Bioshock 2

Plattform: keine Angabe
Release: keine Angabe

User-Wertung:

Bioshock 2

Fast ein ganzes Jahr ist es her, als wir euch mit einem Vorschaubericht über Bioshock 2 versorgt haben. Grund genug, noch vor dem offiziellen Release in diesem Frühjahr erneut in die Tiefen von Rapture abzutauchen. Wir haben mehrere Level des neusten Werks von 2K Marin ausführlich angespielt und verraten euch, ob sich der zweite Ausflug in das gescheiterte Utopia lohnt.


Alte Stadt, neue Gesichter

Zehn Jahre sind seit den Ereignissen des Erstlings vergangen, und doch erzählt Bioshock 2 auch vom Anfang des Untergangs der Unterwasser-Metropole Rapture. Schließlich schlüpft ihr in die Rolle des ersten Big Daddys, sozusagen einem Prototypen, der noch über ein ausgeprägteres Bewusstsein als seine Kollegen verfügt, etwas beweglicher daherkommt und obendrein allerlei Plasmide nutzen kann. Soll heißen: der Titel fühlt sich nicht sonderlich anders an als sein Vorgänger. Zu Anfang fällt eigentlich nur auf, dass die Eisenstange gegen den wuchtigen Drillbohrer ausgetauscht wurde, mit dem ihr auch den gesamten ersten Abschnitt im Spiel verbringt. Zu Letzterem sei nur (spoilerfrei) so viel gesagt: Die Faszination, die der Anfang des ersten Teils noch versprühte, fehlt hier. Der einsame Leuchtturm im Meer, die kommentierte Aufzugfahrt, der erste Anblick des zerfallenen Raptures - etwas Vergleichbares wird dieses Mal nicht aufgeboten. Dafür fühlen sich Veteranen gleich wie zuhause und stellen augenblicklich fest, dass die vergangenen Jahre weiter an der Stadt genagt haben: Einige bekannte Schauplätze befinden sich in einem geradezu desaströsen Zustand, die abgedrehten Splicer sind nicht gerade weniger geworden und inmitten der dunklen Hallen wandert ein neuer Erzfeind umher: die Big Sister. Was es mit dieser Gestalt auf sich hat, erfahrt ihr, neben zahlreichen anderen Dingen, in unserer ersten Vorschau. Hier und jetzt wollen wir uns vor allem mit dem von uns angespielten Material beschäftigen. Wer vollkommen jungfräulich in Bioshock 2 eintauchen möchte, sei an dieser Stelle gewarnt: Wir verraten zwar keine pikanten Details oder entscheidende Story-Wendungen, die eine oder andere Überraschung könnte euch aber genommen werden!
Bioshock 2

Vergnügungspark des Grauens

Bioshock 2 startet mit einer netten, kleinen Zugfahrt durch Rapture, unterbrochen durch einen riesigen Eisklumpen auf den Schienen. Eure Aufgabe ist klar: ihr müsst euch die Fähigkeit, Feuerplasmide zu verschießen, aneignen. Kommt euch bekannt vor? Ja, irgendwie erinnert uns der grobe Ablauf schon sehr an den Erstling. Immerhin zieht uns die Umgebung unverzüglich in ihren Bann. In einer Art Vergnügungsviertel sollten ursprünglich heranwachsende Eliten über die Gefahren und Unzulänglichkeiten der Außenwelt unterrichtet werden. Mittlerweile wird das Gelände von einer schauderhaften Atmosphäre begleitet, welche vor allem durch die hervorragend gestaltete, in sich zerbröckelnde Art-Dèco-Einrichtung genährt wird. Aber auch sprechende Automaten oder kurze Theaterstücke mit Puppen, denen durch Stromstöße etwas Leben eingehaucht wird, lassen an der krankhaften Natur der gescheiterten Stadt keine Zweifel aufkommen. Selbstverständlich hat auch unser Big Daddy ein Funkgerät dabei. Statt Atlas gibt nun ein Mann namens Sinclair Infos und Anliegen durch. So verrät er uns während des Erkundungstrips, dass sich in der Nähe eine Little Sister aufhält - die erste Anlaufstelle für die Droge ADAM, mit der wir uns unter anderem den Feuerplasmiden beschaffen können. Die kleinen, kranken Schwestern spielen natürlich auch für den Protagonisten eine tragende Rolle, immerhin sind die Big Daddys die Beschützer der gruselig-bemitleidenswerten Mädchen. Und so stehen wir nach einigen Minuten einem Artgenossen gegenüber, der auch in Bioshock 2 zu den schwieriger zu besiegenden Einwohnern zählt.
Bioshock 2

Big Daddy vs. Big Daddy: FIGHT!

Die Kämpfe von Bioshock 2 wirken weitaus flüssiger als in Teil Eins. Das liegt nicht nur an dem Bohreraufsatz des Protagonisten, der weitaus öfter und sinnvoller eingesetzt werden kann als die Rohrzange. Vor allem ist es die Verlagerung der Plasmide auf die linke Hand, so dass gleichzeitig eine Waffe eingesetzt werden kann. Nervige Wechsel entfallen, darüber hinaus lassen sich völlig neue Strategien entwickeln. Bei einem höheren Feindaufkommen ist es zum Beispiel denkbar, einige der Widersacher durch geschickten Einsatz von Feuer oder Telepathie fernzuhalten, während der Rest mit der Durchschlagskraft eines Maschinengewehrs bekanntgemacht wird. Im Falle unseres ersten Treffens mit einem anderen Big Daddy stehen uns jedoch nur wenige bleihaltige Gegenmittel, dafür aber bereits das Stromplasmid zur Verfügung. Es empfiehlt sich also, den Aufpasser in eine Wasserpfütze zu locken, damit er ordentlich durchgebrutzelt werden kann. Steht eine solch günstige Konstellation einmal nicht zur Auswahl, muss eben auf normalem Wege gekämpft werden. Das dauert zwar umso länger, bringt aber letztendlich dasselbe Ergebnis hervor: die Little Sister kann nun in unsere Obhut genommen werden, als Dank für den Bodyguard-Service gibt es eine ordentliche Portion ADAM. Zumindest solange, wie wir sie vor den immer wieder anrückenden Splicern beschützen können.
Praktisch: Benötigen wir die Dienste der Little Sister gerade nicht, so macht sie es sich auf unserer Schulter bequem. Einmal per Knopfdruck aktiviert, sucht sie selbstständig die nächste anzuzapfende Leiche und beginnt ihre Arbeit mit der Spritze. Auf anstehende Konfrontationen können wir uns vorher vorbereiten: die Gegend sollte stets nach Ein- und Ausgängen sowie entzündbaren Flüssigkeiten bzw. Wasserpfützen abgesucht werden, außerdem können kleiner Helferlein wie Mienen oder die bereits bekannten, fliegenden Selbstschussanlagen, welcher vorher gehackt werden müssen, im Umfeld platziert werden. Nach einem erfolgreichen Intermezzo steht irgendwann wieder einmal die altbekannte Entscheidung an: Ernten wir das gesamte ADAM aus der Little Sister und opfern damit ihr Leben oder verschonen wir sie zugunsten des eigenen Vorteils? Eure Entscheidung! In der vorliegenden Anspielfassung war noch wenig von tatsächlichen Konsequenzen zu spüren.
Bioshock 2

Vita Chambers ade

Ein Spielelement, welches viele Fans an Bioshock gestört hat und per Patch nachträglich nur noch optional zur Verwendung stand, waren die Vita Chambers. Diese belebten den Hauptcharakter in der Nähe seines Dahinscheidens wieder, ließen aber auch die Lebensenergie gerade bekämpfter Widersacher unberührt, so dass jeder Kampf durch genügend Durchhaltevermögen irgendwann gewonnen war. Im zweiten Teil verabschiedet man sich nun von dieser Methode und greift stattdessen auf die bewährten Savegames zurück. Neben dem manuellen Absichern wird in unregelmäßigen Abständen auch automatisch gespeichert, nicht bestandene Auseinandersetzungen müssen somit erneut angegangen werden. Aber keine Sorge, mit der Zeit werden die Gefechte leichter: mithilfe der Forschungskamera nehmt ihr die die Rangeleien mit Raptures ungemütlichsten Bewohnern auf und erhaltet - sofern ihr den richtig Mix aus Kampfaktionen wählt - Perks, die euch gegen die jeweilige Gegnerart stärker machen. Funktioniert hervorragend und schafft Motivation sowie Einfallsreichtum!
Bioshock 2

We all live in a rusty Big Daddy dress

Das "Big Daddy"-Dasein hat neben dem Riesenbohrer einen weiteren großen Vorteil: Dank seines Taucheranzuges ist es nun möglich, über den Meeresgrund zu wandern. Wirkliche spielerische Vorteile konnten wir hieraus zwar noch nicht erkennen, allerdings bot das Unterwasser-Sightseeing eine willkommene Abwechslung zu den düsteren, wenn auch genial gestalteten Gängen der verrückt gewordenen Metropole. Zumal die Stadt unter dem verwaschenen Schleier des Wassers eine ganz eigene Faszination ausstrahlt. Im Gegenzug hat uns die mittlerweile etwas rostig wirkende Grafikengine enttäuscht, denn im Prinzip sieht Bioshock 2 nicht viel besser aus als sein Vorgänger aus dem Jahr 2007. Noch immer gibt es unscharfe Texturen, außerdem wirkt der übertriebene Glanzeffekt einfach zu künstlich. In diesem Bereich sind andere Shooter schon weiter. Und ja, ich schreibe ganz bewusst "Shooter", denn der Rollenspielanteil ist, soweit wir den Titel anspielen durften, noch weiter gesunken. Stattdessen steht die Action klar im Vordergrund - hier entscheidet wohl ganz klar der individuelle Geschmack, ob 2K Marin die richtige Entscheidung getroffen hat. Trotzdem: Bioshock 2 verspricht, ein hervorragender und vor allem höchst atmosphärischer Unterwasser-Trip zu werden, der vielleicht etwas zu viel aus dem eigenen Repertoire recycelt.
Bioshock 2

Bioshock 2: die Special Edition

$99 auf Konsolen und $89 auf dem PC, so sehen die Preise für die "BioShock 2"-"Special Edition" aus, bei der Fan schon mal feucht werden kann. Außer dem Spiel beinhaltet sie ein 164-Seiten dickes Artbook, den Soundtrack sowohl auf Standard-CD als auch auf einer 180g Vinylplatte (!) und... na ja, noch drei Poster.
Bioshock 2

Dem Blutbad zum Trotz: Bioshock 2 erscheint ungeschnitten

Während unserer Anspielphase fiel auf: Bioshock 2 ist verdammt brutal! Das liegt vor allem am Bohraufsatz des Big Daddys, mit dem man die Mägen seiner Widersacher in aller Ruhe "aushüllen" kann. Aber auch sonst ist der Titel nicht für minderjährige Zocker geeignet. Wurde am Erstling noch die Zensurschere angesetzt, so soll Bioshock 2 vollkommen ungeschnitten auf den Markt kommen. Das Spiel wurde bereits Anfang November von der USK geprüft und erhielt keine Jugendfreigabe, ist damit also vorerst ganz normal im Laden erhältlich.
Bioshock 2

Kommentare

Bulletproof Warlord
  

also mir w?re es lieber gewesen wenn man auch aus dem anzug h?tte aussteigen k?nnen. mal sehn, vielleicht passiert das ja noch. ich kann es mir nur schlecht vorstellen das ganze spiele da drinne zu sein.

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CallMeCayhan
  

Hans von Hobel: das stimmt nicht so ganz was du sagst! mich Freut es nur das die Uncut Version von Havy Rain ab 16ist :D dan Kaufe ich es mir bei ebay uk version :D hahahah

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Hans von Hobel
  

@ dr.gun
Stimmt leider net ganz...Bsp.: Wolfenstein kam letztes Jahr raus, wurde aber nach kurzer Zeit indiziert wegen den Hakenkreuzen! Aber ich denke net, dass sich da noch was ?ndern wird...man muss aber mal sagen, dass die USK Spielefreundlicher geworden is und die Entwickler sich auch mehr trauen in Deutschland (soll hei?en: es wird kaum noch zensiert)

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salasar
  

Und ich muss leider gestehen das ich bei Bioschock, die so super hoch gelobte Story ziemlich unterdurchschnittlich fand.
Atmosp?re und Gameplay haben mich damals allerdings ?berzeugt. Bei teil 2 erwarte ich nicht so viel. Ich glaub es wird nur "mehr"von 1.

Mehr Action, Mehr spielzeit.....

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jensen
  

Ich muss zu meiner Schande gestehen dass ich zu den wenigen Leuten geh?re die Bioshock1 "nur" gut fanden. Irgendwie hat mich pers?nlich das Gameplay nicht richtig ?berzeugt, und die zugegeberma?en tolle Atmosph?re hat mir nicht gereicht um das zu kompensieren. Bin mal gespannt wie ich Teil 2 finden werde... die Previews klingen ja recht gut.

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konsolenrocker
  

ohhh man ich seh bioshock als bestes spiel an das es in dem genre gibt ohne zweifel aber genau davor hatte ich bammel dass sie die atmosp?re des ersten teils nicht einfangen k?nnen und auf ein bioshock des nur auf action geht hab ich nicht so lust
naja wird trotzdem gekauft
ich lass mich ?beraschen

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ericflash
  

Verdammt das Game habe ich total in der Budget Planung vergessen. Mist das h?rt sich einfach zu verlockend an. Ich muss meinen K?rper doch f?r das Playgirl Magazin f?r Fotos verkaufen, oder die Brigitte.

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zaziki78
  

@The_Jo: Meine Meinung!
Besch?tzermissionen sind so ziemlich das nervigste, insbesondere wenn man die h?heren Schwierigkeitsgrade antastet. Muss echt nicht, wird aber leider gern und oft benutzt.

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xTabacx
  

Bam!!!...ist gekauft ;)

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The_Jo
  

Ich bin ja mal gespannt wie viele von diesen "besch?tze die Little Sister" Missionen es geben wird, bzw ob es gar das Hauptspielelement ist. Wenn dem so w?re, m?sste ich mir stark ?berlegen das Spiel zu holen.. Tolles Setting und Atmosph?re und der ganze Rest hin oder her.

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