Hard Corps: Uprising

Plattform: (PS3, XBox 360)
Release: 15. März 2011

User-Wertung:

Hard Corps: Uprising

Dafür wurden Download-Spiele gemacht! Anstatt Fans mit neumodischem Schnickschnack zu vergellen und potentielle Interessenten mit überteuertem Ladenpreis abzuschrecken, verpasst Konami seiner altehrwürdigen „Contra“-Serie eine dezente Frischzellenkur, bleibt aber gleichzeitig dessen Wurzeln treu und bietet das glühende Action-Paket zum Preis für jedermann an. Seit knapp zwei Wochen dürfen sich nun auch PS3-Besitzer in den Coop-Kugelhagel stürzen. Pflicht-Download für Johannes, der das Klassiker-Revival auf Projektildichte und Explosionen pro Minute getestet hat.


Die 80er sind zurück und sie haben die 90er mitgebracht ... in 2011

Es gibt eigentlich nicht viel was an "Hard Corps: Uprising" nicht selbsterklärend wäre, wenn man nicht ein absoluter Frischling in der Welt der Videospiele ist. Ganz so wie es die 80er Jahre vorschreiben rennt und springt ihr mit festgetackertem Abzugsfinger in der Rolle eines ultra-harten Elite-Kämpfers, der selbst einen, mit Rambo belegten Predator zum Frühstück verputzen würde, von links nach rechts und rotzt den Bildschirm frei. Hier und da nehmt ihr in einer Karre platz, für motorisierte Vernichtung. Oder ihr schnappt euch einen Kumpel und lasst zu zweit das MG sprechen, für gesellige Vernichtung. "Contra" oder bei uns in den Anfangsjahren auch "Probotector" genannt (aus Angst vor Indizierung wurden die Arnie/Stallone-look-alike-Helden in, nicht minder coole Roboter umgewandelt) stellt dank seiner originell bombastischen Situationen (die Protagonisten fliegen etwa an einem Marschflugkörper durch die Luft und feuern munter weiter auf Feinde) und ebenso überwältigenden Boss-Gegner einen der großen Vorreiter dieser Gattung dar, die inzwischen eher ein Liebhaber-Genre geworden ist bzw. in den "Call of Dutys" und "Gears of Wars" dieser Welt ihre moderne Entsprechung gefunden hat.
Hard Corps: Uprising

Des „Contras“ neue Kleider

Für die Entwicklung von "Hard Corps: Uprising" konnte Konami die 2D-Profis von Arc System Works gewinnen, den meisten von euch sicherlich bekannt für die "Guilty Gear"-Beat'em ups oder jüngst das geniale "BlazBlue"-Franchise. Deren Stil ist im neuesten Sproß der arcadigen Ballerei an jeder Ecke unverkennbar. Statt metallisch grau-brauner Endzeit-Techno-Szenarien mit H.R. Giger-Einfluss, gibt's helle, farbenfrohe und recht harmlos wirkende Cel-Shading-Optik. Vor allem beim Gegner-Design, das von bizarr bis albern, aber nie furchteinflößend reicht, merkt man den Hang zum Abgedrehten der Japaner, der eingeschworene Fans der Reihe sicher erstmal schlucken lassen wird. Obwohl selbst ein Freund von Animes, der den Kleidungswechsel erstmal begrüßt, kann ich mich mit der Gestaltung der Feindesschar nicht wirklich anfreunden, welche tatsächlich zu sehr nach kindgerechtem Zeichentrick, ohne Schreckenspotential aussieht. Zumal, trotz konstant neu eingeführten Gegnertypen, die Standard-Fußsoldaten etwas zu häufig eure Schusslienie kreuzen. Dafür sehen die Helden cool aus. Allerdings wurde jenseits der vordergründigen Daueraction auf beachtenswertes Hintergrund-Spektakel oder überwältigende Setpieces größtenteils verzichtet. Die meiste Zeit erledigt ihr die Schurken vor relativ austauschbaren, wenn auch fein gepinselten und prächtig kolorierten Background-Malereien, die lediglich das Szenario definieren, nicht aber beiläufige Ereignisse illustrieren. Hier hatten andere Serienteile und auch andere 2D-Donwload-Titel schon mehr zu bieten. Dennoch überzeugt das stylische Gesamtbild und bietet vor allem die notwendige Übersicht beim Dauer-Bombast. Der Soundtrack schafft es dann sogar wieder mir ein breites Grinsen abzugewinnen. Nicht etwa weil er so lustig beschwingt wäre und sich damit gar der bunten Grafik anpasst. Nein, weil Arc System Works nach "BlazBlue" hier ein weiteres Mal ihr offensichtliches Faible für schradelligen Metal-Brei in Endlosschleife ausleben. Das dürfte für Musik-Gourmets eine echte Qual sein, ist aber dermaßen over the top, dass dessen Stumpfsinnigekeit in Anbetracht des sinnfreien Brachial-Geballers schon wieder sympathisch rüberkommt. Mir gefällt's irgendwie, obwohl es bei weitem nicht mit den meisterlichen Kompositionen mithalten kann, für die Konami berühmt ist und von denen einige auch aus den "Contra"-Spielen stammen. Lediglich die Effekte hätten eine ganze Ladung mehr Wumms vertragen können.
Hard Corps: Uprising

Kommentare

Zocker 3000
  

Ich mag spiele ohne richtige chekpoints nicht.

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Kaimarkuske
  

wurde langsam mal Zeit nachdem GameOne es schon seit ewigkeiten getestet hat ^^

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IceOnly2
  

Komisch, dass ich von dem Spiel noch nie was geh?rt habe.

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KeksDose
  

Die Schmerzensschreie der Gegner sind aber schon irgednwie trashig, oder? ;-)

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AceMcTomb
  

Ich versuche mich gerade an Speedruns bei dem Spiel^^
Erstes Level momentan problemlos in 5 min abgehakt.
Das Junglelevel ist spa?ig aber das Hoverboardlevel fand ich zum kotzen....

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PipBoy95
  

Fand ich dieses Jahr bisher den besten ArcadeTitel, was vor allem an dem einfach Gameplay und dem extrem motivierenden Rising Modus liegt. MMn ist eine 7/10 auch etwas niedrig aber ist ja eine subjektive Wertung wobei bei Johannes ja oft auch mal eine 9/10 drin ist ;-)

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Blackburn7
  

Hatte ebenfalls einen Mordsspa? mit dem Spiel, aber an das gute alte Probotector (bzw. Contra) kommt es aber doch nicht an. F?r Hardcore-Retrofans (wie es der Spieltitel schon sagt :D ) aber genau das richtige.

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