Far Cry 3

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 29. November 2012

User-Wertung:

Im Test: Far Cry 3

Während Electronic Arts und Activision ihre großen First-Person-Shooter bereits abgeliefert haben, warten Ego-Shooter-Fans eigentlich nur noch auf Ubisofts Far Cry 3. Und der französische Publisher versprach viel, aber vor allem, dass sie aus dem Vorgänger Far Cry 2 gelernt haben. Im dritten Teil dieses OpenWorld-Spektakels geht es nicht nur auf eine malerische Insel, sondern vor allem auch in menschliche Abgründe. Ob wir mit Freuden dem Wahnsinn anheimgefallen sind oder doch lieber weiterhin brav unsere Pillen nehmen, erfahrt im nachfolgenden Test zu Far Cry 3.



Wahnsinn ist das Stichwort für das Szenario, das Ubisoft für Far Cry 3 vorgesehen hat. Hauptfigur Jason Brody wollte zusammen mit seinen Geschwistern und Freunden einfach nur einen wahnsinnig geilen Urlaub machen. Saufen, Sport und Sex. Mehr hatte die Gruppe nicht im Sinn, als sie sich zu ihrem Trip zu den südostasiastischen Inseln auf machte. Doch ehe sie sich versehen landeten sie sprichwörtlich in den Fängen einer Bande von Piraten, die von dem blutrünstigen und absolut wahnsinnigen Soziopaten Vaas Montenegro angeführt wird. So durchgeknallt und labil dieser Typ auch sein mag, er hat die Gegend um Rook Island samt Bevölkerung unter seiner Kontrolle und eine florierende Wirtschaft aufgebaut, deren Eckpfeiler Drogen- und Waffengeschäfte sowie der Menschenhandel sind. Jason Brody und seine Freunde sind sozusagen ganz frische Ware.
Der Einstieg in die Kampagne beginnt mit einer dramatischen Flucht, auf der einer von Jasons Brüdern über den Haufen geschossen wird. Doch Zeit zum Trauern gibt es in diesem Moment nicht, denn Vaas verspricht jetzt seinen Gefolgsleuten eine unterhaltsame Treibjagd und spornt den Spieler mit einem höhnischen "Lauf Forrest, Lauf" an. Spoiler! Ihr kommt, gerade so, mit dem Leben davon, und in einem Eingeborenendorf wieder zu euch. Nun gilt es die Freunde zu retten, was gleichzeitig bedeuteten dem Eingeborenenstamm, den Rakyat, dabei zu helfen, Vaas und Piratenbande sowie dessen Hintermänner loszuwerden. Dabei ist Jason Brody doch nur ein verhätschelter junger Mann reicher Eltern, was versteht der schon vom Überleben im Dschungel, geschweige denn vom Töten? Richtig, zu Anfang eher wenig. Far Cry 3 erzählt in der Kampagne eine Geschichte eines jungen Mannes der angesichts des Wahnsinns über sich hinauswachsen muss. Ein simples Konzept, aber es wurde von Ubisoft verdammt gut umgesetzt, die Inszenierung dieses Werdegangs vom Opfer zum rachsüchtigen Täter wird nicht nur durch packende Zwischensequenzen und ausgefeilte Charaktere gewährleistet, sondern auch durch eine Prise Rollenspielmechaniken im Gameplay unterstützt.
Im Test: Far Cry 3

Bevor wir eine ernsthafte Bedrohung für unsere Feine darstellen, gilt es erst einmal die Ausrüstung und Ausgangslage zu verbessern. Dazu müssen hauptsächlich die Tiere des Dschungels gejagt, Piraten von Außenposten verjagt und Funktürme erklommen werden. Getötete Tiere befreien wir von ihren Häuten und Pelzen, um uns daraus allerlei Gurte und Aufbewahrungsmöglichkeiten herzustellen. Denn Anfangs können wir nur eine Waffe und kaum Munition bei uns tragen, auch in unseren Beuterucksack passt eher wenig rein. Die Animation des Häuten ist kürzer als in Red Dead Redemption, allerdings lässt sie keinesfalls erkennen, dass es sich ums Häuten handelt (was wiederrum eigentlich auch wieder gut ist). Tierliebhaber werden jedoch mit der gesamten Jagdmechanik, egal wie Ubisoft sie darstellt, ein Problem haben. Alle Waffengurte, Portmonees und Munitionsbehälter gibt es in mehreren Wertigkeiten, für die mit jeder neuerreichten Stufe andere, seltenere Häute nötig sind. Das System ist erfreulicherweise relativ kurz gehalten, sodass man früh im Spiel das nötigste hat und das System danach ignorieren kann. Für die höchste Ausbaustufe (Stufe 4) muss man immer ein besonders seltenes oder wildes Exemplar aufspüren. Der Spieler darf jederzeit drauflosjagen, aber es gibt auch nach Eroberung eines Piratenaußenpostens spezielle Jagdmissionen, in denen euch Gebiet, Tier und Waffe (Bogen, Schrotflinte oder Scharfschützengewehr) vorgeschrieben werden.
Ebenfalls gibt es in eroberten Außenposten Mordaufträge für den Spieler. Ziel ist immer ein Pirat, der durch besondere Grausamkeit oder sonstigen Unfug gegen die Inselbewohner aufgefallen ist. Und diese Typen müssen immer durch das Messer sterben. Meist sind noch ein paar normale Piraten in seiner Nähe, die sich umgehen oder unbemerkt vom Rest ausschalten lassen oder ihr ballert sie einfach über den Haufen und versucht dann, irgendwie in Messerreichweite zu kommen. Davon ab gibt es noch weitere Nebenmissionen von den Insulanern. Mal sollt ihr eine Tochter finden, einem lästigen Witwer auf Wunsch der Mutter vom Grab ihrer Tochter verscheuchen oder uralte Tafeln finden. Ubisoft hat eine angenehme Vielfalt an kurzen Nebenmissionen erdacht. Dazu kommen noch Minispiele wie Auto- und Jetski-Rennen, Messerwerfen oder Pokern.
Im Test: Far Cry 3

Im Vorgänger waren die häufig respawnenden Feinde eine Plage und minderten so den Spielspaß. Ubisoft hat sich dieser Kritik angenommen. Habt ihr einmal einen Piratenaußenposten erobert, das heißt alle Anwesenden gekillt, nehmen Rakyat-Krieger die Region in Besitz und man in dem Einzugsbereich des Außenposten seine Ruhe - für immer. Je nachdem wie der Spieler sich beim Erobern anstellt gibt es Bonus-XP. Die Stealthmechanik ist dabei so großzügig, dass man sich in einem Gebüsch ganz nah am Feind aufhalten kann. Einmal das Digikreuz nach rechts bewegt und ihr könnt zu jeder Zeit einen Kieselstein aufnehmen und in Richtung Feind zur Ablenkung werfen. Far Cry 3 ist ein Ubisoft-Spiel genau wie Assassin's Creed. Und das merkt man auch. Die ganz offensichtliche Parallele zwischen dem Erklimmen der Funktürme und der Synchronisation auf den Kirchtürmen von Assassin's Creed. Überall auf der Insel stehen die alten, halb zerfallen und verrosteten Türme, an deren Spitze ein Störsender eure Karte verhüllt. Habt ihr das GPS-Signal wiederhergestellt, winken euch neue Gratiswaffen, Erfahrungspunkte und auf der Karte werden alle Missionen im Bereich sichtbar. In der Nähe eines Funkturms steht auch immer ein herrenloses Fahrzeug inklusive Liefermission herum. "Fahrzeug, warum stehst du hier einfach rum? - Egal, fahr mich doch einfach in 40 Sekunden zum Ziel." Als Belohnung winken Geld und XP.
Das Geld ist übrigens fast genauso wertlos wie in Assassin's Creed. Man bekommt sehr schnell sehr viel Geld. Und mit jeder erledigten Missionen oder freigeschaltetem Funkturm gibt es in den Safe-Houses und Waffenläden der Rakyat wieder eine neue Waffe gratis. Euer Geld gebt ihr meist nur für neue Munition, Schutzwesten oder Karten aus, die alle Sammelobjekte (Relikte, Briefe aus dem Zweiten Weltkrieg etc.) auf eurer Minimap anzeigen. Das Geld wird niemals knapp. Plündert ihr gefallen Gegner gibt es Krimskrams zum Verkaufen, Munition und eben auch direkt ein paar Dollar. Auch in Kisten finden sich immer wieder Moneten; Tierhäute und Pflanzen lassen sich ebenfalls zu Geld machen. Apropos Pflanzen. Gute Nachricht, es gibt keine Krankheiten die ihr heilen müsst. Die Pflanzen verarbeitet ihr nur zu Spritzen (12 Stück maximal), welche die Lebensenergie wiederherstellen (gibt auch Medikits), beim Jagen helfen oder euch länger Tauchen lassen. Schusswunden, Glassplitter und ähnliche Verletzungen sind sichtbar, aber Teil des ganz normalen Schadens. Mit einem langen Druck auf Dreieck/Y könnt ihr euch immer heilen. Ebenfalls Geschichte sind kaputte Waffen, Ladehemmungen wie in Far Cry 2 gibt es nicht.
Im Test: Far Cry 3

Übernommen und verbessert wurde das System der Elemente. Feuer und Wasser könnt ihr geschickt zu eurem Vorteil nutzen. Mit einem geschickt gelegten Feuer können Feinde abgelenkt und oftmals auch in ihr Verderben gelockt werden. Hinter Wasserfällen ist man vor Blicken geschützt und so manche Wache verschwand urplötzlich vom Steg (Es gibt ein extra Takedown-Manöver dafür). Auch die Tierwelt wird in der Welt von Far Cry 3 simuliert, schon oft rettete mir ein Leopard oder ein Rudel tollwütiger Hunde die Haut, weil sie eine Patrouille überfielen oder bei der Jagd nach anderen Wildtieren in die Nähe eines Piratenaußenposten kamen. Genauso oft haben mir die Raubtiere aber auch einen Angriff versaut.
Dass Far Cry 3 eine Prise Rollenspiel verpasst bekommen hat, erwähnte ich bereits in einem vorigen Absatz. Mit jeder überlebten Stunde, gelösten Aufgabe und erledigtem Gegner gewinnt Jason Brody Erfahrungspunkte. Bei jedem Stufenfortschritt gibt es einen Fähigkeitspunkt, der in ein Talent aus einem der drei Fertigkeitsbäume (Heilung, Überleben und Beweglichkeit) investiert werden kann. Das ist alles jedoch nur rudimentär. Während der mentalen Entwicklung Brodys zum Krieger habt ihr die Chance alle Talente freizuschalten. Ein Skillung müsst ihr nicht ausarbeiten. Eine nette Sache ist aber die Visualisierung des eigenen Talentfortschritts in Form von neuen Tattoos auf Brodys Arm. Das Alles ist nichts großartig Neues, jedoch verfehlt dieses System auch in Far Cry 3 nicht seine motivierende Funktion.
Im Test: Far Cry 3Um sich auf der Insel fortzubewegen gibt es, neben euren virtuellen Füßen, jede Menge Jeeps, Buggys, Quads, Boote, Jet Skis und Hängegleiter. Alles ist angenehm leicht steuerbar und lässt euch schnell lange Strecken zurücklegen. Für größere Distanzen gibt es auch noch zahlreiche Schnellreisepunkte (zum Beispiel in eroberten Außenposten). Im Grunde ist auch die Steuerung tadellos, nur manchmal müsst ihr euch immer wieder umpositionieren, um mit einem Tier, NPC oder Objekt zu interagieren. Das Zielen und Schießen geht mit dem Controller problemlos von der Hand. Die künstliche Intelligenz der Feinde ist glatter Durchschnitt mit kuriosen Ausrutschern ins Seltendämliche. Das Verhalten der unterschiedlichen Gegnertypen hat man bald im Blut und ist ihnen immer einen, nein, eher zwei Schritte voraus. Aber hey es sind auch nur drogensüchtige, alkoholisierte Piraten mit einer Vorliebe für Tripper… Unterschätzen sollte man sie aufgrund ihrer Zahl, und zumindest den Sniper und stark gepanzerten Wächter, keinesfalls. Auch die Irren mit der Machete und dem Molotowcocktail stellen eine Gefahr dar. Das Auskundschaften eines Lager mit eurer Kamera markiert und trackt alle Feinde.
Im Singleplayer kann man gut und gerne 20 - 25 Stunden (Hauptstory + die nötigsten) Nebenmissionen zum Verbessern der Ausrüstung) verbringen, es werden sogar noch mehr, falls man sämtliche Sammelaufgaben bewältigen will. Auf der Karte und im Statistikbereich des inGame-Handbuchs kann man sehr gut seinen Fortschritt verfolgen und sich alle noch offenen Fundorte anzeigen lassen. Aber damit ist Far Cry 3 noch lange nicht zu Ende. Danach warten noch eine Koop-Kampagne für bis zu vier Spieler (zwei Spieler Lokal im Splitscreen) mit einer eigenständigen Story. Tisha, Leonard, Mikhail und Callum sind die vier Pechvögel, die man im Koop-Modus steuert. Sie wurden von ihrem Kapitän als Sklaven an die Piratenbande verkauft. Nun wollen Sie Rache und das Geld, das ihr Kapitän abgesahnt hat. Insgesamt sechs Kapitel umfasst diese Kampagne. Jedes Kapitel ist in mehrere kleine Abschnitte unterteilt, in denen sich Shooter-typische Missionsziele (Angreifen, Stellung halten etc) mit kleinen kompetitiven Einlagen abwechseln. Im ersten Kapitel gilt es zum Beispiel Bombenpakete per Quad einzusammeln und an einem Punkt auf der Karte abzuliefern, für jede Aktion gibt es dabei Punkte. Und der klassische Multiplayer-Modus darf natürlich auch nicht fehlen. Bis zu 18 Spieler können gegeneinander antreten - ohne Fahrzeuge (Außer in Custom-Karten). Von den vier Spielmodi, alle samt teambasierend, überrascht besonders positiv der "Feuersturm"-Modus. 2 Teams, 2 Basen, 1 Ziel - das Funkgerät. Es gilt das gegnerische Lager in Brand zu stecken und anschließend dann das einzige Funkgerät zu sichern. Allerdings breitet sich das Feuer nach und nach über die gesamte Karte aus, sodass der spielbare Bereich im kleiner wird und die Gefechte dadurch wortwörtlich immer hitziger werden. Zehn Maps hat Ubisoft gleich mit reingepackt, aber dazu gibt es noch einen eigenen Karteneditor, mit dem die Community selbst für Nachschub sorgen kann. Dabei könnt ihr eine Map aus dem Nichts erschaffen oder eine Grundlage per Zufallsgenerator schaffen. Der Editor lässt sich leicht bedienen, wie so oft werden die Ergebnisse aber erst nach etwas Einarbeitungszeit besser (spielbarer). Natürlich gibt es für eure Multiplayer-Figur ein eigenes Levelsystem. Auch die Waffen werden durch Benutzung aufgelevelt, wodurch neue Aufsätze freigeschaltet werden. Es gibt auch ein Perksystem, die Kampfschreie. Kampfschreie bewirken die unterschiedlichsten Effekte, diese haben jedoch einen Cooldown-Timer. Es gibt auf Konsole ein nur ein Lobbysystem und keinen Serverbrowser. Matches werden von Spielerkonsolen selbst gehostet. Die arrangierten Testmatches liefen lagfrei.
Im Test: Far Cry 3Es war von vornerein klar, dass Far Cry 3, angesichts des Alters der Konsolen, am besten auf einem potenten PC aussieht. Sichtweite, Detailfülle, Auflösung der Texturen, Licht-, Schatten, und Partikeleffekte - Alles Kriterien in denen die PC-Version den Konsolen weit überlegen ist. Dennoch sieht Far Cry 3 auch auf Xbox 360 und PS3 gut aus. Auch wenn die Sichtweite begrenzt und einige Boden/Dschungeltexturen einen Tick schärfer sein könnten, der Konsolendschungel büßt nur wenig in puncto Atmosphäre und Optik dadurch ein. Beide, Xbox 360 und PS3, leiden unter Kantenflimmern und Tearing, welches besonders auffällig in der oberen Hälfte des Bildschirms zu sehen ist. Ruckler und Framerateeinbrüche konnten wir jedoch in der PS3-Version ab und an spüren, auf der Xbox 360 hatten sie Seltenheitswert. Die Xbox 360 profitierte etwas von der Installation des Spiels auf der Festplatte. Im Großteil der Zeit spielte sich Far Cry 3 recht flüssig, aber erwartet bloß keine Call-of-Duty-60FPS, Far Cry 3 tummelt sich eher bei der Hälfte. Die hübschere Optik auf Konsole, wurde sich unter anderem dadurch erkauft, dass, im Gegensatz zum Vorgänger Far Cry 2, die Vegetation nicht mehr auf Kollisionen mit der Spielfigur reagiert. Auch ist die Umgebung nur minimal zerstörbar.
Für sich genommen ist die deutsche Sprachausgabe top. Ubisoft engagierte zahlreiche bekannte deutsche Synchronsprecher, darunter sind Simon Jäger (Matt Damon und Heath Ledger) Oliver Rohrbeck (Die ???), Udo Schenk (Ray Liotta) und Torsten Michaelis (Sean Bean) sowie Gerrit Schmidt-Foß (Leonardo DiCaprio), welche auch gut die vorgesehenen Emotionen rüberbringen. Leider macht die absolut verhunzte Lippensynchronität diese Arbeit oft wieder zunichte. Schlimm ist es besonders in den ersten Zwischensequenzen. Wer mit deutschen Synchros spielt, ist es ja gewohnt, dass die Computerfigur vielleicht gerade mit dem Mund einen O-Laut formt, in der lokalisierten Fassung den Mund aber eher etwas geschlossen hat. Bei Far Cry 3 ist es jedoch schlimmer. Mal läuft die deutsche Sprachausgabe noch weiter, während sich die Lippen des NPCs gar nicht mehr bewegen oder es ist umgekehrt. Die englische Synchronisation und Lippensynchronität ist da weitaus besser. Die Kollegen von der Gamestar/Gamepro haben ein passendes Vergleichsvideo der beiden Sprachausgaben gemacht. Die deutschen Texte sind hingegen tadellos, bis auf das unglückliche "Gesucht Tot" der "Kill einen bestimmten Piraten mit dem Messer"-Missionen vielleicht. Generell hat man sich wirklich sehr viel Mühe für all die WK2-Briefe und Handbuchbeschreibungen der Waffen, Orte, Personen und Tiere gegeben. Es sind keine trockenen, emotionslos verfassten Beschreibungen, sondern immer kleine, humorvolle Anekdoten. Nichts zu bemängeln gibt es beim Sound und der Musikuntermalung. Die Waffensounds haben alle den nötigen Biss. Wenn Minen, Benzinfässer oder C4 hochgehen wummst es ordentlich aus der Anlage. Auch die Surround-Abmischung stimmt, Schüsse, Fahrzeuge, NPC oder Tiere lassen sich sehr gut orten. All das erzeugt eine herrlich dichte Atmosphäre im Dschungel. Ob nun Eigenkompositionen oder bekannte Musikstücke alles setzt zum richtigen Zeitpunkt ein und steigert die Dramatik.
Im Test: Far Cry 3Far Cry 3 rockt! Die Singleplayer-Kampagne begeistert durch wahnsinnig packende Storymissionen, in denen sich heiße Gefechte immer wieder mit kleinen Stealtheinlagen abwechseln, welche dann in aufwendig inszenierte Zwischensequenzen münden. Ich kann nur sagen freut euch auf denkwürdige Momente und überraschende Wendungen. Die Mühen für die Ausarbeitung der Charaktere haben sich gelohnt, schon lange habe ich meine Verbündeten nicht mehr so gemocht und meinen Gegenspieler so gehasst. Ubisoft hat mit dem Writing genau den richtigen Nerv bei mir getroffen. Die Nebenmissionen sind da eher ein zweischneidiges Schwert, manche werden ansprechend präsentiert, andere wiederum sind so offensichtlich nur künstliche Spielzeitverlängerer (z.B. die "Gesucht Tot"- und "Übergabe"-Missionen). Die Jagdmechanik ist okay, vor allem weil man sie recht früh vernachlässigen darf. Insbesondere Tierliebhaber verstehen unter Spielspaß jedoch etwas anderes. Das nächste Highlight ist aber die Koop-Kampagne mit eigener Rahmenhandlung, die für weitere Stunden Spielspaß bereithält. Einen Multiplayer-Modus inklusive Karteneditor gibt's dann auch noch. Far Cry 3 bietet verdammt viel fürs Geld. Die PC-Version von Far Cry 3 mit englischer Synchronisation ist für mich definitiv der Shooter des Jahres. Ich würde das gern auch für die Konsolenfassungen sagen, aber… diese unnötigen Technikpatzer! Ich habe sie beim Spielen gern in Kauf genommen, weil das reine Gameplay- und Story sehr viel wieder wettmachen. Aber sie lassen sich nicht von der Hand weisen. Und das wurmt mich, weil auch auf Konsole und auf Deutsch ist es im Grunde der hochkarätige Shooter den man erwartet.

Kommentare

Ashesfall
  

hier die patchnotes:
http://far-cry.ubi.com/fc-portal/de-DE/downloads/index.
aspx
ein abschnitt: Verbesserte Leistung und Stabilität des Spiels.

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Ashesfall
  

sehr guter test @areagames komme grad von 4players und wünschte mir diese seite würde von der games landschaft verschwinden.
macht weiter so schade das ihr nicht soviele klickt wie 4players habt - ihr hättet es mehr als verdient
ps: ich freu mich auf morgen hab eine 7970 ghz bin mal gespannt wie mein rechner das spiel stemmen wird aber ich bin da sehr zuversichtlich :) - bitte nicht vergessen das es ein day1 patch gibt

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Tsume
  

@tc@mper:Jo hast recht, hab inzwischen einige Berichte dazu gelesen. Liegt aber nicht direkt an der Grafik sondern an mieser Programmierung, denn Crysis 1 war da in vielerlei Hinsicht anspruchsvoller (Physik, Vegetation). Man kann nur hoffen dass hier noch nachgepatcht wird. Ansonsten wirds bei mir auf eine 2te Graka fürn SLI-Betrieb hinauslaufen. Da bin ich flexibel. ^^

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tc@mper
  

Die GTX 660 packt da gar nichts locker wenn nicht mal eine 7970 60 Frames stemmt (unter 1080p). Ist schon ein Hardwarefresser. Ohne Mehrfach-GPU keine 60 Frames machbar.

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Tsume
  

@Mastodon:Wieso sind die PC-Anforderungen der Horror? Ich finde das ist gutes Mid-End, High-End ist da noch ganz was anderes. Ich denke mein AMD FX-8150 + eine übertaktete GTX 660 Ti packen das locker. Kanns kaum erwarten! =)

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Manny Calavera
  

Mal so nebenbei ne Frage... Wo ist der Hitman Test? :-)

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Dr4g0nfir3
  

Areagames zeigt Liebe für den PC? Ich bin begeistert! :D

"Heimat der Heimkonsolen und der Glorious PC Gaming Master Race" :D

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Falloutboy
  

Achja vielleicht lohnt sich die Insane Edition ja doch^^ Das einzige was mich an dem Test stört ist das:
"Singleplayer kann man gut und gerne 20 - 25 Stunden (Hauptstory + die nötigsten) Nebenmissionen zum Verbessern der Ausrüstung) verbringen" Hoffentlich sind da noch viele unnötige Nebenmissionen sonst sind 20-25 Stunden ziemlich lahm für ein Open World. Auch das mit dem Verschleiß an Waffen hat mich beim 2ten Teil nicht gestört das bringt ein Stück Rpg ins Spiel ohne kommt irgendwie dieses CoD 0815 Shooter gefühl auf. Aber jetzt kann man ja Jagen^^

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Seeth
  

Ich rede nicht von der pc fassung.habe mir die xbox version bestellt. Und amazon.uk brauchste nich gucken,viel zu teuer.thehut.com,da gibts die guten sachen :-)

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Mastodon
  

WTF o.O die pc anforderungen sind ja der horror!!

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