Der magische Stift

Plattform: (NDS, Wii)
Release: 30. Oktober 2009

User-Wertung:

Der magische Stift

(REGEL NR.2) Drawn to Life kann auf dem Nintendo DS trotz kindgerechter Aufmachung auch Erwachsene begeistern, da das einfache aber doch sehr originelle Spielprinzip bemerkenswert viel Freiraum für eigene Entfaltung (REGEL NR.2) lässt. Das Motto dabei: Mal dir dein (REGEL NR.2) Spiel doch selber! Ob Brücke oder eigene Spielfigur, hier kritzelt ihr wesentliche Elemente der Welt nach Belieben selbst zusammen. Ich konnte die Wii-Version des auf der E³ angekündigten Sequels bereits anspielen und lasse euch nun wissen, was das alles mit REGEL NR. 2 zu tun hat. Außer der Tatsache, dass ich eure "Next-Gen"-Instinkte damit unbedingt auf diese Vorschau lenken möchte.


Du bist, was du malst

Wenn Gott uns solch eine Möglichkeit doch auch im wahren Leben bereitgestellt hätte. Ganz wie von der Serie gewohnt, findet die Geburt eures Helden im User-gesteuerten Editor statt. Ob ihr dabei bloß vorgefertigte Bauteile aneinander reiht oder gleich komplett alles aus der freien Hand heraus zeichnet, bleibt euch überlassen. Ein paar rudimentäre Umrandungen zeigen euch die relevanten Proportionen der Figur an, innerhalb derer ihr euch austoben dürft. Zensurlos, wie meine komplett nackelige "Regel Nr. 2"-Dame beim Probespielen - unter grölenden Schreien der versammelten Kollegenschaft - veranschaulichte. Selbst die für Bewegungsanimationen relevanten Scharnierpunkte lassen sich großzügig genug anpassen, um einen sichtbar individuellen Protagonisten zu erschaffen.
Der magische Stift

Spielerisch ganz unabstrakt

In einem frühen Level des eigentlichen Spiels kam ich mir erst mal wie in einer etwas künstlerischeren Version der klassischen "Super Mario"-Abenteuer vor. Helle Welt mit Wolken, Blumen und Münzen. Letztere stilecht sammelbar. Mit dem Stick des Nunchucks sowie dem "A"-Knopf rennt man so die ersten Meter weniger spektakulär in Richtung der rechten Bildschirmhälfte, hüpft auf höhere Ebenen und überwindet größere Hindernisse mit einem Doppelsprung. Gegner, wie wilde Fantasieversionen bekannter Tierarten, verkloppt ihr Anfangs noch mit den Fäusten. Später soll es auch verschiedene Waffen geben, deren Erscheinungsbild ihr natürlich selber malen dürft.
Der magische Stift

Kreative Boxenstopps

Womit wir dann wieder vom langweiligen Part dieser Vorschau in unsere "Regel Nr. 2"-Welt zurück driften. Blumen erscheinen hier als Möpse an pikanten Stielen, Wolken erinnern ganz im Geiste von Howard Hughes eher an gut gefüllte Quarktaschen und Vögel tun am Himmel genau das, was man ihrem Namen zufolge am ehesten von ihnen erwarten würde. Damit man in "Der magische Stift" nicht erst stundenlang alle möglichen Levelobjekte malen muss, um dann endlich ins eigentliche Game einsteigen zu können, sind die grundlegenden Strukturen und Hintergründe der Stages stets vorgegeben. Auf eurem Weg durch das Abenteuer begegnen euch dann verschiedenfarbige Boxen, die euch nach und nach jeweils Kulissenteile (z.B. Pflanzen), mechanische Elemente (z.B. Aufzüge) oder nach den Regeln der Physik umher kullernde Formen designen lassen. Die so generierten Bilder bzw. ausgewählten Vorlagen werden dann automatisch an den entsprechenden Plätzen im ganzen Game eingesetzt. Damit unsere Milchtütenprimel dabei nicht wie ein alle zwei Spielmeter aufgestellter Klon aussieht, variiert Der magische Stift Größe, Symmetrie-Achsen und andere optische Eigenschaften jeweils so, als habe eure Ur-Kreation tatsächlich ihren Samen gestreut und neue Individuen nach ihrem Vorbild wachsen lassen. Ja, an sich ein gruseliger Gedanke.
Der magische Stift

Euer Pinsel verleiht euch Flügel

Als lustigste weil unvorhersehbarste Malmöglichkeiten haben sich die großen roten Boxen herausgestellt. An diesen Stellen müsst ihr, ohne den virtuellen Stift abzusetzen, in einem Rutsch aus freier Hand eine Vorrichtung skizzieren, welche das vor euch liegende Hindernis eliminiert. Einfachere Challenges verlangen einen runden Felsbrocken, der einen mächtigen Feind vom Hügel aus zu überrollen imstande ist. Gut, ihr ahnt es bereits. Bei mir war das ein Solo-Nuckelball von "Katie Price"-Gedenk-Ausmaßen. Unglaublich, wie sich die passionierte "Regel Nr. 2"-Obsession durch meine komplette Wunschtraumwelt gewuchert hat. Mit Hilfe eines abgrundfüllenden Menschen-Euters über eine Schlucht zu laufen... hat auch was. Aber warum über Riesentitten trampeln, wenn man bei entsprechendem Spielfortschritt auch gleich mit einem Paar Zungenflügel (AreaGames-Hardcore-Members bekommen an dieser Stelle übrigens das Wort "Penisflügel" eingeblendet. Upgradet noch heute eure Userschaft zum Preis von 1ner Menge € oder der doppelten Menge $!). Die Intervall-artig einsetzbare Abhebe- und Schwebehilfe wird vom Spiel automatisch auf Grundlage eures Kunstwerkes in Bewegung animiert.
Der magische StiftDS-Gamern werden die Grundmechaniken von Drawn to Life bekannt sein. Ich dagegen habe den Malspaß beim hier geschilderten Anspielen gerade erst für mich entdeckt. Im Hinblick auf das Spiel als Jump'n'Run ist natürlich auch bei Der magische Stift eher mit simplen, klar konzipierten Levels voller urklassischer Elemente zu rechnen. Münzen werden gesammelt, kleine Abgründe übersprungen, ab und zu reitet man auf Luftströmungen oder es wachsen einem Flügel. Anders als die offensichtlicher Weise als Vorbild für die Basics gerade gestandene Mario-Serie bietet mir Drawn to Life allerdings mit seiner kreativen Komponente ein Feature, von dem ich wirklich das Gefühl habe, als sei es mal ein verdammt genialer, erfrischender Ansatz im Hüpfspielgenre. Was heißt hier Ansatz? Der Mal-Editor ist mit dermaßen großer Freiheit und vielen Tools gespickt, dass man fast schon wunschlos glücklich ist. Hoffentlich kriegen die Entwickler Planet Moon jetzt noch das nervige Grundzittern der Wiimote in den Griff. Der weniger empfindliche Präzisionsmodus konnte in der Previewversion zwar schon hilfreich entgegenwirken, von genauem Zeichnen war die Steuerung aber trotzdem noch weit entfernt. Nichtsdestoweniger macht's bereits Spaß, da man sich in der charmanten Zeichentrickatmosphäre nie wirklich unter Druck gesetzt fühlt, einen Picasso nach dem anderen aufs virtuelle Papier zaubern zu müssen. Im Gegenteil! Krumme Linien und nicht immer ganz perfekt gesetzte Farbkleckse passen sich sogar herrlich in die ungezwungene, abgedrehte Welt von Der magische Stift ein.

Kommentare

Knöllchen
  

Dachte schon z101 h?tte Urlaub. :B

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z101
  

Ein Grundzittern der Wiimote? Ich glaube das liegt in der Hand des Betrachters bzw. Spielers ...

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Gerg
  

wof?r denn? er hat jetzt doch seine traumwelt erschaffen...da wo die Regel. Nr. 2 regiert...

(ich glaub daniel war einer von dennen, die sich beschwert haben, dass sie die versprochene Nacht mit den M?dls von Dantes Inferno nicht geniessen durften)

hrhr^^

zum Spiel: h?tt ich ne ds, w?rd ichs auf jeden fall kaufen. Scheint bock zu machen

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Dr_Janitor
  

Sollte man Herrn Pook nicht langsam mal eine Freundin kaufen?

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Johnson
  

Uff das macht auf dem DS aber mehr Sinn, da bekomm ich ja Handkr?mpfe beim zugucken..!

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kleiner Lemming
  

wenn Ibrahim seinen Pinsel spitzt, dann spitzt auch das Plut, wir sind p?se Purschen.

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Daniel Pook
  

*spitz*, meintest du wohl. :P

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Ibrahim Lindström
  

ich hab nen Pinsel der noch viel mehr kann! *spritz spritz*

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