Brink

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 20. Mai 2011

User-Wertung:

BRINK

Vor gut einem Jahr konnten wir erstmals eine Gameplaydemo von BRINK, dem neuen Shooter der "Quake Wars"-Macher Splash Damage, in Augenschein nehmen. 2010 durften sich Alex und Daniel erneut mit demselben Level betraut machen. Mit dem erfreulichen Unterschied, dass auf der letztwöchigen gamescom endlich Selberzocken angesagt war.

Die Grundzüge von BRINK müssten euch eigentlich bekannt sein, andernfalls empfehlen wir einen Blick in unsere erste Vorschau zum postapokalyptischen Egoshooter, welcher passender Weise von der Fallout-Truppe Bethesda gepublished wird. Als Team bestehend aus internationalen Journalisten und Entwicklern lag es in der gc-Multiplayerdemo des Spiels an uns, einen selbstfahrenden K.I.-Buggy durch die Straßen einer dicht bebauten Küstenstadt der Marke "aus Schrott gebaut" zu eskortieren. Das CPU-gesteuerte Gegnerteam musste dagegen mit aller Kraft versuchen, dies bis zum Ablauf des Zeitlimits zu verhindern. Dass unsere Menschenmannschaft anfangs nicht so richtig zu Potte kam, lag simpler Weise daran, dass gleich vier Mitglieder des Teams als Sanitäter ins Match gestartet waren, niemand dagegen den Spion, den Ingenieur oder den Sprengmeister gewählt hatte. Und das ist dumm, wenn der zu beschützende Buggy minutenlang geschrotet in der Ecke liegt, weil ihn niemand reparieren kann und dazu noch ein geschlossenes Tor sein weiteres Voranschreiten verhindert. - Zwei entnervte Erklärungsreden der anwesenden Jungs von Splash Damage, zwei einsichtige Männer, zwei waschechte Heldentaten: Alex schlüpfte in die Haut eines Explosions-Experten, kraxelte via smooth ins Gameplay integrierter Parkour-Funktion ein paar Etagen höher und sprengte dort den Mechanismus in die Luft, welcher das hinderliche Tor geschlossen hielt. Das ging alles fix und flink, obgleich zahlreiche Hürden im Weg lagen. Ließ man die linke Schultertaste des Controllers nämlich gedrückt, sprang, rutschte und kletterte man in der BRINK-Demo an allen erdenklichen Hindernissen entlang bzw. darüber oder hindurch, so wie man es zuvor eigentlich nur in Mirror's Edge erlebt haben dürfte. Und all das aus der First-Person-Perspektive, ganz wie im (in dieser Hinsicht) revolutionären DICE-Actionspiel.
BRINKDaniel nutzte die Zeit, um sich als Ingenieur zu betätigen. Und dabei war er für seine Feinde mitnichten das Opfer vom Dienst. Er pimpte nicht nur die Feuerwaffen (traditionelle Shooterballermänner) seiner Teamkollegen zu feinen Goldversionen auf, sondern auch sein eigenes Maschinengewehr. Ans beschädigte Fahrzeug kam er trotz zahlreicher Abschüsse nicht heran, da immer neue Gegnertruppen von einem nahen Respawnpunkt aus nachrückten. Clever, wie man ihn kennt, platzierte Daniel daraufhin einen automatischen Geschützturm in der fiesesten Ecke weit und breit. Der Truppennachschub war erfolgreich gehemmt, das zu bergende Gefährt nach kurzem Sprint erreicht und mit etwas Geduld auch repariert. Dabei war es wichtig, zu wissen: Selbst beim Herumschrauben bleibt der Ingenieur bewegungsfähig, kann rund ums kaputte Objekt herum geduckt Ringel-Ringel-Reihe mit den feindlichen Soldaten spielen.
BRINKNach ein paar weiteren Reparatur-Aktionen dieser Art entschloss sich Daniel abermals zum Klassenwechsel an einer der dafür vorgesehenen Terminalstationen. Jetzt wandelte er als Spion durch die Gegend. Seine erste Amtshandlung als ein solcher: Er klaute einem am Boden liegenden Gegner die Uniform und wanderte so getarnt und ganz entspannt an einer Horde K.I.-Streitkräften vorbei. Anschließend begab er sich an eines ihrer fest montierten Standgeschütze, um ihnen von hinten in den Rücken zu fall... in die Rücken zu ballern. Hätte er Pech gehabt, wäre sein Trick womöglich gemäß des Würfelprinzips aufgeflogen. So konnte er allerdings genüsslich triumphierend mit ansehen wie der teameigene Panzerwagen auf seiner vorgegebenen Route schön langsam über die vor sich hin sterbenden (man ist nie sofort tot, kann noch einige Sekunden - meist vergeblich - nach einem Sanitäter brüllen) Bots der Widersachertruppe rollte. Kurz bevor er, aufgrund von wahnsinniger Unaufmerksamkeit dem Kampfgeschehen gegenüber, selber niedergeschossen wurde.
BRINKSchlussendlich schaffte es unser Team trotz seiner zwei Kriegshelden nicht, den Buggy wie verlangt vor Ablauf der Sperrfrist an sein Ziel zu bringen. Wir waren über die volle Spieldauer eben einfach zu blöd, darauf zu achten, dass sich immer mindestens ein Teammitglied in der Nähe des Fahrzeugs hätte aufhalten müssen, um es in Bewegung zu halten. Ein Auto klärte uns netter Weise über die storytechnischen Konsequenzen unseres Versagens auf. Wäre die Gegenseite mit menschlichen Multiplayerteilnehmern bestückt gewesen, hätten diese zur selben Zeit eine Erfolgssequenz zu sehen bekommen, welche die Verknüpfung zur folgenden Map hergestellt hätte. Das ist die Art, auf die das Kampagnenerlebnis solo und im Mehrspielermodus nahtlos ineinander über geht. Alleine und im Multiplayer erlebt man dieselben Missionen mit derselben Story, letztgenannte Variante ersetzt die K.I.-Gegner auf den Schlachtfeldern ingame bloß durch echte Menschen. Entsprechend bietet BRINK auch zwei Handlungsstränge, jeweils mit Fokus auf einer der beiden Fraktionen des Spiels. Die CPU-Genossen sollten in Sachen Intelligenz und Zielsicherheit übrigens ruhig noch etwas zulegen, falls Splash Damage den allgemeinen Schwierigkeitsgrad in ihrer Demo nicht ohnehin zur leichteren Eingewöhnung und zugunsten der Experimentierfreude nach unten geschraubt hatten. Ansonsten spielte sich BRINK auf der Xbox 360 bereits schön flüssig; wirkte dabei vor allem teschnisch schon wirklich ausgereift. Über die detailliert gestalteten Figuren mit stark comichaften Zügen wurden in der Vergangenheit ja schon genügend Worte verloren. Uns hat BRINK beim Testmatch aber auch abseits der stilistisch gelungenen Optik dadurch überzeugt, dass es wie ein vollwertiges Spielerlebnis rüberkam, bei dem die Mehrspielerkomponente nicht einfach nur als Ergänzung drangeklatscht wurde. Es hat sich auf der gamescom wie ein toller Team-Shooter gespielt, in dem jede Charakterklasse auf dem Schlachtfeld gebraucht wird, der mit seinen zielbasierten Missionen mehr als nur simple Deathmatch-Schlachten aufbieten möchte und dessen verwinkelte Level über mehrere Höhenebenen - ausgehend von der angezockten Beispielmission - ein weiteres herausstechendes Qualitätsmerkmal werden könnten. Nun sind wir vor allem gespannt darauf, ob Splash Damage dieses tolle Erlebnis auch über zwei komplette Solo- und Multiplayerfähige Kampagnen aufrecht erhalten können, die Langzeitmotivation auch nach einmaligem Abschluss der Story erhalten bleibt (es war bereits ein Erfahrungspunktesystem zu sehen) und natürlich auch, ob die netzwerktechnische Umsetzung voll besetzten Lobbys (acht gegen acht) standhalten können wird.
BRINK soll nach mehrmaliger Verschiebung im Frühling 2011 erscheinen. Auf dem PC wird es Steamworks unterstützen und Valves Anti-Cheat-Tools einsetzen. Es basiert auf dem technischen Untersatz der "id Tech 4"-Engine, nutzt allerdings ein neues Framework fürs Rendering und bietet erweiterten Support für Systeme mit mehreren Prozessorkernen.
BRINK

Kommentare

Picknicker
  

habe angst, dass die entwickler es nicht so hinbekommen, wie sie und ich es haben will. wurde in der vergangehnheit shcon von zu vielen potentiellen hammer games entt?uscht.

ich hoffe, ich irre mich und es wird doch das game was wir uns alle versprechen !

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makossa
  

hat was von Borderlands will ich haben

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Bhomas Tischler
  

Das Spiel belohnt einen immer, jede Kugel die Trifft gibt Punkte. Ich habs auf der GC mit 2 ``Frauen?? im Team gezockt, kannst dir ja denken das das andere Team die geilsten Shirt?s der Messe bekommen haben (hab die Streetfighter vs Tekken Shirts gesehen. *W?rg*)

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Jacuzzi
  

Also das wird, wenn nun alles so wird wie es die Entwickler versprechen, ein richtig spa?iges Game.
Ich werde es auf jeden Fall mal anspielen und dann bestimmt sofort s?chtig werden...

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ludgrau
  

@Daniel Pook

genau so sehe ich das auch. dieses game sieht mal wirklich inovativ aus. k?nnte die neue shootergranate werden.

auch wird es mal zeit das CoD ernsthafte konkurent bekommt.

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Daniel Pook
  

Ich finde vor allem das Konzept cool, dass man selbst als "Solospieler" sagen kann: "Ach, ich zock's gleich online und habe dasselbe Erlebnis, nur ohne K.I.-Bots." :) Dass diese Barriere zwischen Single- und Multiplayer im Prinzip wegf?llt, ist einfach gro?artig.

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Bhomas Tischler
  

Haja hab?s auch auf der Gamescom gezockt und es war Awesome, mit nem richtig gut eingespielten Team hat man mit Brink wahnsinnig viel Laune! Wird Geil

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sturmflamme
  

War f?r mich auf der Gamescom der ?berraschungstitel - Mirrorr's Edge mit Waffen. ;)

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BEEbox
  

Freu ich mich riesig drauf. Endlich mal wieder ein Shooter, bei dem taktisches Spielen bzw. Klassenauswahl und Teamplay im Vordergrund stehen. A propos: wann bringt Valve endlich mal die ganzen PC-DLCs von Team Fortress 2 auf die 360 ?? Ach so stimmt, niemals! Also dann bestell ich jetzt mal Brink vor ;-)

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el Froscho
  

ha - ben - will !!!

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