Army of Two: The 40th Day

Plattform: (PSP, Wii U, XBox 360)
Release: 08. Januar 2010

User-Wertung:

Army of Two: The 40th Day

Wenn man Sido mit seiner Maske in den Mittleren Osten schickt, hat der wahrscheinlich nichts mehr zu lachen und wird selbst mit seinen „Fuffis im Club“ nicht weit kommen, denn das ist nicht sein „Block“. Anders sieht es aus, wenn die Zweimann-Armee Elliot Salem und Tyson Rios ausgesandt werden. In Army of Two räumte das rüpelige Duo ordentlich auf und begeisterte mit jeder Menge Co-op Action. Jetzt steht mit Army of Two: The 40th Day der zweite Teil in den Startlöchern und wir verraten euch, ob sich das Warten auf die Jungs lohnt!


Ich war noch niemals in Schanghai

Elliot Salem und Tyson Rios sind die geborenen Söldner. Wer Teil 1 kennt, weiß, dass die beiden für Geld nahezu alles machen, sich aber nicht zu schade sind, Regierungsverschwörungen aufzudecken und Flugzeugträgeruntergänge zu überleben. Nachdem sie also erfolgreich durch den Mittleren Osten getingelt sind, haben die beiden Maskenträger beschlossen, ihre eigene Militärfirma zu gründen, die TransWorld Operations. Die Organisation läuft gut, das Geld stimmt, nichts spricht also dagegen, einen Routinejob in Schanghai anzunehmen. Wäre auch blöd, ihn nicht anzunehmen, da man sonst auch keine Story für Army of Two: The 40th Day hätte. Nachdem die Jungs die Stadt betreten haben, wird sie von einer rivalisierenden Militärfirma angegriffen und beinahe komplett in Schutt und Asche gelegt. Salem und Rios sind durch die Zerstörung in der übrig gebliebenen Stadt gefangen und müssen sich ihren Weg aus den Trümmern kämpfen. Während es also darum geht, das eigene Überleben zu sichern und ständige Katastrophen zu überstehen, muss/will man nebenbei noch herausfinden, WARUM zur Hölle jemand Schanghai zerstören will.
Army of Two: The 40th Day

Gears of Two

In solch einem kuschelunfreundlichen Szenario gilt es natürlich umso mehr, als funktionierendes Team zusammenzuarbeiten und hier hat sich EA Montreal einige Verbesserungen einfallen lassen, um das Teamplay zu vereinfachen, aber auch zu intensivieren. Dazu wurde die Steuerung überarbeitet, neue Features eingebaut und die KI verbessert, damit sich der Partner und die Umgebung "menschlicher" anfühlen.
Army of Two: The 40th Day

Playboy oder lieber Playbook

Befindet man sich gerade in Deckung und wird mit Sperrfeuer belegt, kann man ein neues Feature in Army of Two: The 40th Day aktivieren: das Co-op Playbook. In diesem separaten Bildschirm bekommt man Informationen über die Umgebung und kann seinem Waffenbruder Co-op Befehle erteilen. So kann man den ungeliebten Speerfeuerschützen markieren, woraufhin sich euer Kollege aufmacht, ihn auszuschalten. Doch das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den Einsatzmöglichkeiten des Playbooks. Im heimgesuchten Schanghai gibt es natürlich nicht nur die "bösen Buben", sondern auch Zivilisten, die die Katastrophen überlebt haben und gefälligst gerettet werden wollen. An einigen Stellen kann es vorkommen, dass diese Zivilisten von den gegnerischen Söldnern exekutiert werden sollen. In solchen Fällen könnt ihr natürlich einschreiten, oder aber den Armen ihren Schicksal überlassen. Solltet ihr euch für die menschenfreundliche Version entscheiden, könnt ihr auf dem Playbook Anweisungen erteilen, wie ihr vorgehen wollt. Soll sich euer Partner heranschleichen und einen Gegner von hinten packen, um ihn als menschliches Schutzschild zu verwenden, während ihr in von hinten Deckung gebt? Oder wollt ihr zwei Bösewichter mit einem koordinierten Scharfschützenschuss ausschalten? Natürlich kann man auch die Rambomethode anwenden und alles platt machen, was einem vor die Flinte gerät. Die Gefahr, dass dabei Zivilisten umkommen, ist dabei aber sehr groß, was euren Ruf beeinflusst und sich auf das spätere Spielgeschehen auswirken soll. Wer den Nervenkitzel liebt, kann sich auch "ergeben" - jedoch nur einer von euch beiden. Schluckt der Gegner eure vermeintliche Hilflosigkeit (was unrealistisch ist, wenn ihr das mitten während eins hitzigen Feuergefechts anwenden wollt), nähert er sich eurer Spielfigur, die ihre Arme in die Luft streckt, um sie zu inspizieren. Im richtigen Moment könnt ihr dann einen Schuss in die Luft abgeben, der eurem Partner signalisiert, dass er jetzt aus vollem Rohr den Gegner davon überzeugen kann, dass das Spiel "Army of Two" und nicht "Army of One" oder "Army of Loser" heißt. Doch es gilt nicht nur, Zivilisten zu retten. Ab und zu bekommt die Zweimannarmee per Funk Aufträge von außerhalb, in denen es darum geht, bestimmt Ziele zu eliminieren - immerhin sind Salem und Rios immer noch Söldner. Geschickter Schachzug der Entwickler: Während des Gesprächs mit dem Auftraggeber kann man die Summe für das Erledigen eines Zieles mithilfe eines Minispiels in die Höhe treiben, um sich anschließend besser auszurüsten. Während dieser Minispiele lädt Army of Two: The 40th Day im Hintergrund benötigte Leveldateien nach, ohne dass es der Spieler mitkriegt.
Army of Two: The 40th Day

Zweisamkeit durch Einsamkeit

So paradox es auch klingen mag, aber EA Montreal will das Teamplay nicht nur durch die verbesserte Steuerung erleichtern, sondern durch "Trennung" intensivieren. So wird es Stellen geben, an denen das Masken tragende Team unfreiwillig aufgeteilt wird. Während Salem also auf einem einsturzgefährdeten Hochhaus gefangen ist, hat Rios nur ein schmales Zeitfenster, um seinen bedrohten Kollegen aus der Patsche zu helfen, indem er einen Radioturm umwirft, auf dem Salem in Sicherheit klettern kann. Genau diese Situationen sollen das Gefühl, dass man auf den anderen angewiesen ist, herausstellen. In einem anderen Szenario wird Rios von einem Scharfschützen bedroht, der ihn gerade im Visier hat. Während Rios sich auf den Feind zubewegt, um ihn zu lokalisieren, wartet Salem versteckt auf die richtigen Koordinaten, um den Schützen zu erledigen.
Army of Two: The 40th Day

Schwitzen und Schießen

Technisch macht Army of Two: The 40th Day einiges her. Die Engine beruht natürlich auf der des Vorgängers, sieht also von Hause aus sehr gut aus. Trotzdem wurden einige Verbesserungen vorgenommen. So gibt es viel mehr Hintergrunddetails, Objekte in der Umgebung lassen sich zerstören und herumfliegende Papierfetzen verstärken den Eindruck, dass wir es hier mit einer Stadt Schanghai zu tun haben, die mehr als nur ein Müllproblem hat. Neben den Charaktermodellen, an denen man auch Schweiß- und Lichteffekte noch besser bewundern kann, wurde auch die Ragdoll-Physik der Körper überarbeitet. (USK ick hör dir trapsen ...) Das Panorama eines halb zerstörten Schanghai ist natürlich eine ideale Kulisse, um grafisch die Muskeln spielen zu lassen. Aber auch beim Sound wurde nicht gespart. Um die perfekten Schussgeräusche in das Spiel einbauen zu können, sind Tontechniker mit 80 Mikrofonen ausgerüstet auf Schießstände gefahren, um das Knallen und Echo von Kugel aufzunehmen. Wir sind auf das Ergebnis gespannt.
Army of Two: The 40th DayEA Montreal könnte mit Army of Two: The 40th Day eine Art Marktführer eines Genres werden, das sie selbst erfunden haben: der Co-op Shooter. Mit ihrem absoluten Fokus auf Teamplay und den Emotionen, die durch Salem und Rios hervorgerufen werden sowie die überarbeitete Steuerung könnte das den Jungs gelingen. Die Technik stimmt, der Sound ebenfalls und das Setting mit einem Schanghai voller kaputter Hochhäuser allemal. Wenn das Playbook-Feature so gut funktioniert wie versprochen, dann haben gelangweilte Third Person Shooter Fans endlich wieder einen Titel auf den sie sich freuen können.

Kommentare

chiefrebelangel
  

wenn se vor allem das zielen verbessert haben, das man auchendlich im nahkampf mit schu?waffen trifft, kann es was werden

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BEEbox
  

Ich dand Teil1 war echt so 0815, echt ganz schlimm. Da zeigt sich wieder, f?r wen Gewalt und Grafik schon ausreicht, um ein Spiel gut zu finden.

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Detta45
  

also stimmt schon so ziemlich, teil 1 konnte man wenn ?berhaupt nur zu zweit spielen, ansonsten hat man sich viel zu sehr ?ber steuerung und designfehler aufgeregt. mal gucken, bin gespannt auf den zweiten!

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VOLKERPUTT
  

iCK wrds mir holen im COOP hat der erste teil echt bock gemacht...Ansosnten wa der multiplayer f?rn arsch...

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Blackburn7
  

Nach den absolut miesen 1. Teil werd ich den 2. nicht anr?hren. War mein allererster Fehlkauf...

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Der Ralle
  

Teil 1 war schon sehr gut auch wenn es recht kurz war. Jedenfalls schlie? ich mich der Meinung von "Antilogic" an. Das Game wird geil und ich will es haben.

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Antilogic
  

klingt geil, sieht spitze aus und Teil is einer meiner favourite games.....is blind gekauft :D aber diesmal bitte mit System Link....Splittscrenn is sch?n und gut, aber RE5 und L4d haben gezeigt wie man vorbildlich die Funktionen der xbox360 nutzt

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Grimnirsson
  

Teil 1 war so ziemlich das schlechteste, was ich/wir je gezockt haben...

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GamePROll
  

"So wird es Stellen geben, an denen das Masken tragende Team unfreiwillig aufgeteilt wird." Genau solche Stellen fand ich schon bei beiden Gears gerade im Koop echt bl?d. Soll blo? nicht zu h?ufig vorkommen! Aber ich freu mich drauf. H?rt sich schon mal deutlich besser an, als die Previews zum ersten Teil.

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paulfect
  

Die Sido Einleitung ist klasse.

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