Dr. Kawashimas Körper- und Gehirnübungen

Plattform: (XBox 360)
Release: 11. Februar 2011

User-Wertung:

Dr. Kawashimas Körper- und Gehirnübungen

Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg - Wer einen dermaßen langen Namen aufgebrummt bekommen hat, kann im Alltag sicherlich gut und gerne auf einen erschummelten Doktortitel verzichten. Dr. Kawashima hätte es in einem solchen Fall deutlich schwerer, steht sein Name in der Form doch längst als wiedererkennbare Marke einer hocherfolgreichen Spieleserie auf mehreren Millionen Verkaufsboxen. Seit kurzem gibt es das populäre Casual-Denktraining auch für Kinect. Unser Test dazu ist beileibe keine Dissertation geworden, dafür aber auch gänzlich plagiats- und irgendwie auch begeisterungsbefreit.


Macht reif für den Augen- und Ohren-Arzt

Die Hand/Augen-Koordination war schon immer etwas, das gerade passionierte Shooterspieler angeblich ganz herrlich im täglichen Umgang mit ihrem Hobby trainieren. Gleichzeitig sagt man Ballerspielen gemeinhin aber auch nach, dass sie ihre Spieler mit der Zeit verblöden lassen würden. Also habe ich mir Dr. Kawashimas Körper- und Gehirnübungen in meiner utopischen Vorstellung des perfekten Zockerlebens als den ultimativen Gegenpool zum Großteil meiner sonstigen Videospiele-Aktivitäten ausgemalt. Eine halbe Stunde Dr. Kawashima am Tag und die Natur verzeiht mir meine Actionsünden, so in etwa dachte ich mir das. Es hat nicht mal fünf Minuten gedauert, da hatte ich beim Testen von "Körper- und Gehirnübungen" allerdings schon den lauten Verdacht, dass ich dieses Spiel kaum täglich ertragen können würde. Eine absolut nervtötende Menümusik und schreckliche Wiederholungsschleifen-Soundeffekte beim Erscheinen der Texte im Spiel, anstelle einer vollwertigen Synchronisation, gehen mit absoluter Simpel-Präsentation ohne nennenswerte Spezialeffekte einher. Nach jedem einzelnen Minispiel muss ich mich wieder durch mehrere Menüpunkte manövrieren, wobei die Kinect-Erfassung leicht fummelig ist... und all das für nicht mehr als 20 Spielvarianten, die sich im Wesentlichen alle sehr ähnlich sind. Wie soll ich mein Gehirn überhaupt erst zum Training motivieren, wenn die Präsentation von Dr. Kawashimas neustem Spiel all meine neuronalen Mechanismen zum Schutz vor qualitativ minderwertigen Einflüssen aktiviert?
Dr. Kawashimas K?rper- und Gehirn?bungen

Drill Sergeant Kawashima

Die "Dr. Kawashima"-Spiele für den Nintendo DS haben ihre sehr breite Zielgruppe stets fantastisch bedient. Die helle, aufs Wesentliche reduzierte Präsentation passte super zum modernen Lifestyle-Image des Handhelds (laut Werbekampagne) und das Spielprinzip bot eine tolle Mischung aus Entspannung und Kopf-Arbeit für Zwischendurch, an der wirklich jedermann seine Freude finden konnte. Verschiedene Minispiele regen dabei die Kombinations- und Gedächtnisfähigkeiten des Gehirns an, je nach Schnelligkeit und Korrektheit der Eingabe ermittelt die Software dabei ein "Geistiges Alter", das sich im Zuge des wiederholten Spielens bei steigendem Schwierigkeitsgrad immer weiter verbessern lässt. Die von der Grundfragestellung her immer recht simpel gehaltenen Rechen- und Logik-Aufgaben von Dr. Kawashima regten DS-Besitzer aller Altersstufen zum gemütlichen, fordernden, jedoch nie frustrierenden Knobeln an.
Auf der Xbox 360 schafft es das Franchise jedoch nicht, diese Form der Ausgeglichenheit herüberzubringen. Die allgemeine Aufmachung des Spiels hat nun viel mehr Gameshow-Charakter, ob man sich nun alleine oder kompetitiv an einer Konsole auf das magere Minispiele-Angebot stürzt. Selten zugunsten des von diesem Label eigentlich gewohnten "Dr. Kawashima"-Feelings: Bei so gut wie jeder Rechenaufgabe sitzt einem nun beispielsweise eine enge Zeitbegrenzung im Nacken. Schafft man es nicht, innerhalb dieser zum korrekten Ergebnis zu kommen, erhält man vom Spiel keine Chance mehr, zuende zu rechnen. Ich frage mich: Sollte es nicht Sinn der Sache sein, sich auf dem Anfängerlevel alle Zeit der Welt nehmen zu dürfen, um den Lösungsweg zum Ergebnis trainieren zu können, damit man letztendlich schneller wird? Wie soll ich eine komplexere Aufgabe beim nächsten Versuch besser bewältigen können, wenn ich mir bis zum Ablauf des Timers gerade mal die Rechenformel zuende durchgelesen habe? - Mit dieser Problematik bricht sich Dr. Kawashima (auf sein neues Spiel bezogen...) hier selber das Genick, speziell da es um ein Kinect-Game mit Ganzkörpersteuerung geht.
Dr. Kawashimas K?rper- und Gehirn?bungenDas Spiel sagt mir andauernd "Ätsch, du bist zu dumm in Mathe" oder "Haha, du kannst deine Hände nicht koordinieren, VERSAGT!", ohne echte Trainingsmöglichkeiten anzubieten, zum Weitermachen zu motivieren oder einfach nur... ja, für Spielspaß zu sorgen. Das Einzige was es erfolgreich schafft ist, dem Spielprinzip der Serie jede Menge Hektik und schon auf dem unausgeglichen konzipierten Anfängerlevel eine große Portion unbequemen Druck hinzuzufügen, den sich ein Titel mit allenfalls durchschnittlicher Kinect-Umsetzung überhaupt nicht leisten kann. Die direkte Kontrolle des Xbox 360 Avatars auf dem Bildschirm macht weitesgehend einen soliden Eindruck, gerade auf höheren Anforderungsstufen verlangt "Körper- und Gehirnübungen" jedoch ein hohes Maß an Präzision, das durch die hier gebotene Integration von Kinect nicht geboten wird. Die Steuerung, bei der man zumeist die Hände und Arme einsetzt, ist keine Gesamtkatastrophe, in Verbindung mit dem Zeitdruck der meisten Minispiele sorgt jede unbeabsichtigt durchgeführte Aktion im Spiel allerdings für besonders großen Frust. Gerade hierfür ist das Motion-Gaming von Dr. Kawashima dummer Weise extrem anfällig. Wenn ich mit Zahlen nummerierte Ballons in aufsteigender Reihenfolge zerschlagen soll, mein größtes Problem dabei aber die technische Synchronität meiner realen und meiner virtuellen Hand ist, wünsche ich mir spontan - genau - einen DS mit Stylus herbei. Tatsächlich wäre auch so gut wie jede Aufgabe der "Körper- und Gehirnübungen" problemlos, ja eigentlich viel besser, mit dem kleinen Plastikstift zu bewältigen gewesen. Richtiger Körper-Einsatz wird dem Spieler kaum abverlangt. Meist knobelt man im Kopf eine Lösung herbei und wählt diese dann mit eher maginalen Bewegungen auf dem Bildschirm aus, ohne sich physisch nennenswert anstrengen zu müssen.
Dr. Kawashimas K?rper- und Gehirn?bungen

Kommentare

Naed
  

Alex spielt gerade sogar Gran Turismo 5 :o !! Ich liebe diese Stalking-Generation in der ich aufwachse :)

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Butcher78
  

Ist ja schon gut Richie,wir wissen alle f?r was dein Herz schl?gt also nehm ich dir dein Gebrabbel nicht so ?bel.

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richard50
  

Kann man auf Amazon.de nachlesen!

Also wenn man diese Meinungen vergleicht, dann hat man das Gef?hl, das das Areateam einfach mit falschen Erwartungen rangegangen ist und vielleicht ?berkritisch bei manchen Spielen ist.....

Das Spiel scheint Spass zu machen und auf das kommt es ja eigentlich an, oder?

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richard50
  

Lustig euer Test!
Dann schaut euch mal an, die das selbe Spiel zwei User getestet haben:

Ich habe das Spiel jetzt seit zwei Tagen und kann es ohne Einschr?nkungen empfehlen. Die Kinect-Erkennung ist ausgezeichnet und man merkt das die ?bungen speziell f?r die Kinect entwickelt und nicht nur adaptiert wurden.

Die Spielidee ist einfach: Es gibt verschiedene ?bungen um K?rper und Geist zu trainieren. Die Aufmachung erinnert mich stark an Wii Fit: Es gibt jeden Tag einen Test und ?bungen die mit einem Stempel im Kalender festgehalten werden. Auch ein Gruppenspiel mit 2,3 oder 4 Spielern ist m?glich. Teilweise werden dann die Minigames auch zu Zweit direkt gegeneinander durchgef?hrt.

Ob man dadurch tats?chlich geistig fitter wird bezweifle ich. Aber es bringt auf jeden Fall Spa? und ist etwas f?r die ganze Familie. Gut spielbar ab ca. 9 Jahren (3 Klasse) bis ins hohe Alter (80+ :) ).

Nr. 2
Hallo Zusammen!

Habe dieses Spiel gekauft nachdem ich es ein Paar Tage ausgeliehen hatte. Ich kann dieses Programm nur empfehlen. Ob die ?bungen wirklich so viel f?r das Hirn bringen wei? ich nicht, aber es macht eine Menge Spa? die verschiedenen Hirnbereiche zu fordern. Von Mathe, Logik und Reflexen bis zu Motorik ist alles abgedeckt. Mann kann ?hnlich wie bei einem sehr bekannten ?hnlichem Konkurrenzprodukt ;-) im Kalender seine Ergebnisse abstempeln und t?glich einen Test zur Bestimmung des Gehirnalters machen. Alle ?bungen sind in den Stufen Anf?nger, Fortgeschritten und "Profi" verf?gbar. Wenn man alle Aufgaben im schwersten Modus mit der Bestnote schafft, dann ist man wirklich Fit :-) Bewertet werden die ?bungen von F bis A+. Es z?hlt nicht nur das am Ende alles richtig ist, sondern das man es auch in kurzer Zeit schafft. Nicht immer ganz einfach....

Desweiteren gibt es noch einen Gruppen?bungsteil, indem man verschiedene Aufgaben auch mit mehreren machen kann. Das sorgt f?r noch mehr Spa? wenn man Abends mal zusammen sein Hirn trainieren m?chte.

Alles in allem ein sehr sch?nes Spiel, indem auch die Bewegungsabl?ufe sauber erkannt und dargstellt werden. Wie gesagt, ich wei? nicht was es wirklich f?r das Gehirn bringt, aber es macht auf jeden Fall Spa? wenn man versucht Tag f?r Tag besser zu werden!

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blueeye
  

@Naed
Alex und Daniel haben auch schon des?fteren im podcast erw?hnt, dass dieses Jahr die PS3 wahrlich auch viel zu bieten hat.

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Butcher78
  

Da sag ich nur.... Lemming!

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Grendel
  

Child of Eden, Holzkopf!

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Butcher78
  

Ich glaub nun bin ich doch von Kinect ?berzeugt und von den Coretiteln die noch anrollen werden;)
Kinect ist mein Must Have f?r 2011 ....... not !

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Hab nichts anderes erwartet. Die Bandai-Namco Version von Dr Kawashima f?r Ipod ist genauso dr?ge und mies :( Die Nintendo DS Version ist um Welten besser.

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Naed
  

Alex spielt momentan auch flei?ig Killzone :) Ihr seid aber beide momentan immer ?fter an der PS3 als fr?her, kann das sein? ^^

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