Aliens vs. Predator

Plattform: keine Angabe
Release: keine Angabe

User-Wertung:

Aliens vs. Predator

In Silent Hill V macht euch nicht zuletzt die Steuerung zum Opfer und trotz Schweißbrenners tropft euch in Dead Space ununterbrochen die Stirn? Dann lasst euch doch von Sega zur Abwechslung auch mal wieder in die etwas ekelhafte Haut überlegener Killermaschinenmonster stecken. Nicht in die zerfledderten Kanonenfutterkörper eines Left 4 Dead, sondern gleich in die säuretriefenden bzw. Thermalsicht-begünstigten Filmstarbodys von Aliens vs. Predator!


Wer auch immer gewinnt... WIR verlieren

Bevor wir uns aber den eigentlichen Hauptdarstellern des Games widmen, sei die dritte Partei des Franchises nicht vergessen: WIR! Obwohl Gearbox' "Colonial Marines" nach wie vor ein Dasein jenseits von Gut und Böse zu fristen scheint, dürft ihr zumindest in diesem Sega-Spiel hier das Gewehr und am besten gleich auch eure Beine in die Hand nehmen. Letzteres vor allem wenn ihr alleine seid, denn als Mensch ist man naturgemäß gegen beide extraterrestrialen Parteien unterlegen. Eure besten Waffen sind letztendlich wohl (vielleicht außer dem zu erwartenden Flammenwerfer) eine gesunde Portion Vorsicht durch Furcht sowie der Zusammenhalt mit K.I.-Kollegen. So lange die mordlustigen Biester überhaupt noch jemanden außer euch übrig lassen. Gut 30 Jahre nach dem wahren Massaker des zweiten Films werdet ihr als Soldat in eine neue Kolonie des "Konzerns" geschickt, der gewiss nicht zum ersten Male daran scheitert, einen vermeintlich sicheren Planeten zu besiedeln. Wobei "scheitern" angesichts der Motive eures Arbeitgebers vielleicht der falsche Begriff sein mag. Ob es Zufall ist, dass gleich in unmittelbarer Nachbarschaft der Menschenstation eine Art Alien-Zuchtpyramide gefunden wurde, sei jedenfalls mal dahingestellt. Schon bei eurer Ankunft ist von der Kolonie-Bevölkerung, die ihr ursprünglich retten solltet, kaum noch etwas übrig. Verdächtige Säurebrandflecken erwecken zudem den Eindruck, als sei da einem Tollpatsch mehr als nur eine Batterie ausgelaufen. Das unwohle Gefühl wird perfekt, wenn das Bewegungsradar eures Gewehrs immer bedrohlicher zu piepsen beginnt, so dass es letztendlich großer Erleichterung gleich kommt, eines der gottverdammten Alien-Viecher vor die Flinte zu kriegen. Da die liebste Berschäftigung der Xenomorphs allerdings das effektive Verstecken und Lauern ist, braucht es zum überlebenswichtigen Sichtkontakt oft den Einsatz von Taschenlampe sowie Magnesiumfackel. Eines dürfte also jetzt schon klar sein: Wirklich sicher könnt ihr euch in diesem Game nur dann fühlen, wenn euch eine Hand voll "James Cameron"-Gedenk-Geschütztürme Rückendeckung bietet. Doch ob euch das auch vor dem dritten Teilnehmer des Außerirdischentreffens in Obhut nehmen wird?
Aliens vs. Predator

Monster Hunter

Was Capcom in Japan zu Charterfolgen in Serie verhilft ist für die Erbauer oben bereits erwähnter Brutpyramiden reales Lieblingshobby. Bloß jagen die Predators eben nicht nur die selbstgezüchteten Aliens, sondern bei der Gelegenheit auch gleich die unglücklich zwischen beide Fronten geratene Menschheit. Um so netter, dass wir uns in einer der drei Kampagnen - wie vom Franchise gewohnt - mit Plasmakanone auf der Schulter, Thermalsicht in den Augen und "See-Through"-Tarnvorrichtung am Körper selber auf die Pirsch begeben dürfen. Der coole weil dreifach punktige Ziellaser darf im Feature-Aufgebot des Predators natürlich auch nicht fehlen. Von Isaac aus Dead Space hat er sich derweil seine Sprungsteuerung abeguckt. Einfach einen Ort in Reichweite anvisieren und schon hechtet ihr vollautomatisch-elegant mit einem simplen Knopfdruck genau dort hin. Am meisten müsst ihr bei Aktionen wie dieser als notorischer Einzelkämpfer darauf achten, bis zum entscheidenden Moment unbemerkt zu bleiben. Sich auf lautlosem Untergrund zu bewegen gehört dabei genau so zum A und O der Predator-Taktikkunde wie gründliches Ausspionieren im Voraus. Praktisch ist dabei, dass euer Zoom auch akustisch funktioniert. Genießt also die (per Tool sogar zum späteren Anhören aufnehmbare) Plauderei eurer zukünftigen Opfer als würden sie dabei direkt vor euch stehen und euch beim Sprechen dezent ins Gesicht spucken. Vielleicht tun sie das ein paar Minuten später sogar wirklich, nachdem ihr euch ihnen unsichtbar genähert habt bzw. während ihr ihnen die Schädel samt Wirbelsäule aus den Körpern rupft (Link führt zu verheerend brutalen Ingamevideos). Der tiefere spielerische Sinn dieser (auch an Aliens durchführbaren) "Trophy-Kills" wurde bisher noch nicht verraten. Einzig eine missionsgebundene Spezialaktion, bei der euch ein Kommandeurskopf in Kombination mit entsprechender Gesichts-Scanvorrichtung wichtige Türen öffnet, wurde während der E³ in dieser Hinsicht demonstriert. Dort wurde übrigens ebenfalls gezeigt, dass es nicht immer abnormale Gewalt gegen Lebewesen sein muss, die euch weiterbringt. Manchmal reicht es auch, auf ein paar Computerterminals einzukloppen, um Geschütztürme zu deaktivieren, auf rustikale Weise das Licht auszuschalten oder ein paar Xenomorphs reinzulassen, die sich wie fliegende Piranhas auf die schutzlosen Menschentrupps stürzen.
Aliens vs. Predator

Das unheimliche Wesen... bleibt im Dunkeln

Bis dato zeigte Sega auf Preview-Events und während der E³ keine ausführlicheren Spielpassagen aus der Sicht der "H. R. Giger"-Monstren, welche selbstverständlich ebenfalls ihre ganz eigene Solokampagne gefertigt kriegen. Da Rebellion bisher allerdings bewusste Besinnung aufs Basisgameplay der beiden Vorgängerspiele versprachen und dies nun auch schon im Falle der Menschen sowie Predators unter Beweis gestellt haben, können sich Fans gedanklich ganz beruhigt auf eine Aliens-Kampagne mit klassischen Spielelementen einstellen. Schwanz zum Pieksen, Klauen zum Schlagen, Extra-Gebiss-Spieß zum Bohren und Spachteln sowie bemerkenswerte Kletterfähigkeiten an jeder Art von Oberfläche. Vor allem darf man wohl gespannt darauf sein, ob man wieder seine eigene Geburt und fresserfüllte Würmchenphase bis hin zum ausgewachsenen Killerbiest interaktiv erleben wird. Der entsprechende Part des zweiten Teils gehört für viele Videogamer nicht umsonst bis heute zu den erinnerungswürdigsten und spannendsten Einfällen der Videospielgeschichte. Genau wie die Multiplayermodi der bisherigen "Aliens vs. Predator"-Games, in denen sich alle drei Rassen als spielbare Kontrahenten wahre Psychoduelle am Fließband lieferten. Auch wenn dieser Teil des Spiels bis jetzt noch unter Verschluss geblieben ist, so wird das Wissen um die Bestätigung des Mehrspielermodes alleine gewiss schon für die ein oder andere blinde Vorbestellung euphorischer Fans von damals sorgen. Sollten sich Rebellion bis zum geplanten Release Anfang 2010 nicht mehr mit zu vielen zu abgedrehten Ideen wie den zuletzt enthüllten "Predalien"-Hybriden verzetteln, kann man angesichts der überzeugenden Vorabvorstellungen bisher aber auch wirklich getrost von einer echten Perle am Lizenzspielhimmel ausgehen. Und wenn sie es tatsächlich schaffen, die unvergleichliche Atmosphäre der vorhergegangenen Serienteile (an die mäßigen "vs"-Kinofilme braucht ihr dabei gar nicht erst einen Gedanken zu verschwenden...) ins Next-Gen-Zeitalter zu transportieren, werden auch dem Franchise (bzw. den Franchises) ansonsten eher fremde Actiongamer nicht um Aliens vs. Predator herum kommen. Es sei denn, sie sind unter 18 Jahren alt. Mit einem freudigen Deutschland-Empfang der USK ist für die Filmmonster und ihre Menschenopfer, angesichts abgerisserner Köpfe am Wirbelsäulen-Schaschlik, gewiss nicht zu rechnen.
Aliens vs. Predator

Kommentare

HLecter
  

Stimmt schon, die Trophy Kills sehen zuerst spektakul?r aus, n?tzen sich dann aber schnell ab. Trotzdem kann ich's kaum erwarten als Predator auf die Jagd zu gehen - die M?glichkeit, sich unsichtbar an seine Opfer heranzupirschen ist einfach genial :D

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Taccou
  

Das wird bestimmt wieder ein geiles Spiel. Ich bin allgemein ein Alien Fan und nach dem 2. Teil, hab ich mich schon gefragt, wann wieder ein neuer kommt.
Nur die Trophy-Kills vom Predator st?ren mich ein wenig, dass sie zum Energieaufladen dienen. Mir hat damals auch der Generator gereicht. Vielleicht passt es aber so besser ins Spiel, man wei? es nicht.

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staatsfeind1234
  

Einfach geil das endlich der 3. Teil kommt. Grafik ist der Hammer und die USK findet das Spiel bestimmt auch ganz gut (sag nur Trophy-Kills ;) Schon lange vorbestellt weil lange wird es nicht dauern bis es indiziert wird und dann wird es wieder sinnlos teuer.

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Yojimbo
  

sieht sehr geil aus!

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Daniel Pook
  

Allerdings gebe ich zu bedenken, dass Rebellion den ersten Teil gemacht haben. Klar, Teil zwei war besser! Aber trotzdem hat das "neue" alte schon Erfahrung mit dem Franchise.

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Ragism
  

Also die l?ngeren Gameplayvideos von der E3 sahen sowas von langweilig aus. Einfach uninspiriert und kein bisschen atmosph?risch oder spannend. Rebellion scheint auch sehr auf den Gore-Faktor zu setzen, der allerdings durch die immer gleichen Animationen auch noch ziemlich unspektakul?r war. Nein, ein anderes Studio als Monolith sollte sich nicht an AvP versuchen, sage ich.

Aber wenn neues Material kommt und der Titel sich bis dahin stark entwickelt hat, sage ich nat?rlich nicht "nein"!

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.krüse
  

Aliens ftw! Die kleinen Meuchler & Misanthropen :D

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TeeRiese
  

Wo gibt es das Testbild in gro?. So 1920*1080

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Detta45
  

kann mich noch an den ersten teil erinnern. der war genial. der zweiten war auch ziemlich gut. der dritte is jetzt schonmal auf meiner wishlist gelandet!

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Xenob1te
  

hoffentlich gibts wieder so geile stellen bei den einzelnen wie in avp2 wo man z.b. als xenomorph aus dem brustkorb eines menschen brechen mu? , die geburt quasi

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