Metro Redux

Plattform: (PS4, XBO)
Release: 29. August 2014

User-Wertung:

Postatomare Russendisko: Metro Redux für PS4 und Xbox One im Test!

Metro Redux lockt im Test mit fairem Preis, dickem Umfang und einigen Überarbeitungen. Aber müssen wir deswegen wirklich nochmal in die düsteren U-Bahn-Schächte Moskaus?

Sommerloch-Alarm! Keine Spiele in Sicht, die große Spieleflut gibt's erst kurz vor Weihnachten. Was also tun? Klar, einfach alte Spiele noch einmal veröffentlichen! Das dachte sich wohl auch Deep Silver und bringt mit Metro Redux die beiden Endzeit-Shooter Metro 2033 (2010 erschienen) und Metro: Last Light (von 2013) in überarbeiteten Versionen auf den Markt.

Beide Spiele sind entweder einzeln als Download zum Preis von je 20 Euro oder im Bundle für knapp 40 Euro erhältlich. »Alte Spiele« sind die beiden Metros aber höchstens auf dem Papier, denn für die Redux-Versionen haben sich die Entwickler richtig angestrengt und sowohl technisch als auch spielerisch noch einmal eine Schippe draufgelegt.



Metro 2033 Redux

Metro 2033 Redux zeichnet ein düsteres Zukunftsbild. Große Teile der Erde sind nach dem dritten Weltkrieg und einer verheerenden Atomkatastrophe verseucht und unbewohnbar. Die Überlebenden haben sich unter die Erde verkrochen. So auch in Moskau, wo die letzten Menschen ihr Dasein in den Tunneln der Metro fristen. In den dunklen Schächten lauern Banditen, Mutanten und anderes Gesocks.


Spielt sich schöner: Die Neuauflage von Metro 2033

Spielt sich schöner: Die Neuauflage von Metro 2033

Kein schöner Ort, aber der 20jährige Artjom kennt es nicht anders. Als seine Heimatstation angegriffen wird, bekommt er vom geheimnisvollen Ranger Hunter den Auftrag, zur Station Polis zu reisen. Gar nicht so leicht, zumal die Metro auch von den mysteriösen »Schwarzen« unsicher gemacht wird, mächtige schemenhafte Wesen, die schlimmste Bedrohung von allen.

Am reinen Storyverlauf hat sich nichts geändert, und auch das spielerische Grundgerüst von Metro 2033 ist identisch. In der Rolle von Artjom schleichen wir allein oder in regelmäßiger Begleitung von NPCs durch die Tunnel und hin und wieder auch an der radioaktiv verseuchten Oberfläche von Moskau herum. Angreifende Banditen oder schweinsnasige Mutanten erledigen wir mit einem überschaubaren Waffenarsenal und gönnen uns zwischendurch in den belebten und sehr detaillierten bewohnten Stationen ein kleines Päuschen. Die größte Stärke von Metro 2033 Redux ist die beklemmende und sehr intensive Atmosphäre.

Wenn wir mit der Flinte im Anschlag in die dunklen Tunnel blinzeln und in der Ferne Monstergeheul oder Schreie die Stille zerreißen, stellen sich uns die Nackenhaare auf. Genauso wie das intensive Gefühl unter der Atemmaske an der Oberfläche, hier müssen wir regelmäßig den Filter wechseln, um nicht zu ersticken. Fehlschüsse bestrafen uns hart, denn Munition ist selten und dementsprechend kostbar. Der spannende aber leider sehr lineare U-Bahn-Trip dauert insgesamt knapp acht Stunden. So weit, so gut.

Auf den zweiten Blick hat sich allerdings eine Menge getan, denn Entwickler 4A Games hat das Gameplay von Metro 2033 in ein paar Punkten an das letztjährige Metro: Last Light angepasst. Artjom kann in Redux zum Beispiel drei Waffen gleichzeitig tragen und die Bleipusten bei Händlern gegen Munition (die Währung im Spiel) mit schicken und sinnvollen Aufsätzen wie Visieren oder Schalldämpfern ausrüsten - klasse, so hat man in bestimmten Levels noch mehr Möglichkeiten. Ebenfalls eine sinnvolle Neuerung: Gegner lassen sich jetzt auch von hinten per Stealth-Nahkampfangriff erledigen.


Atmosphärisch noch immer ein Brett: Das Leben in der Metro

Atmosphärisch noch immer ein Brett: Das Leben in der Metro

Das klappt meistens auch ganz gut, hin und wieder zickte aber die Erkennung in unserer Testversion und der Gegner entdeckte uns, weil wir ihn nicht richtig erwischten. Ärgerlich! Auch an der KI wurde geschraubt und tatsächlich suchen die Gegner nun noch besser Deckung oder greifen auch mal von der Seite an. Aussetzer gibt es aber trotzdem, an manchen Stellen wollen uns die Kerle einfach nicht entdecken, selbst wenn wir im Lampenschein direkt vor ihnen entlang kriechen. Große Auswirkungen auf die Spielmechanik haben die Änderungen zwar nicht, sie sind aber trotzdem sinnvolle Ergänzungen.



Optimiertes Technikgerüst

Die Änderungen bei der Grafik fallen dagegen recht deutlich auf. Metro 2033 Redux läuft nun auf der 4A-Engine von Last Light, was sich vor allem an den dynamischeren und sehr atmosphärischen Lichteffekten bemerkbar macht.

Auch die hochaufgelösten und detaillierten Texturen stechen sofort ins Auge - wo uns in der 360-Version hier und da noch hässliche Matschtexturen entgegengrinsten, wirken Tunnelwände, Objekte und vor allem die Außenareale durch den gestiegenen Detailgrad nun noch plastischer. Metro 2033 Redux läuft auf beiden Next-Gen-Systemen mit meist konstant flüssigen 60 Bildern - allerdings nur auf der PS4 in 1080p, die One-Variante bietet lediglich 912p.

Der Unterschied ist aber nur auf sehr großen Fernsehern oder im direkten Vergleich erkennbar. Eine weitere Detailänderung: Einige Uniformen und Charaktermodelle (darunter zum Beispiel der Ranger Khan) wurden an die von Last Light angeglichen, sodass das gesamte Metro-Universum über beide Spiele konsistent bleibt. Das macht Metro 2033 insgesamt zu seinem sehr hübschen Spiel, lediglich einige hüftsteife und ungelenke Animationen fallen negativ auf.

Kommentare

Mastodon
  

das buch metro 2033 hat mir auch sehr gut gefallen, deswegen fande ich es schade dass sie ihm spiel so wenig story eingebaut haben..nichtsdestotrotz sind es super spiele.

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Alexander Voigt
  

Zitat von Pygmalion

Pygmalion schrieb:


Ich fand Metro 2034 vorallem im Vergleich zum grandiosen ersten Buch leider echt schwach.

Und warum muss man wirklich unter dem Test eines so grandiosen Spiels wieder so eine scheiß Diskussion... komplettes Zitat anzeigen



Sehr gutes Schlusswort. Die meisten haben wohl einfach die letzte Generation vergessen, wo Multiplattform-Titel wirklich ERKENNBARE Unterschiede zwischen 360 und PS3 aufgewiesen haben. Die Zeit liegt zum Glück hinter uns...

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Pygmalion
  

Zitat von Picknicker

Picknicker schrieb:

Ja, die Bücher sind sehr zu empfehlen. Metro 2033 habe ich durch, Metro 2034 bin ich noch dran.



Ich fand Metro 2034 vorallem im Vergleich zum grandiosen ersten Buch leider echt schwach.

Und warum muss man wirklich unter dem Test eines so grandiosen Spiels wieder so eine scheiß Diskussion anfangen. Vergleicht doch mal bitte die Bilder von Xbox SPielen 2005 mit einem GTA5 oder reinem Red Dead. In zwei Jahren wird sich das bei beiden Konsolen einigermaßen auf dem gleichen Niveau einpendeln und selbst wenn nicht, ist doch keiner ein dümmerer oder schlechterer Mensch nur weil er ne One hat. Und ja, der Pc ist tausendmal besser stärker als die beiden Konsolen aber auch das sollte einen doch spästens beim Kauf einer der beiden vollkommen egal, weil man dafür andere bequemlichkeiten genießt.
Kann man dieses leidige Thema jetzt endlich mal abschließen?

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Bramahummel
  

Hab zwar Metro 2033 auf der 360 aber bisher noch nicht gezockt.
Von dem her steig ich gleich bei Redux ein. Freitag müssts im Briefkasten sein^^

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shannra666
  

Zitat von pornophonique

pornophonique schrieb:

Freu mich schon seit der Ankündigung im März/April auf dieses Spielepaket. Bisher habe ich nur Metro 2033 auf der 360 gespielt. Ich liebe Postapokalypse in Videospielen und dieses Spiel hat dieses T... komplettes Zitat anzeigen


*Ironie ON*
Also sorry damit kann man keinen Spass haben. Unmöglich. da fehlen 170 p, damit ist es unspielbar. Absolut Last Gen. PFUI
*Ironie OFF*

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pornophonique
  

Freu mich schon seit der Ankündigung im März/April auf dieses Spielepaket. Bisher habe ich nur Metro 2033 auf der 360 gespielt. Ich liebe Postapokalypse in Videospielen und dieses Spiel hat dieses Thema perfekt auf den Punkt gebracht. Last Light habe ich noch nicht gezockt. Bin gespannt, wies sein wird.

Das gesamte Paket wird aber gekauft. Freu mich riesig :) Sehr fair ist auch die Preisgestaltung. Verglichen mit Tomb Raider: Definitive Edition oder Last of Us Remastered ein wahres Schnäppchen, da man hier zwei überarbeitete Spiele für insgesamt 40 Euro bekommt (sozusagen in der GotY-Version mit allen Extras).

Kaufe es mir übrigens für die One, da ich nur diese Konsole mein Eigen nenne. Trotz geringerer nativer Auflösung werd ich damit meinen Spaß haben :P

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Underdog
  

Zitat von MehrunezZ Dagon

MehrunezZ Dagon schrieb:


Last Light,

wobei dies damals so durch sinnvolle Überarbeitungen dieser Fortsetzung gerechtfertigt war.

Da es sich bei Redux um sinnvolle Verbesserung beider Teile dreht, solltest du dir da... komplettes Zitat anzeigen



Danke !!

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Picknicker
  

Ja, die Bücher sind sehr zu empfehlen. Metro 2033 habe ich durch, Metro 2034 bin ich noch dran. Wegen Diablo und Destiny muss ich den Kauf von Redux leider etwas verschieben. Oder ich hole es mir sofort, gespielt wird aber etwas später. Fifa 15 kommt ja auch noch Ende September. Jetzt geht es langsam aber los mit der Spieleflut !

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MehrunezZ Dagon
  

Zitat von Underdog

Underdog schrieb:

Welches ist den der bessere Teil. Ich will wegen Zeitmangels nur einen Teil holen.



Last Light,

wobei dies damals so durch sinnvolle Überarbeitungen dieser Fortsetzung gerechtfertigt war.

Da es sich bei Redux um sinnvolle Verbesserung beider Teile dreht, solltest du dir das gesamte Werk besorgen, der Immersion und des Zusammenhangs der Story wegen ;)

Viel Spass :)

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Underdog
  

Welches ist den der bessere Teil. Ich will wegen Zeitmangels nur einen Teil holen.

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Autor:

Datum:

26.08.2014, 17:58 Uhr

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