Binary Domain

Plattform: (PS3, XBox 360)
Release: 17. Februar 2012

User-Wertung:

Test: Binary Domain

Von gewalttätigen Yakuza zum futuristischen Robokrieg. Im neuen Spiel von Toshihiro Nagoshi geht es in das fiktive Tokio des Jahres 2080. Als internationale Spezialeinheit schlägt man sich im teambasierten Third-Person-Shooter durch Roboter-Massen, die nicht nur Kanonenfutter sind, sondern auch eine eigene Geschichte haben. AreaGames prüft, wieviel "Roboterstärken" Binary Domain unter der Haube hat.


Klima-Probleme kennen wir aus der Realität, in Binary Domain kann man die Konsequenzen bereits erleben. Durch die globale Erwärmung ist der Meeresspiegel angestiegen und die Weltbevölkerung ist dazu übergegangen sogenannte Oberstädte zu errichten, welche auf den Grundmauern der ursprünglichen Metropole fußen. In der Oberstadt leben die wohlhabenden Bürger, in der heruntergekommenen Unterstadt müssen sich die Ärmeren arrangieren. Roboter gehören in beiden Schichten zum Alltag und dienen zu privaten, geschäftlichen als auch militärischen Zwecken. Schließlich geht die Entwicklung soweit, dass einige Konzerne Roboter erschaffen, die Menschen zum verwechseln ähnlich sind. Es wird ein Abkommen aufgesetzt, das menschenähnliche Roboter verbietet. Doch eines Tages taucht in Tokio ein "Seelenloser" auf. Ein Roboter, der wie ein Mensch aussieht und sich auch dafür hält. Er empfindet Angst, Schmerz und ist sich über seinen eigenen Ursprung völlig im Unklaren. Sofort senden die Vereinten Nationen einen Spezialtrupp nach Japan aus, welcher sich der Sache annehmen soll.
Das rund neun Stunden lange Abenteuer führt die Spezialeinheit namens Rost-Crew durch stinkende Abwasserkanäle, die Ruinen von Shibuya und bis hinauf auf die höchsten Dächer Japans. Den Auftakt des Sci-Fi-Titels beginnt man mit der amerikanischen Einheit, bestehend aus Dan und Bo, die auf ihrem Weg weitere Mitglieder der anderen Länder einsammeln; darunter Franzosen und Briten. Der Spieler übernimmt dabei zu jeder Zeit die Kontrolle über Dan und darf sich immer zu Missionsbeginn seine Teammitglieder frei auswählen. Das Angebot reicht dabei vom Sniper bis hin zum MG-Schützen. Aber nicht nur durch die Waffen, sondern auch durch ihre Eigenarten grenzen sich die Mitglieder der Rost-Crew klar voneinander ab. Mir waren die Charaktere sympathisch, auch wenn deren Tiefe recht seicht bleibt.
Damit die Begleiter nicht zum simplen Kugelfang degradiert werden, hat das Yakuza Studio ein "Vertrauens-System" erdacht. Je strategischer ihr vorgeht und beispielsweise Teammitglieder aus gefährlichen Situationen rettet oder die entsprechenden Antworten in Unterhaltungen gebt, desto stärker wird das Vertrauens-Level zwischen Spieler und NPC. Nur wenn die Squadmitglieder euch wirklich vertrauen, folgen sie auch den Befehlen, die man während der Schusswechsel ausrufen kann. Und "ausrufen" darf man wörtlich nehmen, denn die Kollegen lassen sich per Sprachsteuerung über das Headset kommandieren. Allerdings ist der Befehl schneller per Knopfdruck erteilt als ausgesprochen. Das Vertrauenssystem an sich ist interessant - und auch ein Stück weit motivierend - dennoch kämpft man sich oft genug allein vorwärts und das mit Erfolg. Natürlich hat man ein gutes Gefühl, wenn der Vertrauensbalken wächst - und ein schlechtes, wenn er sinkt. Doch am Ende des virtuellen Tages ist das nicht wichtig. Die Charaktere hören vielleicht nicht mehr auf Kommandos, kämpfen aber trotzdem tapfer weiter an eurer Seite um ihr Überleben
Test: Binary DomainDie Missionen serviert man dem Spieler in sechs Kapiteln, welche wiederum in einzelne Akte unterteilt sind. Die verschiedenen Locations sind in der Unterstadt wie auch in der Oberstadt passend designt. Während unten vor allem schmuddelige Grau- sowie Brauntöne die Umwelt dominieren, lassen oben weiße und glatte Oberflächen den Bildschirm erstrahlen. Auch die Architektur fällt unterschiedlich aus: So kommen einem die Gassen der Unterstadt verwinkelt vor, wogegen die Areale der Oberstadt übersichtlich und klar stukturiert gehalten wurden. Doch egal ob Ober- oder Unterstadt, das Level-Layout behält konsequent einen schlauchartigen Aufbau. Daran sollte sich aber niemand stören, denn hier geht es sowieso um die Action. Gelegentlich fallen Innenräume auf, die etwas zu Detailarm ausfallen - da kann man sich auch nicht mehr mit dem futuristischen und cleanen Sci-Fi-Look herausreden. Das sind aber die Ausnahmen, denn trotz alledem ist die grafische Qualität bei Binary Domain solide und schafft es die japanische Sci-Fi-Atmosphäre gut einzufangen. (mehr)
Test: Binary Domain

Kommentare

2happy
  

Seit gestern qu?le ich mich durch dieses Billigprodukt. Nach diesem Test dieses grauenhaften Low Budget Mists hast Du leider jede Menge an Glaubw?rdigkeit veloren. Das proletenhafte Geschwalle der "Mitstreiter" ist unertr?glich, die Handlung von der Idee ganz interessant, aber banal und uninspiriert umgesetzt, die Level trist, schlauchartig, detailarm, die Spielelemente wild zusammen geklaut und bar jeder Originalit?t. Brr. Weg mit dem Game, jetzt reichts, mein Gehirn schmilzt. 5 von 10 w?re noch nett.

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Suckmydick
  

Ich finde ne 8 zu gut und eine 7 zu schlecht....leider gibt's nichts dazwischen ^^

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itsmethemojo
  

3 h gespielt und es spielt sich auch wie ne 8 :)zieht einen richtig rein und man hat auch noch soon bissl star wars feeling wenn der roboter nachschub ständig eingeflogen kommt :)
vieles erinnert an ghost in the shell was immer ein gutes vorbild ist
richtig schönes deckungssystem und wie angesprochen schöne details
man macht im prinzip genau das was man will smith (i robot) im kino die ganze zeit zurufen wollte - KILL ALL THE DAMN ROBOTS! :D

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kalumet72
  

@Big SM
sehe ich ähnlich: Oskars Fazit und die Bewertung passen irgendwie nicht zusammen ;-)

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REeZAD
  

@ Oskar
Wie ist denn nun eigentlich der Multiplayer?

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REeZAD
  

Liest sich wie eine 8.

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Suckmydick
  

Ich bin gerade im 4. Akt....bisher ist alles recht solide bis gut.

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BigSM
  

Les nichts gross schlechtes von dir Oskar und dann eine 7? Bin gerade im dritten Kapitel und fin Story und das interagieren mit den Leuten wirklich gelungen. Zu meinen Teammates bei Gears hat sich nie so eine Beziehung aufgebaut.

@Claudandus Invasion nennt sich der Coop Modi und ist sowas wie Horde.
Hab selber die 360 UK Version und die ist komplett englisch zur Info.

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Claudandus
  

sehr schöner Test. Gibt es auch ein Coop part, bzw die Möglichkeit zu Game+, sind die Erfolge gut zu erreichen und wie ist der Schwierigkeitsgrad ?

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