Battlefield 1943

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 09. Juli 2009

User-Wertung:

Battlefield 1943

Von 1942 nach Vietnam, in die Moderne und sogar in die Zukunft – Seit seinem Debüt vor etwa sieben Jahren ist Battlefield ein fester Bestandteil der Actionspieleszene und bisher hat die Mutter aller Multiplayer-Kriegsshooter auch in allen möglichen Settings, auf vielerlei Systemen eine sehr gute Figur gemacht. Nun möchte die Serie mit Battlefield 1943 auf Xbox 360, PC und PlayStation 3 den digitalen Distributionsmarkt erobern. Wir spielen probeweise bereits seit einigen Tagen auf Microsofts Konsole und liefern hier unseren ersten Eindruck: Vollwert-Feeling fürs kleine Geld oder abgespeckte Enttäuschung für alle, die hinter dem Namen einen echten Nachfolger erwarten?


Zurück in die Zukunft

Ja, im virtuellen 1942 hatte es angefangen und die große Battlefield-Zeitreise führt uns nun wieder in den WWII zurück. Zurück in die Zukunft, um genau zu sein, denn dieses mal finden wir uns im Kampf der U.S.-Marines gegen die Japaner etwa ein Jahr später wieder. Entsprechend erstrahlen die drei Standard-Maps Wake Island, Iwo Jima und Guadalcanal auch im klassischen Pazifik-Setting, dessen Stil wir aus dem ersten Teil von 2002 kennen. Dass DICE sich, trotz einer Begrenzung auf bis zu 24 Spieler, bei der Größe der mitgelieferten Karten nicht zurückgehalten haben, rührt selbstverständlich aus den gewohnt großzügig verteilten Fahr- Flug- und Schwimmgerätschaften. Fix düst man von Eroberungspunkt zu Eroberungspunkt oder verschanzt sich kurzerhand in einer der vielen praktischen Sniper- bzw. Geschützstellungen, wobei letztere einem dank der nebelfreien Weitsicht stets genug Futter fürs Fadenkreuz aufs Tablett stellen. Da man im obligatorischen Conquestmodus in allen Arealen der einzelnen Maps stets etwas zu verteidigen/einzunehmen hat, dort auch immer relativ flott hingelangt, kommt es praktisch nie zu den im Vorfeld angesichts der vergleichsweise geringen Spielerzahl befürchteten Leerlaufsituationen. Fast schon positiv fällt sogar auf, dass wirklich unübersichtliche Hektik in Battlefield 1943 nur in Extremsituationen aufkommt. Richtiges Massenkriegs-Feeling wie in vorhergegangenen Ausgaben und auch einigen Konkurrenzprodukten (Joint Operations, Frontlines,... demnächst wohl auch M.A.G.) bietet das Game so zwar nicht, die maximale Spielerzahl fühlt sich hier gameplaytechnisch aber vollkommen passend an.
Battlefield 1943

Trotz Frostbite nicht am Zittern

Zum zweiten Male nach dem stärker auf Singleplayer basierten Bad Company kommt hier in einem Battlefield-Game die eigentlich mit Fokus auf Konsolen entwickelte Frostbite-Engine zum Einsatz. Anders als es ihr Name vermuten lässt, hat sie im Falle der angespielten "Xbox 360"-Version erneut eine durchweg flüssige Framerate bei schicker Optik zu bieten. Und das trotz beeindruckend kleiner Downloadgröße von ca. 560 MB. Die drei erwähnten Conquest-Karten warten mit jeweils unterschiedlichen Stimmungen vom hellen Strand bis hin zum bedrohlich düsteren Abendhimmel über Sandsackschützengräben auf und haben alle eine beschauliche Vegetation von Gras bis Südseebäumen zu bieten. Die Serien-Veteranen wohl keinesfalls unbekannten Karten-Remakes stechen ihre klassischen/betagten Vorlagen gekonnt mit zeitgemäßer "Next-Gen"-Optik aus und lassen nicht zuletzt aufgrund der hohen Weitsicht sowie flüssiger Framerate keinen Zweifel daran, dass DICE aus dem Downloadformat (das selbst noch ins erweiterte XBLA-Größenlimit gequetscht wurde) wirklich alles technisch mögliche herausgeholt haben. Auch den direkten Konkurrenten Frontlines kann EAs Multiplayer-Zugpferd optisch mit Abstand schlagen. Momentan kann auf dem Gebiet wohl nur der Engine-Verwandte Bruder Bad Company Parolie bieten. Was uns zur wohl einzigen wesentlichen Neuerung des aktuellen Teils der Hauptserie führt, denn aus ihrer Konsolenpremiere hat sie zerstörbare Gebäude und "sterbliche" Bäume mitgebracht. Zwar kann man längst nicht so konsequent und physikbasiert um sich wüten wie im Abrissprimus Red Faction: Guerrilla und einige Objekte scheinen bei Raketenbeschuss doch arg plump zu "zerplatzen", nichtsdestoweniger macht das Feature Panzerschlachten und Bomberangriffe sichtbar effektreicher als in vorhergegangenen, traditionellen Ausgaben der Reihe. Dass nicht jedes Gebäude dauerhaft Schutz bietet, kann von Situation zu Situation zudem auch mal den überlebenswichtigen Unterschied ausmachen.
Battlefield 1943

Drei-Klassen-Gesellschaft

Was Battlefield gerade im Konkurrenzkampf mit Operation Flashpoint und anderen Serienvertretern stets zum Liebling der Massen machte, war der einfache Einstieg mit simplen Grundlagen. Es gibt in ihrer Funktion glasklar ersichtliche Klassen, man wählt eine davon aus und dann ab ins flotte, nicht zu realistisch gehaltene Kampfgeschehen. Im 1943er-Ableger gibt's einen Infanteristen mit halbautomatischer Waffe, Raketenwerfer und Schraubenschlüssel zum Reparieren von Fahrzeugen (oder zum Nahkämpfen für rustikale Naturen). Dann wäre da noch der Grenadier mit Gewehr, Granatenwerfer-Aufsatz sowie Buschmesser. Der flinke Scout hat eine Sniperwaffe im Anschlag und hält dazu 'ne Verlegenheitspistole und ein handliches Schwert parat. Alle drei haben sekundär explodierende Sprengsätze unterschiedlicher Art in der Tasche, so kann sich auch wirklich jeder irgendwie effektiv gegen jeden wehren. Da man aber im besten Falle eh von 'ner Spezialstation aus Luftschläge anfordert (dabei steuert man live den Kurs der unaufhörlich geradeaus düsenden Bomberstaffel und setzt persönlich den gezielten Abschusspunkt), in 'ner Propellermaschine Dogfights austrägt oder am Geschütz eines Jeeps für Fahrerdeckung sorgt, sollte man sich um die Wahl seiner bevorzugten Klasse keinen allzu großen Kopf machen. Flugzeugfreunden seien noch zwei Dinge gesagt: 1. Die Flieger sind rasant und erfordern wie immer gute Fingerbalance, erwartet also keine Übermacht aus der Luft. 2. Die mysteriöse vierte Map des Spiels (siehe weiter unten) wird eure Lieblingskarte sein!
Battlefield 1943

$15... und Schnauze!

Gewiss kann man als eingefleischter Battlefield-Fan mit PC-Wurzeln viele gute Gründe dafür finden, warum "1943" an sich eine Enttäuschung ist. Es bietet zum Start erst mal nur drei Remake-Maps, hat sich was Features angeht in vielerlei Hinsicht abgespeckt (kein Commander-Modus, keine freispielbare Ausrüstung, nur drei simple Klassen, nur noch 24 Spieler,...), erscheint für Computer sogar mit Verzögerung (voraussichtlich im September, die Konsolen werden wohl spätestens in ein paar Wochen beliefert) und trumpft außer mit seinen optisch netten Zerstörungsspielereien nicht wirklich mit frischen Features auf. Na schön, das Gemecker ist jedoch mit einer simplen Zahl locker weggeblasen: $15! Gab es für diesen Preis schon mal ein professionell entwickeltes Multiplayer-Actionspiel mit zeitgemäßer Grafik, ganz allgemein Technik auf Vollpreisniveau und spaßigem Gameplay für Newbies genau so wie für Hardcorespieler? 560 MB hat wohl jeder Platz auf seiner Platte, ob nun PC-Gamer oder Konsolero. Mit seiner gemütlichen "Ich leg' noch mal ein paar lockere Ründchen ein, muss ja keine Disc rauskramen"-Mentalität, dem nach wie vor höchst populären Franchisenamen und einer für ein Download-Budgetgame unvergleichlichen Grundqualität könnte sich Battlefield 1943 besonders im weniger konkurrenzbesiedelten Konsolenbereich zu einer Art Massenphänomen entwickeln, das auf lange Sicht mehr Überlebenspotenzial hat als die meisten Mehrspielermodi selbst gut verkaufter Vollpreisgames. Wer sich mit diesem bemerkenswerten Vorstoß in DLC-Gefielde nicht anfreunden kann, wird in mittelfristiger Zukunft bestimmt auch noch sein "wahres" Battlefield 3 von DICE bekommen. Für alle anderen stellt sich vor dem Kauf nun nur noch eine entscheidende Frage: Werden die EA-Server den fast schon garantierten Startansturm auf Battlefield 1943 aushalten? Lagfreiheit bei voller Auslastung und Bewährung über eine gewisse Spielzeit hinaus sind nun noch die letzten Hürden, welche der Titel hin zu unserer endgültigen Downloadempfehlung bewältigen muss.
Battlefield 1943

Vierte Map mit stolzem Preis: 43 Millionen!

Coral Sea klingt nach gemütlichem Tauchvergnügen, das vermutlich per Yacht am bequemsten zu erreichen ist. Tatsächlich müssen "Battlefield 1943"-Spieler plattformübergreifend zusammengerechnet 43 Millionen Kills anhäufen, ehe sie auf diesem gut fleischgepflasterten Wege die vierte Map des Multiplayershooters freigeschaltet bekommen. Dabei handelt es sich um das kreative Produkt eines einzelnen DICE-Levelbastlers, das ursprünglich gar nicht fürs fertige Spiel vorgesehen war, aufgrund seiner Originalität dann aber doch seinen Weg hineingefunden hat. Die Karte löst sich komplett vom Conquestmodus und wird ausschließlich mit Flugzeugen bestritten. Jeder Spieler schwingt sich also in eine der unzähligen bereitstehenden Maschinen und versucht in nichts anderem als Dogfights sein Glück, womit am Himmel die Hölle toben dürfte. Die ein oder andere provokant zum Durchfliegen geformte Felsformation lädt Luft-Asse dabei zum waghalsigen Stuntfliegen ein.

PC-Spieler in Wartestellung

"Ihr seid wahrscheinlich enttäuscht, weil der PC-Release im September und nicht im Juni sein wird.", schrieb Gordon Van Dyke kürzlich im offiziellen Forum über die im Vergleich zu den Konsolenversionen stark verzögert erscheinende PC-Fassung von Battlefield 1943. "Es sollte euch aber froh stimmen, dass wir so die nötige Entwicklungszeit haben, eine aufpolierte PC-Version von Battlefield 1943 abzuliefern und nicht nur eine Konsolenportierung." Weiter erklärte er, man sei sehr bestrebt, den traditionellen Computer-Fans die "verdammt nochmal bestmögliche PC-Fassung" abzuliefern. "Dies wird das erste PC-Game aller Zeiten sein, welches die Frostbite-Engine nutzt. PCs sind eine offene Plattform, die zusätzlicher Features, Support und technischer Sorgfalt bedarf. Man kann ein Spiel für den PC nicht einfach rüberkopieren und rausbringen. Wir haben über diese Entscheidung wirklich eindringlich nachgedacht und auf lange Sicht gesehen ist es die richtige Entscheidung. Selbst wissend darum, dass wir dafür Kritik einstecken würden."

Kommentare

Harrydelafonte
  

Na hoffentlich .....

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sortimo
  

am 9. july ist es glaube ich soweit....

http://www.xbox360freaks.de/battlefield-1943-release-en
dlich-offiziell-bekannt_8264.html

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VOLKERPUTT
  

Will endlich ma nen Release Termin wissen...

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Perfektdark
  

nein es gibt auch einen Goldrush modus.
der wie folgt funktioniert...

* Jede Klasse kann, wenn sie neben der Kiste steht, ein Sprengstoff-P?ckchen platzieren, den die Verteidiger wieder entsch?rfen k?nnen. (X360: Taste B, PS3: Taste mit rotem Kreis)
* Ein ?ber die betreffende Basis h?rbares Alarm-Signal sowie eine Textnachrich zeigt den Verteidigern, wenn eine solche Ladung platziert wurde! Wird eine Kiste zerst?rt, erscheint ebenfalls eine Textmeldung in eurem Hud. Gleiches gilt umgekehrt f?r die Angreifer. Wird eine Kiste zerst?rt, bzw ist dies sogar die zweite, erscheint z.B. "Crate 2 destroyed. Base destroyed"

Mit der Vernichtung der Kisten (bzw. mit dieser Meldung) wird auf der Map ein weiterer Bereich freigeschalten. Hier gilt es nun f?r die Verteidiger, die beiden wieder erscheinenden Goldladungen erneut zu verteidigen.

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Pumpenmann
  

sdagt m qal gibts da nur den conquest modus oder wat?

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GamePROll
  

@Perfectdark
@HLecter

Ihr habt Beide Recht! Als ich die letzten Male Bad Company online gezockt habe (zuletzt vor einer Woche), da lief es optimal und v?llig ohne Lag. Aber das war schon mal schlimmer! Als n?mlich damals der Conquest-Modus neu dazu kam, war das f?r Wochen absolut unspielbar.

Und das deutet darauf hin, was schon in der Vorschau bef?rchtet wird. Wenn viele Leute das Game online zocken, dann reichen die EA-Server hinten und vorne nicht. Und deswegen gehe ich auch fest davon aus, dass man 1943 zum Start nicht spielen wird (zumindest dann, wenn die Amis alle ihre Konsolen einschalten!).

Aber ich lasse mich auch sehr gerne eines besseren belehren. Denn ich w?rde gerne direkt von Anfang an mit dabei sein, und nicht erst, wenn die erste Welle abgeebbt ist.

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gelöscht
  

Am PC gehts sicher mit mind. 64 Spielern.
Brauch ich halt doch wieder einen

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gelöscht
  

Nur max. 12 gegen 12 ???

Wenn das stimmt, k?nnen sies behalten.
Ich kann das nicht verstehen. Mit ISDN auf PC mit 64 Mann fl?ssig und 7 Jahre sp?ter mit DSL nur 24!! Mann.
So ein sch....mis...kac.... :-)
Gr??e

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Belphegor
  

Sowas von gekauft!

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Daniel Pook
  

Ist ein bekannter Fake-Teaser von vor ein paar Monaten. :) Nix offizielles also und auch kein Leak. Zudem am besten so was per Direktnachricht an die Redakteure schicken, denn... ja, es passt hier echt nicht rein. :P

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