Dragon Age: Origins

Plattform: keine Angabe
Release: keine Angabe

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Dragon Age: Origins

Die meisten Previews zu Dragon Age: Origins beginnen mit einem Loblied auf BioWare. Baldur's Gate hier, KotOR da, Mass Effect irgendwo anders. Natürlich sprechen diese Titel für die Qualität der Rollenspielprofis aus Amerika. Wer sich aber die in den letzten Jahren mit Dragon Age: Origins beschäftigt hat, der weiß, dass der Titel eine harte Zeit hinter sich hat. Nachdem man die grafische Qualität zuletzt als „bescheiden“ bezeichnen konnte, hat der Entwickler die Notbremse gezogen. Mehr Gewalt, mehr Sex und ein anderer Grafikstil sollen den Titel düster machen. Wir verraten euch in unserer Vorschau, was noch auf euch wartet.


It's all about choices!

Wie oft hat man das schon gehört: "Alles, die gesamte Spielwelt hängt von den Entscheidungen des Spielers ab!" Und wie oft wurde dieses Versprechen erfüllt? Eben. Auch BioWare lehnt sich mit dieser vollmundigen Ankündigung weit aus dem Fenster. In Dragon Age: Origins soll der Spieler der Schlag des Schmetterlings sein, dessen Aktionen zum Wirbelsturm im späteren Verlauf der Geschichte werden soll. Dass man dieses Versprechen ein wenig ernster angeht als die Konkurrenz, suggeriert zumindest der Titel. "Origins", was so viel wie "Herkunft" bedeutet (o. k., es ist der Plural, also "Herkünfte"), sind die Backmischung für den Pizzateig, den ihr mit euren Entscheidungen später garnieren könnt. Als Zutaten gelten hier Geschlecht (männlich, weiblich, Zwitter (o. k., das Letzte war ein Scherz)), Rasse (auch, wenn dieser Begriff geschichtlich negativ geprägt ist, findet er im Bereich der Videospiele immer noch Verwendung), also Mensch, Zwerg oder Elf und die Klasse, die euch die Wahl zwischen Krieger, Magier und Jäger lässt. Das ergibt eine Kombination von 18 Herkünften. Diese Zahl kann noch verdoppelt werden, denn je nach Auswahl, kann man seinem Charakter noch eine Gesinnung geben. Entscheiden wir uns etwa für einen Zwerg, können wir anschließend auswählen, ob der "Kleine" im Kastensystem der Axtliebehaber eher zu den feinen Pinseln mit mächtig Asche, oder zum Bodensatz der Gesellschaft gehört. Letzteres versetzt euch in die missliche Situation, eine betrunkene Mutter zu haben, während die Schwester anschaffen gehen und man selbst die Drecksarbeit für einen zwielichtigen Zwergenboss erledigen muss.
Dragon Age: Origins

Ursache-Wirkungskette

Will man in dem strengen Kastensystem aufsteigen, um den Grey Wardens angehören zu dürfen, muss man jedoch ab und zu in den sauren Apfel beißen. Stellt euch vor, ihr seid in dieser Situation! Ihr wollt ein mächtiger Krieger werden, der hinauszieht, um Ruhm zu ernten, habt jedoch nicht die Knete bzw. das Ansehen, um euren Plan zu verfolgen. BioWare will mit diesem Stilmittel das typische "Schwarz/Weiß"-Denken abschaffen, sondern eher die Grauzonen in der Entscheidungsfreiheit hervorheben. Dazu gehört eben auch, dass man Dinge tut, die moralisch vielleicht nicht Friedensnobelpreis verdächtig sind, jedoch dem höheren Ziel, die Welt zu retten zuträglich sein könnten. Doch warum die Welt retten, und wer zum Teufel sind die Grey Wardens? Die grauen Jungs sind die Beschützer der zivilisierten und damit guten Welt, in dem von BioWare selbst erdichteten Szenario, das in "Ferelden" spielt. Statt bekannter Universen, wie man sie von D&D-Spielen kennt, bekommt der Rollenspielliebhaber also eine völlig neue Welt vorgesetzt. Die ist zwar nicht voll von despotischen Königen, wartet jedoch mit der typischen Gegenüberstellung "Gut vs. Böse" auf. Gut sind dabei die Grey Wardens, schlecht und damit Todfeinde, die Kollegen der Darkspawn!
Dragon Age: Origins

Have a break - Have a tactic!

Wir wissen alle, Zwerge sind nicht gerne alleine. Und da man nicht gerade mit Schneewittchen in einer Hütte lebt, muss man sich anderweitig Gesellschaft besorgen. Und die wird man in Dragon Age: Origins natürlich bekommen. Bis zu drei Mitglieder kann der Protagonist in seinen elitären Zirkel aufnehmen. Jeder Mitstreiter hat dabei eigene Motivationen und Gesinnungen, die mit den Entscheidungen des Spielers auch einmal in Dissonanz geraten können. Das kann sogar so weit gehen, dass sich ein eigenes Gruppenmitglied gegen den Protagonisten wendet und im Kampf getötet werden muss. Das ist das eine Extrembeispiel. Das andere geht eher mit dem Gegenteil von "Tod" einher. Hier wird Leben produziert. Jupp, man kann Liebschaften mit NPCs eingehen. Klar, das graue Magiermäuschen steht nun mal auf den Barbaren mit freiem Oberkörper ("Des isser, des is der Mann fürs Leben"). Diese Schwärmereien können durchaus auch in angenehmen Handgreiflichkeiten enden, die BioWare auch entsprechend inszeniert. Konsequent nennen wir das. Wenn man schon zeigt, wie Köpfe abfliegen und Kehlen aufgeschlitzt werden, dann darf man auch mal kopulierende Körper in Szene setzen. Mass Effect lässt grüßen.
Dragon Age: Origins

Sex oder Kekse?

Man kann Kämpfen auch aus dem Weg gehen (man mag es kaum glauben). In einer Situation versperrt ein Brückenwächter (Achtung, jetzt kommt es) eine Brücke (wer hätte das gedacht?). Natürlich können wir ihm jetzt urst auf die Fresse geben, dabei riskieren, dass er Verstärkung holt und wir es uns mit unseren Verbündeten verscherzen. Wir können aber auch den friedlichen Weg gehen. Sex statt Krieg! Haben wir nämlich eine wollüstige Dame in unserer Party (und eine Gruppe von AreaGames wird DEFINITIV eine solche Dame haben), kann sie den Herrn Brückenwächter mit ihren weiblichen Reizen "bestechen" (oder er sie hüstel). Haben wir zufällig keine Femme fatale im Inventar (was übrigens für alle Charaktere gleich ist, sodass das lästige Tauschen von Gegenständen wegfällt, wir hätten uns aber auch über ein Packpferd namens Lutz gefreut), können wir uns auch die Keksgier des Wächters zunutze machen. Das klappt aber nur, wenn wir einem Jüngling aus einem anderen Dorf die leckeren Backwaren wegstibitzt haben. Ihr seht also, selbst die geringste Gräueltat, kann einen Nutzen haben.
Dragon Age: Origins

Dreckig, Blutig, Lila!


Technisch betrachtet lässt Dragon Age: Origins eigentlich nur einen Vergleich zu: Wie Mass Effect, nur aus einer anderen Perspektive. Ok, der komische Grieselfilter fehlt, aber die Umgebungsdetails, die Charaktere und deren Gesichtszüge deuten eindeutig auf die Engine hin, die auch das Scifi-Abenteuer befeuerte. Grafisch hat Origins einen ziemlichen Schwenk hinter sich. Von der typisch fröhlichen und hellen Darstellung ist nicht mehr viel übrig. Stattdessen herrschen dunkle Töne und ein ständiger Lila-Stich vor. Auf jeden Fall passt diese Neuausrichtung besser zum dreckigen Setting, dass mit Bluteffekten und sonstigen, nicht ganz jungendfreien Animationen, nicht gerade geizt.
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Kommentare

Sir Archibal
  

klingt sehr sehr sehr interessant, freu mich schon =)

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LookMyBullet
  

(?Des isser, des is der Mann f?rs Leben?)

haha....
Die Wahrheit!!

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ToXsic WaRgoD
  

Bin schon richtig hei? drauf! Kann nur gut werden!

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Eisenfaust
  

derbe... Danke f?r die Musikauswahl zum Video, sehr fein gemacht. Und das sieht ja mal wieder richtig fett aus, das Spiel. Wenn's ?hnlich fesselnd wird wie KoTOR kann nichts mehr schief gehen. FableII f?r Erwachsene... nichts gegen FableII aber DIESE BLUTSPRITZER! Meine Herren, ein anst?ndiger Gore-Factor ist manchmal eben doch was Wert... Dirt trifft RPG :)

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Kudos
  

auf der X360 kannste auch 1Tb games spielen... das game ist dann halt auf 200 DvDs oder so ^^

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bloedfish
  

"(kein Wunder, dass Dragon Age 20 GB auf der Festplatte besetzt)"
wtf!? Das Spiel soll doch auch f?r die Xbox360 kommen. Wie soll denn das funktionieren, oder ist das ein vertipper? Na zum Gl?ck hab ich ne PS3^^

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Danzel
  

Haben will !

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Kudos
  

"Eigentlich l?sst sich Dragon Age: Origins so beschreiben: wie Baldur's Gate mit der Technik von Mass Effect und einem verdammt d?steren Charme. Geile Kombi!"
absolut geile Kombi!!!

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spacerider12
  

wenn sies gut f?r xbox 360 umsetzen
wirds vielleicht gekauft
wollte schon lange mal ein erwachsenes rollenspiel

aber vorher ist risen dran


ne frage:wird es auch in deutschland erscheinen
oder wird die uk version deutsche sprache haben ?

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toul81
  

freu mich auch schon auf das spiel

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