Final Fantasy XIII

Plattform: keine Angabe
Release: keine Angabe

User-Wertung:

Final Fantasy XIII

Es werden wohl noch ein paar Monate ins Lande ziehen, bis wir uns auf unsere Couch setzen dürfen und vom „Final Fantasy XIII“-Titelbildschirm begrüßt werden. Obwohl in Japan bereits eine Demo zum Rollenspielhighlight aus dem Hause Square Enix veröffentlicht wurde, müssen wir Europäer uns noch mindestens ein Jahr gedulden. Unsere Preview wird die Sehnsucht zwar nicht lindern, euch dafür aber mit den neusten Informationen zu Final Fantasy XIII versorgen.


Als Grundlage für diese Vorschau nehmen wir die Demo des Rollenspiels, die ja in Japan der Premium Edition der Blu-ray "Final Fantasy VII Advent Children" beilag. Sie bot bereits viele Einblicke in das neue und schnellere Kampfsystem, die verwinkelte Story und einige Hauptcharaktere. Square Enix betont jedoch, dass der Code, auf dem die Demo beruht aus dem Jahre 2008 stamme, die Technik also noch nicht ausgereift sei. Multipliziert also das Gelesene einfach mit dem Faktor "2", dann kommt ihr auf das, was uns die Entwickler im Endeffekt auftischen wollen.

Bespin und Zion


Die Story wird, wie es sich für einen würdigen Vertreter der "Final Fantasy"-Reihe gehört, episch ausfallen. Wir selbst sind natürlich nicht vollkommen im Bilde, denn der Inhalt wird von Square wie ein heiliger Gral gehütet. Nur soviel sei gesagt: Die Welt von Final Fantasy XIII besteht aus zwei Teilen: Cocoon und Pulse. Cocoon, die schwebende Stadt, wurde von einem Kristall geschaffen, (Für Serienveteranen gehört der Umstand, dass ein "KRISTALL" eine Stadt erschafft, zur Normalität) ähnelt also Bespine aus Star Wars. Sie beherbergt Millionen von Menschen und gilt als hochtechnologisiert. Kein Wunder also, dass Maschinen zum Alltagsbild von Cocoon gehören. Den Menschen geht es gut, die "heilige" Regierung wacht über sie und beschützt sie vor Gefahren von Außen. Und die kommt - wie soll es anders sein - von Pulse, dem Gegenteil. Auf uns wirkt Pulse wie eine Art Zion aus Matrix, denn hierhin verschlägt es die Ausgestoßenen und Rebellen, die gegen die "heilige" Regierung Krieg führen. Jeder der in den Kontakt mit Pulse kommt, wird in die unwirtliche Welt zwangsverschleppt und in Gefängnisse verfrachtet. Man merkt, die "heilige" Regierung ist vielleicht doch nicht so "heilig" wie sie tut und die Rebellen lassen sich nicht als "die Bösen" abstempeln.
Final Fantasy XIII

Der Feind in meiner Nähe


Hat man das wirklich fantastisch inszenierte Intro überstanden, ohne gleich auf Replay zu drücken, darf man seinen Charakter durch die detaillierte Umgebung von Final Fantasy XIII scheuchen. Keine Angst, ihr könnt so lange rumrennen, wie ihr wollt, denn Zufallskämpfe wird man, genau wie im Vorgänger, nicht erleben. Angriffslustige Gegner sieht man bereits von Weitem und kann ihnen bequem ausweichen, was natürlich nicht immer zu empfehlen ist, da wir hier immer noch von einem Rollenspiel reden, in dem es darum geht, seine Charaktere zu entwickeln und das funktioniert eben nur dann, wenn man Widersacher in den Boden putzt. Trotzdem ist es schön zu wissen, dass man bei einem Routinegang durch eine Höhle nicht alle zwei Schritte von einer Gruppe "Dämonen der Ultrazerstörung" angegriffen wird. Um sich mit einem Feind zu messen, reicht es, wenn man sich in dessen Nähe begibt. Nähe scheint in Final Fantasy XIII eh das Zauberwort zu sein, denn auch andere Ereignisse werden nur dann ausgelöst, wenn ihr euch in die Nähe eines Objektes begebt. Ein NPC spricht eben mit eurem Charakter, wenn ihr euch neben ihn stellt (wie im wirklichen Leben), Schatztruhen werden geöffnet, wenn man sich vor sie stellt usw.. Damit wollte man bei Square Enix verhindern, dass man durch eine Stadt rennend, ständig auf den Aktionsknopf hämmert, um ja kein Gespräch oder Item zu verpassen.
Final Fantasy XIII

Die Evolution des Kampfsystems


Gegner werden jedoch nicht mit eurer Party "reden", sondern euch durch ein Ausrufezeichen auf dem Kopf höflich darauf aufmerksam machen, dass es jetzt mordsmäßigen Ärger gibt. Seid ihr trotz dieser Ankündigung immer noch darauf erpicht, neben dem Gegner stehen zu bleiben, kommt es, wozu es kommen muss: zur Konfrontation. Das Spiel wechselt dann, OHNE LADEZEITEN, von der normalen Kartenansicht in den Arena-Modus, der einen vergrößerten Ausschnitt des Kartengebietes zeigt. Neben der Story war das Prunkstück eines Final Fantasy-Spiels schon immer das Kampfsystem. Verglichen mit dem ersten Teil, hat das Bekämpfen von virtuellen Monstern eine ziemliche Evolution hinter sich. Hatten wir es zu Beginn noch mit einem statischen Rundensystem zu tun, gab es später das sogenannte Active Time Battle-System, bei dem in Echtzeit Feura, Eisga gezaubert und Nahkampfattacken ausgeführt wurden. Das System in Final Fantasy XIII lässt sich als eine Art Symbiose aus Runden- und Active Time Battle-System betrachten. Beginnt der Kampf, füllt sich eine Zeitleiste, die über dem Charakterbildschirm angebracht und in mehrere Abschnitte unterteilt ist. Jeder Abschnitt repräsentiert einen Aktionspunkt. Aktionspunkte benötigt man, um (wie der Name schon sagt) Aktionen durchzuführen. Wollt ihr einen normalen Angriff ausführen, kostet euch das einen Aktionspunkt, wollt ihr stattdessen einen mächtigen Feura-Zauber durchführen, müsst ihr schon drei gefüllte Zeitabschnitte bezahlen. Genau, Mana gibt es nicht mehr. Man bewegt sich also über das Schlachtfeld und wartet, bis sich die Zeitleiste füllt, um per Menü in Echtzeit Befehle zu geben, die dann ausgeführt werden. Dadurch offenbaren sich natürlich taktische Möglichkeiten. Vollführe ich bei voller Zeitleiste eine Kombo aus normalen Schlägen, oder arbeite ich eher mit einer Hit&Run-Taktik, um den Gegner am Ende per mächtigen Blitzga-Zauber in das Nirvana zu schicken? Da man meist als Party unterwegs ist, kann man seine Angriffe natürlich auch mit seinen Mitstreitern koordinieren, denn jeder Begleiter besitzt ebenfalls eine Zeitleiste. Während man in der Demo nur einen Charakter steuern kann, soll man im fertigen Spiel die Party simultan beherrschen können. Koordinierte Attacken sind das A und O in den Kämpfen von Final Fantasy XIII, denn nur wer sie beherrscht hat eine Chance gegen die mächtigen Gegner.
Final Fantasy XIII

Einfach nur "Bäm"

Technisch betrachtet wirkt Final Fantasy XIII überwältigend. Das Motto "Episch" findet sich in allen Facetten der Darstellung wieder. Die CGI-Szenen sind absolute Referenz, geizen nicht mit Details und sind fantastisch inszeniert. Die Ingame-Qualität kann da natürlich nicht mithalten, ist trotzdem unfassbar hübsch ausgefallen. Die Charaktere bewegen sich flüssig und nachvollziehbar, die Mimik befindet sich aufgrund des aufwendigen Motion Capturing-Prozesses auf Kinoniveau und unterstützt damit den epischen Anspruch der Story. Framerateeinbrüche sucht man selbst bei den imposantesten Zaubern vergeblich und die bisherigen Bossgegner wissen schon jetzt bildschirmfüllend zu überzeugen. Die beiden Welten von Final Fantasy XIII, Cocoon und Pulse, lassen darauf hoffen, dass wir es mit unterschiedlichsten Szenarien zu tun bekommen werden. Sei es die hochtechnologisierten Straßen von Cocoon oder verdreckte Müllanlagen im heftig umkämpften Pulse. Wer Square Enix kennt, weiß, dass dies nur ein kleiner Ausblick auf das ist, was noch kommen wird. Man hat eh das Gefühl, dass sich der Entwickler für dieses Spiel alle Zeit der Welt genommen hat und Titel wie "Infinite Undiscovery" oder "The Last Remnant" "Abfallprodukte" bzw. Gegenfinanzierungsmaßnahmen waren, um das mittlerweile 5 Jahre dauernde Projekt Final Fantasy XIII überhaupt stützen zu können. An sich KANN hier nichts schief gehen. Die Technik stimmt, die Story wird wie immer absurd ausufernd werden, der Umfang die 100-Stunden-Grenze locker knacken und dank einer Veröffentlichung für Xbox 360 (auf wie viel Discs auch immer) und PlayStation 3 wird eine möglichst breite Masse angesprochen. Wenn die Formel Demo x2 wirklich stimmen sollte, dann dürften wir es mit DEM Spiel des Jahres 2009 zu tun haben - in unserem Fall wohl eher 2010 ...
Final Fantasy XIII

Kommentare

Steffen261279
  

Der Einstieg in ein Final Fantasy lohnt sich IMMER!! :)

Es ist und bleibt einfach DAS Rollenspiel schlechthin. Also ich glaube nicht das man die Story oder so nicht verstehen wird wenn man die anderen Teile nicht gespielt hat. Ich hab bei FF7 aufgeh?rt, aber bei XIII fang ich wieder an.

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Dr4g0nfir3
  

Wenn man noch kein Final Fantasy gespielt hat und sich bisher auch nicht daf?r interessiert hat, lohnt sich da der Einstieg ?berhaupt?

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chiefrebelangel
  

btw alex, in LO hat man sich nicht nach jedem kampf regeneriert. das war TLR^^

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jiro
  

Kleiner Fehler am Rande: Bei Lost Odyssey werden die Lebenspunkte nach einem Kampf nicht komplett regeneriert.

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-Smartfox-
  

@Turkishflavor
Man muss auch auf der PS3 Daten komprimieren. Ohne Kompression w?rde nicht nur die Datenmenge erheblich ansteigen sondern auch die Ladezeiten unertr?glich lange werden. Auf manchen BDs werden allerdings die selben Daten mehrfach gespeichert um die Zugriffszeiten zu reduzieren. H?here Aufl?sung und geringere Kompression bei CGI-Sequenzen (1080p bei FFXIII) oder mehrere Sprachen auf der Disc sind auch Gr?nde.

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dr.gun
  

@turkishflavor: Ich vermute mal, dass du damit nur bedingt recht hast.
Egalo. Abwarten und Tee trinken.

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Turkishflavor
  

ich vermute mal, dass ihr recht wenig ahnung von der materie habt^^ PS3-Spiele sind nur deswegen so 'gro?', weil sie UNKOMPRIMIERT auf der BLU-RAY gelagert werden. nur deswegen. ^^ man hat aber die m?glichkeit daten zu komprimieren und dadurch, ohne qualit?tsverlust, erheblich zu verkleinern.

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dr.gun
  

@Zapp: Da hast du recht. Es war aber auch schon ?fter so, dass die 360-Variante die Nase vorn hatte. Bei FF13 gehe ich davon allerdings nicht aus...

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Traumweberin
  

Ich m?sst lachen wenn es auf 2 Blurays kommen w?rde. ^^

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Zapp313
  

@dr.gun
Die Frage stellt sich bei diesem Spiel doch eigentlich gar nicht. Wenn man die Wahl hat, zieht man es sich nat?rlich f?r die PS3. Ich mach das auf jeden Fall so. Dabei gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass die beiden Versionen technisch auf einem Level sein werden und daher praktische Gr?nde den Ausschlag geben, sprich das Disc-Gewechsel auf der xbox360. Viele behaupten zwar immer, dass es sie nicht st?ren w?rde, aber ich meine, wenn man schon die Wahl hat....

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