Metro Last Light

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 17. Mai 2013

User-Wertung:

Im Test: Metro Last Light

Ein wahrlich schlechtes Timing, zumindest aus Sicht ehemaliger THQ-Manager: Fünf Monate nach der Insolvenz des „Toy Head-Quarters“ ist deren einstiger Hoffnungsträger „Metro: Last Light“ nun endlich für PC und Konsolen erschienen. Freuen kann sich nun Deep Silver, bzw. Koch Media, denn das fertige Produkt ist ein polierter und atmosphärisch ansprechender Shooter geworden.

Der Vorgänger Metro 2033, erschienen im Mai 2010 für PC und Xbox 360, war in vielen Aspekten noch ein etwas roh geschliffener Diamant. Ob die etwas hakelige Steuerung, die umständliche und teils frustige Stealthmechanik oder die nicht immer transparente Gegner-KI, das Spiel passte sich seinem Setting an: Es wirkte wie russisches Automobil. Irgendwo klappert immer etwas bedrohlich, viele Teile sind unverständlich beschriftet, aber am Ende funktioniert es irgendwie trotzdem. Dieser fehlende Feinschliff war übrigens der hauptsächliche Grund, warum ich es trotz seiner wunderschönen Grafik nie auf der Xbox 360 durchgespielt habe. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit war diese Andersartigkeit auch genau der Grund, warum viele das Spiel sehr sympathisch fanden. Sperrig, anspruchsvoll, eben kein weichgelutschter Mainstream. Metro Last Light ist nun ein deutlich glatt geschliffeneres Produkt, was den Ultra-Fans des Vorgängers vermutlich wie Verrat zugunsten des Mainstream Publikums vorkommt, mir aber wie ein Geschenk Gottes.


Es musst nicht immer Stealth sein.

Es musst nicht immer Stealth sein.

Oberflächlich betrachtet ist das ganze Spiel nun ein deutlich zugänglicher Shooter in einem noch unverbrauchten Setting (jaja, Endzeit ist nicht originell, die U-Bahn von Moskau aber schon) geworden, in dem man oftmals zwischen Stealth und Action wählen kann und der ein recht lineares, story-getriebenes Gameplay bietet, dass man von Shootern mittlerweile gewohnt ist. Man schlüpft wieder in die Haut von Artyom, benötigt aber so gut wie kein Vorwissen über die Geschehnisse des Vorgängers. Denn dessen Ende wird bereits in den ersten Spielminuten von Last Light kurz zusammengefasst: In der postatomaren Einöde auf den Ruinen von Moskau treiben Monster ihr Unwesen, die schlichtweg die "Schwarzen" genannt werden (Was in vielen Dialogen immer etwas unfreiweillig komisch klingt). In Metro 2033 gelang es Artyom, deren Hauptnest mit einem großen Raketenangriff dem Boden gleich zu machen. Das verursachte bei ihm allerdings ein ungutes Gefühl in der Magengrube und reichlich Schuldkomplexe. Ihr wisst schon, so wie sich Christopher Blair gefühlt hat, als er den Kilrathi Heimatplaneten in die Luft gejagt hat. In diesem geilen Spiel. Wing Commander 3. Aber ich schweife ab. Denn wir waren gerade so schön beim Stichwort "Gefühle" und die vermittelt Last Light bereits im Intro beeindruckender, als der Vorgänger in der ganzen Spielzeit. So blickt Artyom kurz auf seine Kindheit vor der Katastrophe zurück und denkt dabei an seine Mutter, deren Gesicht er sich nicht mehr vorstellen kann. Später im Spiel kommt noch ein weiterer Rückblick auf die Zeit kurz vor der nuklearen Holocaust, ebenfalls sehr atmosphärisch inszeniert (Kleiner Tipp, es handelt sich um ein abgestürztes Flugzeug).

Kommentare

gelöscht
  

Oha, ansonsten wurde das game ja eher abgestraft von den wertungen

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spartaner77
  

Habs auch seit heute und bin erstmal erstaunt über die Grafik. Scharfe Texturen und Detailreichtum. Sowas habe ich zuletzt bei kaum einem Spiel für die Xbox gesehen. Spiel ist ein spielerisch lineares aber extrem atmosphärisches Meisterwerk. Nur 3 Kritikpunkte, die wahrscheinlich schon genannt wurden:
1. Steuerung ist manchmal etwas hakelig.
2. Das Tearing ist ja nunmal leider zum Standard geworden, so auch hier.
3. Russendialekt nervt auf Dauer.
Ansonsten klasse Spiel mit ganz eigener Atmosphäre.

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pornophonique
  

Ich ärgere mich wahnsinnig. Ich hab noch mehrere ungezockte Games auf der Xbox (Max Payne 3 z.B.), die ich unbedingt noch durchspielen muss. Gleichzeitig will ich Bioshock und Metro haben. Letzteres vergöttere ich (hab mir damals den ersten Teil direkt zu Release gekauft). Ich stehe einfach total auf das Endzeit-Szenario. Die beiden Romane stehen auch im Regal ;)
Blöd nur, dass ich im Moment nicht so viel Geld und so viel Zeit habe.
Schöner Test! Eine 9/10 klingt mal so richtig gut!

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Saibot
  

Das sind momentan gute Spiele für mich. Bei knapper Zeit kommen solche "puren" Singleplayer-Shooter genau richtig!Guter Test :)

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Sellfish_86
  

EDIT: Schaltet alle Prozesse von Logitech ab! Zum Beispiel SetPoint.exe etc. Die verlangsamen das Ding gehörig. Ansonsten kann man in der *.cfg noch auf DX9 schalten, so lange es keine Abhilfe per Treiber/Patch gibt.

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hendrik
  

Wird es ein Vorspiel Video dazu geben? Hätte gerne noch paar Bewegtbilder:)

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Sellfish_86
  

Spiel läuft nicht korrekt auf Radeon Karten (sehr niedrige fps und starke Einbrüche)... also derzeit nur Nvidia only!
Wer als ATi Nutzer also vor hat das Spiel zu kaufen, sollte erst einmal abwarten, ob es einen Patch/neuen Treiber geben wird.

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IceOnly2
  

Na ich glaub euch mal. Hab das nur aus Reviews von anderen Seiten. :-)

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Kettenhund
  

Es wurde ja über Bioshock Infinite gesagt, es sei das Half Life (2) dieser Generation. Für mich trifft diese Bezeichnung viel deutlicher auf Metro Last Light zu. Ich fands vom allgemeinen Feeling her sehr identisch.

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Bramahummel
  

Werd mir das Spiel holen wenns mal günstiger ist. Muss zuerst noch Metro 2033 durchzocken. Hab ich mir mal für 5 Euro vom Marktplatz runtergeladen aber bisher noch nicht gezockt. Was mich halt derbe stört ist dieses Russen-Deutsch also der Akzent. Aber immer wieder mal ne Stunde wird schon gehn ;)

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