BioShock: Infinite

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 26. März 2013

User-Wertung:

BioShock: Infinite

Als BioShock 2 ohne die Mitarbeit von Ken Levine - dem hauptverantwortlichen Mastermind hinter dem grandiosen ersten Teil - angekündigt wurde, vermutete die Videospielewelt einstimmig, dass der längst über einem komplett neuen Franchise brüten würde. Als sein neues Projekt dann auch noch mit dem Titel "Icarus" angeteasert wurde, war man sich der Sache noch sicherer. Vor ein paar Tagen wurde sein jüngstes Baby dann endgültig enthüllt: BioShock - Infinite. Ein dritter Serienteil, der einen gefühlten Neustart hinlegt und die Unterwasserwelt Rapture gleich komplett hinter sich lässt. Gemäß PIXARs Vorbild geht's nun nach oben!


Todesstern meets Wolkenstadt

Rapture - der Schauplatz des ersten BioShocks - wurde 1946 im Verborgenen gebaut, um danach von einer elitären Gruppe der Zivilisation überdrüssig gewordener Utopie-Träumer bevölkert, schließlich jedoch von eben selbiger im maßlosen Größenwahn total heruntergewirtschaftet zu werden. Um 1960 herum kehrt man, einem vermeintlichen Zufall geschuldet, erstmals als Spieler in die Tiefseestation ein, um in Folge der Ereignisse deren und auch die eigenen Geheimnisse aufzuklären. Teil zwei erweiterte die Rapture-Storyline um ein weiteres Kapitel, das Fans mit bewährten Elementen im virtuellen Jahr 1968 zu einem neuen Abenteuer mit Big Daddys und Little Sisters einlud. Und BioShock: Infinite, der just angekündigte dritte Teil des Franchises? Spielt schon 1912, kommt schauplatztechnisch allerdings trotzdem bereits viel fortschrittlicher rüber als es Rapture je war. Immerhin kann die neue Stadt des Geschehens, Columbia, durch die Lüfte fliegen! Evolution... das echte Leben auf der Erde kommt ja angeblich auch aus dem Wasser und wollte seitdem immer höher hinaus. Mit Ausnahme der Abspaltungen, die sich zu Regenwürmern und derlei Getier entwickelt haben, auf denen wir intelligenten Flugzeug- und Raumschiffbauer ständig unbemerkt herumtrampeln. Ach... und wo wir gerade bei Tieren sind: Die gibt's in Columbia ebenfalls, richtig lebendig scheinen sie jedoch nicht zu sein. Selbst mechanische Pferde wurden dort bereits als Reittiere gesichtet. Auch was Waffensysteme angeht ist die Wolkenstadt mehr als nur gut ausgestattet. Kurz nach ihrem Abflug stellte sich nämlich heraus, dass sie praktisch bis auf die letzte Schraube mit Kriegsgerätschaften bestückt ist. Kurz darauf kam es zu einem Zwischenfall internationaler Ausmaße, in dessen Folge Columbia von der Bildfläche der Welt verschwand und sich am Himmel versteckte.
Agent Booker DeWitt - Das ist der Name eurer Spielfigur in BioShock: Infinite. Als ehemaliger Pinkerton-Agent wird man losgeschickt, um eine junge Frau namens Elizabeth zu retten, die dummer Weise mit sehr großer Sicherheit im verschollenen Cloud City vermutet wird. Sie soll seit ihrer Kindheit in Columbia gefangen sein. DeWitt konnte Columbia ausfindig machen, nachdem er entscheidende Informationen von einem mysteriösen Mann in einer düsteren Bar erhalten hatte. Verdächtig einfach... und wer den ersten BioShock-Teil gespielt hat, wird sich schon jetzt seine Gedanken machen, ob hinter dem eigenen Alter Ego im Spiel nicht mal wieder mehr steckt, als es zu Anfang scheint. Die Reise nach Columbia glückt genau so wie die Kontaktaufnahme mit Elizabeth und die beiden Hauptfiguren entwickeln schnell eine ganz spezielle Beziehung zueinander. Sie bündeln sogar ihre Kräfte zusammen, um in besonders schwierigen Momenten gemeinsam doppelt so stark zurückschlagen zu können. Dass dies überhaupt möglich ist, hat wohl etwas mit genau der Besonderheit zu tun, wegen der Elizabeth schon so lange in Gefangenschaft leben musste. Bis zu DeWitts Ankunft... ihre Flucht ist eure große Mission in BioShock: Infinite.
BioShock: Infinite

Wer einen Politiker-Angriff sät, wird Krähen ernten

Eine Actionszene aus einer vorgespielten Demo des neuen BioShocks wird wie folgt beschrieben: Ein Politiker namens Saltonstall muss ausgeschaltet werden, obgleich über die genauen Umstände dieses Attentäterauftrags noch keine näheren Infos genannt wurden. Als man ihn antrifft, hält er eine Rede, als würde er gerade vor Publikum sprechen. Tatsächlich ist allerdings niemand sonst zu sehen. Als er vom Spieler ins Visier eines Scharfschützengewehrs genommen wird, richtet er sofort seinen Blick in dessen Richtung, seine Augenfarbe verändert sich auf merkwürdige Weise und er brüllt Hasstiraden heraus. Dann lässt er auf einmal einen Stadtbewohner gegen den Spieler anrennen, welcher zuvor still auf einer Bank saß und eine große Gruppe Krähen fütterte. Schließlich schickt er die Krähen gegen den Spieler in den Kampf. Am Ende der Szene löst Saltonstall eine Hakenvorrichtung aus seinem Arm heraus und nutzt ihn, um an einer Art Schiene auf eine andere "Insel" der Stadt zu fliehen. Der Spieler schnappt sich per Telekinese das Tonikum des besiegten Vögelfütterers und erhält dadurch selber die Fähigkeit, aggressive Krähen in den Kampf zu schicken. Staltonstall beginnt damit, von der anderen Seite der Stadt mit einer Großkanone auf den Spieler zu schießen, woraufhin der Spieler ebenfalls einen Haken aus seinem Arm klappt und dieselbe Schiene auf die andere Seite nimmt. Auf dem Weg hinüber schaltet er einen ihm entgegenkommenden Gegner aus. Der Spieler rettet sich vor dem Begrüßungsbeschuss Staltonstalls in eine Bar, die voller verdutzt guckender, aber nicht angreifender Besucher steckt. - Columbia ist nämlich, anders als Rapture, in der Zeit unseres Abenteuers keinesfalls bloß von bösen Freaks bewohnt, sondern auch mit neutralen Bewohnern des täglichen Lebens gefüllt. Meint man zumindest, nach bisherigem Kenntnisstand. Wie gesagt... nach der Auflösung von BioShock 1 traut man Levine und seinem Team grundsätzlich alles zu. - Der Barkeeper feuert mit einer Shotgun in die Richtung des Spielers und fordert ihn dazu auf, sofort den Laden zu verlassen. Der Spieler reagiert angepisst, schnappt sich per Telekinese die Waffe, dreht sie in der Luft schwebend um und lässt sie abfeuern. Die ganze Bar dreht durch, was war auch anderes zu erwarten, woraufhin der Spieler seine neuen Krähenfreunde beschwört, die für Ablenkung sorgen und ihn fließen lassen.
Wieder draußen, wird er weiter von der Großkanone befeuert. Auch hier nutzt er nun Telekinese, um die massiven Geschosse der Waffe umzulenken und sie so mit ihren eigenen Angriffen zu vernichten. Mit Waffen und elektrischen Spezialkräften erwehrt sich der Spieler den restlichen Bewohnern des Stadtteils, welche ihm gegenüber jetzt komplett aggressiv gegenüber eingestellt sind. Nun kommt Elizabeth ins Spiel: Von einem hohen Gebäude aus ruft sie dem Spieler zu, dass sie ihm helfen kann und beide bündeln ihre Fähigkeiten. Sie erzeugt riesige Gewitterwoken, die der Spieler nutzt, um noch mächtigere Blitze zu erzeugen als zuvor und sie in die breite Menge zu feuern. Später formt Elizabeth mit der Kraft ihrer Gedanken aus herumliegenden Objekten und Schrott eine eiserne Kugel, die der Spieler mit seiner Telekinesefähigkeit in die Feindesmassen schleudert, wo sie dann sogar noch explodiert. Setzt Elizabeth ihre Fähigkeiten zu häufig ein, muss sie sich erholen, weswegen die Massenschlachten gegen große Feindesgruppen eine ständige Mischung aus Survival-Zeitschindung und Gegenangriff im verheerenden Stil darstellen. In der Spielpräsentation erscheint schließlich auch der größere, bis auf sein Herz komplett mechanische "Big Daddy", der unter anderem im Teasertrailer von BioShock: Infinite (siehe unten) zu sehen ist. Er lässt sich nicht mit normalen Waffen oder Kräften besiegen, kann allerdings unschädlich gemacht werden, indem Elizabeth und der Spieler im richtigen Moment eine Brücke unter seinen Füßen vernichteten und er daraufhin hinabstürzt. Am Ende der Demo feiert allerdings noch ein viel größerer Gegner seinen Auftritt. Eine gigantische Metallkrähe mit lautem Schrei und riesigen Flügeln, die natürlich fliegen kann...
BioShock: Infinite

Macht mich auch ohne Wasser feucht!

Mensch bin ich froh, dass die Vorschau zum neusten BioShock nicht ständig die Satzteile "Genau wie in Rapture" oder "Wie aus BioShock-Spielen gewohnt" erklingen lassen muss. Alles, was es bis dato von Infinite zu hören und sehen gab, klingt nach einer spektakulären Erweiterung des Universums, die sich mit den beiden Unterwasserteilen viel Symbolik, einige Basisfeatures und auch den Grundlook teilt, beim Setting, der Story und dem Spielgefühl aber trotzdem gänzlich neue Wege geht bzw. fliegt. Ken Levine gab bezüglich der Enthüllung von BioShock: Infinite zum Besten, dass er nicht mehr an BioShock 2 beteiligt war, weil er nicht wieder dieselben Tricks, Gimmicks und Mechaniken benutzen wollte, um die Spieler zu begeistern. Er wolle viel mehr das Erlebnis des ersten Serienteils mit einem ganz frischen Szenario und neuen Design-Elementen wiederaufleben lassen. So wie damals, als man Rapture zum ersten Mal erlebt hat. Und auch damals gab es mit System Shock ja quasi schon einen gefühlten Vorgänger, den Levine mit Unterwasserkulisse, stimmiger Inszenierung und verblüffenden Storytwists so hervorragend "recyclebootet" hat, dass man ein ganz neues, mitreißendes Erlebnis mit dem Original im Geiste erleben durfte. Wenn ich jemandem also ein so ambitioniertes, ja in gewisser Weise auch tollkühnes Folgeprojekt wie BioShock: Infinite zutraue, dann Ken Levine und Irrational Games!
BioShock: Infinite soll irgendwann 2012 für PC, Xbox 360 und PlayStation 3 erscheinen. Auf technischer Seite wird es sich erneut einer modifizierten Unreal Engine 3 bedienen, so wie es auch bei den anderen BioShock-Teilen der Fall war.
BioShock: Infinite

Kommentare

TheRealGOTT
  

warum nicht gleich so? bisoshock 2 h?tten die sich echt sparen k?nnen. und den multiplayer braucht bioshock infinite auch nicht.

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MacAl
  

"Irgendwann in 2012"... Da erwarte ich mir aber noch mindestens 10 weitere Vorschauen bis dahin!

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DerPate007
  

sieht wieder Klasse aus.
Ich denke es wird wirklich gut werden.
Doch ich denke die d?stere Atmosph?re (aus Teil 1 und Teil 2) geht nun verloren, da es
im Himmel spielt^^: Ich h?tte eine Fortsetzung in Rapture auch nicht schlecht gefunden

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toul81
  

wird auf jeden fall wider hammer ich liebe die bioshock serie

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Neilz
  

na.... wer hat denn da den b?sen smiley gegeben ;)

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L1ghT
  

Also ich finds irgendwie richtig geil =)

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Neilz
  

@ thema: finds super, dass der levine wieder im boot sitzt. der zweite teil war doch irgendwie entt?uschend... vielleicht "ers?uft" man diesmal an der h?henluft, solls ja auch geben ;)

@ callmecayhan: die logische struktur deines comments l?sst zu w?nschen ?brig! findest du es jetzt gut oder schlecht? wenn du n?mlich nicht dran zweifelst, dass die jungs es versauen werden, dann macht der rest deines betrags wenig sinn.....

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<> AJ <>
  

Vor 30 min BioShock2 beendet, ich fands wie den ersten grandios. Sind zwar im Grunde die gleichen Gameplayideen und Settings, daf?r sind die K?mpfe an sich besser gelungen. Story kommt zwar erwartungsgem?? nicht ganz an den ersten ran (obwohl sich auch hier fast jedes andere Spiel noch ne Scheibe abschneiden k?nnte), aber die Atmosph?re Raptures hat mich sofort wieder in seinen bann gezogen. Ich hoffe das sie mit Infinite wieder so eine unglaubliche Atmosph?re hinbekommen, obwohl ich bei dem Trailer positiv gestimmt bin das das was wird. Und die Gameplayideen die er hier ?u?ert h?ren sich auch sehr interessant an. Ich vertrau denen nach Bioshock 1+2 einfach mal blind :)

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GT-Fan
  

We will Miss you Rapture.

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CallMeCayhan
  

Von der Idee her ist es absolut Klasse ich Pers?nlich hatte dan eh genaug vom Unterwasser von dem her kommt es denke ich Perfekt =) gute arbeit jungs das kann ich sagen ;) und ich Zweifle auch nicht daran das die Jungs es Versauen oder so etwas

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