F.E.A.R. 2: Project Origin

Plattform: keine Angabe
Release: keine Angabe

User-Wertung:

F.E.A.R. 2: Project Origin

Kann man einer Fortsetzung vorwerfen, zu wenig Verbesserungen und Innovationen einzuführen, wenn alle anderen Elemente sinnvoll verbessert werden? Kann man F.E.A.R. 2 vorwerfen, sich zu sehr von der düsteren Bürohaus-Atmosphäre zu entfernen? Wir behaupten „Nein!“ und beschreiben in unserem Test die Gründe.


Viele ineinander verschachtelte Büroräume, statische Geräusche aus dem Funkgerät, bahnbrechende KI, die (damals in Egoshootern noch relativ unverbrauchte) Zeitlupenfunktion, schöne Grafik und ein kleines Mädchen im roten Kleid. All das sind die Zutaten für einen Horror-Shooter, der im Jahr 2005 als Bester seiner Zunft galt: F.E.A.R. von Monolith. Nachdem F.E.A.R. auf dem PC sehr schnell eine große Fangemeinde erlangte, wurden 2007 auch Xbox 360 und PS3 Besitzer mit einer Umsetzung bedacht, die schlichtweg etwas zu spät kam. Denn die Schwächen in der Levelstruktur fielen auf den Konsolen im Jahr 2007 stärker auf, als zwei Jahre zuvor. PS3-Besitzer werden ohnehin nur wenig positive Erinnerung an Almas ersten Auftritt haben, ruckelte F.E.A.R auf Sony`s Blackbox doch in extremer Weise.

Immer wieder ein Hingucker: Atombomben


Project Origin setzt nicht ganz da an, wo der Vorgänger aufgehört hat, sondern knapp eine halbe Stunde vorher. Der Spieler befindet sich in der Haut des Delta Force Soldaten Michael Becket , der den Auftrag bekommen hat, Genevieve Arisitide zu retten, die Präsidentin von Armacham Technology. Wem dieser Name bekannt vor kommt, der kann sich freuen, da er anscheinend noch recht firm im Universum von FEAR ist. Neueinsteiger bekommen allerdings auch das nötigste mit, wobei die Story natürlich ohnehin nicht gerade sonderlich schlüssig ist und die Geschehnisse der PC-Addons "Extraction Point" und "Perseus Mandate" schlichtweg ignoriert werden. So richtig können wohl auch nicht FEAR Experten erklären, warum es nun plötzlich überall nur so von Geisterwesen und Marionetten-Mutanten nur so wimmelt. Gruseliger Mittelpunkt ist natürlich wieder Alma, die nun kein kleines Mädchen mehr ist, sondern eine immer noch recht zornige Frau. Alma sucht euch immer wieder in Visionen heim und versucht, euch als Instrument ihrer Rache zu benutzen. Aber zurück zu Becket, der im Laufe seines Einsatzes verletzt wird und sich auf einem OP-Tisch wiederfindet, während allerlei seltsame Operationen an ihm ausprobiert werden. Nachdem die chirurgischen Eingriffe recht abrupt beendet werden, beginnt eine erste Orientierungsphase für Becket. Nahezu selbstverständlich nimmt er die auf einem Beitisch liegende Brille, die das HUD aktiviert, und die daneben noch selbstverständlicher befindliche Handfeuerwaffe auf und schon kann es mit dem Horror-Amoklauf losgehen. Als ersten Schritt macht die Suche nach den ehemaligen Squadmitgliedern natürlich Sinn.
F.E.A.R. 2: Project Origin

Für kurzsichtige Uhrenmacher: Die Zeitlupe!


Während die meisten Menschen nach einer Operation oftmals schon Probleme haben, auf eigenen Beinen das nächste Klo zu finden, hat Becket sogar eine neue Fähigkeit erlernt. Er kann die Zeit verlangsamen und so in schönster Zeitlupe auf die Gegner ballern. Diese Fähigkeit ist auch nützlich, da die gegnerischen Wachen, Mutanten und Superwesen meist im Rudel angreifen. Und damit ihr die Gegner auch in der dunkelsten Ecke findet, übersteuert die Zeitlupenfunktion auch den Kontrast. Eurer Widersacher strahlen förmlich, wenn auch nicht unbedingt vor Freude, in eurem Visier und Partikel und Blut fliegt wild durch die Gegend. Besonders hübsch anzusehen sind dabei Granaten, die ihre Druckwellen in der Zeitlupe besonders elegant ziehen. Im Gegensatz zu den meisten modernen Shootern lädt sich die Lebensenergie von Becket nicht automatisch wieder auf, sondern muss über das Einsammeln von Medpacks wiederhergestellt werden. Oldschool also. Während das eintönige Leveldesign noch zu den Hauptkritikpunkten von FEAR gehörte, scheint Monoloth hier besonders viel verbessert zu haben. Die Schauplätze sind abwechslungsreich, auch wenn man ungeschickter weise wieder in einem recht langweiligen Krankenhaus beginnen muss, und bieten dabei viele Objekte, die wunderbar auf Einschüsse reagieren. Viele größere Objekte wie Tische und Schränke können als Deckung umgeworfen werden, was zwar schick ist, wenn es die Gegner machen, für den Spieler allerdings recht nutzlos ist, da er dank milden Schwierigkeitsgrad und der Zeitlupenfunktion meist ohnehin stark im Vorteil ist.
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Innovation ist gefährlich

Ganz nach diesem Motto führt FEAR 2 daher nur wenig Neuerungen ein: Im Waffenarsenal werden sich Fans gleich heimisch fühlen, denn neben der klassischen Pistole und den üblichen Maschinengewehren bekommt man auch hier die geliebte Schrotflinte mit dem markanten Nachlade- und Schießgeräusch serviert. Neu im Portfolio der Zerstörung ist eine Art Laser-Kanone, die bei Berührung das arme Opfer entzündet, bis dieses unter klagenden Schmerzensschreien zu Grunde geht. Zumindest in der ungeschnittenen Version, die deutsche Variante blendet diese und viele andere Arten der Gewaltdarstellung konsequent aus, doch dazu mehr im Bonus-Kasten am Ende. Nicht ausgeblendetet wird die Geißel des modernen Spieldesigns, das Quicktime-Event. Denn immer wieder wird Becket von besonders fixen Mutanten angesprungen, die er dann durch schnelles Knöpfchendrücken abwehren kann und muss. Origineller ist da schon die Möglichkeit, kurze Strecken des Spiels in einem Mech zurückzulegen. Endlich kann der Spieler einmal selbst in die Blechhülle steigen und einen bunten Blumenstrauß der Vernichtung auf seine Feinde regnen lassen. In der nahezu unkaputtbaren Hülle stampft man allerdings nur selten durch die Fauna, was Anbetracht der brachialen Gewalt der Blecheimer schon fast Schade ist.
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Horror 1.5


Klar, FEAR hatte es noch einfach, PC-Spieler vor knapp vier Jahren in Angst und Schrecken zu versetzen. Die waren ja nichts gewohnt. Auch FEAR 2 gibt sich redlich Mühe: Ständig hört man Schritte über sich, ein Hecheln hier, eine herab krachende Deckenplatte da und natürlich das obligatorische "halbtoter Mann wird durch eine Öffnung ruckartig aus dem Sichtfeld gezogen, nur um dem Spieler mit Todesschreien darauf hinzuweisen, dass er mit einer Rückkehr nicht so schnell zu rechnen braucht." Nur leider wird der Horror allzu schnell berechenbar, und nur in wenigen Momenten schafft es FEAR 2 wirklich noch, den Spieler kurz zu erschrecken. Dafür sind viele Schauplätze von sich heraus recht gruselig, und die meisten bereits Verstorbenen, die euren Weg säumen, liegen meist derart demoliert in der Gegend rum, das der zuständige Pathologe sich wohl auf ein Puzzleabend freuen kann.
Der Multiplayer bietet solide Standardkost, also sechs Multiplayer-Modi und sechs Maps. Allerdings sollte man nicht davon ausgehen, hier allzu viel Zeit zu verbringen: F.E.A.R. 2 ist genau wie der Vorgänger vor allem ein Singleplayer-Spiel, dass ein Multiplayer-Feigenblatt spendiert bekommen hat.
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Die Unterschiede der deutschen CUT-Version

Machen wir es kurz: Die ungeschnittene Version von FEAR 2 ist ein wahres Splatterfest. Es fließen literweise Blut aus jedem Gegner, je nach Waffe zerplatzen Gegner und brutzeln schreiend vor sich hin. All dies ist in der deutschen Version nicht mehr zu finden. Leidet darunter der Spielspaß? Nicht zwangsläufig, allerdings verliert das Spiel etwas an seiner Faszination. Denn ähnlich wie in Condemned besitzt die übertriebene Gewaltdarstellung natürlich durchaus ein hohen Unterhaltungsfaktor.
Wer sich einen Überblick über die Schnitte der deutschen Fassung machen möchte, findet bei den Kollegen von Schnittberichten.com eine ausführliche Analyse.

Solide Popcorn-Unterhaltung, die einfach Spaß macht

F.E.A.R. 2 im Vergleich


Dead Space

Dead Space ist der momentaner Genre-König, wenn es um Angst in Spielen geht. Kein Spiel baut eine beklemmendere Atmosphäre auf und benutzt derart geschickt Soundeffekte, um den Spieler eine Gänsehaut zu verschaffen.

F.E.A.R. 2: Project Origin

Stranglehold

Wer sich an Zeitlupen-Ballerein nicht satt sehen kann, sollte noch einmal einen Blick auf John Woo`s Stranglehold werfen. Auch wenn das Spiel nicht die Finesse von Max Payne erreicht, so bewegt sich doch auch hier der Spieler die meiste Zeit in Slow-Motion und liefert sich auf diese Art atemberaubende Schießereien.

F.E.A.R. 2: Project Origin

F.E.A.R.

Das vier Jahre alte Erstlingswerk wirkt heutzutage leider sowohl auf dem PC als auch auf den aktuellen Konsolen etwas verstaubt. Nicht nur die grauen Büro-Level langweilen, auch der Schwierigkeitsgrad kann zuweilen auch heute noch frustrieren.
F.E.A.R. 2: Project Origin

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Kommentare

Zed01
  

Beim Layout/Inhalt der Tests habt ihr euch um 250% gesteigert. Endlich gibt es alle Versionen auf einer Seite. Dann noch Infos zur Cut-Version und Vergleiche zu ?hnlichen Games. Und die R?ckkehr des bew?hrten Pro-/Contra-Kastens. Mein Kompliment f?r solch sinnvolle Verbesserungen.

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chiefrebelangel
  

wenn man dead space mit leisem sound spielt mag das stimmen, aber ich fand fear2 langweilig was gruseln angeht im gegensatz zu dead space. alma hat mich eigentlich nur 2mal erschreckt und sonst wars...ach da is se ja mal wieder und will mich w?rgen->B h?mmern wegen QTE -> und mal wieder is se weg und weiter schie?en...

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Zerfikka
  

Warum kommt der Test so sp?t, habs schon vorletztes Wochenende durchgezockt aber ich bin ja auch dem Karneval ferngeblieben^^. Geiler Titel, hat auf schwer ohne Ende Bock gemacht und empfand ich um L?ngen besser als Teil 1. Die Areale waren abwechslungsreich, die Effekt schick, der Gore super und die Spielzeit mit etwa 10 Stunden ausreichend. Empfand die Mechk?mpfe zwar auch als nett aber mehr h?tte ich davon nicht haben wollen. War so genau richtig eingesetzt.

@Salasar

Gut gebr?llt und nun M?nner, holt die St?cke aus dem Arsch, wir machen ein Lagerfeuer :D

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frontle
  

8 sind eine gute Wertung f?r mich. Vlt hat man von Fear 2 mehr erwartet ist aber ein guter Shooter! Macht spa?(auch wenn etwas viel Splatter dabei ist) und ich fand es schon spannend und etwas Gruselig(Schule)!

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KEKSi360
  

also ich finde fear2 auch harmloser als teil 1. w?rde es in etwa gleichsetzen mit dead space.
alles in allem ist das game nur das geld wert, wenn man es gerade ?brig hat.
ansonsten w?rd ich es einfach ?bergehen.

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Slipknot666
  

Ich fand den ersten Teil von F.E.A.R. auf keinen Fall gruselig, im Gegenteil hab mich damals sogar bei Doom 3 mehr erschrocken! ^^

Aber F.E.A.R. 2 ist teilweise verdammt gruselig, zumindest f?r mich. ^^

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Cyru$
  

Muss euch ein gro?es lob f?r den cut/uncut kasten ausprechen!!!! hoffe so etwas findet man jetzt immer bei euren tests!!!also bei den spielen, wo es drauf ankommt^^ h?tte mir so etwas auch schon bei Saints Row 2; Left for dead; fallout 3 usw. gew?nscht!!!

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DonniDonner
  

Also ich muss sagen, dass ich schon in der Fear2 Demo mehr "schiss" hatte als bei Dead Space im ganzen Spiel zusammen^^ Damit m?chte ich jetz nicht behaupten, das Fear2 der Oberhammer in sachen Horror is, sondern eher, das ich Dead Space f?r absolut ungruselig halte !

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Alexander Voigt
  

Wann immer sich das anbietet, wird es die Regel. Nicht zu jedem DS Spiel gibts einen Schnittbericht, aber die Vergleichsbox wirds wohl fast immer geben.

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dr.gun
  

Super, der "Schnittbericht" und die Vergleiche. Hoffentlich wird das Standard oder zumindest die Regel, gef?llt mir sehr gut!

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