From Dust

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 15. Dezember 2011

User-Wertung:

From Dust

Vor einer Woche gab Microsoft mit Bastion den Startschuss für den diesjährigen Summer of Arcade auf dem Xbox LIVE Marktplatz. Am heutigen Tag erscheint mit From Dust das zweite Spiel des Events und stellt sogleich nicht nur eines der spielerischen sowie technischen Highlights dar, sondern befördert die geliebten und viel zu seltenen Göttersimulationen auf eine ganz neue Stufe!

In Spielen durften wir schon lange nicht mehr den verlockenden Duft eines göttlichen Lebens schnuppern. Das aktuellste (abgesehen von Pocket God auf iOS-Geräten) ist dabei das mäßige Spore, das 2008 sein Debüt gab und eher in der unteren Liga der Übermächtigen tanzte. Das wesentlich bessere Black and White 2 hingegen erschien bereits 2005 und liegt somit schon geschlagene sechs Jahr zurück. Ihr seht also: Es wurde allerhöchste Eisenbahn, dass wieder mal ein Spiel veröffentlicht wird, in dem ihr bestimmen könnt, wie die virtuelle Welt vor euch auszusehen hat. From Dust führt dabei sogar einige interessante Gameplay Elemente ein, die es so noch nicht gegeben hat. Der Fokus liegt dabei auf diversen Spielereien mit der Natur, wodurch alles nach Belieben umgestaltet werden kann. Doch zuerst Mal eine kleine Einführung in den Story-Hintergrund:
Ihr müsst eurem, aus Ureinwohnern bestehenden, Volk dabei helfen, das Wissen ihrer Ahnen zurückzuerlangen und ihnen sicher und schützend auf ihrer Reise zur Seite stehen. Um die göttlichen Mächte zu erwecken, beschwören die kleinen Kerlchen in einer atmosphärisch untermalten Zeremonie den Odem, dessen Kontrolle ab sofort von euch übernommen wird. Dieser zeigt sich jedes Mal wenn Wasser aufgesaugt, Sand aufgenommen oder irgendeine andere Macht verwendet wird in Form eines riesigen, in der Luft schwebenden Balls. Mithilfe eines Cursors nutzt ihr schließlich die unterschiedlichen Fähigkeiten des Gebildes. Die Kampagne geleitet euch dabei durch insgesamt 13 verschiedene Karten, die alle unterschiedliche Aufgaben zu bieten haben und sich im Schwierigkeitsgrad und Umfang stetig steigern.
Ziel eines jeden Gebiets ist es, an allen Totems ein Dorf zu errichten. Dadurch erhaltet ihr ferner auf das Level zugeschnittene Fähigkeiten, womit die den Umständen entsprechenden Rätsel bewältigt werden müssen. Dem Spieler werden für die Lösung der Aufgaben meist mehrere Wege freigehalten. So kann statt der kompletten Umformung eines Flusses, auch einfach das Wasser , das den Maskentragenden Figuren den Weg versperrt, schlicht abgesaugt werden. Oder ihr erschafft mit glühender Lava einen steinernen Weg, obwohl ihr auch per Wasser-Gefrierung schick anzusehende Moses-Situationen hättet bewirken können, also einen Weg durch ein Flussbett hättet bahnen können, indem ihr das gefrorene Nass herauspumpt. Allerdings solltet ihr mit eurer Macht weise umgehen, denn jedes Element birgt seine Tücken. So trägt das Wasser nach und nach den Sand weg, mithilfe dessen ihr einen Damm zum Schutz des Dorfes gebaut habt. Möchtet ihr stattdessen einen wesentlich stabileren Widerstand durch Lava formen, muss wiederum auf die Glut Acht gegeben werden. Ihr wollt ja keinen Busch entzünden und eure Totembeschwörer von heißen Feuerzungen umzingeln lassen. Sollte doch ein Funken für eine brennende Kettenreaktion gesorgt haben, solltet ihr vor dem willkürlichen Einsatz von Wasser ebenfalls gewarnt sein, denn das Volk kann logischerweise ebenso ertrinken.
From DustDoch ihr müsst eure Männlein und Weiblein nicht nur von Totem zu Totem schicken, sondern obendrein, wie bereits zu Anfang erwähnt, möglichst all das verlorene Wissen wiederfinden. Dies erhaltet ihr unter anderem durch die in den einzelnen Gebieten verteilten Steine. Dabei können grundsätzlich zwei unterschiedliche Varianten unterschieden werden. Einerseits gibt es Felsen, durch die der Stamm Wasserbeherrschung - und Lavabeherrschung erlangt und somit Vulkanausbrüchen und Tsunamis entgegen wirken kann. Diese tauchen selbstverständlich immer wieder auf, da sie in mehreren Aufgabenstellungen des Rätsels Lösung darstellen. Die Abwehr-Prozedur eines Lavastrom oder einer Monsterwelle ist übrigens sehr spektakulär inszeniert worden. Lautstarkes trommeln und dröhnen von Didgeridoos bewirkt den jeweiligen Schutzeffekt. Durch das Spielen dieser altertümlichen Instrumente entsteht eine äußerst dramatische Szenerie, in der die eigentlich unbändige Gewalt der Naturkräfte verdeutlicht wird.
Die anderen kleineren und meist etwas versteckteren Steinbrocken müssen einmalig besucht werden und geben euch die gesuchten Stammeserinnerungen zurück. In Form von Texten erhaltet ihr Informationen über einzelne Elemente, die zwar nicht essentiell für das Weiterkommen im Spiel sind, allerdings verstärken sie durch die urig gewählte Artikulation selbiger das sowieso ständig vorherrschende mystische Gefühl. Neue Erinnerungen erhaltet ihr zudem durch die Verbreitung der Vegetation. Bis sich diese auf 100% gesteigert hat, erhaltet ihr in unterschiedlichen Abstufungen ebenfalls weiteres Wissen über die Welt. Vor allem im späteren Spielverlauf erfordert diese Aufgabe einiges an Geschick und Geduld. Dafür werdet ihr mit einer idyllischen Karibik-ähnlichen Insel belohnt, die mit Palmen und Gräsern übersät ist und somit vor Ruhe und Entspannung nur so strotzt. Hierbei sei erwähnt, dass From Dust auch grafisch für Staunen sorgen kann. Neben den realen und dennoch leicht comichaft inszenierten Physik-Effekten zeigt sich das Götterspiel überdies mit atmosphärischen und hübschen Umgebungen. Habt ihr schließlich alle Aufgaben erfüllt, öffnet sich der Pfad, durch den ihr in das nächste Gebiet gelangt. Den Weg zu diesem müsst ihr übrigens meist ebenfalls durch irgendwelche Macht-Tricks frei schaufeln.
From Dust

Kommentare

buddler
  

Saskia Thudium: Das aktuellste (abgesehen von Pocket God auf iOS-Geräten) ist dabei das mäßige Spore ...
Klugscheißmodus: Aktuellste gibt es nicht! Entweder ist es aktuell oder nicht. Aktueller als aktuell gibt es schlichtweg nicht.

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Ich habe es mir auch gekauft, bin angetan von der Spielidee und der Optik, was mich allerdings gewaltig abnervt, ist die dämliche KI der Inselbewohner - nicht selten gehen einige von ihnen drauf, weil sie einfach nicht den Weg von A nach B finden und an irgendwelchen Kanten festhängen, während im Hintergrund mal wieder irgendein Zeitlimit die nächste Naturkatastrophe einläutet...das sorgt über Stellen hinweg doch mächtig für Frust und zeugt bei aller Schönheit von einer gewissen Schludrigkeit.

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KingDingeling83
  

Tolles Spiel. Demo geladen, 2 Level gespielt und sofort gekauft. TOP

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Saskia Thudium
  

@Scrub
Wahrscheinlich ähnlich wie bei Limbo. Das erschien ja letztes Jahr ebenfalls im Rahmen des Summer of Arcade und ist bekanntlich erst seit einer Woche für PS3 erhältlich. Abwarten, Tee trinken, Kekse futtern :)

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Robot7
  

P.S. Hier gibt es den Launch Trailer.

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Robot7
  

Ich spiele From Dust bereits seit letzter Woche, dank Ubisoft Gewinnspiel. Im Großen und Ganzen kann ich der Wertung zustimmen. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, mit den verschiedenen Elementen zu spielen.

Kleinere Fehler kann man auch verschmerzen, wie die recht dürftige Story. Das größte Problem ist meiner Meinung nach die KI der Ureinwohner. Während man sich in den ersten Leveln noch keine größeren Gedanken darüber macht, warum das Volk Weg X statt Y wählt, wird es im späteren Spielverlauf teils nervig. Denn die losgeschickten Truppen nehmen nicht selten ungünstige Passagen. Statt dem kürzesten und schnellsten Pfad, sucht sich die KI auch gerne mal einen Weg über ein Lavafeld aus.
Auch ist die Steuerung teils etwas träge, wenn schnelles Handeln erforderlich ist, zumindest auf der Xbox. Möglicherweise existiert dieses Problem auf dem PC nicht.

Trotz der kleinen Fehler ist die Wertung aber absolut gerechtfertigt. Spielerisch und graphisch für einen Arcade-Titel sehr gut und empfehlenswert.

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Scrub
  

Sehr guter Test, wann kommt es denn fürs PSN? Werde es mir wohl kaufen. Und langsam krieg ich Bock mal wieder Black and White 2 zu spielen.

Aber eins habe ich noch zu meckern:
"...euer Volk über einen reisenden Fluss zum Totem geleiten " Wohin reist der Fluß denn? Nach Amerika?

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Jacuzzi
  

Ein sehr schöner Test :)
Aber es steht doch noch nicht auf dem Marktplatz bereit oder?
Ich dachte das es erst am 27. raus kommt.
Ich weiß auf jeden Fall schon mal was ich morgen zu tun hab ^^

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Superfly71
  

@ Tomek:
Die Tatsachen sind aber genau anders rum. From Dust war nämlich zunächst als Vollpreistitel geplant und wurde dann zum Arcade Titel "degradiert". Wie ich schon sagte, hatte Ubisoft einfach nicht genug Eier in der Hose, um das Spiel mit mehr Umfang, Story etc. (=längere Entwicklungszeit = höhere Kosten) als Vollpreistitel zu veröffentlichen.
Portal war als ursprüngliches Fan-/Studienprojekt von Anfang an lediglich als Zugabe für die Orange Box geplant.
Und natürlich wird es von From Dust einen Nachfolger eventuell auch im Vollpreismilieu geben, wenn sich der Arcade Titel gut verkauft, aber ich finde diese Masche, wie man sie schon bei Beyond Good & Evil abgezogen hat nach dem Motto "Ja wenn ihr den ersten Teil als Arcade Titel auch ordentlich kauft, werden wir ganz bestimmt auch den 2. Teil veröffentlichen", einfach arm.

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Deusexmachina
  

Werd ich mir gleich am Freitag kaufen, sobald ich wieder zu meiner Box komme. Hatte mir schon viel erwartet und bin jetzt sehr erfreut darüber, das mein bereits sehr gutes Gefühl bei dem Spiel durch den Test hier bestätigt wurde.
Warte schon seit Populous III auf ein ordentliches neues Godgame, bei Black and White haben mir die Tamagotchi-Einlagen immer zu viel Spaß genommen. Auch wenn im Vergleich zu Populous einige wichtige Elemente fehlen sollten (Basisbau, Einheiten ausbilden, Multiplayer, ...) so ist bei dem Preis immernoch mehr als genug Fleisch an den Knochen, um den Kauf voll und Ganz zu rechtfertigen.
Hab das Gefühl das einem manche Vollpreisspiele gerade soviel content bei weniger innovation liefern als from dust, und einige dlc (z.b. multiplayer) wurden ja schon in aussicht gestellt falls sich genug verkaufserfolg einstellt. Und an selbigem Zweifle ich eigentlich nicht, da der Reigen an Topspielen eh erst im September anfängt.

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