DRIVER: San Francisco

Plattform: (PC, Wii, Wii U, XBox 360)
Release: 01. September 2011

User-Wertung:

Driver San Francisco

Sieben Jahre voll Ungewissheit und Spekulation haben ein Ende! Ubisoft Reflections löst endlich den gewaltigen Cliffhanger aus Driv3r auf. Doch Driver: San Francisco hat auch noch das spielerisch eher durchwachsenes Erbe der Serie zu bewältigen, als nur das abrupte Ende der Geschichte um den Cop John Tanner und seinen Erzfeind Charles Jericho. Warum man sich trotz der vielleicht ungünstigen Vorzeichen hinter das Lenkrad des auffälligen, gelben Dogde Challengers klemmen sollte, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Ich gebe zu, ich war anfangs überhaupt nicht angetan von Driver: San Francisco, das fing schon an bei der hanebüchenen Hintergrundgeschichte, die eine große spielerische Neuerung einführt. Tanner und Jericho haben beide das Ende von Driv3r überlebt, sind aus dem Koma erwacht und gehen wieder ihrem Tagesgeschäft nach. Tanner und sein Partner Tobias Jones patroulieren für Recht und Ordnung in den Straßen von San Francisco und der gefangene Charles Jericho sieht seiner Verurteilung vor Gericht entgegen. Jericho gelingt beim Transport zur Gerichtsverhandlung die Flucht und bei der anschließenden Verfolgungsjagd werden die beiden Undercovercops in einen schweren Unfall verwickelt. Während sein Partner glimpflich davon kommt, sieht das Drehbuch für John Tanner wieder ein Koma vor. Im Koma träumt Tanner nun die weitere Jagd nach dem ausgebüchsten Verbrecher Jericho. Das klingt noch nach halbwegs normaler Story, nun wird es aber übersinnlich. Tanner kann seinen Körper verlassen, schwebt als geistgewordener Wille über den Straßen und kann sich so in andere Leute beziehungsweise Autos hineinteleportieren und übernimmt die Kontrolle. So eine übernatürliche Fähigkeit vernichtet natürlich jegliche Verbindungen zu Realität und Logik. Das mag sich vielleicht schlimmer anhören als es ist, denn das gesamte Spiel ist wie eine alte Serie oder ein Film aus den Siebzigern und Achtzigern inszeniert. Das betrifft die Kameraeinstellungen, die teils humorvollen und klischeehaften Dialoge, sogar die Grafikeffekte, den Fuhrpark und das Missionsdesign. Beim A-Team starb auch nie jemand wirklich bei den explosiven Stunts, cool fand ich sie dennoch.
Driver San Francisco
Genug zu tun hat man in dem 300 Kilometer San Francisco-Nachbau auch. Für die Hauptstory existieren insgesamt 15 Missionen mit denen aber direkt 30 weitere Nebenmissionen verknüpft sind. Aber es gibt noch mehr in diesem Open-World-Spiel zu tun. Über alle vier Stadtteile sind nochmal 50 sogenannte Aktivitäten(Rennen, Verfolgungsjagden und Stunts) verteilt und obendrauf noch mal mehr als 80 Mutproben. Das Missionsdesign ist abwechslungsreich, aber bei der Masse an Aufgaben wiederholt sich natürlich auch einiges. Dem kann man aber zu Gute halten, dass diese Sachen meist sehr schnell erledigt sind. Mal muss man einfach unfallfrei 80 Meter im Gegenverkehr bei einer Mindestgeschwindigkeit von 200km/h zurücklegen, oder man shiftet in einen Fahrschulwagen und sorgt dafür, dass der sonst unfähige Fahrschüler durch gewagte Fahrweise den Puls des Fahrlehrers auf 185 treibt. Aber Spaß machte auch der Stunt, bei dem ich Bomben unter zwei fahrenden Trucks entschärfen sollte. Man schnappt sich ein flaches, wendiges Auto, rast zum Truck, passt die Geschwindigkeit an und lenkt dann den Wagen unter den Auflieger, fährt so fünf Sekunden mit und zieht wieder unter dem Anhänger hervor und schließt zum nächsten Truck auf. Nervig bei den Verfolgsjagden respektive Fluchtmissionen, dass sich Ubisoft Reflections für den Gummiband-Effekt entschieden haben. Es ist manchmal einfacher die Mission zu bewältigen, wenn man statt fehlerfrei durch den Verkehr zu driften und zu rasen, schnell per Shift einen Wagen im Gegenverkehr springt und ihn auf den oder die Gegner lenkt.
Driver San FranciscoDas Shift hat noch einen weiteren Zweck in Driver: San Francisco, mit dem Fortschreiten in der Story wird man immer weiter rauszoomen können und hat so eine Übersichtskarte, welche einem alle verfügbaren Missionen anzeigt. Ein weiteres Feature: Nach jeder Story-relevanten Aufgabe, fasst Tanner sein bisheriges Wissen und die Beweise auf einer Tafel zusammen. Hat man das Spiel länger nicht angerührt, bekommt man nach dem Laden des Kapitels nochmal einen kleinen Film zu sehen. Womit wir wieder bei der Film- und Fernsehhaftigkeit des Titel wären, denn diese Rückblenden sind ganz im Stil von "In der letzten Folge sahen sie…". Für noch mehr Langzeitmotivation sorgen die insgesamt über 130 lizenzierten Wagen, die man sich nach und nach erspielen kann. Driver: San Francisco verfügt über eine Art Ingame-Währung (Willenskraft). Diese sammelt man durch seine Fahrweise und kauft damit Upgrades, Herausforderungen, Autos und Werkstätten, wobei die beiden letztgenannten Punkte auch selbst Willenskraft generieren und man so ein weiteres Einkommen hat. Satte 19 Multiplayermodi sollen die Spielzeit dann nochmal ordentlich verlängern und bei dieser Anzahl sollte wirklich für jeden etwas dabei sein. (weiter...)
Driver San Francisco

Kommentare

Häuptling Little White Cock
  

gut, das weiß ich jetzt, aber was ist mit den ganzen leuten die das nicht wissen? die machen nach der demo einen großen bogen um das speil!

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Picknicker
  

er sagt doch, die demo spieglet nicht die vollversion wieder. ich werde es mal aus der videothek ausleihen und gucken ob es was taugt.

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Häuptling Little White Cock
  

auf jeden fall, die demo ist echt schrott

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pb2007
  

Ich fand die Demo schon schrecklich.....

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camora
  

habs eben 2h gespielt, absolut cool. sehr empfehlenswert:)

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rupertbayerb
  

So gebasht im letzten Podcast und jetzt ne 8/10... naja bei crysis wars ja andersherum

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Burning
  

@Jan
Mich freuts ja immer wenn eine Gurke dann plötzlich doch keine mehr ist. Muss aber sagen die SP-Demo konnte mich überhaupt nicht überzeugen, aber werde mal sehen was du morgen im Podcast dazu sagen wirst :)

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gelöscht
  

@Burning
Bis vorgestern Abend, als die Vollversionen eintrudelten, hatte ich mich schon auf eine Gurke eingestellt, die höchstens im MP Spaß macht. Rest siehe Test und ich verweise ansonsten einfach schon mal auf den Podcast morgen ;)

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II FatFox II
  

auf der gamescom hat es micht auch nicht so wirklich überzeugt. ich habe es eigentlich schon abgeschrieben. jetzt macht ihr mich wieder unsicher!

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Burning
  

Hab gedacht das Spiel kommt schlechter weg, so wie ihr das in den letzten Podcasts immer runter gemacht habt.

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