007 Legends

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 19. Oktober 2012

User-Wertung:

Homefront

"Wir schreiben das Jahr 2027. Die Welt leidet unter den Folgen einer jahrelangen Energie- und Wirtschaftskrise. Die globalen Märkte sind schon lange zusammengebrochen - mit gravierenden Folgen für die politischen Machtverhältnisse auf der Erde." - Was an Frontlines: Fuel of War erinnert könnte tatsächlich als spiritueller Nachfolger des Überraschungs-Shooters bezeichnet werden. Immerhin kommt das von THQ gepublishte Actionspiel ebenfalls von den Kaos Studios. Wir versuchen anhand aller ersten Fakten auszumachen, ob das Potenzial wieder groß genug für einen Geheimtipp ist.


Wenn die Frontlinien zu euch nach Hause kommen

"Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Auf diese Schwäche setzt Nordkorea und startet eine großangelegte Invasion! Die einstige Supermacht USA steht in Homefront nun mit dem Rücken zur Wand ... die Frontlinie verläuft durch Einkaufszentren, Vorstädte und mitten durch das Herz Amerikas! Als letzte Verteidigungslinie leisten bewaffnete Zivilisten Widerstand, um die nordkoeranischen Truppen zurückzuwerfen.", so lautet die offizielle Kurzfassung der von Autor John Milius (Apocalypse Now, Red Dawn) geschriebenen Hintergrundstory des Spiels. Gleichzeitig ist dies auch eure Ausgangslage in der Haut eines der letzten verbliebenen Widerstandskämpfer. Und das "in der Haut" dürft ihr ruhig wortwörtlich nehmen, dafür sollen "Half-Life"-ähnliche Erzählstrukturen ohne starre Cutscenes sorgen. Ob Dialoge oder sonstige Ereignisse, in Homefront wird all dies ingame in Form von Scriptsequenzen abgehandelt, die euch stets direkt im Geschehen halten und so während des laufenden Spiels, ohne Unterbrechung, von Actionszene zu Actionszene treiben.
Homefront

From the great Atlantic ocean to the wide Pacific shore

Ok, auf der Wabash Cannonball werdet ihr in Homefront gewiss nicht durch die Gegend brausen, trotzdem gelangt ihr im Laufe der Geschehnisse an die unterschiedlichsten Orte der Vereinigten Staaten. Wer sich nun auf fröhliches Sightseeing freut, muss sich dies dank gründlicher Arbeit der Nordkoreaner leider gleich wieder abschminken. Selbst naturverbundenere Orte wie die Rocky Mountains sollen dermaßen vom Krieg gezeichnet sein, dass sie wohl selbst Einheimischen geradezu fremd vorkommen werden. Städte dürften dann dementsprechendes Fallout-Flair versprühen. Bloß ohne Mutanten und Verstrahlungs-Zombies. Die Wahrscheinlichkeit, in Homefront auf Mini-Atombomben zu treffen, ist dagegen bedeutend größer. Ganz nach dem Vorbild von Frontlines sollen experimentelle Waffen sowie Fahrzeuge mit fortschrittlicher Zukunftstechnologie den Unterschied zugunsten der Amerikaner ausmachen. Dass die Kaos Studios in diesem Zusammenhang gerne ohne zu zögern den Begriff "Spielzeuge" benutzen, stellt Gadgets wie die ferngesteuerten Modell-Buggys/Helikopter im Actionfigurenformat in Aussicht, welche wir schon in ihrem letzten Spiel lieben gelernt haben. Eine Art Awesome-Variante dessen gab es bereits während der E³-Präsentation des Games zu sehen. Ein unbemanntes Panzerfahrzeug namens "Goliath" attackierte dort vollautomatisch alle vom Spieler aus der Ferne markierten Ziele und machte dabei selbst keinen Halt davor, durch Hauswände zu brechen. Zum Zeitpunkt, an dem ihr mit ziemlicher Sicherheit das komplette Arsenal an Equipment freigeschaltet haben werdet, kämpft ihr euch übrigens in Massenschlachten die Pazifik-Küste entlang. Wird gewiss erfrischend, das Setting auch mal abseits des WWIIs erleben zu können.
Homefront

The USA wants to be FREE, MAN!

Nicht nur das virtuelle Storytelling von Homefront weckt Erinnerungen an Half-Life, speziell den zweiten Teil. In einem der frühen Spielkapitel führt man euch durch behelfsmäßig zusammengezimmerte Dörfer der Bevölkerung, in denen neu gesäte Felder mit ihren ersten guten Erntedurchgängen für Hoffnung und knirschende Windmühlenbauten für behelfsmäßigen Strom sorgen. Im Hauptquartier der Rebellen werdet ihr mit Waffen ausgestattet (standardmäßig mit einer Weiterentwicklung unserer heutigen M4 Carbine Assault Rifle), um wenig später die in ihre Häuserbaracken flüchtenden Bewohner vor feindlichen Soldaten zu beschützen. Ersetzt die Nordkoreaner durch Combines und nehmt dem ganzen den etwas düstereren Fallout-Grundlook... sofort erinnert man sich an identische Szenen aus Gordon Freemans zweitem Abenteuer. Und das ist angesichts dessen Qualität natürlich ein verdammt gutes Zeichen, vor allem da die Kaos Studios der Sache hier etwas die bunte Unbeschwertheit nehmen wollen. Dass sich unter den zu beschützenden Einwohnern auch Mütter mit ihren Babys befinden, demonstriert entschieden den sehr viel erwachseneren Ansatz im Vergleich zu Fuel of War. Der Hauptfokus des Games wird dagegen die meiste Zeit über selbstverständlich unverändert auf brachiale Action ausgerichtet sein. Den Goliath haben wir euch ja schon vorgestellt, über die dynamischen Scriptsequenzen haben wir dagegen noch nicht berichtet. Dabei handelt es sich um Spezialmomente wie den Abschuss eines auf euch zu rasenden Truppentransporters per Raketenwerfer, der daraufhin explodierend über euch hinwegfliegt. Zur Situation selber soll es bei jedem Durchspielen kommen, ihr Ablauf dagegen wird sich abhängig von verschiedenen Faktoren jeweils anders gestalten. In Bezug auf Deckungen will Homefront sich übrigens nicht vom "Gears of War"-Virus infizieren lassen. Zwar wird gescheites Kopf-Einziehen und Umgebung-Ausnutzen im Spiel essenziell sein, dazu begebt ihr euch allerdings klassisch hinter Objekte oder Wände und zieht dabei euren Kopf per "Ducken"-Taste ein. Ob eure bis zu vier K.I.-gesteuerten und nicht direkt beeinflussbaren Feuerteamkollegen im Laufe des Befreiungskampfes auf mögliche Koop-Features hindeuten, ist bis jetzt noch unklar. Dass Homefront allerdings einen größeren Mehrspielermodus bieten wird, haben die Kaos Studios bereits ausgeplaudert. Alles andere wäre angesichts Frontlines auch absolut undenkbar gewesen, denn im Bereich epischer Onlinekriege mit richtig vielen Teilnehmern und großem Fuhrpark macht dem (nach Release leider schnell wieder untergegangenen aber nicht unbedingt unerfolgreichen) Shooter - zumindest im Konsolenbereich - bis heute niemand etwas vor.
HomefrontEntsprechend hellhörig sind wir auch weiterhin, was das Nachfolgeprojekt der Kaos Studios angeht. Der bisherigen Faktenlage nach klingt es tatsächlich wie ein konsequent erweitertes, erwachseneres Fuel of War, das sich besonders in Hinblick auf atmosphärische Elemente einige Ansätze von den unbestrittenen Vorzeigetiteln der vergangenen Jahre abgeguckt hat. Interessant ist dabei vor allem, dass der genretechnisch naheliegendste Kandidat "Call of Duty: Modern Warfare" bei der Ideenfindung keine große Rolle gespielt zu haben scheint. Richtig so, denn als plumper Klon hätte Homefront niemals das überzeugende Image der eigenständigen Zweitkauf-Alternative aufbauen können, das wir ihm hiermit unserem Vorabeindruck nach zusprechen wollen.

Kommentare

staatsfeind1234
  

Frag mich immer noch warum die Jungs von den KAOS-Studios die einzigen sind die auf Xbox Live Matches mit mehr als 24 Spielern schaffen? Sollten sich alle anderen mal ne scheibe von abschneiden. Hoffe mal sie bleiben ihrem Konzept treu (sehr nah am PC Battlefield) und das Spiel wird kommerziell noch erfolgreicher. Denn es schaffen nicht viele von der Mod zur eigenen Spielfirma. Respekt!!!

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Rush
  

Danke......den Titel hatte ich garnicht auf meinem Beobachtungszettel. H?rt sich zun?chst vielversprechend an und sollte ich wirklich im Auge behalten.....auch das E3 Video auf Gametrailers war nicht schlecht (Areagames-Videos laden bei mir im Firefox unter XP nicht).

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.krüse
  

och ganz nett. coversysteme sind sehr gut. wie schon blueeye meinte war das in rainbow six: vegas sehr fett!

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Daniel Pook
  

Ich finde beide Arten der Deckung gut, aber nicht bei jeder Art von Spiel. Kommt auch drauf an, wie es umgesetzt wird.

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blueeye
  

Von der Story klingt es schon mal wie ein moderneres Freedom Fighter. Die Vorschau verspricht schonmal ein sehr interessantes Spiel.
Doch wieso man so negativ ist, was das Coversystem angeht, will mir nicht in den Kopf. Ich w?rds eigentlich begr?ssen, wenn Shooter in Zukunft ein Coversystem haben, besonders das von R6 Vegas hat es mir da angetan.

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KING_BAZONG
  

Also ich finde, in RESISTANCE geh?ren Chimera ;)

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rorschach
  

Nordkoreaner auf amerikanischem Boden? Dass ich nicht lache. Au?er Scotty ist ein Doppelagent und hat sie alle r?bergebeamt.

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Daniel Pook
  

Es hat sich ganz gut verkauft, h?tte sich aber angesichts der Qualit?t noch viel besser machen m?ssen. Besonders kurz nach Release waren die Verk?ufe sehr hoch, danach ist es aber wie gesagt nicht mehr so im Gespr?ch gewesen. Obwohl ein tolles Spiel, ich habe 8/10 gegeben.

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LookMyBullet
  

Ouh ja nen nachfolger zu Frontlines w?r geill...

Und wh. Frontlines is untergegangen?Es gibt noch server en masse,wird noch richtig viel gespielt...Wer?s also noch nicht gespielt hat>Zugreifen^^

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