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AreaGames Video: Sollte man Spiele-Wertungen abschaffen?

Eurogamer hat seine Zahlen-Wertungen abgeschafft - und steht damit nicht alleine da. Doch kann das überhaupt funktionieren? Meine Meinung zu dem Thema und die viel wichtigere Frage dahinter: Was haltet ihr davon?

Autor:

Datum:

10.02.2015, 18:06 Uhr

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Kommentare

swagi666
  

Zitat von Fagballs

Fagballs schrieb:

Vielleicht ist nur "Spielspaß" der falsche Begriff für eine objektive Qualitätswertung.



QFT

Und bezüglich Filmanalogie - ja, Titanic habe ich nie verstanden, warum der so abgefeiert wird.

Trotzdem hätte ich schwer bereut, wenn ich nicht "Silver Linings" geguckt hätte. Eigentlich gar nicht meine Filmrichtung - ich hatte verächtlich gedacht "eher so ein Frauenfilm" - aber er ist grossartig.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wertungen geben immer eine Orientierung. Und am Ende muss doh das Wissen über den eigenen Geschmack entscheiden.

Ich könnte halt jetzt nur sagen - Ja, Silver Linings mag eigentlich nicht Deinem Filmgeschmack entsprechen, aber gib dem doch mal 'ne Chance. Ich fand den gut.

Und die Oscars haben die Beteiligten mehr als zu Recht bekommen ;-)

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Fagballs
  

Jetzt muss ich nochmal. Kyle Bosman hat als bekennender Freund von Zahlenwertungen diese Woche auch die Entscheidung von Eurogamer thematisiert und dabei auf den größten Bullshit hingewiesen. Denn Eurogamer schreibt, sie wollen das Spiel nicht auf eine Zahl reduzieren. Stattdessen reduzieren sie es auf eine Kategorie. Wobei der größte Hohn ist, dass sie aus Metacritic raus wollen, aber für Google dann doch wieder ihre Einstufungen in Zahlen übersetzen:
Essential: 5/5
Recommended: 4/5
Everything else 3/5
Avoid: 1/5
Aus einer voll funktionierenden Skala haben sie eine arg reduzierte Skala gemacht. Das ist doch Käse.

Natürlich könnte man aus Kotakus Bewertung dann auch 0/1 und 1/1 machen, aber hier wird es dann doch absurd.

Davon ab, noch ein Standpunkt, den ich sehr gut fand und den ich teile: Spiele kann man relativ objektiv bewerten und Metascore ist eine breite Meinung von vielen Menschen, die individuelle Ausbrecher wegbügelt und einen Tenor ergibt.
Ein gut bewertetes Spiel muss einem aber nicht gefallen. Und ein schlecht bewertetes Spiel kann einem Spaß machen. Man muss dann aber auch die Größe haben, das alles zu erkennen.

Beispiel aus einem anderen Bereich: Ein Arthouse-Film kann großartig sein, aber nicht so unterhaltsam, wie ein platter Effekt-Action-Streifen. Soll jeder Transformers gucken und sich unterhalten fühlen, er sollte nur merken, dass es kein guter Film ist.

Und mein persönlicher Klassiker, der Autovergleich: Der Tenor vieler Autozeitschriften ist, dass der Golf das beste Auto ist, praktisch, gut verarbeitet usw.
Warum dann nicht alle Golf fahren? Weil sie lieber ein Auto mit Heckantrieb wollen (BMW), weil sie lieber ein Auto wollen, das sie emotional anspricht (Seat, Audi, Alfa), weil sie lieber ein größeres oder kleineres Auto wollen, weil sie lieber ein günstigeres Auto fahren wollen. Es gibt viele Gründe nicht Golf zu fahren und kein Käufer ist deswegen "dumm", weil er nicht das "bessere" Auto kauft.

Genau so sehe ich das auch mit Review Scores. Das neue Fifa wird gut bewertet, dann ist es wohl gut, interessiert mich trotzdem nicht. Das neue Mario wird gut bewertet, ich find's gut, verstehe aber, wenn jemand keinen Bock auf Spaß hat ;) Und ich habe auch schon eine Menge objektiv schlechtes Zeug gespielt und meinen Spaß damit gehabt. Die Größe eines erfahrenen Gamers besteht doch darin auch einzusehen, dass das Spiel nicht gut ist, aber trotzdem Spaß machen kann und Spaß macht.

Vielleicht ist nur "Spielspaß" der falsche Begriff für eine objektive Qualitätswertung.

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Topper Harley
  

Hallo Saskia, danke für die offene Frage, ich möchte mir jetzt mal Zeit nehmen und sie dir beantworten.

Im ersten Moment muss ich wirklich sagen: Zahlenwertungen sind ein MUSS!

ABER, wenn ich so recht darüber nachdenke muss ich mir wirklich Gedanken über meinen Standpunkt machen. Da ist ganz viel Gewohnheit dabei. Ich hatte jahrelang die Man!ac, die MegaFun und später die GamePro abonniert. Die MegaFun hat schön detailliert mit Prozentwertungen in den Kategorien Grafik, Sound und Spielspaß gewertet. Das war echt geil weil manche Spiele damals wirklich kaputt waren, andere wiederum jede Skala gesprengt haben. Es gab eine Zeit als diese Wertungen sinnvoll waren.

Heute ist das aber völlig anders. So richtig kaputte Software gibt es auf den Konsolen normalerweise nicht mehr (ich spreche jetzt nicht für diese Betas oder Alphas die auf Steam erscheinen, sondern für die VÖs auf den Heimkonsolen). Die Grafik schwankt zwischen "ganz ok" und "Hammer", aber "kaputt" gibt es eigentlich kaum.

Rückblickend hat bei mir jedes Wertungssystem in zwei Fällen versagt. Der erste Fall war Destiny. Ich habe mir das Spiel zum Launch geholt und alleine gespielt... was für ein Mist. Das Teil landete sofort im Ebay. Einige Wochen später überredete mich ein Bekannter zum Koop und nachdem ich mir das Spiel im Angebot ein zweites mal gekauft habe, hatte ich immensen Spaß dabei. Wirklich top was Bungie hier abgeliefert hat.

Das zweite kritische Spiel war Alien: Isolation. Mein Schwager kaufte sich spontan eine Xbox One und wollte von mir eine Empfehlung für ein gutes Horrorspiel. Ich habe ihm "The Evil Within" empfohlen, obwohl ich der MEGA-FUCKING-GRÖßTE Alien-Fan auf diesem Planeten bin. Alien Isolation wäre für ihn überhaupt nicht geeignet, zu schwer, zu "schleichig" zu wenig Splatter. Was für mich der Himmel auf Erden gewesen wäre, hätte bei ihm niemals gezündet.

Lange Rede, gar kein Sinn: Ich denke es ist an der Zeit auf die klassischen Zahlenwertungen zu verzichten. Das Prinzip von Eurogamer finde ich ganz ok, Golem macht das auch sehr gut. Die Welt ist einfach nicht mehr schwarz oder weiß sondern verdammt bunt und allgemein auf ziemlich hohem und professionellen Niveau. Den Leuten das Spiel zu erklären macht viel mehr Sinn als eine persönlich beeinflusste Note darunter zu setzen.

An dieser Stelle möchte ich aber auch anbringen das mir selbst der Podcast immer sehr geholfen hat eine Kaufentscheidung zu treffen. Ich habe wegen dem Podcast alle drei Mass Effect-Teile nachgeholt (bin mit allen dreien durch Johannes;) und es war mega geil. Alex hat mich jedesmal wieder angesteckt DOCH eine Call of Duty-Kampagne zu zocken und das Ding wieder im Ebay zu verscheuern. Und sogar mit Professor Layton hatte ich Spaß weil ich von euch angefixt wurde. Seit es den Podcast nicht mehr gibt kaufe ich weniger Spiele und bin nicht mehr so experimentierfreudig. Es war einfach schön wenn ihr von einem Titel geschwärmt habt, den man nicht auf der Uhr hatte und dann spontan gesagt hat "her damit". Ja, den Cast vermisse ich sehr.

So, fertig für heute, Zahlenwertungen funktionieren nicht mehr, Eurogamer und Golem machen das ganz gut, Metacritic stinkt ;)

Gute Nacht

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Der Ralle
  

Ich möchte jetzt mal eine Lanze für Saskia brechen. In letzter Zeit wird von irgendwelchen Neunmalklugen hier und da herum gemosert. Man liest Schlagwörter wie "unprofessionell" und Wortgruppen wie "daran muss noch gearbeitet werden" oder "tief gesunken AreaGames".

Das Einzige was hier auf der Seite gesunken ist, ist das Artikulationsniveau vieler User hier. Und auch wenn die Diskussionen hier unter dieser News (endlich) mal wieder wahrlich konstruktiv und sachlich geführt wurden (Dank Salasar und Dr4g0nfir3) ist es im Großen & Ganzen betrachtet immer noch Kindergarten Niveau.

In meinen Augen sind die News von Saskia sehr persönlich und damit auch symphatisch geschrieben. Hier herrscht im Allgemeinen wenig Distanz zwischen Schreiber und Leser. Nicht so wie auf GamePro/ Gamestar und Co.
Ich persönlich bevorzuge diese Art der Schreibe und weiß das auch sehr zu schätzen, weil diese Art auch einen gewissen Schneid erfordert, sich so persönlich vor der breiten Masse zu präsentieren. Und selbst wenn nicht alles perfekt, professionell ist, macht das Saksia´s News nur noch symphatischer.
Einzig die reißerischen Headlines stoßen auch mir manchmal sauer auf.

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Der Ralle
  

Zitat von Bembel

Bembel schrieb:


Woran genau tat Eurogamer jetzt gut?

Viele -evtl auch Du- haben offenbar nur die Überschrift "Eurogamer schafft Zahlenwertung ab" hier oder anderer-Orts gelesen und bejubelt, dabei a... komplettes Zitat anzeigen



Das ist absolut die Verbesserung. Die Unterschiede sind nicht in Zahlen sondern in Worten was völlig anders interpretiert werden kann und auch nicht mehr so eindeutig ist. Es hat sich doch mittlerweile eingebürgert, dass jedes Spiel welches unter 80 % bewertet wurde, der totale Mist sein muss. Was aber objektiv betrachtet wiederum Blödsinn ist, da 80 % immer noch im oberen Viertel sind und damit absolut zu empfehlen sein sollte.

Die Leute haben einfach nicht mehr genug differenziert, die Magazine haben das ganze Sprektrum nicht ausgereizt. Allein deswegen ist eine abschließende Prozentwertung überholt und es gehört was Neues her.

Auch tut Eurogamer damit, diesem Metacritic Wahnsinn ein Schnippchen schlagen, was in der Endkonsquenz vielleicht den Publishern den Wind aus den Segeln nimmt und damit den Kreativen mehr Freiheiten gibt, um endlich wieder was Gescheites auf den Markt zu bringen.

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theOTHERone
  

Zitat von Saskia Thudium

Saskia Thudium schrieb:

OFFTOPIC - Und zum Video: Ich hab schon mehrere Videos gemacht und ich setze mich immer mal wieder woanders hin ;) Ich hab keine 200qm Wohnung :P und grunsätzlich sollte es um das gehen, was ich sage, nicht wo ich sitze. ;)



Geht es aber nicht, wie man am Posting von acX I3lizzard erkennt! :-) Wenn es nicht drum geht, wo Du sitzt, dann ist es ja auch egal ob Du überhaupt zu sehen bist. Warum nicht gleich aus dem off sprechen?

Aber hey, wenn Du den unprofessionell wirkenden "chaoslook" als CI auswählst, dann ist das Deine Entscheidung!

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acX I3lizzard
  

Zitat von Saskia Thudium

Saskia Thudium schrieb:

Ich finde es richtig klasse, das ihr hier so human diskutiert! :) Wirklich, und ihr habt tolle Einwürfe - muss sagen, dass ich Segagagas Prinzip mit dem "Nicht-Zahlen-System" kombinieren w... komplettes Zitat anzeigen



Scheiß egal welcher Hintergrund. Die schöne Person die vor der Kamera sitzt, hat soviel Ausstrahlung, dass man gar nicht den Hintergrund wahrnimmt :-)

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gióne
  

Voll der Beetlejuice Style Saskia.

Kommentar-Bild

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Timster80
  

Ich muss dazu jetzt auch mal meinen Senf abgeben. Wertungen, egal ob von 0-10 oder 0-100 sind für mich sehr wichtig und durchaus kaufentscheidend. Denn meine Zeit und mein Budget sind inzwischen begrenzt und ich kaufe daher nicht mehr wie früher so ziemlich jedes Spiel, das mich vom Ansatz her interessiert, sondern achte ganz genau darauf, keine Spiele mehr mit einer schlechteren Wertung als 80% zu kaufen. Ist das schlecht für die Industrie? Nur wenn sie sich nicht an gewisse Qualitätsstandards halten.

Ja, die meisten Tests pendeln sich auch im 70-92% Bereich ein. Aber es ist keineswegs so, dass die Zahlen darunter nie zum Zug kommen. Es geht vielmehr darum, dass die Magazine, vor allem online, eher die Spiele testen, die voraussichtlich in diesem Bereich liegen. Es geht ja um Klicks. Gegenbeispiel ist nintendolife.com, wo das eine oder andere (Download-)Spiel auch mal mit einer 3 oder 5 von 10 abgestraft wird. Da weiß man dann ganz genau und auf einen Blick, dass man da selbst als Genrefan nicht über einen Kauf nachdenken muss.

Und genau darum gehts: Sich mit der Zahl einen Überblick verschaffen. Den Text kann man dann immer noch lesen, wenn es einen interessiert. Oder zumindest eine ggf. vorhandene Pro-/Kontra-Auflistung.

Mir persönlich ist das 100% System immer noch am liebsten. Ob ein 91% Spiel mehr Spaß macht als eines, das mit 90% bewertet wurde, sei dahingestellt. Es macht aber in der Summe auf jeden Fall irgendwas minimal besser. Vor allen Dingen aber finde ich, dass bei der Masse an Spielen, die es gibt, eine so feine Abstimmung Not tut. Ich will keine Liste sehen, wo 25 Spiele des Jahres 2014 mit eine 9/10 ausgezeichnet wurden. Ich will eine feinere Abstimmung, um die echten Kracher ausfindig machen zu können, die meine Zeit und mein Geld wert sind.

Ideal fände ich, wenn die Bewertungen immer erst nachgereicht würden, damit Bugs, Grafikfehler etc. der Verkaufsversion die Wertung ordentlich nach unten drücken. Auch zuviel DLC Zeug sollte sich meiner Meinung nach negativ auf die Wertung auswirken, auch wenn sich schon die meisten daran gewöhnt haben und es auch noch gut finden, nicht komplette Spiele im Regal stehen zu haben. Da bin ich noch absolut oldschool.

Das System von wiig.de finde ich übrigens auch nicht schlecht, wo man selbst die eigenen Spiele bewerten kann. Es wird in vier Kategorien von 0 bis 10 bewertet, halbe Zwischenschritte (z.B. 8,5) sind möglich. Dann wird wie folgt gerechnet: Grafik und Sound fließen mit je 12,5% in die Wertung ein (also Grafikwertung * 1,25, Sound ebenso), Steuerung mit 25% (Steuerungswertung * 2,5) und der Spielspaß ist das Wichtigste mit 50% Anteil (Spielspaßwertung * 5). Ein Beispiel von mir mit Super Mario Galaxy:

Grafik 9,5 (in Anbetracht der limitierten Möglichkeiten der Hardware)
Sound 10
Steuerung 8,5
Spielspaß 9,5

Ergibt 93% - was ich so absolut unterschreiben kann und meinem Eindruck von dem Spiel entspricht.

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IceOnly2
  

Ich find Zahlensystem auch überflüssig. Mir haben die letzten Videos von Alex immer gut geholfen. Wo er konstruktiv über die Spiele geredet und gezeigt hat. Da brauchte ich nicht viel lesen und konnte mir dennoch meine eigene Meinung bilden.

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