Destiny

Plattform: (PS3, PS4, XBO, XBox 360)
Release: 09. September 2014

User-Wertung:

Destiny im Test: Sternstunde oder Sternschnuppe?

Destiny im Test: Sternstunde oder Sternschnuppe?

Destiny muss im Test zeigen, ob Bungie und Activision hier das richtige Fundament für ihr 10-Jahres-Projekt gelegt haben.

Diese Superlative! Wenn es nach denen gehen würde, hätte Destiny eigentlich schon gewonnen. Knapp vier Jahre Entwicklungszeit, kolportierte Kosten von einer halben Milliarde (!!!) Dollar, Millionen Vorbestellungen, produziert von den Schwergewichten Activision ( Call of Duty ) und Bungie ( Halo ). Insbesondere in der letzten Zeit hat sich ein regelrechter Hype um das Spiel entwickelt, dem die fertige Version allerdings meistens - so zeigt es die Erfahrung - nicht standhalten kann. Wir haben mehrere Charaktere auf die höchste Stufe gelevelt, alle Welten ausführlich erforscht und uns in jeder Menge PvP-Matches die Kugeln um die Ohren geballert. »Werde zur Legende« heißt es in der Werbekampagne zum Start - kann Destiny diesen Status erreichen?

Im Jahre 2700 steht die Menschheit am Abgrund. Nach einem goldenen Zeitalter voller Aufbruchstimmung, Expansion auf entfernte Kolonien, Zufriedenheit und Frieden tauchen finstere Aliens, die Gefallenen, aus der Dunkelheit des Weltalls auf und haben nichts anderes im Sinn als die Menschheit von der Bildfläche zu tilgen. Die Kämpfe sind unerbittlich, am Ende bleibt nur noch eine Stadt auf der Erde übrig, bewacht von einem mysteriösen Raumschiff, dem sogenannten Reisenden.

Wir sind einer derjenigen, die das Ruder wieder herumreißen sollen, ein Hüter. Zusammen mit unserem kleinen Roboterbegleiter (der schlicht Geist heißt) machen wir uns auf, die verlorenen Kolonien zu erkunden, und einem Ausweg aus dem Schlamassel suchen.

So verlockend und interessant diese Kulisse und die Geschichte auf den ersten Blick scheinen, so wenig lebendig und äußerst vage werden sie während den insgesamt knapp zehn Stunden dauernden Storymissionen mit Leben gefüllt und erzählt. Zwischensequenzen gibt es nur sporadisch, wirklich interessante Charaktere fehlen komplett, und wenn es dann endlich mal ernst wird und wir auf eine dramatische Enthüllung hoffen, flüchtet sich Destiny in halbgares Geblubber. Selbst wenn wir ein legendäres Schwert finden oder ein gigantisches Weltengrab erforschen, bekommen wir lediglich ein paar kryptische Informationen von unserem Geist.

Dabei würden wir allzu gern mehr über die untergegangene Zivilisation erfahren! Als vermeintlichen Story-Ersatz beschenkt uns Bungie bei bestimmten Erfolgen und Ereignissen mit sogenannten Grimoire-Karten, die wir aber erst umständlich und nach vorheriger Registrierung über die Webseite oder die Companion App ansehen können. Sowas muss ins Spiel, Bungie! Im Klartext: Beim Storytelling liefert Destiny angesichts des Budgets eine erbärmliche Leistung ab, seine Stärken liegen eindeutig woanders.


Flotter Dreier: Am meisten Spaß macht es mit Kumpels

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Kein Innovationspreis

Nachdem wir uns für eine Klasse (Titan, Hunter oder Warlock) entschieden und unseren Hüter im sporadischen Charaktereditor zusammengeschraubt und eine Tutorial-Mission absolviert haben, steht jeder, der nicht zufällig die Beta gespielt hat, ein wenig wie der Ochs vor dem Berg. Im Turm, dem sozialen Knotenpunkt in Destiny, gibt's jede Menge Händler, Ansprechpartner und wichtige Personen, die allerdings nur unzureichend vorgestellt und erklärt werden - was ein generelles Problem von Destiny ist.

Viel lässt sich anfangs im Turm aber ohnehin nicht erledigen, also ab in die Schlacht! In Altrussland auf der Erde verdienen wir uns unsere ersten Sporen in einer Reihe Story-Missionen. Von denen gibt es insgesamt 20 (verteilt auf die vier Himmelskörper Erde, Mond, Venus und Mars) und alle laufen nach einem ähnlichen Schema ab.

Meistens geht es darum, irgendein Artefakt zu untersuchen, etwas zu hacken oder unseren Geist bei eben dieser Tätigkeit zu beschützen. Einen Innovationspreis gewinnt Destiny damit nicht, zumal andere Shooter wie Halo immer wieder abwechslungsreiche Einlagen wie Sniper-Missionen oder Fahrzeugschlachten einstreuen.

Destiny bietet lediglich den Sparrow-Gleiter für längere Distanzen sowie ein nicht steuerbares Raumschiff, mit dem wir zwischen den Einsatzorten per Zwischensequenz hin- und herreisen. Die beiden Vehikel lassen sich zwar aufmöbeln, allerdings nur optisch - schade.


Auge um Auge im PVP

Auge um Auge im PVP



Liebevoll aber leer

Wo Bungies sogenannter Shared-World-Shooter bei der Abwechslung in den Story-Missionen schludert, langt es bei den vier unterschiedlichen erkundbaren Himmelskörpern richtig hin. Erde, Mond, Venus und Mars sind liebevoll gestaltet und bauen jeweils eine eigene Atmosphäre auf, was auch mit den unterschiedlichen Gegnertypen zu tun hat.

Auf der Erde ballern wir uns durch einen verlassenen Raumhafen und schlagen uns auf einem Schiffsfriedhof mit den Gefallenen herum, während wir auf dem Mond viel unter der Erde unterwegs sind und die Höhlen der zombieähnlichen Schar erkunden.

Die Venus ähnelt der Erde, hier dominieren bunte Pflanzen und Wasser. Da ist das metallische Grau der beängstigenden Roboterwesen Vex ein starker Kontrast, mehr als einmal haben wir uns beim Ansturm der stumpf auf uns zumarschierenden Metallburschen in die Hose gemacht. Und auf dem Mars schließlich dominiert roter Sand. Auf dem roten Planeten haben sich die massigen Cabale breit gemacht, fett gepanzert und schwer bewaffnet - ähnlich wie die Brutes in der Halo-Serie.

Viele Ruinen, zig Artefakte, jede Menge Erkundungsmöglichkeiten - aber Destiny macht daraus zu wenig! Die Areale wirken nicht dynamisch, sondern statisch, haben Esprit aber kein Leben. Nur vereinzelt fliegt hier und da auf der Venus mal ein rotes Fass in die Luft, viel mehr Dynamik gibt es schlicht nicht. Selbst entlegenste Höhlen und Ruinen sind zudem meist vollkommen leer, nur äußerst selten finden wir mal eine Kiste mit Beute, die uns fürs Erkunden belohnt.

Dadurch werden die optisch so einladenden und offenen Areale zu öden Durchgangsstationen, die man auf dem Weg zum nächsten Missionsziel möglichst schnell durchquert. Dafür passionierte Schatzjäger hat das spielerisch ähnliche Borderlands 2 deutlich mehr zu bieten.

Kommentare

AdlerMannheim
  

Es ist halt nicht ganz einfach ein Spiel zu bewerten das steckenweise gut ist, genauso wie streckenweise eintönig.
Ebenso die Gewichtung von Single Player, Multiplayer und Coop die für jeden Spieler eine andere Bedeutung haben, macht es für einen neutralen Tester nicht weniger schwer.

Ich werd`s mir zulegen, aber wahrscheinlich erst in einer GOTY Edition mit genügend Content.

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Kaiju
  

Zitat von systemboxx

systemboxx schrieb:

ich hatte ja eher mnit 3/5 gerechnet weil gamespot giant bomb und polygon alle jeweils 6/10 gegeben haben und eurogamer eine 7/10



Wobei man seit #GamerGate weder Giant Bomb, Escapist noch IGN und - dank Samit Sarkar, David Tach und ganz besonders Ben Kuchera - Polygon erst recht nicht mehr als Seriöse Spielemagazine einstufen kann und deren Wertung daher auch weder ernst nehmen sollte noch als Objektiv einstufen kann.

GameJournoPro ist hier unter anderen das Zauberwort.

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Jace
  

Zitat von theOTHERone

theOTHERone schrieb:


Das schlimme an Dir ist, dass ein Kind Dich irgendwann mal "Papa" nennen muss......:-)

Und zum Glück bin ich das nicht!



Im... offensichtlich... Gegensatz zu Dir habe ich in meinem Leben schon etwas produktives Vollbracht. Und das sind nicht nur meine Kinder.

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Bangobongo
  

Ich denke, dass jeder der mit zu hohen Erwartungen an Destiny rangeht, sehr entäuscht sein wird. Es bietet nicht die Tiefe eines MMO und nicht eine Story wie ZBsp. Halo oder Bioshock und auch keine Sammlerwahn wie in Diablo. Doch macht es vieles richtig was Gameplay angeht und versucht auf Langzeit zu motivieren. Gelingt auch ganz gut und wer einfach gerne ballert und dafür neue Gegenstände für sein Char abgreift, ist hier genau richtig. Die schlechte Werungen beurteile ich folgendermassen: Einfach das Ergebnis wenn man ein Spiel derart overhypen tut. Dann liegt die Erwartungslatte schlicht zu hoch und umso grösser ist die Entäuschung danach. Einfach mal über ein Spiel reden, ohne von Bahnbrechend und Nie gesehen zu reden.

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KeksDose
  

Diesem Test kann ich, bis auf den einen Negativpunkt mit den respawnenen Gegnern, der mich nicht stört, nur Zustimmen. Destiny hat, was Verbesserungen angeht, unheimlich viel Luft nach oben, aber das was es bis jetzt bietet, ist schon geil. Ich liebe es und bin sehr gespannt, ob die ansonsten berechtigte Kritik Früchte trägt und wie sich diese neue IP entwickelt.

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1
theOTHERone
  

Zitat von Jace

Jace schrieb:

Junge junge du schreibst sowas wie "looool" und willst gegen mich anstinken? Damit keine Irrtümer aufkommen: Ich bin nicht nur klüger als Du, Du bist auch besonders dumm.



Das schlimme an Dir ist, dass ein Kind Dich irgendwann mal "Papa" nennen muss......:-)

Und zum Glück bin ich das nicht!

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0
Female Tengu
  

Stimme der Review in fast allen Punkten zu. Viele haben sich hypen lassen, kann ich nicht verstehen. Bungie ist außerdme gut im Lügen, wenn es um Marketing oder ihre Ideen geht. Ich als Halo Spieler hab das nun schon mehrfach durch mit deren Halo Titeln, udn bin daher nicht überrascht das man nicht alles was man auf den Planeten sieht, erkunden kann, sondern man dann in eien Todeszone latscht die einen instantkillt ^^

Mir macht es trotz seiner Mängel Spaß.

Aber eine Sache....."hervorragender Netcode" in PvP? Im PvE läuft das Spiel grandios, keine Frage, aber im PvP gibt es oftmals eine sprübare Verzögerung, die teils störend ist. Nicht immer der Fall, aber gerne öfter.

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4
Pairikas
  

Ach, wann wirds das Internet nur lernen. 6/10 geht genau so in Ordnung wie 9/10 oder was weiss ich, ich versteh nicht warum es eine schlechte Sache sein soll wenn verschiedene Reviews von verschiedenen Seiten eine breite Palette an wertungen abdecken.
Es bedeutet ja nur das eine breite Palette von Meinungen abgedeckt wird, von Unterschiedlichen Leuten mit unterschiedlicher gewichtungen verschiedener Dinge in einem Game.


Das ist etwas GUTES!

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3
KING_BAZONG
  

Zitat von Jace

Jace schrieb:


Das ist von mir.... und das von ihm.... nur mal so als Denkansatz.
In dem Zusammenhang sehe ich meins als simple Feststellung.



Jeder hat Augen und kann selber lesen, WAS von WEM kommt.

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3
MehrunezZ Dagon
  

Zitat von gióne

gióne schrieb:

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Coole Sache,

doch würde ich nicht unbedingt behaupten, (HUST) dass Halo Destiny bei den Eiern hat (HUST) . . .

:)

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Autor: & Alexander Voigt

Datum:

15.09.2014, 12:02 Uhr

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