Dead to Rights: Retribution

Plattform: (PS3, XBox 360)
Release: 23. April 2010

User-Wertung:

Dead to Rights: Retribution

Ist der Hund wirklich des Menschen bester Freund? Im Actionspiel Dead to Rights: Retribution auf jeden Fall, denn der Huskey Shadow geht für sein Herrchen über Leichen. Wir haben mehrere Spielstunden mit der Preview-Version des Titels verbracht und verraten euch in dieser Vorschau, ob Fans des Genres einen Blick auf das Werk von Volatile Games werfen sollten und warum eine Veröffentlichung in Deutschland eher unwahrscheinlich ist.


Der Hund ist dir im Sturme treu, …

Der Prolog von Dead to Rights: Retribution beginnt mit schlechten Aussichten: Protagonist Jack Slate humpelt kraftlos von einem kleinen Fischerboot auf den Pier von Grant City, wo er schon sehnsüchtig erwartet wird. Nicht von seiner heißen Freundin, welche dort mit einem bunten Willkommensschild herum wedelt, sondern üblen, maskierten und gewaltbereiten Gangstern aus Chinatown, die wohl noch eine Rechnung mit dem Cop offen haben. Da er bereits ohne ihr Zutun am Boden ist, scheint das Ende nahe… bis aus der Dunkelheit ein Knurren zu vernehmen ist. Dann geht alles ganz schnell. Die Zwischensequenz ist zu Ende, wir übernehmen die Kontrolle über Shadow, Jacks Huskey und treuer Weggefährte. Unsere Aufgabe ist klar: sein Herrchen muss vor sämtlichen Angreifern beschützt werden. Und so sprinten wir auf die Verbrecher zu und erledigen sie mit nur einem Tastendruck. Das ist zwar ziemlich monoton, wird aber immerhin mit einer kurzen Sequenz belohnt, in der Shadow die verschiedensten Angriffe ausführt. Nachdem alle Bösewichte ausgeschaltet sind, ziehen wir Jack hundgerecht am Kragen in Sicherheit.
Dead to Rights: Retribution

…, der Mensch nicht mal im… Hochhaus?

Danach geht es, mit storybedingter, kleiner Zeitverschiebung, in der Rolle von Jack weiter. Hier wird auch immer wieder die Hintergrundgeschichte des Hauptcharakters beleuchtet, wobei man keine erzählerischen Tiefen erwarten darf. Im Grunde ist Dead to Rights: Retribution nämlich ein reinrassiges Actiongame, und wäre es ein Film, dann würde einer der Herren Van Damme, Norris oder Seagal mitspielen. So ist es eben ein eher wenig charismatischer Herr Slate, der mit aller Brutalität gegen seine Feinde vorgeht und vor dem Scharmützel sogar seine Dienstmarke und -waffe abgibt, nur um den Befehlen seiner Vorgesetzten zu entfliehen. So geschieht es auch, als Jack in das Hochhaus "Temple Tower" eindringt, um eine Geiselsituation zu entschärfen. Anfangs unbewaffnet, nehmen wir uns die ersten Terroristen mit unserer Faust vor. Dabei werden leichte und starke Schläge sowie Tritte mit unterschiedlichen Tasten verteilt. Stolpert unser Gegenüber bereits durch die Gegend, können wir ihm (wie eingangs mit Shadow) mit nur einem Tastendruck endgültig den Gar aus machen. Und das passiert nicht gerade zimperlich: ein ordentlicher Tritt in die Visage, Genickbrüche und andere Finishing-Moves werden in Zeitlupe zelebriert. Hier stört nach einer gewissen Zeit die mangelnde Vielfalt an Animationen - irgendwann hat man einfach alles schon ein paar Mal gesehen. Wirklich stylische Szenen kommen aber vor allem beim Entwaffnen der Gegner zustande, da Jack mit der soeben erworbenen Knarre direkt auf seine Widersacher zielt. Besonders dann, wenn es sich beim Schießprügel um eine Schrotflinte handelt, ist dieser Vorgang wahrlich befriedigend. Hallo, USK! Ansonsten gibt es Standard-Genre-Kost: eine Adrenalin-Leiste, die sich bei gelungenen Finishing-Moves füllt, nur um dann als Zeitlupen-Funktion wieder aufgebraucht zu werden. Ein Deckungssystem, dank dem man von einem umgekippten Tisch zum nächsten preschen und zwischendurch blind einige Kugeln im Raum verteilen kann. Und, und, und…
Dead to Rights: Retribution

Mit Shadow aus dem Schatten agieren

Man möge mir das hochoffensichtliche Wortspiel in dieser Überschrift verzeihen, aber so ist es eben: anders als im Auftakt, wird der Huskey im späteren Spielverlauf vor allem für Schleichpassagen eingesetzt. Und das ist auch gut so, denn es bringt die dringend nötige Abwechslung in den Schieß- und Prügelalltag. So locken wir einzelne Feinde durch Bellen oder Knurren in Hinterhalte, im Notfall kann das bissige Haustier aber auch ein offenes Gefecht gegen mehrere Widersacher überstehen. Die Steuerung wirkt in diesen Passagen etwas hakelig, doch vor allem bereitet die Gegner-KI in der vorliegenden Fassung einiges an Kopfzerbrechen. So laufen die Verbrecher ständig gegen herumstehende Objekte, schießen unaufhaltsam gegen kugelsicherer Scheiben, während wir dahinter stehen und verlassen unbegründet ihre Deckung. Wenn wir einmal jemanden beschützen müssen, so rennt diese Person mehrmals in Richtung Feind, obwohl wir einige Meter weiter hinten mitten im Feuergefecht stecken. Diese Macken zusammen mit auftretenden Clipping-Fehlern und der generell eher schwachen Grafik-Engine ergeben ein technisch-trübes Gesamtbild. Dafür überzeugen die englischen Synchronsprecher und das düstere Ambiente. Alles in allem sehe ich Dead to Rights: Retribution in derselben Liga wie Wet & Co.: seichter Ballerspaß mit Charme für Zwischendurch. Noch steht der Titel aber nicht im Laden…
Dead to Rights: Retribution

Kommentare

Picknicker
  

zum gl?ck kommen auch spiele raus, die schlecht sind oder besser gesagt, mir einfach nicht gefallen. wenn ich so gut wie jedes spiel zocken w?rde, was rauskommt, m?sste ich wieder single werden und mich nur aufs zocken konzentrieren.

also danke f?r dieses spiel.

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Darakiss
  

Als Low Budget Titel w?rde ich irgendwann zuschlagen, als Vollpreistitel spricht mich der Titel ?berhaupt nicht an.

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rorschach
  

Liest sich, als w?re es ein etwas besseres Rogue Warrior.

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Zocker 3000
  

@ Daniel Pook

Danke f?r die Info hatte ich total vergessen Das das zu diesem Spiel war.
Wie bist du drauf gekommen das ich da ein kommentar geschrieben habe?

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Robert Buch
  

@Eisenfaust: Du glaubst nicht, wie oft ich heute im B?ro schon Dead to Rights: Redemption oder gleich Red Dead gesagt habe... irgendwie hat mein Gehirn da eine Fehlfunktion. Danke jedenfalls! :D

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toul81
  

man hat schon besseres gesehen

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Eisenfaust
  

"Dead to Rights: Redemption" im vorletzten Satz. Da war wohl der Wunsch (nach etwas besserem) Vater des Gedankens... kanns ja auch nicht mehr erwarten ;)

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Daniel Pook
  

"Ich hab von dem spiel echt incht viel geh?rt ( vor dieser Vorschau)."
Dann hast du kein gutes Ged?chtnis. :P

//artikel/detail/Dead-to-Rights-Retribution/103948 (siehe Comments)

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big sepp
  

Da hat Kollege Salasar recht! Heute braucht es ein wenig mehr,....

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KING_BAZONG
  

Gef?llt mir sehr gut ! W?rde eh viel mehr in dieser Art spielen. So a la Headhunter oder Shadowman...Suffering usw.

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