F.E.A.R. 3

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 15. Mai 2011

User-Wertung:

F.E.A.R. 3

Im Jahre 2005 vereinten die Schöpfer der brillanten „No One Lives Forever“-Spiele, nicht nur auf zeitgemäße, sondern wegweisende Art und Weise den Geisterspuk japanischer Horrorfilme, mit einem gehörigen Splatterfaktor und intensivem Shooter-Gameplay. Die Atmosphäre und referenzgültige KI machten aus dem Ausnahmespiel „F.E.A.R.“ einen kleinen Klassiker, der nur nach einer Fortsetzung schrie. Doch schon „F.E.A.R. 2 – Project Origin“ vermochte nicht mehr die selbe Begeisterung auszulösen. Mit einem neuen Entwickler am Ruder soll „F.E.A.R. 3“ uns dennoch ein weiteres Mal schocken. Geht die Rechnung auf oder ist die Gruselballerei nur noch ein lahmer Kinderschreck?

Passend zum Namen des federführenden Studios, kehrt "F.E.A.R. 3" storytechnisch zu den Anfänger der Reihe zurück. Day 1 lassen euch nämlich noch einmal in die Haut des Point Man schlüpfen. Mit der übermenschlich befähigten Killermaschine hat man sich schon im ersten Teil durch ganze Armeen des urbösen Armacham-Konzerns geschlachtet. Und der Mann ist nicht softer geworden: Vollbart, lange Haare und keine Zeit für Worte. Fehlt nur noch die Harley. Diesmal macht er sich auf den Weg zurück nach Fairport, wo er das Horrormädel Alba davon abhalten will ein weiteres Kind auf die Welt zu bringen. Mit auf der Tour: Der eigentlich kopfdurchschossene Fettel, der für einen Geist ziemlich viel Unheil anrichten kann und erstaunlich empfindlich auf Kugeln reagiert. Fans der "F.E.A.R."-Reihe werden den Plot womöglich mit seichtem Interesse verfolgen. Nichtkenner dürfen sich an munterem Selbsterraten versuchen, bekommen dann, wie in meinem Fall aber immerhin Appetit auf die Vorgänger. Denn "F.E.A.R. 3" vermittelt auf jeden Fall das Gefühl eines stimmigen, mysteriösen Ganzen, über dessen Zusammenhänge man gerne mehr erfahren möchte. Insgesamt erinnerte mich das Flair irgendiwe immer an verhältnismäßig hochwertige Direct-to-DVD-Horror-Actionfilme. Alles schon mal dagewesen, ohne Hollywood-Power, aber insgesamt recht versiert und unterhaltsam gemacht.
F.E.A.R. 3Am besten passt sogar der Vergleich mit der DVD-only-Fortsetzung eines eben solchen Hollywood-Blockbusters. War das original "F.E.A.R." noch ein inszenatorisch und spielerisch beeindruckender Shooter, fehlt in "F.E.A.R. 3" einfach die Weiterentwicklung, um wirklich hervorzustechen. Gleichzeitig werden frühere Standards nicht erreicht. Teil 3 schafft es zwar konstant seine eigenständige Atmosphäre aufrechtzuerhalten, aber nie die Gruselintensität des Erstlings oder gar gewisser dead spaciger 10/10-Konkurrenz zu erreichen. Die verschiedenen Bildstörungen, Schreckgeräusche oder vorbeihuschenden Schatten nutzen sich irgendwann einfach ab, weil ja doch nichts kommt, außer die nächste Gegnerhorde ein paar Türen weiter. Im Prinzip spielt sich "F.E.A.R. 3" dadurch auch wieder mehr wie ein Militärshooter. Dafür aber ein recht guter. Mit einem zwar überraschungsarmen, doch sehr gut balanciertem und effektiven Waffenarsenal, mäht ihr in austauschbaren Schlauchleveln hauptsächlich dutzende von Soldaten nieder, die immer noch zu den Cleversten des Genres gehören. Sie rennen ständig sofort zu Schutzmöglichkeiten, hechten flott von einer Deckung zur nächsten, suchen verbissen die Umgebung ab, rücken aggressiv vor und kesseln euch ein. Nur gelegentlich haben sie kleine Schrauben locker, etwa wenn einer versucht eine Granate auf euch zu werfen, wenn ihr aus drei Meter Entfernung auf ihn zurennt. So liefern euch die Feinde schon auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad heiße Gefechte, bei denen Deckung auch eure oberste Prämisse sein sollte. Da die aber mitunter schnell zerschossen oder vom Feind umwandert werden, seid ihr dauernd in Bewegung. Glücklicherweise ist die Steuerung nahezu perfekt geworden und ermöglicht euch jederzeit elegantes Bewegen durch die Level und präzises Zielen. Wie in den Vorgängern dürft ihr auch diesmal regen Gebrauch von der Bullett-Time machen, die im Kampf gegen die omnipräsente Übermacht ihren unschätzbarem Wert beweist. Die heftige Action ist es denn auch, die über die etwa acht Stunden Spielzeit zu fesseln vermag, wenngleich ihr, abgesehen von gelegentlichen Mech-Ausflügen, keine große Abwechslung geboten bekommt.
F.E.A.R. 3

Kommentare

2happy
  

wegen Grusel habe ich die Serie eigentlich nie gespielt, mehr wegen der extrem guten KI. Entgegen der allgemeinen Meinung fand ich auch den zweiten Teil noch super. Als Shooter, nicht als Horror game :-)
Ich brauche nicht immer Inovation, manchmal reicht auch gute Hausmannskost. Von daher werde ich mir Fear 3 auf alle F?lle holen, wenn ich mit Infamous 2 durch bin!

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I_are_Daxter
  

Die Deutsche Version ist übelst geschnitten.... import Olé!!

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LookMyBullet
  

Wichtige Frage:Deutsche version uncut??

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Creed Diskens
  

@saibot
der erste war damals klasse die beste ki die ich bis dahin kannte. grafisch war es auch richtig geil aufm pc und wie die kugeln geflogen sind und das feeling haben ihres gleichen gesucht. den zweiten fand ich schon scheisse daher werde ich 43 nicht holen.

@Topper
condemned 1 ist im gegensatz zu fear 2 ein meisterwerk.

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Dark-Volcano
  

Das Horrormädel heißt übrigens Alma mit M! ;-) Auch wenn wohl niemand etwas gegen Jessica Alba in einem Videospile einzuwenden hätte :-)

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Atlantas Finest
  

Na dann haben sie ja jetzt Zeit um sich endlich an ein neues No one lifes forever zu setzen....

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Topper Harley
  

Ich mag FEAR wobei mir Condemned immer besser gefallen hat weils nicht so shooterlastig war und der Horror bizarrer gewirkt hat. Aber ich freu mich drauf :) Guter Test...

PS: "blubeschmierte Wände" ;)

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Buschonaut
  

Jau, der erste Teil war aufgrund der damals extrem guten K.I. und der coolen Grafik/Effekte ziemlich weit vorne mit dabei. Seitdem hat sich die Reihe aber leider kaum weiterentwickelt, auch wenn Teil 2 noch ein ganz guter Shooter für zwischendurch war.

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Claudandus
  

Guter wenn auch recht kurzer Test^^
1-3 (FEAR, FEAR Files und FEAR2) hatte ich schon durchgezockt und mich auf den jetzt wie immer gefreut. Sind aber alles spiele für die man mal 10-20 € zahlt, sehr gut gemacht aber jetzt kein wirklicher Meilenstein.

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Saibot
  

Schöner Test Johannes!
Die Reihe ist auch zur absoluten Durchschnittskost verkommen, oder? Ich hab nie einen Teil gespielt, aber war der Erstling nicht richtig gut?

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