Battle vs. Chess

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 17. Mai 2011

User-Wertung:

Battle vs. Chess

Eigentlich wollte Topware Interactive Battle vs. Chess schon viel früher veröffentlichen - allerdings verhinderte eine erfolgreiche Klage von Interplay wegen Urheberrechtsverletzung den Release des Titels. Trotz der Hindernisse ist das Strategie-Spektakel nun erschienen und hebt besonders den Fritz11! Schach-Algorithmus hervor, der euer Gamer-Hirn ordentlich in Anspruch nehmen soll. Was der Fritz und Battle vs. Chess zu bieten haben, erfahrt ihr in diesem Test.

Laut Publisher bilden die Verschmelzung eines Profi-Schachprogramms und eine actionbetonte Kampfsimulation die Grundidee von Battle vs. Chess. Auch wenn das Ganze drum herum noch so fantasievoll beschrieben und gestaltet ist, im Kern ist das Game immer noch eines: ein Schachspiel. Und genau das bekommt ihr, am schnellsten im Menupunkt "Klassische Partie", denn der Name hält was er verspricht. Dabei wählt ihr die Aufstellung (klassisch, zufällig, taktisch, Rekrut, Wahnsinn,...), die Farbe, auf welchem Spielfeld die Partie stattfindet und wie intelligent die KI (10 Stufen) sein soll. Kennt ihr euch nicht mehr so gut mit den Regeln aus, erhaltet ihr im umfangreichen Tutorial alle nötigen Tipps. Besonderes Augenmerk wurde auf das Design der einzelnen Figuren gelegt. Davon ist man anfangs sehr angetan - allerdings geht nach einer Weile die Übersicht verloren, weil man die Schach-Figuren eben doch anders kennt und noch nicht an die Fantasie-Wesen gewöhnt ist. Aber das ist unproblematisch, denn mit dem rechten Thumb-Stick wechselt die Kamera in eine klassische Ansicht bei der das Brett starr aus der Vogel-Perspektive gezeigt wird und die Figuren ein klassisches Design haben. Setzt man die Figuren über das Feld und die Animationen dauern euch trotz schicker Gestaltung zu lange, könnt ihr den Ablauf mit dem linken Thumb-Stick beschleunigen.
Battle vs. ChessDa ein normales Schachspiel heute aber längst nicht mehr reicht, werden euch verschiedene Spiel-Varianten geboten. So könnt ihr im Modus Battleground die Kämpfe gegen feindliche Figuren weiter vertiefen. Trefft ihr in diesem Modus mit einer gegnerischen Figur zusammen, wechselt die Sicht in den Kampfbildschirm. Beim Modus "Slasher" dürft ihr dann in Hack&Slay-Manier hart aber herzlich den Huf eures Springers in das Gesicht des Läufers drücken und zeigen wer der wahre Prügel-Schach-König ist. Das ist doch was für Proleten, denken die Schach-Fans und können nur den Kopf schütteln. Ok, dann lieber Reaktionsspielchen in "Duell", bei dem ihr ,sobald die Figuren aufeinander treffen, die vorgegeben Tasten im richtigen Moment drücken müsst, um den Gegner zu bezwingen. Doch egal welche der beiden Varianten ihr wählt, die Tiefe des Schachspiels geht dabei in jedem Fall verloren. Die Figuren weisen zwar unterschiedliche Stärken auf - trotzdem kann man durch etwas Geschick mit ein paar popeligen Bauernopfern die mächtige Königin stürzen. Man hetzt dann einfach alle in der Nähe befindlichen Figuren auf das Ziel und verliert dabei völlig den Gedanken des Schachs aus den Augen. Dazu kommt das Problem, dass man die gegnerische Figur nur schlagen kann, wenn man selbst der Angreifer ist. Wird man angegriffen, kann man durch den errungenen Sieg den Gegner nur zurückdrängen und nicht vernichten. So kommt es vor, dass der Gegner immer wieder mit der selben Figur angreift - verliert - und wieder angreift.
Battle vs. ChessBattle vs. Chess bietet aber noch mehr und hat sich etwas Feines für alle Schach-Liebhaber ausgedacht, die seit je her den absurden aber doch sehr intensiven Wunsch hatten Schach mit einer Fantasy-Story zu paaren, um einen Schach-Story-Bastard zu erschaffen. Genau damit bedient euch die Kampagne, deren Story aber lediglich aus "Weiß greift Schwarz an" oder umgekehrt besteht. Die Herausforderung dabei ist, dass ihr pro Level mit unterschiedlichen Figuren und Aufstellungen startet, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, z.B. "Gelange mit dem Bauern auf die andere Spielfeldseite." Für den Schach-Spaß zwischendurch gibt es eine Reihe von Minispielen, bei denen ihr unter Zeitdruck den richtigen Zug innerhalb einer Standard Situation herausfinden müsst oder mit einer begrenzten Anzahl von Zügen eine Partie beenden sollt. Fehlt euch bei den Partien gegen die KI dennoch der Kick, könnt ihr auch im Multiplayer in den verschiedensten Modi lokal oder online gegen eure Freunde spielen. Battle vs. Chess bietet zahlreiche Möglichkeiten, so dass man das Spiel mit einer unüberschaubaren Menge an Freizeit füttern kann. Dabei wird der Fritz11! Schach-Algorithmus den Erwartungen gerecht, denn die Partien fordern wirklich ein hohes Maß an Konzentration und gewähren euch nur wenige Fehlzüge.
Battle vs. Chess

Kommentare

Valium
Valium
  

Ihr Druffis !!! :D
Gegen Weed gibts ja nichts einzuwenden, aber alles andere macht die Leute kaputt, und die Dreckstypen die´s verkaufen gehören gehängt - Ende vom Lied sieht man ja ganz klasse in Frankfurt in der Taunusanlage - oben die Commerzbank und andere Wolkenkratzer, dahinter die Fixer und Cracknutten - bäääh !
Von den Süffköppen die sich die Leber löchrig saufen wollen wir garnicht erst anfangen ^^
Aber Stefan Raab hat´s damals schön auf den Punkt gebracht: "Ich begenge Nachts in einer einsamen dunklen Gasse lieber 10 Kiffern als 10 Betrunkenen!" In diesem Sinne, ein Hoch auf die grüne Brille 8)

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Pairikas
  

Riplex: Genau das Spiel war's. Man ist das lange her, da werd ich wieder richtig nostalgisch.

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IM Carlos
  

@evil speak: NEEEIN natüüürlich nicht ...
Bitte blende uns mit Deinem Vorsprung an Drogenerfahrung.

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evil speak
  

als wenn einer von euch vögeln drogenerfahrungen hätte...

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Riplex
  

@Pairkas:
Jo und der Name war Battle Chess.
http://www.youtube.com/watch?v=qKcZwPb7C3k
Schade das Interplay pleite ist, ansonsten würde die den Entwickler hier wahrscheinlich verklagen ;)
Oder die haben sich für 3,80 € die Rechte am Namen gekauft.

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Pairikas
  

Vor zig Jahren hatte ich mal ein Schachspiel auf Diskette bei dem die Figuren auch so Kampfanimationen hatten, fand das damals richtig Spassig.... Aber sowas nach all den Jahren immernoch zu gefallen weiss? Mal sehen, vielleicht, evtl...

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Atlantas Finest
  

@ Carlos
Ich weiss auch nicht wie man beim Thema Schach in eine Drogendiskussion abdriften kann, aber lustig sind solche Sachen immer wieder....

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Realdeal
  

Mensch Carlos, da haben wir ja wieder ne kleine Gemeinsamkeit mehr ;-). Man fasst es nicht

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IM Carlos
  

Nüchtern betrachtet ist es schon herlich, wie weit man von Thema abkommen kann … Aber wie will man auch sonst ein Schahcspiel kommentieren … ;-)

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IM Carlos
  

"Ich persönlich finds aber nicht so prickelnd nicht mehr komplett Herr meiner Sinne zu sein." Das ist ja gerade das interessante an son Sachen. Erst recht wenn man wie ich eher zu Konroll-Freak und Perfektionismus neigt … Meine Erfahrungen hab ich aber schon gemacht und im Zusammenhang mit einem Schachspiel käm ich nach diesen eher nicht auf die Idee, auf was anderes als "Kreativ-Doping" (Siehe 1. Post) zurückzugreifen.

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