Hydrophobia

Plattform: keine Angabe
Release: keine Angabe

User-Wertung:

Hydrophobia

Nachdem Microsoft im August den Summer of Arcade feierte, schiebt man für den Oktober ein weiteres Festival hinterher: Das Game Feast. Auch hier warten vier Arcade-Spiele auf den Download. Den Start machte in der vergangenen Woche das Unterwasser-Abenteuer Hydrophobia. Ob die Ausgabe von 1200 Microsoft Points nur ein Schlag ins Wasser ist, könnt ihr in unserem Test nachlesen.


Worum geht’s?

Technikerin Kate Wilson hat eigentlich einen angenehmen Job. Auf der völlig übervölkerten Welt der Zukunft arbeitet sie auf der Queen of the World, einem riesigen Kreuzfahrtschiff, das gleichzeitig auch als Lebensraum für einige Besserverdienende dient. Nun wäre dieser Job ja beinahe ermüdend langweilig auf einem Schiff, auf dem fast alles vollautomatisch geht, würde nicht eine Bande von Terroristen, die sich selbst Malthusians (nach Thomas Robert Malthus) nennen, ein paar Sprengsätze legen und das langsam sinkende Schiff in seine Gewalt bringen. Nun ist es an Kate, die wie John McClane zur falschen Zeit am falschen Ort ist, dem sinkenden Schiff zu entkommen und gleichzeitig zu vermeiden, ein Opfer der gnadenlosen Terroristen zu werden. Oder nennt man die jetzt auch Opposing Forces?
Die Hauptaufgabe von Hydrophobia ist damit schlichtweg Überleben. Denn auch wenn man im späteren Verlauf eine Handfeuer-Waffe findet, ist man doch die meiste Zeit auf der Flucht vor dem Wasser oder den Terroristen, die einen bereits mit wenigen Treffern ins Jenseits bewegen. Auf einen Nahkampf solle man sich gar nicht erst einlassen, denn auch Kate reagiert darauf so rührend hilflos wie Sam Fisher im ersten Splinter Cell. Schafft es ein Gegner in Armreichweite, ist Kate letztes Stündlein geschlagen. Also nutzt man besser die Umgebung und schaltet die Gegner mit brennend Öllachen aus oder zerschießt Benzinkanister, deren Explosionen Wellen auslösen, die den Feind aus der Balance bringen und bestenfalls ertrinken lassen. In den wenigen ruhigen Momenten kann Kate ihren MAVI-Computer aus der Tasche holen und Symbole und Hinweise der Terroristen entziffern. Natürlich darf auch das obligatorische Hacking-Minispiel nicht fehlen. Hierbei werden zwei Amplituden synchron geschaltet.
Hydrophobia

Wie schön sprudelt das Wasser?

Eines der großen Highlights von Hydrophobia ist die physikalisch halbwegs glaubwürdige Simulation des Elements Wasser. Hier fällt auch schnell der Unterschied zu den beiden Bioshock-Spielen auf. Während das Wasser in Rapture zwar oft schön anzusehen war, konnte man es meist nur in geskripten Ereignissen bewundern, wenn zum Beispiel eine Fensterfront barst und das ganze Wasser in einen Raum spülte. Hydrophobia sieht nicht halb so schön aus wie Bioshock (was auch an dem deutlich fehlenden Anti-Aliasing liegt, das die Welt von Hydrophobia trotz weichem Wasser ausgesprochen Kantig erscheinen lässt) bietet aber dafür eine nette Wellensimulation. Denn das Wasser bewegt sich relativ dynamisch durch die Queen of the World. Der Spiegel sinkt und steigt je nach Gelegenheit und kleinere Wellen können Kate aber auch ihre Gegner von den Beinen hauen. Glücklicherweise ertrinken die Gegner weitaus schneller als Kate. Oftmals reicht es schon, Gegner ins Wasser zu schubsen und sie ertrinken im kühlen Nass. Kate hingegen kann ausgesprochen gut tauchen, was ihr auch mehrmals zu Nutze ist, wenn der Weg zur nächsten Tür durch Wasser-Massen versperrt ist.
Hydrophobia

Wo ist der Spielspaß geblieben?

Der maritime Überlebenskampf von Hydrophobia würde sogar richtig viel Spaß machen, wenn das Spiel dem Spieler nicht so viele Steine in den Weg legen würde. Die haklige Steuerung (Mit Y springen? Wollen wir nicht früher im Alphabet anfangen. Zum Beispiel mit A!) verhindert gerade in zeitkritischen Missionen, dass man die rettende Leiter oder den sichern Vorsprung erreicht. Das HUD lässt einen die meisten Zeit im Unklaren, wie viele Treffer man noch einstecken kann, oder wie viel Luft zum Atmen bleibt. Die 3D-Karte, die einem zum nächsten Ziel leiten soll, erinnert an Zeiten von Descent und co, nur ohne Übersicht. Das schlimmste aber ist das eigentliche Vorwärtskommen im Spiel: Denn fast alle wichtigen Türen sind erst einmal verschlossen. Um sie zu öffnen braucht man einen Code. Den hat meist ein Terrorist. Hat man diesen getötet und den Code an sich genommen, muss man nun noch mit dem Handcomputer die richtige Tür finden, während einem Pfeile an den Wänden den Weg weisen. Das macht beim ersten Mal Spaß, leider lassen sich knapp ein Dutzend der Türen nur auf diese Art öffnen.
Die englische Sprachausgabe ist nicht der Rede wert, die einzige Kontaktperson die euch am Headset durch das Spiel begleitet spricht mit einem derart nervigen britischen Akzent, dass man sich schnell wünscht, doch der einzige Überlebende an Bord zu sein.
Hydrophobia ist bereits exklusiv für Xbox 360 im Rahmen des Game Feast erschienen. Die PS3- und PC-Version dürften ab Mitte November online für knapp 15€ zu erwerben sein.
Hydrophobia

Trailer von Hydrophobia

Kommentare

j1mbo
  

dabei sehen die bilder ganz nett aus

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Robot7
  

Sorry f?r den Doppelpost, mein Browser hat gerade gesponnen.

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Robot7
  

Ich fand die Demo auch ziemlich entt?uschend. Von wegen "Die bester Wasseranimationen", das meiste sah wenig ?berzeugend aus. Kein Vergleich zu Bioshock!

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Robot7
  

Ich fand die Demo auch ziemlich entt?uschend. Von wegen "Die bester Wasseranimationen", das meiste sah wenig ?berzeugend aus. Kein Vergleich zu Bioshock!

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ninjai71
  

Kleine Teams d?rfen nciht als Endschuldigung f?r schlechtes Gameplay dienen! In den Anf?ngen der Computerspiele und auch heute noch im Arcadebereich haben teilweise einzelne Programmierer hervorragene Games produziert. Ich denke die haben sich mit ihrem Wassersimulationsanspruch einfach kr?ftig ?bernommen und die falschen Priorit?ten gesetzt, so einfach ist das.

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MyNameIsDotty
  

Hab die Demo angezockt und war ebenfalls ziemlich entt?uscht. Hab 'ne Menge von dem Spiel erwartet, aber naja :\

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consolefan22
  

Klar das Gesuche und die 3D bzw. 2D Karte ist nicht das gelbe von Ei, abwechslungsarm auch, Steuerung war aber ok. F?r einen kleineren Preis f?r zwischendurch doch kein schlechtes Spiel.

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GuitarRick
  

Ich hab auch gedacht, ich bin im falschen Spiel, als ich die Demo gezockt hab. Was f?r ein Schrott...

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sunnywusch
  

habe viel hoffnung in den titel gesteckt und die demo hat mich sehr entt?uscht. ?ber den preis rede ich lieber nicht, da ja mittlerweile eh fast jedes spiel 1200 points kostet.

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LookMyBullet
  

Hmm...

Was genau fandet ihr an der Demo schlecht?
Normalerweise bin ich ja auch empfindlich f?r schlechte Spieler aber die Demo zu Hydrophobia fand ich eigentlich recht gut...

Kein Totalausfall wie dieser MP-Ego Shooter vor einiger zeit^^
Hab allerdings nur bis an die stelle gezokkt wo man die Leiter hoch muss und ?ber einem der brennende fahrstuhl ist...Das ding hat mich dann 2x gekillt und ich hab aufgeh?rt, da auch nicht wirklich ersichtlich war was dort zu tun ist...Aber sonst?F?r kleines geld doch nichtmal so ?bel..da gibts schlimmeres!

Ich pers. kaufe mir nat?rlich auch eher nen altes Retail game f?r 15 als irgendein Arcade Spiel..Aber so schlimm fand ich zumindest die Demo nicht.

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