Call of Juarez: The Cartel

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 15. Juni 2011

User-Wertung:

Call of Juarez: The Cartel

Bisher dachte ich, es wäre eine gute Entscheidung gewesen, meine Seele an AreaGames zu verkaufen. Allerdings vergisst man schnell, dass jeder verlockende Deal einen Haken hat. Neben Ruhm und Macht muss man eben auch Tests schreiben, diesmal zu Call of Juarez: The Cartel. Old school Western ist passé. Willkommen im Neuen Wilden Westen, Pendejos!

Mit Call of Juarez: The Cartel veröffentlicht Ubisoft den dritten Ableger der Serie und verfrachtet die Cowboys mitten in den mexikanischen Drogenkrieg der Gegenwart. Natürlich dreht sich dabei alles um Gewalt, Sex und Korruption. Ihr seid Mitglied einer Spezialeinheit, die von der Regierung in Washington zusammengestellt wurde, um das Kartell zu zerschlagen, welches einen Bombenanschlag auf eine amerikanische Vollzugsbehörde verübte. Dabei könnt ihr euch für einen der drei Protagonisten Ben McCall, Kim Evan oder Eddie Guerra entscheiden. Jeder von ihnen hat eine eigene Hintergrundgeschichte, die auch während der Missionen zum Tragen kommt. So geht ihr innerhalb eines Auftrages persönlichen Interessen nach und löst Aufgaben, die Erfahrungspunkte bringen und neue Waffen freischalten. Um erfolgreich zu sein dürft ihr euch aber nicht von den Kollegen erwischen lassen.
Call of Juarez: The CartelDie Protagonisten machen dabei einen unsympathischen bis charakterlosen Eindruck und nerven konsequent mit dämlichen Sprüchen, die sie alle paar Sekunden penetrant wiederholen. Ständig muss man sich anhören, dass man ohne seine Kollegen wahrscheinlich schon längst das Zeitliche gesegnet hätte. Prolliges Gerede und pseudo-cooles Geschimpfe ergänzen das stumpfe Niveau. Interessanter Nebeneffekt: Nach dem exostischen Ausflug in die Unterwelt bei Shadows of the Damned und den Schießbuden-Abenteuern in Call of Juarez habe ich das Gefühl, problemlos Spanier in ihrer eigenen Muttersprache beleidigen zu können. Videospiele sind eben doch sehr lehrreich. Die Qualität bei der Synchronisation schwankt stark und wird ihrem Namen eigentlich nicht gerecht. Dazu kommt die absurde Betonung der Sprecher sowie lange Pausen in den Dialogen, welche den Spielfluss zäh wirken lassen. Schaltet man den Untertitel ein, fällt auf, dass dieser manchmal erscheint ohne dass im Spiel überhaupt etwas gesagt wurde. Komischerweise ist man während des Zockens viel mehr damit beschäftigt sich über die merkwürdigen Bugs zu amüsieren als der Story zu folgen, die mich nicht so recht mitreißen konnte.
Call of Juarez: The Cartel

Kommentare

TheoRy
  

Verstehe den schlechten Ruf überhaupt nicht. Bin auch ein Liebhaber des 2. Teils und habe mich nach dem ersten etwas schwachen Drittel sofort heimisch gefühlt.
Auch wenn das Western-Setting erst im letzten Drittel in Erscheinung tritt, so sind auch Schauplätze wie Clubs, welche sehr belebt sind, oder auch Gassen, die z.B. durch wehenden Schmutz sehr atmosphärisch daherkommen, sowie Felder mit Windkraftanlagen, wo die Weitsicht punktet, äußerst abwechslungsreich ausgefallen.
Die tolle Musikuntermalung sorgt mit ihren seichten Clountry-Klängen auch für viel Flair.
Das Gameplay wird von Schießereien, bei denen man jedoch auch taktisch vorgehen muss, wenn einen die Partner decken, bestimmt, spannend inszenierte Verfolgungsjagden mit dem Auto kommen aber ebenfalls nicht zu kurz, auch wenn ich die Steuerung hier zuerst etwas gewöhnungsbedürftig fand. Ruhige Momente, wo man z.B. Personen befragt, lockern das Ganze etwas auf. Faustkämpfe, die zum Glück selten vorkommen, sind allerdings nicht so ganz gelungen.
Die Story ist typisch CoJ-Style, es gibt viele Zwischensequenzen und herrliche Wortgefechte. Vele konnten sich mit den Charakteren nicht anfreunden, ich finde sie super. Die Handlung hat einige Wendungen und es ist interessant zu sehen, wieso sich derjenige so oder so verhält. Wenn man weitere Durchläufe mit den anderen beiden Hauptpersonen startet, gibt es nicht nur neue kurze spielerische Abschnitte zu bestreiten, sondern auch weitere Dialoge, welche einem zuvor vorenthalten wurden, zu hören, die tiefer in die Handlung eindringen und somit Vorkommnisse verständlicher werden. Da die Charaktere unterschiedliche Vorlieben haben (z.B. die Verwendung des Scharfschützengewehres von Kim Evans), gilt es, im Spielverlauf anders vorzugehen.
Noch eine Sache zur Synchro: Die dt. Sprachausgabe finde ich sehr nice, leider ist sie nicht ganz fehlerhaft, sodass in einer Szene z.B. fast komplett etwas bei der Übersetzung schiefgelaufen ist. Auch die Standartsätze während der Feuergefechte sind etwas nervig, es hält sich aber in Grenzen. Toll ist, dass man mehrere Sprachen zur Auswahl hat, die Synchro und Untertitel lassen sich also beliebig einstellen.
Fazit: Tolles Game, was vor allem auch durch seinen Wiederspielwert (pro Durchlauf etwa 10 Std. auf Mittel) punktet. ;)
Den Online-Modus habe ich noch nicht ausprobiert^^

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Creed Diskens
  

traurig was aus der serie geworden ist. der erste war echt genial allein das mit der bibel. aus der bibel zitieren und gleichzeitig richten, war echt derb. der zweite hat auch noch gepasst. aber das hört sich ja nicht so gut an, naja bekommt man eh in einem monat für nen 10er dann teste ich es vielleicht mal.
@pairiks
geldgeilheit von ubisoft ist die antwort

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Steffen261279
  

Ich finds lustig, hat immer noch nicht so viele Mängle wie der Duke und vor allem wesentlich bessere Grafik. Für 2€ aus der Videothek für ein WE ums durchzuzocken wunderbar.

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Dr4g0nfir3
  

Schade! Ich dachte etwas Western Flair in einem modernen Setting wäre ganz cool... aber so etwas muss wohl von fähigen Entwicklern kommen. Red Theft Auto: Redemption, anyone? :D

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Pairikas
  

Hab es ausgeliehen und mal angetestet und das war wirklich... furchtbar. Keinen Ahnung warum man jetzt CoJ so an die Wand fahren musste....

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Goblinhead
  

Ui, traurig. Ich habe den zweiten Teil geliebt. Ist vor allem wegen der Story und den tollen Landschaften (DIE ROCKIES!!) einer meiner Lieblingshooter. Und ich hatte nach anfänglicher Enttäuschung sogar gehofft, dass die Modernisierung funktioniert (siehe Last Man Standing mit Bruce Willis). Schade, das Spiel scheint ja nichtmal Ausleihen wert zu sein...

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itsmethemojo
  

@oskar :D kann ich mir vorstellen, man muss es schon spielen wollen bei der anzahl an bugs und der grafikdie kampfherausforderungen sind einfach eine zu geile idee und machen eine ganz herrliche mischung aus vs und coop, hoffe das wird in anderen spielen wieder aufgegriffen

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KeksDose
  

Na wie schön, dass Geschmäcker verschieden sind. Ich hatte Spaß mit dem Game und den Multiplayer und Coopmudus hätte man im Test auch wenigstens erwähnen können. Naja.

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Oskar Krause
  

@ itsmethemojo
Ja, hab es mit Alex gespielt - das war auch lustiger. Aber das lag mehr an Alex als am Spiel :D

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salasar
  

uuuuuuu wie böse... das Dead Island von den gleichen machern ist sorgt nicht gerade für hoffnung :-(

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