Create

Plattform: (PC, Wii, Wii U, XBox 360)
Release: 19. November 2010

User-Wertung:

Create

Nach den ersten Trailern zu Electronic Arts' Create, stellte sich der versierte Spieler nur eine Frage: "Ist das jetzt LittleBigPlanet für Arme?" - Solch fieses Gedankengut kam nicht ganz zu Unrecht auf, denn grafisch kommt EAs neueste Idee, ein reines Erschaffungsprogramm in ein Spiel zu verpacken, schon auf den ersten Blick nicht einmal ansatzweise mit seinem offensichtlichen Vorbild mit. Einen zweiten Blick ist es gerade für jüngere Tüftler und Bastler aber trotzdem wert.


Was ist Create?

Ich stelle an dieser Stelle einfach mal die vage Vermutung auf, dass so gut wie niemand von euch mit großem Interesse EAs Create Ankündigung auf der diesjährigen E3 verfolgt hat. Trotzdem werden die meisten wohl, zumindest des Namens wegen, wissen, dass es sich dabei quasi um ein Erschaffungsprogramm handelt. Der Spieler bekommt in verschiedenen Leveln unterschiedliche Aufgaben gestellt, die es mithilfe des Baueditors zu lösen gilt. Entweder gestaltet man ausgefallen komplizierte und vor allem intelligente Konstruktionen, um eine der Herausforderungen zu meistern oder es wird einfach des Voranschreitens willen schnell drauf los gebastelt, womit folglich häufig nicht allzu vorzeigewürdige Gebilde entstehen. Die Wahl liegt ganz beim Spieler. Im Grunde wäre damit das komplette Basisprinzip von Create beschrieben. Man baut aus vorgegebenen Teilen Dinge zusammen, dekoriert die Umgebung mit kosmetischen Elementen und kann sich damit kreativ austoben, solange man sich innerhalb der vom Level vorgegebenen Richtlinien bewegt. Ähnlich kennt man es von der "Drawn to Life"-Reihe, bei der man Jump'n'Run-Levels absolviert und die einzelnen Elemente der Stages dabei erst noch selber zeichnen muss. Nur baut man hier eben mit Physik und in 3D, außerdem stellt das Basteln auch tatsächlich den Hauptbestandteil des Spiels dar. Ein Action- oder Plattformspiel drumherum gibt es nicht. Durch bestandene Herausforderungen werden immer mehr Level freigeschalten, die sich wiederum alle nach eigenem Ermessen umdekorieren lassen.
Create

Technisch wurde hier ja keine Meisterleistung vollbracht... oder?

Schon im ersten Trailer zeugte die Grafik von Create nicht unbedingt von den optischen Möglichkeiten, welche uns die Next-Gen-Konsolen eigentlich zu bieten haben. Zu texturarmen Umgebungen gesellen sich detaillose Kreaturen und anderweitig rudimentäre Objekte. Rein gestalterisch kann der ein oder andere optische Effekt dagegen für besänftigendes Grinsen sorgen. So fühlt man sich wie in einem Märchenwald, wenn man ganz entspannt den Blumen-Pinsel schwingt und nacheinander - ähnlich "flower" oder The UnderGarden - kleine, zartblättrige Pflänzchen aufploppen. Musikalisch hält man sich an Sims-typisches Gedudel, welches die längste Zeit über beim Spielen eher unauffällig daher kommt.
Create

Wie kreativ darf ich hier schöpfen?

Bei Create wird man buchstäblich in einen Sandkasten gesetzt und soll sich seine Sandburg dann gefälligst selber bauen. Allerdings nicht gänzlich freihändig, sondern nach den Richtlinien der Level-Anleitung. Im Prinzip löst man einzig und allein der Reihe nach Aufgaben, wie beispielsweise ein selbserstelltes Auto in einen Kreis zu bugsieren. Mit Raketen, Luftballons oder anderweitigem Zeug lässt sich das zu transportierende Subjekt ins Ziel führen. Ob man dabei nun besonders experimentierfreudig zu Werke geht, ist egal, solange man das Ziel erfüllt. Die physikalischen Gesetze kann man dabei selbstredend nicht außer Acht lassen, sie spielen sogar eine wesentliche Rolle bei den vielen Minibaurätseln von Create. Die einzige und gleichzeitig oft recht einschränkende Vorgabe, die man immer erhält, sind die zur Verwendung bei einer Aufgabe zugelassenen Objekte. Es erinnert also alles stark an Genrevertreter wie "Crazy Machines", wie ihr inzwischen längst festgestellt haben dürftet.
Die Schwierigkeitsstufe von Create variiert von Level zu Level und bietet auch weitaus kompliziertere Herausforderungen als das Beispiel weiter oben. Für jedes erfolgreiche Bestehen erhält der Bastler sogenannte "Funken", welche neue Objekte zum Gestalten der alles verbindenden Spielwelt im freien Modus zur Verfügung stellen. Je mehr Funken man sammelt, umso mehr Verbaubares erhält der Spieler hier. Extrapunkte verdient man sich, wenn man bei einer Challenge nur eine bestimmte Anzahl an Gegenständen verwendet. In der übergeordneten Spiel-Ebene, vor deren Hintergrund die einzelnen Bau-Aufgaben stattfinden, darf man im fortschreitenden Spielverlauf immer mehr gestalterische Elemente wie lustige Kreaturen oder auch Dekor-Objekte wie eine Achterbahn errichten, zudem Wände einfärben und dergleichen. Ein wirklicher Nutzen lässt sich darin aber letztendlich, abgesehen von einer optischen Darstellung des steten Spielfortschritts, nicht erkennen. Somit werden die Äuglein zwar mit buntem Aufbau-Charme à la Playmobil verwöhnt, aber zu wildes Herumgewusel im Hintergrund kann ab und an auch mal vom eigentlichen Auftrag ablenken. Ich war für meinen Teil letztendlich glücklicher damit, die Umgebung leer zu lassen und lieber karg, dafür aber effektiv an den eigentlichen Aufgaben zu basteln. Dass mir dies auch steuerungstechnisch recht gut von der Hand ging, ist einer kompakten und zugleich intelligent konzipierten Tastenbelegung zu verdanken. Tatsächlich spielt man Create aber vorzugsweise mit Move, das von der "PlayStation 3"-Version optional auf hervorragend intuitive Weise unterstützt wird und in Sachen Genauigkeit auch die Wiimote hinter sich lassen kann.
Create

Ist dieses Prinzip tatsächlich so langlebig?

Ob man nun neue Highscores aufstellen will, freigeschaltete Level umgestalten möchte, bereits gelöste Aufgaben geschickter abschließt um sich vor sich selbst zu beweisen oder eigene Herausforderungen zusammenschustert: Zeit kann hier nach Lust und Laune zu genüge investiert werden. Genau wie in den Look der selbstgestaltbaren Spielwelt, deren kompletter Aufbau jedoch mangels virtueller Figur zum drin Rumlaufen keinen echten spielerischen Wert hat.
Durch dessen Online-Anbindung kann man selbstgebaute Level und selbst ausgedachte Aufgabenstellungen in Create mit der gesamten Community teilen. So wird man quasi regelmäßig mit neuen Inhalten und Anregungen beliefert, deren theoretischer Variantenreichtum jedoch grundsätzlich nie das Level eines LittleBigPlanet erreichen kann. Sonys und Media Molecules Konkurrenzprodukt ist in Sachen Online- und Community-Anbindung zudem deutlich zugänglicher und Reicher an Features, was man im Vergleich zu Create allerdings ja in fast allen Bereichen so feststellen kann.
Create

Manchmal überrascht auch unspektakuläres

Launch Trailer

Kommentare

Zocker 3000
  

@ MetalMelon
Ich verstehe was du meinst aber ich finde das hat auch was von die sims.Aber aufden ersten Blick sah es halt aus wie LBP da kann man niochts anderes sagen auch wenn es im nachhinein nicht so ist.

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MetalMelon
  

Das das Spiel wieder mit LBP verglichen wird, ist echt daneben. Create & LPB verf?gen ?ber ganz unterschiedliche Spielmechaniken. Create kann man eher mit "the incredible machine" vergleichen.

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Zocker 3000
  

Ich denk mal das kein ps3 spieler sich das kauft.Gerade weil ja auch bald LbP 2 kommt.

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BGKfromEden
  

Es scheint genau das zu sein, was ich erwartet habe, also vielleicht mal f?r 10-20?, aber mehr nicht.

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Gisger
  

Ich wei? nicht ob das Spiel echt ne 7/10 schafft.

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Jack Scallion
  

Ne danke. Vielleicht mal f?rn 10er gebraucht.

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Minuterush
  

passt doch das Spiel ist bestimmt genauso unfertig wenn nicht sogar noch viel schlimmer.

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IM Carlos
  

@Spratz: :D

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Spratz
  

Ich bekomm eher einen Herzinfarkt, wenn ich deine Schreibweise des Wortes sehe ;)

Fand die Trailer zu Create eigentlich immer cool.. Wird sicher recht schnell reduziert zu haben sein, dann schlag ich vll mal zu.

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psheiko13
  

@ claudandus: :D

...da ich lbp nicht kenne, werd ich's mal anzocken^^

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