von Steam auf Konsolen nicht so wirklich... lesen
[Shooter & Action] Re: Ghost Recon: Future Soldier
Jace am 25.05.2012: @AG:bitte lasst euch für den Ghost Recon Test genug Zeit. Wenn ich da sehe wie 4players wieder nur mit den Vorgängern vergleicht anstatt auch die Qualitäten DIESES Teils anzuerkennen wird mir jetzt... lesen