Gears of War 3

Plattform: (XBox 360)
Release: 20. September 2011

User-Wertung:

Gears of War 3

RIESENSPOILER BEZÜGLICH GEARS OF WAR 2 AHEAD: "Can you hear me? This is Adam Fenix. Can you hear me? What have you done?!" - Der Cliffhanger ganz am Schluss von Gears of War 2 mag nicht unbedingt so fies wie bei Halos zweitem Serienteil gewesen sein, trotzdem klaffte er natürlich schon damals groß genug, um einen dritten Part des hocherfolgreichen Shooterfranchises zu rechtfertigen. Auf der diesjährigen E3 haben Microsoft und Epic nun endlich dafür gesorgt, dass wir mit Neuerungen vollgepackte Ingameszenen aus der Kampagne live on stage miterleben durften. Even bigger, much better, double badass?


Zwei Männer, zwei Frauen,... ein Boot... und noch mehr Männer

Auf die kooperative Komponente von Gears of War 3 trifft dies definitiv zu, denn erstmals darf man die Kampagnenstory rund um Marcus Fenix und Dominic "Dom" Santiago mit bis zu drei Kollegen zusammen erleben. Zu diesem Zwecke wird das Testosteron-Duo mit einer doppelten Extraportion holder Weiblichkeit angereichert. Und da ist für jeden Geschmack etwas dabei, ob man nun auf Blond (Anya Strout) oder eher Brünett (Samantha "Sam" Burn) steht. Was genau der flotte Vierer im neuen Gears of War erleben wird, stammt übrigens passender Weise auch aus der Feder einer Frau. Autorin Karen Traviss, die sich schon für die beiden bisherigen Romane zur Spieleserie verantwortlich zeigte, wird mit ihrem Script für das dritte Videospiel des Franchises laut CliffyB eine Vielzahl der zuvor aufgeworfenen Fragen rund um die Locust, den Krieg und alles andere zu beantworten wissen. Das zweite Sequel der Reihe wird damit rund 18 Monate nach dem Fall Jacintos (am Ende von Teil zwei) beginnen und uns als erstes an die Location Raven's Nest führen. Dabei handelt es sich um einen umgebauten Flugzeugträger, der auf dem Ozean Seras als manövrierfähiges Hauptquartier der Hauptdarsteller dient, die inzwischen keiner Regierung oder übergeordneten Militärführung mehr unterstehen. Die C.O.G.s sind in einer zunehmend gefährlicher gewordenen Welt hauptsächlich damit beschäftigt, sich selbst irgendwie am Leben zu halten. Die Locust allerdings genau so, auch wenn deren Königin immer noch nicht besiegt werden konnte. Viele ihrer Truppen sind jedoch durch den übermäßigen Kontakt mit der leuchtenden "Imulsion" zu einer neuen Rasse mutiert und ohnehin sind große Teile des Locust-Volkes zu unkoordinierten Wilden geworden, die sich auch untereinander attackieren. In all diesem Trouble wird Marcus Fenix auch noch von Albträumen geplagt, die eventuell etwas mit einer Nachricht seines Vater zu tun haben könnten, laut derer er noch eine letzte Chance habe, den Planeten zu retten. Womit nur eine Hälfte der Story von Gears of War 3 umschnitten wäre, denn man wird im Laufe der Geschichte noch ein zweites Squad spielen dürfen. Diese Truppe formiert sich um die beiden Anführer Augustus "Cole Train" Cole und Damon Baird, deren Begleiter und genaue Umstände noch nicht enthüllt wurden. Bis jetzt wissen wir nur, dass sich die Geschehnisse der beiden Erzählperspektiven mehrmals überschneiden werden, um dann beim großen Finale zusammenzulaufen.
Gears of War 3

Days of the Tentacles

Die mutierten Locust werden es in Gears of War 3 nicht dabei belassen, bloß etwas stärker zu sein, grellen Schein zu verbreiten und nach ihrem Ableben das ein oder andere Minikrabbelmonster aus ihrer Leiche schlüpfen zu lassen. Riesenarme, die sich wie bewegliche Pflanzen aus dem Boden oder auch dem Wasser wühlen und mit kleineren Gegnern um sich werfen, dazu auch an und für sich wuchtige Klopper für Rundumschläge darstellen, sind nur eine Ausgeburt der neuen Brut. Die Drudges stellen sozusagen Gears of Wars Version der Flood-Standardtruppen dar: Von den Parasiten durchwucherte Zombies, welche entweder noch recht intakte Körper haben und sogar mit Handfeuerwaffen schießen können oder schon so weit mutiert sind, dass sie nur noch entfernt an die Ursprungsform ihres Opfers erinnern. Die Arme können sich dabei genau so tentakelartig verlängern wie die Beine oder der Hals des Monsters. Und das auch mitten im laufenden Kampf, wodurch die Mutanten problemlos jede hohe Deckung überwinden können. Wie von Zombie-ähnlichen Wesen gewohnt, reicht es nicht aus, den "Lambent" bloß ein paar gezielte Treffer zu verpassen. Selbst wenn ihre ausgeborgte Körperhülle zerschrotet wurde, machen sich die einzelnen Tentakelextremitäten noch auf eigene Faust auf, den C.O.G.s das Leben schwer zu machen. Auch wenn das vermehrte Aufkommen von Lancern der Pendulum-Ära, die noch mit Standard-Bajonetten anstelle von Kettensägenspitzen austestattet sind, auf den ersten Blick gegenteiliges vermuten lässt, haben sich aber auch die Menschentruppen durchaus weiterentwickelt. Zum Beispiel sind sie auf die koopfreundliche Idee gekommen, dass man seine Waffen im Gefecht ja auch durchaus mal per Knopfdruck miteinander tauschen könnte. Die Schießprügel selbst halten derweil manch eine ähnlich clevere Überarbeitung parat. So zum Beispiel die "Hammerburst" Assault Rifle, welche als Gears of War 3s am häufigsten zu findende Standardwaffe mit optimierter Zoomfunktion für besseren Komfort bei Headshots sorgen soll. Erste Wahl im Nahkampf wird wohl die doppelläufige, abgesägte Schotflinte sein und ganz neu im Bunde ist auch der "Digger", welcher seinen Sprengsatz unter der Erde hindurchbuddeln lässt und so vor keiner Barrikade Halt machen muss. Zielsichere Sniper freuen sich über die "One Shot Rifle", welche zwar eine gefährlich lange Nachladezeit voraussetzt, dafür aber auch praktisch jeden Gegner normaler Größe mit einem Schuss in Organmatsche verwandelt. Das gilt selbst für Feiglinge, die sich hinter Schutzschilden verstecken, auf deren Oberfläche die Projektile des mächtigen Scharfschützengewehrs kein Ende ihrer Flugbahn sehen. Künstler unter den Locustschlachtern erfreuen sich erneut an individuellen Finishingmoves für jede einzelne Waffe in Gears of War 3, die man aber wohlgemerkt erst durchs Erfüllen bestimmter Ingame-Aufgaben freischalten muss.
Gears of War 3

Auf Knopfdruck Nackenstarre

Obwohl Epic mal wieder versprechen, das durch Gears of War erst richtig in der aktuellen Konsolengeneration etablierte Coversystem auch beim dritten Teil so sehr zu verbessern, dass es zum Release den neuen Branchenstandard darstellen wird, scheint das überarbeitete Gameplay alles dafür tun zu wollen, den Spieler ständig aus der Deckung zu locken. Wegbröckelnde Wände, turmhoch wachsende Gegner, unterirdische Geschosse,... dass auch in Gears of War 2 noch sehr starre Spielsystem, welches Marcus & Co. oft minutenlang hinter ein und derselben Barrikade ausharren ließ, von wo aus sie im Standard-Intervall hervorlugten, um nach und nach eher müßig als spannend alle Gegner umzuniete (was ja trotzdem viel Spaß gemacht hat, zumal es so süperb präsentiert wurde), soll nicht ein drittes Mal fast unverändert abgenudelt werden. Der auf der E3 gezeigte Abschnitt vom Anfang der Storykampagne hebt sich aber auch rein optisch von allem ab, was wir bisher vom Franchise kannten. Gras, kleine Pflänzchen und Bäume dominieren die Kulisse und auch die Beleuchtung scheint, trotz nicht ganz so klaren Himmels, noch mal einen ganzen Tick heller sowie weicher zu sein als in den beiden Vorgängern. Eine ebenso auffällige Verfeinerung gibt es bei den Schattenwürfen der neusten "Unreal Engine 3"-Version zu bestaunen und das wird man wohl besonders gut demonstriert bekommen, wenn sich ein C.O.G. Silverback ins Sonnenlicht stellt. Die Mechanzüge wurden ursprünglich als Lastentransporter gebaut, später dann aber mit Raketenwerfern und Gatling-Guns zu wandelnden Waffen ummodifiziert. Die mechanischen Walker sind alles andere als träge und sie beherrschen sogar stürmische Sprints, zudem fertigen sie wehrlos gemachte Gegner gerne auch mit einem eiskalten Tritt auf den Kopf ab. Ein optionaler Modus macht den Silberrücken zum stationären Geschützturm, hinter dem sich alle anderen Verbündeten im Kampf verschanzen können. Der Eisenfels in der Blutbrandung, sozusagen. Besonders nützlich könnte so ein Teil dann wohl im neuen Arcademodus werden, der nach dem ersten Durchspielen von Gears of War 3 freigeschaltet wird. Hier darf man, ganz wie beim "Halo 3"-Metagame, mit seinen Kooppartnern um die höchste Punktzahl ballern und diverse Modifikatoren einsetzen, die auch Fun-Elemente wie große Köpfe oder veränderte Soundeffekte zu bieten haben. Dass Punktzahlen sowie Ingame-Errungenschaften der Mitspieler und von einem selbst dabei auf dem Bildschirm aufploppen, lässt übrigens interessanter Weise inspirierende Einflüsse der neuen Epic-Produktion Bulletstorm erahnen.
Gears of War 3

Bestätigt: Es endet mit Marcus Fenix' Tod

Der Multiplayermodus von Gears of War war einstmals Xbox LIVEs Aktivitätskönig. Der des zweiten Teils begeisterte zwar mit der neu eingeführten Horde-Variante, welche seitdem in den meisten Shootern geradezu standardmäßig dabei ist, auf lange Sicht offenbarte der kompetitive Part allerdings eine Vielzahl an Balanceproblemen, die das Spiel mittlerweile ins Niemandsland der Onlinecharts verbannt haben. Ob Besserung in Sicht ist, lässt sich momentan noch überhaupt nicht abschätzen, denn von Gears of War 3 gab es im Mehrspielerbereich auf der E3 einzig den nach Wunsch auch solo spielbaren "Beast"-Modus zu sehen. In dieser neuen Variante von Horde tritt man zur Abwechslung mal auf der Seite der Locust an, die man vorher natürlich auch schon spielen konnte, allerdings bloß in den Versusmodi und da bei weitem nicht so artenreich. Vom kleinen Krabbler über verschiedene Boomer-Formen bis hin zu Berserkern hat man fast das ganze Volk zur Auswahl, wobei man je nach Stärke der jeweiligen Kreatur unterschiedlich tief in die Tasche greifen muss, falls man als eine solche respawnen möchte. Die dafür nötigen Token verdient man sich, indem man Menschen jagt. Und das ist praktischer Weise auch die große Hauptaufgabe des umgedrehten Horde-Modes: Man muss alle Wellen immer besser ausgerüsteter Menschen niederschmettern, bevor der voreingestellte Countdown abgelaufen ist. Mit jedem Fragg gibt's etwas Extrazeit fürs ganze Team und ein paar Token in die eigene Tasche. Zu Anfang einer Runde begegnet einem erst mal etwas Aufbaufutter in Form von unorganisierten Siedlern, die sich mit behelfsmäßigen Waffen kaum zu wehren wissen. Als nächste Stufe kommen die von Epic als "Redshirts" bezeichnenden C.O.G.-Truppen ins Spiel, die nach und nach auch schwerere Geschütze wie den Hammer der Morgenröte auffahren. Das Finale des Ansturms stellen die menschlichen Helden in Form von Marcus Fenix und allen anderen Koryphäen der "Gears of War"-Serie dar. Teil drei könnte bezeichnender Weise übrigens auch wirklich ihr letzter Auftritt sein, denn CliffyB erklärte schon vor Wochen klar und deutlich, dass die Fenix-Trilogie mit dem Anfang April 2011 erscheinenden Part ihren definitiven Abschluss finden werde. Dies soll allerdings auf keinen Fall für das ganze Franchise gelten, dessen Zukunft mit fest geplanten "Spin-Offs" und womöglich auch Ablegern in anderen Genres als gesichert gilt. Der Halo-Weg eben. Unser Fokus liegt nun aber erst einmal auf Gears of War 3 und das ist nach seinem E3-Auftritt zweifelsohne auf bestem Wege dahin, mit einigen Traditionen zu brechen, welche im trotzdem fabelhaften zweiten Teil (gerade mit etwas Abstand betrachtet) erste Abnutzungserscheinungen an den Tag gelegt hatten.
Gears of War 3

Kommentare

  

sorry aber eine frau hat nichts zu suchen in Gears of War muss echt nicht sein sowas. in jedem game muss sich eine frau einschleichen. gears of war ist ein m?nnerspiel mit m?nnern f?r m?nner . und dann ist es wieder eine 08/15 tussie die angemacht wird und mit flotten spr?chen kontert tausend mal gesehen. hoffe sie tr?gt kein bauchtop zu erwarten ist es .

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hagenNORKANOIA
  

mir gef?llt das interview von cliff b, der dort w?hrend der E3 meinte, dass es ihm das herz brach, dass der Multiplayer von GOW2 so beschissen war/ist!
das soll ihm eine lehre sein!!!!
denn mir is alles andere als der multiplayer modus egal!!!
einfach mal diese bekackte matchmaking sein lassen! bzw. nur optional! ansonsten bitte GANZ NORMALE AMI FREIE LOBBIES BITTE
MP is f?r mich der einzige grund das spiel zu kaufen!

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Leader X
  

warum machen die nicht wieder so was geiles wie brute force ... aber hoffe dass sie lan zu 4 koop geht ... das w?r soo geil

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Jace
  

Teil 1 fand ich vom SP her ziemlich durchschnittlich. Teil 2 war im SP (oder Coop) ne Granate.
Auch Teil 3 wird gekauft, aber wohl wieder als Budget. Als "wenig-MP-Spieler" ist mir das Spiel zu austauschbar.
W?rd mich aber ?ber ein RPG in dem Setting freuen :P

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Claudandus
  

T?rlich ist best game ever ?bertrieben. Dennoch freu ich mir das Hirn blutig^^

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bikvik
  

ja mein deutsch heut nix gut in internet :P

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Colton
  

ja die einen haben geschmecker und die anderen geschm?cker ;) :P

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bikvik
  

Zum Gl?ck sind geschmecker verschieden :)

die games sind ganz nett aber nicht best games ever! ;)

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Claudandus
  

Story w?re nett. Aber f?r mich kein Kaufargument.
Ich will mir die Lancer schnappen und wieder sch?n langsam durch einen Gegner schneiden^^
GOW 1-3 best games ever^^
Und damit meine ich nicht God of War :)

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bikvik
  

@Leader X: wird wahrscheinlich dadrauf hinauslaufen das du local zu zweit koop und online zu viert zocken kannst

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