Hitman: Absolution

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 20. November 2012

User-Wertung:

Hands-On: Hitman Absolution + Sniper Challenge

Vor sechs langen Jahren hatte Agent 47 seinen letzten Auftrag. Seit damals ist es ruhig um den kaltblütigen Auftragsmörder geworden. Publisher Square Enix hat AreaGames eingeladen um das kommenden Werks der dänischen Entwickler von IO Interactive anzuspielen. Zusätzlich erfahrt ihr unsere Meinung zur Hitman Sniper Challenge, die Vorbesteller als Bonus erhalten.

Die Hitman Reihe wurde bislang stets im Zweijahresrhytmus fortgesetzt. Zumindest hielt man sich bis zum vierten Teil Blood Money, der 2006 veröffentlicht wurde, an diese Erscheinungsweise. Sechs lange Jahre sind nun vergangen, seit Agent 47 seinen lukrativen Aufträgen nachging. Über die Hintergrundgeschichte von Absolution ist noch nicht allzu viel bekannt, schließlich wird das Spiel erst am 20. November veröffentlicht. Trotzdem konnten wir bereits eine spannende Mission zocken und verraten euch, worauf sich Fans des glatzköpfigen Killers freuen können.
In der spielbaren Mission finden wir uns auf einem überfüllten Marktplatz mitten in Chinatown wieder. Das Szenario wurde gut gewählt, da es direkt die Muskeln der brandneuen Glacier 2 Engine spielen lassen kann. Der Markt ist wirklich proppevoll und nur mit viel Mühe und dem Einsatz seiner Ellenbogen kann sich Agent 47 durch die Menschenmassen quetschen. Dabei fällt auf, dass kaum Klone auszumachen sind. Fast jeder Marktplatzbesucher sieht individuell aus und agiert möglichst lebensecht. Da werden Telefonate geführt, Preise von Obst und Gemüse verhandelt oder dem Tagesgeschäft nachgegangen. Auch die gesamte Umgebung wirkt sehr detailgetreu und realistisch. Verschiedene Stände laden tatsächlich zum Bummeln ein, es gibt alles was das Herz begehrt. Da läuft einem glatt das Wasser im Munde zusammen.
Allerdings ist Agent 47 nicht aus kulinarischen Gründen auf dem Markt. Nach ein paar Minuten fällt ein gut bewachter Pavillon auf. Die Zielperson: Der King of Chinatown. Mehrere Leibwächter schirmen ihn hermetisch ab und offensichtlich hat er sogar die örtliche Polizei auf seiner Seite. Da die direkte Konfrontation eh nicht zu den Stärken von Agent 47 gehört, schauen wir uns nach ein paar geeigneten Methoden um, damit wir ihm unbemerkt das Lebenslicht ausknipsen können. Wie die Entwickler von IO Interactive versichern, wird es in jeder Mission mehrere Möglichkeiten geben, unbemerkt aus der Nummer herauszukommen. Auch wenn es in Hitman Absolution möglich ist, via Point-Shooting (siehe Vorschau) ordentlich Ramba Zamba zu machen, so wird das unauffällige Vorgehen am meisten belohnt, doch dazu später mehr. Um sich einen Plan zurechtzulegen, ist ausgiebiges Erkunden der Umgebung sowie das Einholen ausführlicher Informationen über die Zielperson Pflicht. Immerhin will solch ein Vorhaben gut vorbereitet sein.
Hands-On: Hitman Absolution + Sniper ChallengeEin Blick in das Pause-Menü verrät wichtige Details über die Zielperson. Der King of Chinatown hat eine Vorliebe für Kokain und Fugu-Fisch. Der Kugelfisch, der als Delikatesse gilt, ist bei falscher Zubereitung tödlich. Bei unserem Rundgang über den Markt finden wir natürlich auch einen Fischstand. Direkt daneben ist eine gefährlich aussehende Grube, die natürlich nicht abgesperrt ist. In einer Seitenstraße parkt ein sehr teurer Luxuswagen, das Kennzeichen deutet auf den King als Fahrzeughalter hin. Plötzlich werden wir von einem auffälligen Typen angerempelt. Mit seinem Trainingsanzug, der riesigen Sonnenbrille und unzähligen Goldketten sticht diese Person aus der Masse wie ein bunter Hund hervor. Wir erinnern uns an das Drogenproblem unserer Zielperson, vermuten hinter dem Typen seinen Drogendealer und folgen ihm unauffällig. Und tatsächlich wird der Kerl zur Zielperson durchgelassen. Wir belauschen ein Gespräch über die nächste Lieferung und schmieden unseren Plan.
Der Dealer verschwindet in einer dunklen Gasse, bedrohliche Musik setzt ein, der Typ schiebt eine Mülltonne zur Seite und wir entdecken sein geheimes Lager für verbotene Substanzen. Wir entscheiden uns für die lautlose Variante und zücken unser Stahlseil. Auf Knopfdruck legt es Agent 47 um den Hals des Opfers, das nicht lange leiden muss. Wir bemächtigen uns seiner Klamotten und erlangen dadurch Zutritt zu seiner Wohnung direkt am Marktplatz, wie praktisch! In seiner Wohnung stellen wir mit Freude fest, dass direkt am Fenster ein Scharfschützengewehr liegt, natürlich mit Blick auf die Zielperson. An dieser Stelle könnte man die Mission beenden, aber diese Variante wäre mir persönlich zu einfach, weshalb ich mir etwas anderes einfallen lasse. So lässt sich zum Beispiel am Fischstand ein Stück Fugu-Fisch organisieren, welches mit einer Überdosis Kokain versetzt wird. Eine weitere Möglichkeit den King of Chinatown auszuschalten ist fast schon als Klassiker zu bezeichnen. Dank eines gefundenen Sprengsatzes manipulieren wir damit seinen edlen Sportwagen, schlagen einmal kurz gegen die Karosserie um den Alarm auszulösen und machen uns aus dem Staub. Aufgrund des nervigen Alarm-Signals sieht der King nach seinem Schmuckstück, woraufhin wir per Knopfdruck die Bombe zünden. KABOOOM! Panik bricht aus, wir tauchen in der Menschenmenge unter und nutzen die allgemeine Unruhe zur Flucht.
Diese Mission ist ein Paradebeispiel für die unterschiedlichen Vorgehensweisen. Wie im Vorfeld bereits erwähnt, wird unauffälliges Vorgehen stärker belohnt als wilde Schießereien. Am Ende einer Mission hagelt es nämlich Bewertungen für jede erdenkliche Aktion. Dank des modernen Trends verfügt auch Hitman Absolution über eine Anbindung an soziale Netzwerke sowie Online-Bestenlisten. Wie im Auto-Log von Need for Speed werden Freunde benachrichtigt, sobald bestimmte Aktionen ausgeführt oder der Highscore geknackt wurde. Die meisten Punkte gibt es natürlich für die Aufträge, die wie ein Unfall ausgesehen haben. Auf Knopfdruck teilt ihr Freunden mit, wie gut (oder schlecht) ihr abgeschnitten habt, damit diese versuchen können in einer bestimmten Mission ein besseres Ergebnis zu erzielen. Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten einen Auftrag abzuschließen, ist der Wiederspielwert entsprechend hoch.
Hands-On: Hitman Absolution + Sniper ChallengeAllerdings waren wir nicht nur vor Ort, um einen Blick auf Hitman Absolution werfen zu können. Zuvor wurden wir mit der bis dato unbekannten Hitman Sniper Challenge überrascht. Die Sniper Challenge ist kein Bestandteil des Hauptspiels, sondern wurde von IO Interactive als eigenständiges Spiel für Vorbesteller entwickelt. Agent 47 hockt auf dem Dach eines Hochhauses. Mit einem Scharfschützengewehr bewaffnet, gehen wir auf die Jagd nach Richard Strong Jr., dem Geschäftsführer des Waffenherstellers Stallion Armaments, und dessen Bodyguards. Innerhalb des Zeitlimits von 15 Minuten müssen alle Leibwächter sowie die Zielperson ausgeschaltet werden. Zu dumm, dass es sich dabei um eine Party handelt und unschuldige Opfer vermieden werden sollten.
Eine taktische Vorgehensweise ist unabdingbar. In den ersten Durchgängen ist man eher damit beschäftigt, die Laufrouten der Wachen und deren Verhaltensmuster kennenzulernen. Schließlich darf keine Leiche herumliegen, da das natürlich sofort die Party sprengen würde. Demnach müssen die Ziele wirklich gut getimed und an einem Ort eliminiert werden, wo der tote Korpus unentdeckt bleibt. Um den Wiederspielwert zu erhöhen, hat sich Square Enix etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Herausforderungen und Belohnungen. Herausforderungen sind spezielle Ziele die erfüllt werden können, um den Punktemultiplikator in die Höhe zu treiben. Wer zum Beispiel alle versteckten Quietscheenten, Tauben oder Gartenzwerge abknallt, bekommt einen zusätzlichen Punktemultiplikator, der es einem leichter macht in den Ranglisten nach oben zu klettern. Die Belohnungen hingegen schalten sich nach und nach durch wiederholtes Spielen frei, die auch später in Hitman Absolution freigeschaltet werden. Fähigkeiten wie schnelleres Nachladen, kontrollierte Atmung oder ein größeres Munitions-Magazin spornen tatsächlich an. Unterm Strich muss man Square Enix gratulieren, einen wirklich innovativen und spaßigen Vorbesteller-Bonus kreiert zu haben. Die Sniper Challenge ist ihr Geld wert und steigert die Vorfreude auf Absolution immens.
Ich war nie ein großer Freund von Stealth-Spielen und der langsamen Vorgehensweise. Meistens habe ich es bevorzugt einen auf Rambo zu machen. Agent 47 hingegen hat mir gezeigt, wie spannend es sein kann einen Plan zu schmieden und verschiedene Lösungswege auszuprobieren. Der gezielte Kopfschuss mit dem Scharfschützengewehr führt genauso zum Erfolg wie eine Autobombe oder ein vergifteter Kugelfisch. Das Gefühl, am Ende der Mission von niemandem gesehen worden zu sein, ist tatsächlich sehr befriedigend. Die eingängige Steuerung, die technische Brillianz und die unglaublich intensive Spannung während der Durchführung eines Attentats, macht Hitman Absolution zu einem potenziellen Hit-Kandidaten. Um die lange Wartezeit etwas angenehmer zu gestalten, ist die Sniper Challenge ebenfalls einen Blick wert. Speziell die Herausforderungen sowie die Belohnungen, die sogar in Absolution aktiv sein werden, sorgen für einen enormen Wiederspielwert. Man macht wirklich nichts verkehrt, wenn man sich mit der Sniper Challenge die Zeit bis zur Veröffentlichung von Absolution vertreibt. Am besten ihr streicht euch den 20. November im Kalender rot an, wenn Agent 47 endlich wieder sein Unwesen treibt.

Kommentare

sondaschule
  

Also wenn Square Enix mit den 3 kommenden Titeln nur annähernd wirklich abliefern, was sie versprechen (und danach sieht es aus), dann klettern sie in meiner persönlichen Rangliste ganz weit nach oben :-)
Ich setze jedenfalls große Hoffnungen in Square. Ganz im Gegensatz zu so einigen anderen Entwicklern.

Zitieren  • Melden
0
CoMuS
  

HALLELUJA ! Was für ein geiler Trailer 0.o

Zitieren  • Melden
0
Vendetta Terror
  

Nicht schlecht! Geiler trailer und geile schnitten! :D wenn die Nonnen in echt auch so ausehen sollte ich ihnen wohl doch mehr blicke schenken ;)

Zitieren  • Melden
0

Kommentar schreiben

B I U Link Zitat Bild Video
  

weitere Berichte zu Hitman: Absolution

06.02.13 12:30 Uhr

Hitman: Absolution

Zweiter Hitman-Film mit Paul Walker in der Hauptrolle!

Obwohl Hitman: Absolution bei Chefredakteur Alexander Voigt in Ungnade fiel, bleibt festzuhalten: Die Verfilmung war noch schlechter! Deshalb arbeitet Fox nun an... 

05.12.12 11:20 Uhr

Hitman: Absolution

Hitman: Absolution - PR-Aktion schießt daneben

Wie macht man wohl am besten Werbung für ein Spiel? Fernsehen und Internet-Standard Werbeschaltungen sind schön und gut, aber kreativ? Ne. Das dachte sich wohl... 

04.12.12 15:25 Uhr

Hitman: Absolution

Hitman: Absolution - Square Enix verspricht Konsolenpatch für nächste Woche

Der aktuelle Auftritt von Agent 47 verläuft nicht so einwandfrei wie wir das alle gerne hätten. Komplettabstürze unterbrechen des Öfteren Hitman: Absolution....