Alien: Isolation

Plattform: (PS4, XBO)
Release: 07. Oktober 2014

User-Wertung:

Angespielt: Alien - Isolation

Während wir im Podcast nur über das neue Alien-Spiel von Creative Assembly spekulieren können, sind unsere Münchner Kollegen schon einen Schritt weiter und präsentieren einen ersten Erfahrungsbericht.

"Im Weltraum hört dich niemand schreien" Mit diesem Slogan wurde 1979 der Science-Fiction-Thriller Alien beworben. Der Streifen entpuppte sich als Meisterwerk, weil er eine ganz neue Art des Außerirdischen inszenierte: Die Crew des Frachters Nostromo begegnete keinen albernen grünen Männchen oder hirnlosen Monstern, sondern einem raubtierhaften, absolut tödlichen Wesen von faszinierender Andersartigkeit.

Das Design dieses Aliens aus den Händen des Schweizer Neo-Surrealisten H.R. Giger wirkt bis heute eindrucksvoll und verstörend. Mittlerweile ist das Kino-Alien zum Teil der Popkultur geworden – und somit auch Teil unserer Videospielkultur.

Ganze 33 Spiele, in denen die Kino-Aliens in irgendeiner Form eine Rolle spielen, erschienen bislang. Seit Dezember 2006 ist der Publisher Sega im Besitz der Exklusivrechte für Spiele-Umsetzungen des Filmmaterials. Die Ausbeute dieses Deals ist bislang allerdings recht bescheiden: Ein bei uns indizierter, recht banaler Shooter, das ordentliche 2D-Actionspiel Aliens: Infestation für Nintendos DS-Handheld sowie der Shooter-Flop Aliens: Colonial Marines .



Ellen Ripley – verzweifelt gesucht

Doch nun gibt es Licht am Horizont. Mit Alien: Isolation scheint Sega endlich auf dem richtigen Weg zu sein. Denn es erwartet uns zur Abwechslung mal kein Ballerspiel, sondern ein Horror-Abenteuer, dass sich die klaustrophobische Stimmung des ersten Alien-Films von Ridley Scott zum Vorbild nimmt. Genauso wie Ellen Ripley an Bord der Nostromo soll sich der Spieler vor dem Alien fürchten, ihm hilf- und fassungslos gegenüberstehen. Auf der Suche nach einer Story, die das Entwicklerteam Creative Assembly mit einem solchen Spiel erzählen könnte, wurde es im Zeitraum zwischen dem ersten Alien-Film und seinem Nachfolger Aliens fündig. Immerhin vergehen sechzig Jahre, während Ellen Ripley im Kälteschlaf schlummert.


Eindeutig zu nah: Wer das hier sieht, ist so gut wie tot

Eindeutig zu nah: Wer das hier sieht, ist so gut wie tot

Unterdessen wächst ihre Tochter Amanda zur erwachsenen Frau heran. Sie war zehn, als ihre Mutter an Bord der Nostromo ging, und hat sie seitdem nie wieder gesehen. Fünfzehn Jahre nach dem letzten Kontakt zwischen Mutter und Tochter schlüpfen wir in Amandas Rolle, die mittlerweile für die zwielichtige Weyland Yutani Corporation arbeitet. Der Konzern hat ein finanzielles Interesse an den Aliens und will sie als Biowaffe nutzen. Amanda wird plötzlich die Information zugespielt, dass Ellen noch am Leben sein könnte. Mit einer kleinen Crew macht sie sich auf den Weg zur Raumstation Sevastopol. Dort will sie den Flugrekorder der Nostromo bergen und das Rätsel um das Verschwinden ihrer Mutter lösen. Kaum an Bord bemerkt sie allerdings, dass irgendetwas gründlich schiefgegangen ist. Es liegen Leichen und zerstörte Arbeits-Androiden herum. Und irgendwas ist in den Gängen der Station unterwegs: das Alien.



Retro-SciFi

Bevor das Monster seinen Auftritt hat, erkunden wir in einer kurzen PS4-Demo die Handelsbasis, deren Design sich sehr eng an der Kinovorlage orientiert. Die Entwickler erhielten von 20th Century Fox Zugang zum Archiv der Filmproduktion. Sie konnten also Special-Effects-Rohmaterial und viele Design-Konzepte einsehen, die weit über das hinausgehen, was je im Kino zu sehen war. Geradezu besessen arbeitet das Team daran, die Realität des Films im Videospiel nachzuempfinden. Es baut beispielsweise nicht nur eine Raumstation mit einer stimmigen Architektur, wie sie zum Film passen würde, es tut das in exakt der gleichen Form wie das Filmteam im Jahre 1979: Damals waren Computer noch nicht omnipräsent, es gab kein Internet und Touchscreens schon gar nicht.

Die Technik an Bord von Sevastopol ist daher von Schaltern, Drehreglern und Knöpfen übersäht, und die Taschenlampe, mit der wir angsterfüllt in dunkle Ecken leuchten, funktioniert mit einer Glühbirne und nicht etwa mit LEDs. Oder beim Hacking-Minispiel drehen wir zunächst an Frequenzregler unseres Handcomputers, um Empfang zum Zielcomputer zu bekommen. Erst dann erwacht sein Röhrenbildschirm zum Leben.


Ein Flammenwerfer wäre uns lieber. Wo ist McGyver?

Ein Flammenwerfer wäre uns lieber. Wo ist McGyver?

Die Detailversessenheit der Entwickler geht aber noch weiter: So dient ihnen der Beleuchtungsplan der Filmkulissen inklusive der korrekten Farbtemperatur und -gradierung als Vorlage für den Look des Spiels. Sogar die feine Körnung des analogen Filmmaterials wird in Form eines Post-Processing-Effekts übernommen. Aus dem vorhandenen Soundtrack-Material (das teils nie veröffentlicht wurde) komponierte Creative Assembly eine neue, rund zweistündige Musik-Kulisse. Oftmals herrscht auf Sevastopol jedoch auch bedrückende Stille. Eine Stille, in der jedes noch so kleine Geräusch Panik verursachen kann. Diese Vorschau zu Alien: Isolation stammt, wie ihr anhand der fehlenden Rechtschreibfehler und der tollen Sprache sicherlich bemerkt habt, von dem geschätzten GamePro Kollegen Sebastian Stange. AreaGames veröffentlicht regelmäßig Artikel seiner Mutter-Seiten und Redakteurs-Brüder.

Kommentare

Der Papa
  

Wow, hätte nicht gedacht, auf AG mal etwas von Sebastian Stange zu lesen. War echt schade, dass er von der N-ZONE weg ist. Aber klar, dass man gerne mehr als 2 Spiele pro Monat testen möchte.

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manti
  

Zitat von Pivo

Pivo schrieb:

WAAASSS???

Onlinewelten hat den Stange abgeworben?????



Ich war auch etwas erstaunt, dass der gute Mann sich dann bei IDG eingefunden hat. Er hat mich während seiner Zeit bei der Konkurrenz immer gut unterhalten, vor allem in den Podcasts, die er dort mitgemacht hat. Der Kerl kommt kompetent rüber und war auch immer ziemlich witzig drauf, in diesem Previewvideo und seiner Vorschau zum neuen Thief kommt er allerdings etwas steif rüber.

Zum Thema Alien - Isolation: Das Spiel sieht in der Preview und im Video sehr vielversprechend aus. Trotzdem behält bei mir nach dem Debakel namens Aliens - Colonial Marines erstmal noch die Vorsicht die Überhand. Amnesia - The Dark Descent und Outlast finde ich allein durch die gruselige Stimmung super, wenn also ein Alien-Spiel mit einem ähnlichen Ansatz kommt, bin ich gespannt drauf.

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de Maja
  

Zitat von Sellfish_86

Sellfish_86 schrieb:

Klingt nach Amnesia, Outlast und co. halt im Alien Setting. Weiß ja nicht, ob man das braucht?

PS: Das Alien kann den Motion Sensor nicht hören ;)?



Hat sicher ein Lautlos Modus ;)

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Pivo
  

WAAASSS???

Onlinewelten hat den Stange abgeworben?????

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<> AJ <>
  

Mit der Gamepro brauch mir niemand mehr kommen. Hab ich lange gelesen bis die Kompetenz der Redakteure immer weiter gen Null tendierte.
Da wäre mir ein Eindruck von euch lieber gewesen, aber ging ja leider nicht.

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Sellfish_86
  

Klingt nach Amnesia, Outlast und co. halt im Alien Setting. Weiß ja nicht, ob man das braucht?

PS: Das Alien kann den Motion Sensor nicht hören ;)?

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de Maja
  

Aaarrggghh, ich spür es schon...es aarrghh bricht langsam hervor...aahhh,aarrgh, nein ich will nicht AARRRHHH mist da ist es, ein kleines Hype-Gefühl^^ klingt doch sehr vielversprechend, hoffentlich wirds wirklich kein Coloniel Marines.

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Der Ralle
  

Klingt doch alles schon mal sehr viel versprechend. Ich bin weiterhin gespannt drauf.

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Burning
  

"Diese Vorschau zu Alien: Isolation für die Xbox One stammt, wie ihr anhand der fehlenden Rechtschreibfehler und der tollen Sprache sicherlich bemerkt habt, von dem geschätzten GamePro Kollegen Sebastian Stamge."
Ja, das merkt man ...

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Datum:

29.01.2014, 15:20 Uhr

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