Batman: Arkham Origins

Plattform: (PS3, Wii U, XBox 360)
Release: 25. Oktober 2013

User-Wertung:

Im Test: Batman - Arkham Origins

Statt einer Fortsetzung serviert uns Warner Bros. die Vorgeschichte der Arkham-Spielen, die allerdings etwas muffig schmeckt. Schaltet mit uns die Detektivsicht ein und erfahrt im Test, warum Batman im Prequel schwächelt.

Wo Ehepaare vor dem verflixten siebten Jahr zittern, macht Batman schon das verflixte zweite Jahr ganz schön zu schaffen – kein Wunder, schließlich ist er gewissermaßen mit dem Verbrechen verheiratet: Nach den ersten zwölf Monaten von Bruce Waynes Nebenjob als nächtlicher Gangsterschreck schlägt der Drogenboss Black Mask zurück. Ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar soll dafür sorgen, dass sich die gewieftesten Auftragskiller des DC-Universums um das Fledermausproblem kümmern. Und so hat Batman nun nicht nur mit den bisher üblichen Strauchdieben zu tun, sondern muss sich mit Typen wie Bane, Killer Croc, Firefly und dem Electrocutioner herumplagen. Als wäre das nicht genug, wird Black Mask auch noch ermordet – von einem mysteriösen Irren, der sich selbst »Joker« nennt. Batman geht der Sache nach und stolpert dabei über den perfiden Plan des »Clown Prince of Crime«, die Macht über Gothams Unterwelt an sich zu reißen und das Polizeihauptquartier in die Luft zu sprengen.



Über den Dächern von Gotham

Mit Batman: Arkham Origins macht der Publisher Warner Bros. nachträglich aus der eigentlich abgeschlossenen Geschichte von Batman: Arkham Asylum und Batman: Arkham City eine Trilogie. Wir kennen also bereits den Ausgang der Geschichte, sollen nun aber erfahren, wie es eigentlich dazu kam, dass der Joker und seine Superverbrecher-Kumpanen Gotham City beinahe ins Verderben gestürzt hätten. Ganz nach dem Motto: Wenn du nichts Neues zu erzählen hast, mach doch einfach eins dieser neumodischen »Prequels«! Immerhin: Diesmal dürfen wir uns als Batman durch die gesamte Stadt bewegen, statt bloß auf eine Insel (Arkham Asylum) oder einen abgegrenzten Teil Gothams beschränkt zu sein (Arkham City). Für uns bedeutet das, dass wir verglichen mit dem direkten Vorgänger etwa die doppelte Spielfläche erkunden dürfen. Und so breiten wir das Cape aus und stürzen uns in den verschneiten, weihnachtlichen Nachthimmel von Gotham City, um Hundertschaften von Verbrechern krankenhausreif zu prügeln und das erste Mal auf unseren Nemesis in spe zu treffen, den Joker.


Weihnachten in Gotham City. Es gibt viel zu tun. Mal wieder.

Weihnachten in Gotham City. Es gibt viel zu tun. Mal wieder.

Als erstes spüren wir allerdings Ernüchterung, denn die Straßenzüge von Gotham sind bis auf die aus dem Vorgänger bekannten, überall verteilten Schlägertrupps und einige korrupte Polizisten wie leergefegt: Es gibt keine Autos auf den Straßen, keine Fußgänger auf der verzweifelten Suche nach Weihnachtsgeschenken in allerletzter Minute. Die Stadt ist praktisch tot. Gerade angesichts der lebendigen Welt, die GTA 5 präsentiert, ist das eine große Enttäuschung. Immerhin gibt es einen (schwachen) erklärenden Story-Kniff: Wegen eines aufziehenden Sturms herrscht Ausgehverbot. Naja. Der erste Gleitflug über die Häuserdächer mitsamt eines Sturzflugs zwischen den Fassaden hindurch lässt uns das aber schnell vergessen. Es fühlt sich einfach gut an, wie eine Riesenfledermaus über die Straßenschluchten zu gleiten. Mit dem Greifhaken verschaffen wir uns Tempo und Auftrieb, während wir unter uns die Kleinkriminellen und korrupten Polizisten über ein mysteriöses Wesen tuscheln hören, das in Gothams Unterwelt für Angst und Schrecken sorgt. Sofort ist dieses bestimmte Gefühl wieder da, das wir aus den Vorgängern kennen: Ja, wir sind Batman!



Fledermaus kontert Gangster

Was fliegt, muss auch irgendwann wieder landen – und auf einem der heruntergekommenen Flachdächer von Old Gotham City erwarten uns einige finstere Gestalten, die sich sofort auf den komischen Typen im Fledermauskostüm stürzen, um sich einen Namen zu machen. Über dem Kopf des ersten anstürmenden Fieslings erscheinen blaue Blitzsymbole, und reflexartig drücken wir auf die Kontertaste, um den Angriff abzuwehren. Der Mann geht durch seinen eigenen Schwung zu Boden, während wir uns dem nächsten Schläger zuwenden und ihm eine flotte 3er-Schlagserie verpassen. Währenddessen schleicht sich einer von hinten an. Wir nehmen aus dem Augenwinkel die blauen Blitze wahr und drücken gerade rechtzeitig auf Kontern, um nach dem letzten Schlag in die Visage des einen den Angriff des zweiten Schlägers abzuwehren. Cool, das Freeflow-Kampfsystem funktioniert also genauso flüssig wie in den Vorgängern. Warum auch ändern, was nicht kaputt ist?


Die Sache hat doch einen Haken. Ja, einen Bat-Haken.

Die Sache hat doch einen Haken. Ja, einen Bat-Haken.

Anders als die beiden Vorgängerspiele zwingt uns Batman: Arkham Origins zudem dazu, das Kampfsystem wirklich zu meistern und auch unsere Gadgets mit in die Kämpfe einzubauen. Andernfalls hätten wir gegen die mit zunehmender Spieldauer immer gehäufter auftretenden und besser ausgestatteten Gegnerhorden keine Chance. Ohne eine Rauchbombe hier, eine Klebergranate dort und ein wachsames Auge auf die Angreifer, die wir beinahe wie im Takt mit Schlägen eindecken und immer wieder kontern, wenn über den Köpfen blaue Blitzsymbole erscheinen, wäre Batmans noch junge Karriere als Verbrecherschreck schnell zu Ende. Der Schwierigkeitsgrad hat hier deutlich zugelegt. Immerhin: Wer sich anstrengt, erhält auch entsprechend viele Erfahrungspunkte, die wichtig werden, wenn es darum geht, Batmans Fähigkeiten und Gadgets aufzurüsten. So schalten wir zum Beispiel schnellere Takedowns frei, erhöhen die Stärke unseres Körperpanzers oder sorgen für eine erhöhte Betäubungswirkung der Batarangs.

Kommentare

Sunny6178
  

Ich habe aufgehört Gamepro Zeitschriften geschweige denn Testberichte von denen zu lesen. Jeder hat eine subjektive Meinung die akzeptiere ich auch, da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind. Aber Gamepro hat es geschafft schlechte Spiele so zu Hypen oder als Kauftipp hinzustellen das ich oft genug auf die Fresse gefallen bin. Deswegen bin ich geheilt von deren Testberichte. Sorry aber diese Tests von denen sind einfach nur schlecht.

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Picknicker
  

ich spiele auch seit 3 stunden. man merkt sofort, das kenne ich doch nur andere story. ich habs aus der videothek und werde es vllt. mal für nen 10er holen. mehr ist mir das nicht wert. die ersten beiden waren besser und reichen mir. bis jetzt nix wirklich neues. und da wird wohl auhc kaum was kommen.

versuche jetzt shcnell die story zu beenden und dann sollte es reichen...

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Eraser74
  

Brauch ich nicht! Bin sehr froh, das ich mich stattdessen zu Beyond Two Souls entschieden habe! War die eindeutig richtige Entscheidung, statt so einen aufgekochten Titel serviert zu bekommen!

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gelöscht
  

Dann lest halt die Artikel, die von Gamepro kommen nicht. Ihr seid hier nicht alleine. Viele sind dankbar über jede zusätzliche Info.

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Jacuzzi
  

Richtig cool wäre ein Batman Spiel bei dem man als Batman und Bruce Wayne spielen kann. In dem man auch tagsüber die Stadt erkunden kann und auch als Bruce schon detektivarbeit leistet um dann nachts als Batman die Verbrechen endgültig zu klären.

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Scrub
  

Ich fand den ersten auch richtig Klasse, den zweiten habe ich nicht zu Ende gespielt, hat mich nicht so gepackt.

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J/Thorne
  

Zitat von Justin Zane

Justin Zane schrieb:


Ne sorry, dann lieber weniger Artikel als welche von den Kollegen der Gamepro. Meine persönliche Meinung......bitte setzt euch von denen klar ab. Die haben bei weitem nicht euer Niveau, die haben nur viel weniger plan xD



Sehe ich ähnlich. Ich finde es reicht, wenn sich GS und GP die Artikel gegenseitig hin- und herschieben. Jetzt ist der Test mit AG auf allen drei Seiten, wo bleibt da die Individualität? ;-)

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Jack Scallion
  

Zitat von Flaming BiFi

Flaming BiFi schrieb:

Bin ich egtl der einzige der Arkham Asylum viel besser findet als City? Nicht das City schlecht wäre, und normalerweise bin ich kein "der erste Teil ist der beste Typ", aber in City werde i... komplettes Zitat anzeigen



Hättest du dir die Kommentare alle durchgelesen, könntest du dir die Frage sparen. ;)

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Justin Zane
  

Zitat von Alexander Voigt

Alexander Voigt schrieb:


Wir gehören nicht "fast" zusammen, sondern sind alle Teil von IDG. Und wenn wie im Fall von Batman, ein Test aus unserem Netzwerk genau unseren bisherigen Eindruck bestätigt, übernehm... komplettes Zitat anzeigen



Ne sorry, dann lieber weniger Artikel als welche von den Kollegen der Gamepro. Meine persönliche Meinung......bitte setzt euch von denen klar ab. Die haben bei weitem nicht euer Niveau, die haben nur viel weniger plan xD

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Johnson
  

Ok Frage: Ich wollte seit Ewigkeiten die ersten zwei Teile nachholen. Jetzt habe ich dummerweise ein nettes Let's Play zu schauen angefangen. Und das gleiche sofort nochmal selber zu spielen ist etwas ungeil.

Wie ist der Konsenz, als quasi-Neuling mit Arkham Origins einzusteigen? (Sprich Gameplay ist noch fresh für mich) Gute Idee?

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Bis wir in Arkham Knight mit dem Batmobil durch Gotham heizen, dauerts ja noch ein wenig - bis dahin gibts aber ordentlich coolen DLC. 

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Datum:

25.10.2013, 11:29 Uhr

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