Killzone 3

Plattform: (Wii U)
Release: 25. Februar 2011

User-Wertung:

Killzone 3

Die Helghaner sind wahrlich schlechte Verlierer. Da bombardiert man ihren Planeten, das kein Tanklastzug auf dem anderen bleibt, knallt ihrem geliebten Anführer XXX eine Kugel in den Kopf und die Jungs geben immer noch nicht klein bei. Aber vermutlich wäre ein Killzone 3, das auf diplomatische Friedensverhandlungen fokussiert ist, ähnlich absurd, als würde man einen Star Wars Film mit der dringenden Thema der „Besteuerung von Handelsrouten“ beginnen. Aber das ist ein anderes Thema. Killzone 3 ist endlich da und es liefert genau das, was alle ISA-Soldaten von ihm erwartet haben. Leider auch nicht viel mehr.


Heil Helghast – Das Märchen der Weltraum-Nazis

Rico hat`s versaut. Nicht nur, das unser Kamerad in Killzone 2 eigentlich immer nur im Weg stand, nein der Gute musste ja unbedingt eine Kugel in den Kopf von Scolar Visari jagen, der Mini-Hitler Ausgabe aus dem 1000-jährigen Helghast-Reich. Auch wenn unklar ist, ob der Diktator in Gefangenschaft mehr wert gewesen wäre, der Tod des Anführers führt jedenfalls nicht zur Kapitulation der starrköpfigen Helghaner. Und so schlüpft der Spieler auch in Killzone 3 wieder in die Haut des ISA-Soldaten Tomas "Sev" Sevchenko und steigt wenige Minuten nach dem Tod von Visari in die Handlung ein. Die ISA evakuiert gerade panisch ihre Truppen, denn die Helghast fahren plötzlich riesige Roboter mit Strahlenkanonen aus der Garage, die die Kreuzer der ISA vom Himmel holen. Warum die Helghast diese praktischen Riesen nicht früher eingesetzt haben? Das wird wohl ein Geheimnis der Story-Autoren bleiben, die sich bei bei Killzone 3 zwar alle Mühe geben, die ganzen Action-Szenen mit einem interessanten Überbau zu versehen, dabei aber leider nur eine wirre Geschichte mit zahlreichen Kriegs- und Nazi-Klischees aus dem zweiten Weltkrieg zusammen bekommen. Nun bot schon Killzone 2 eine recht wirre Story, diese trat aber angenehm in den Hintergrund und bremste wenigstens die Action niemals aus.
Killzone 3 unterbricht leider zu oft das Spielgeschehen, um eine meist belanglose Zwischensequenz einzubauen, in der meist hektisch Befehle geschrien, verweigert oder diskutiert werden. Besonders peinlich sind die Sequenzen, in denen wir die verbleibenden "Führer" Helghasts bei endlosen Diskussionen um die richtige Taktik bei der Bekämpfung der ISA-Truppen bewundern können. Spielt man Killzone 3 hier in englischer Sprachausgabe kann man sich immerhin an der gewohnt überdrehten Performance von Malcom McDowell erfreuen, der den Waffenfabrikaten Johan Stahl verkörpert und natürlich gerne die Chance nutzen will, sich selber als Anführer zu positionieren. Leider hat man den Inhalt der meisten Zwischenfilmchen schon vergessen, bevor sie zu Ende gelaufen sind. Das liegt auch daran, dass das Spiel derart schnell die Schauplätze wechselt, das wohl auch den Drehbuchautoren schwindelig wurde. Eine Sequenz, die der Spieler aus zwei verschiedenen Perspektiven spielt, zeigt sogar einen unterschiedlichen Ablauf. Hier konnten wohl selbst die Autoren nicht mehr ganz ihrer Story folgen. Und wer nach dem etwas enttäuschenden Ende von Killzone 2 auf einen besseren Abschluss bei Killzone 3 gehofft hat: Nein.
Killzone 3

„Es ist ein hässlicher Planet. Ein Bug-Planet!“

Okay, das Zitat stammt aus "Starship Troopers". Aber so richtig kann man die Helghaner ja nicht verstehen, die ihren Heimatplanet so verbissen verteidigen. Denn ein richtig schöner Planet ist Helghast nun nicht gerade. Bereits in Killzone 2 konnten wir die eintönigen, depressiven Städte und staubigen Wüstenkomplexe bewundern, die zudem meist mit ekligen Riesenspinnen bevölkert waren. Killzone 3 nimmt den Spieler jedoch auf eine Reise durch verschiedene Schauplätze auf Helghast mit, so dass man sich nicht nur durch Industriegebäude kämpft, sondern auch in Dschungel- und Eislandschaften unterwegs ist. Grafisch können allerdings alle Szenarios überzeugen: Die Level strotzen vor Details und Partikeleffekten: Fast immer fliegen Trümmerstücke, Staub oder Schnee durch die Gegend, während die Sonne perfekte Lichtspiele an den Horizont zaubert. Grafisch ist Killzone 3 weiterhin eine Klasse für sich und kann in dieser Disziplin auf einer Augenhöhe mit Uncharted 2 stehen. Leider hat der ebenfalls schicke Vorgänger die Augen bereits derart verwöhnt, dass der große "WOW-Effekt" ausbleibt. Der dritte Teil der Killzone-Reihe ist "nur" noch wunderschön. Gleiches kann wieder über die Musik gesagt werden, deren orchestraler Score jeden Michael Bay Film bestens untermalen würde und die epischen Kämpfe perfekt akustisch unterstützt.
Lest auf Seite 2 des Tests, wie sich Neuheiten wie Jetpacks und schwere Waffen im Gefecht schlagen.
Killzone 3

Kommentare

Claudandus
  

Der zweite war schon misst und der ist noch weniger interessant schon alleine wegen der Move Steuerung :)

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jensen
  

Von der Atmosph?re her hat es mich stellenweise positiv an Battlefield erinnert. Wenn man durch die Gr?ben rennt und st?ndig brachiale Einschl?ge neben sich h?rt und die Kameraden neben einem umfallen, dann f?hlt man sich wirklich "mittendrin". Die Level laufen zwar komplett linear ab, aber ich pers?nlich hatte bei Killzone auch gar nichts anderes erwartet. KZ3 ist eben wie ein schneller bombastischer Actionfilm. Ich w?rde f?r den Solopart eine 9/10 geben.
Der MP-Modus entt?uscht mich bis jetzt aber ziemlich. Die Maps sind komisch aufgebaut, optisch mMn alles andere als h?bsch und irgendwie un?bersichtlich. Da habe ich mich bei Halo, CoD und BF viel wohler gef?hlt. Au?erdem kommt es mir so vor als wenn 90% der Spieler absolut chaotisch spielen. Selbst bei CoD laufen die Spieler mit etwas mehr Plan rum (ja, auch kurz nach Release des Spiels). Au?erdem passt die immernoch etwas tr?ge Steuerung heutzutage einfach nicht zu einem modernen Onlineshooter. Der MP bekommt von mir maximal 7/10.

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Daniel Pook
  

Jetzt machst du mich doch ziemlich hei? drauf, auch mal reinzuschnuppern. Werd mir aber wohl erst mal Killzone 2 geben und dann direkt Teil drei hinterher...

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KING_BAZONG
  

Klar, ich BIN ja auch ein Fanboy ;)

Sony- UND Killzone-Fanboy erster Stunde. Das stimmt mit der deutlich kritischeren Betrachtungsweise. An Killzone wird eine ganz andere Meslatte angelegt als an vergleichbare, ?hnliche Kriegsshooter. Das war schon immer so.
Und wenn ich so die weltweiten Reviews betrachte, dann sind 70er- oder gar niedrige 80er-Wertungen wirklich deutlich in der Unterzahl. Ist einfach so. Die Meisten k?nnen die Qualit?ten des Spiels sehr wohl einsch?tzen.

HL2 ist auch einer meiner Referenzshooter, immer noch. Hat halt schon noch eine besondere Qualit?t, auch inhaltlich. Das ist nun auch das Einzige, was man einem KZ3 vorwerfen kann: Die Story.
Aber was soll man andererseits gro?artig bringen in einem Shooter, der Krieg behandelt und als Thema hat ? Finde, auch da hat das Spiel gute Arbeit geleistet. Intrigen und Machtspiele innerhalb der beiden Konfliktparteien. Das reicht doch dicke und das ist auch genial inszeniert. Ein tiefenpsychologisches Melodram kann man da schlecht draus machen.
"Jammer" als neuer Nebencharakter gef?llt mir sehr gut. Der "F?hrtensucher" der Truppe ;)

Wie dem auch sei, KZ3 ist ein ziemlicher Meilenstein, was Athmo und Inszenierung betrifft. Alleine der Kampf gegen den MAWLR ist atemberaubend und unvergleichlich.
Aber es gibt ja noch mehr (will und darf nix verraten).

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bnaked
  

@King

Wahrscheinlich wirst du jetzt fertig gemacht und wirst als "Fanboy" beschimpft, weil du Killzone 3 so super findest..

Aber wenn ich mir so die User Kommetare und User Reviews so weltweit anschaue, dann haben ungef?hr 80% der Gamer dadrau?en die selbe Meinung wie du.

Ich finde ?brigens auch, dass sehr viele Tests einfach nur unf?hr sind. Die Hyperkritik ist echt nicht mehr zu ertragen, gerade wenn man sich die Reviews der anderen Shooter der selben Seite anschaut, wo MW2 und Co einen Freifahrtschein bekommen, aber Killzone 3 nat?rlich nicht.. Killzone hat schon immer polarisiert und all die Tester, die Killzone 2 schon nicht mochten, haben die Antisymphatie wohl immernoch in sich und sind besonders aufmerksam beim Fehler-herauspicken..
Aber wer wei?, was da die Gr?nde sind, ich kann das ehrlich gesagt nicht verstehen. Der Gro?teil der Gamer ist begeistert, deshalb haben Guerilla eigentlich alles richtig gemacht und viele Reviews sind deshalb irgendwie auch ungerechtfertigt, vorallem die l?cherlich geschriebenen 7/10 Wertungen..

H?tte ja nichts dagegen, wenn Half Life 2 der Ma?stab w?re, aber so?

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KING_BAZONG
  

So, ich bin durch. Knapp 7,5 Stunden auf Veteran. Ich bekr?ftige meine Aussage nochmal: Alles unter 90% oder 9 von 10 geht ?berhaupt nicht.

Ein unfassbares St?ck Software !

F?r mich eine klare 10/10.

Es gibt absolut NICHTS VERGLEICHBARES, das ein ?hnliches Feuerwerk abfackelt und damit solch eine Mittendrin-Athmo erzeugt !

Aber Tests sind halt immer nur subjektive Sichtweisen. Ist ok.

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mongotroll
  

seh es wie der King.

Hammergame. wem ein shooter von der mechanik und von gameplay nicht gerne spielt, f?r den isses nat?rlich nix.
die zwischensequenzen geben storym??ig nicht viel her, sehen aber schweinegeil aus.
Mit Shootern ist es halt wie mit schnellem heftig geilen Sex.
Wer darin den tiefern Sinn sucht, der geht auch in den Puff, um mit den Nutten eine Buchbesprechung zu machen.

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KING_BAZONG
  

Nachdem ich nun knapp 3/4 des Spieles hinter mir habe (auf Veteran spiele ich bestimmt schon 8 Stunden dran), komme ich zu dem Schlu?, dass eine 8 eindeutig zuwenig ist f?r dieses audio-visuelle Meisterwerk !

Alles unter 9 ist Bl?dsinn. Ich tendiere zu 90-95%. Ganz locker.

Aber mei....so hat halt jeder seine Vorstellungen.

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The Pud
  

H?tte ich nur eine PS3, die Killzone-Reihe finde ich sehr ansprechend, w?re mal etwas anderes als die quietschbunte Halo-Saga, auch wenn ich die nat?rlich auch sehr gerne Spiele.
Vielleicht kommt ja bald eine ins Haus.

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Daniel Pook
  

Halo: Reach hat ein Gameplay auf begeisternde Weise weiter perfektioniert, das in meinen Augen nur Halo zu bieten hat. Killzone 3 spult heutzutage von zahlreichen Shootern aufgegriffene Gameplaymechaniken auf hohem Niveau ab und macht dabei viel Spa?, ohne diesen Begeisterungsfaktor zu erreichen. So sehen wir das, wobei hier zwei verschiedene Tester zwei unterschiedliche Spiele betrachtet haben und jeder bei uns seine subjektive Meinung hat. Ich wei? nicht, ob ich Killzone 3 vielleicht besser finde als Alex. Ich hab's nicht gespielt. Alex dagegen ist kein Halo-Fan und hat darum Reach nicht wirklich lange gespielt. Damit hat sich die Diskussion eh erledigt, denke ich. Aber auch so ergeben die Fazits wie gesagt im Kontext Sinn, wenn man sich nicht nur auf einen Kritikpunkt versteift, sondern diesen auch im Gesamtzusammenhang betrachtet. - Von daher ist mein "Black Ops"-Fazit wohl eher mit Killzone 3 zu vergleichen und davon ausgehend kann ich sehr gut sagen, dass Black Ops mit gewohntem langweilen und Halo mit gewohntem begeistern kann. Das muss kein Widerspruch sein, es kommt aufs Gesamterlebnis an.

Ich w?rde mich nicht so an dem Vorwurf der Innovations-Armut aufh?ngen, sondern mal das Gesamtbild der Kritik betrachten. Dann kl?rt sich dieses Missverst?ndnis auf. Weiteres dazu h?rst du im aktuellen Podcast. :)

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