Destiny 2

Plattform: (PC, PS4)
Release: Array

User-Wertung:

Destiny 2 - Das Beste an der Beta ist ein treuer Putzroboter

Der Sweep Bot aus Destiny 1 hat auch in der Destiny 2-Beta einen Auftritt und fegt weiterhin unermüdlich den Boden. Und das finde ich großartig.

Der Sweep Bot ist mehr als nur ein Putzroboter.

Der Sweep Bot ist mehr als nur ein Putzroboter.

Allzu viel Umfang bietet die aktuelle Beta zu Destiny 2 zwar nicht, dafür verstecken sich schon jetzt jede Menge Überraschungen und spannende Details im Spiel. Mein bisheriger Lieblingsmoment in der Destiny 2-Beta hat aber nichts mit den neuen Sub-Klassen oder den mechanischen Feinheiten zu tun. Das Beste an der Destiny 2-Beta ist nämlich ein alter Bekannter, dessen Schicksal viel über Destiny als Ganzes verrät.

Mehr: Destiny 2 - Bereits erster Exploit gefunden, liefert unendliche Munition

Wer das erste Destiny gespielt hat, wird auch viel Zeit in der Letzten Stadt verbracht haben, dem Social Space, in dem sich Hüter aufhalten konnten, wenn sich nicht gerade auf Achse waren. Neben zahlreichen Händlern und NPCs, bei denen wir uns neue Quests abholen konnte, gab es auch einige Charaktere, die keinem weiteren Zweck dienten und schlicht zur Atmosphäre beigetragen haben. Eine dieser Figuren, ist dieser Putzroboter:

Der von Fans "Sweep Bot" getaufte Roboter hat in drei Jahren Destiny dafür gesorgt, dass die letzte Zuflucht der Menschheit sauber bleibt und Krümel keine Chance haben. Die Unermüdlichkeit des Putzroboters macht ihn bei Destiny-Spielern beliebt und für manche Fans wurde er zu einer Art Maskottchen von Destiny. Mit "Rusty the Sweeper Bot" hat der eigentlich namenlose Kerl dann sogar noch eine Hintergrundgeschichte von einfallsreichen Fans erhalten.

Als ich mich aber in der Destiny 2-Beta durch die neue "Homecoming"-Mission kämpfte und die Letzte Stadt in Trümmern vorfand, verschwendete ich keinen Gedanken an Sweep Bot. Ich war viel zu beschäftigt damit, mir die Kabale vom Leib zu halten. Außerdem war die Stadt ohnehin kaum wiederzuerkennen - bis ich dann auf den großen Hauptplatz gelangte. Hier hatte ich früher stundenlang an meiner Ausrüstung gefeilt und mich eitel mit neuen Shadern ausgerüstet.

Plötzlich erinnerte ich mich an all die Kleinigkeiten, all die Details. Und dann fiel mir auch der Sweep Bot wieder ein. Also ließ ich den Titanen-Anführer Zavala hinter mir, bog rechts in die große Halle ein und da stand er dann auch. An derselben Stelle, die er auch vor drei Jahren besenrein gehalten hatte, fand ich den Sweep Bot abermals eifrig beschäftigt vor.

"Man muss sich Sisyphos als glücklichen Putzroboter vorstellen"

Nur fegte er nicht nur still und leise in einem Korridor, jetzt tat er das am Tag des Untergangs der Letzten Stadt. Neben ihm die Leiche eines Kabalen-Legionärs und auf dem Boden eine große Blutlache. Aber der Sweep Bot machte einfach weiter und erfüllt die einzige Aufgabe, die ihm je gegeben wurde. Und vermutlich wird er solange weiter fegen, bis er dann vielleicht doch irgendjemandem zum Opfer fällt.

Aber die Geschichte des Sweep Bots in Destiny 2 ist nicht einfach nur ein nettes Detail oder ein Easter Egg. Als ich den treuen Putzroboter zwischen all dem Schutt sah und ihn dabei beobachtete, wie er gegen jedes Staubkorn kämpfte, drängte sich mir ein ganz bestimmtes Bild auf. In gewisser Weise erinnerte mich dieses Bild an den durchschnittlichen Bungie-Entwickler. An einen Entwickler, der jahrelang gewissenhaft an Destiny schraubt, während sich die Community teilweise in Hasstiraden ergibt.

Ja, vermutlich hatte das erste Destiny insgesamt zu wenig Content, zu wenig Abwechslung und vielleicht haben auch falsche Entscheidungen seitens Bungie oder Activision dazu geführt, dass Spieler immer wieder monatelang auf dem Trockenen saßen und bekannte Strikes und Raids zum hundertsten Mal wiederholen mussten. Doch der einfache Bungie-Mitarbeiter kann einfach nur seinen Job machen, selbst wenn es überall zu brennen anfängt. Ich glaube, deswegen mag ich den Sweep Bot jetzt sogar noch mehr.

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