Monsters vs. Aliens

Plattform: (NDS, PC, PS2, Wii, Wii U, XBox 360)
Release: 26. März 2009

User-Wertung:

Monsters vs. Aliens

Pixar vs. Dreamworks, das ist der ewige Kampf in der Animationsfilmbranche. Lizenzspiel vs. Qualität, das ist der ewige Kampf in der… ihr wisst schon wo. Spiele wie „Kung Fu Panda“ oder „Madagascar 2“ haben zuletzt jedoch verdeutlicht, dass die Software-Umsetzungen aber keinesfalls über einen Kamm geschert werden können. Jetzt tritt auch der neuste Streifen namens „Monsters vs. Aliens“ diesen Qualitätsbeweis an, kann dabei aber nur in Teilen überzeugen.


Bizarrer Kampf der komischen Wesen

Die Story ist so einfach wie auch schnell erzählt: Die US-Regierung unterhält unter der Kontrolle von General K.O. Putsch eine geheime Basis, in der eine Reihe von Monstern haust: Dr. Kakerlake, einem ambitionierten Forscher mit entsprechendem Aussehen ist der Kopf der Bande. Ihm unterstehen B.O.B, ein unzerstörbares und formbares Schleimwesen, Gigantika (eigentlich Susan), eine meterhohe, moderne Frau, die auch mal gerne Militärjeeps als Rollschuhe missbraucht sowie die Fisch-Mensch-Mutation namens Missing Link. Zuletzt wäre da noch das lustigste Mitglied der Gruppe: Insektosaurus. Der Name verrät wohl schon alles. Ihm ist es auch zu verdanken, dass euch die in Spielegrafik gehaltenen Zwischensequenzen den einen oder anderen Schmunzler abgewinnen können. Ansonsten erwarten euch leider ein Haufen stupider Sprüche und lahmer Gags am laufenden Band. Vielleicht hätte man sich hier besser an der Filmvorlage orientieren und einige Clips eins zu eins übernehmen sollen. Doch auch wenn Humor und Optik hier eher zu kurz kommen, kann man den Kampf gegen Alien-Invasor Gallaxhar ohne Probleme nachvollziehen. Auch die zahlreichen Anspielungen auf alte Science-Fiction-Schinken kommen im Videospiel noch einigermaßen gut rüber und sorgen bei Genre-Liebhabern für nostalgische Erinnerungen an vergangene B-Movies.

Repetitives Standard-Gameplay

"Monsters vs. Aliens" macht all das, was andere Filmumsetzungen bereits getan haben: Ihr bestreitet ein strikt lineares Level nach dem anderen, wechselt dabei öfters zwischen den einzelnen Protagonisten hin und her und seht nach ca. sieben bis acht Stunden den Abspann. Hört sich ja im ersten Moment alles wunderbar an: Lineare Level für die kleinen Zocker unter uns, Abwechslung durch verschiedene Charaktere und eine ordentliche Spielzeit für ein Lizenzgame. (Wer bereits zur unten stehenden Wertung gescrollt hat, fragt jetzt sicher nach dem "aber". Und das sollt ihr haben.) Aber: Die linearen Level sind nicht nur leicht zugänglich, sondern langweilen auch jeden Spieler aus jeder Altersklasse, gerade im späteren Spielverlauf. Denn oftmals läuft es nach folgendem Schema ab: Ihr betretet einen abgegrenzten Bereich, werdet vor ein Problem gestellt - Türöffnungsschalter, bewegende Plattformen, knackige Gegner - und löst es. Danach gelangt ihr in einen größeren, abgegrenzten Bereich, und werdet noch einmal vor genau dasselbe Problem gestellt. Das mag zwar die Arbeit des Entwicklungsstudios sehr komfortabel gestaltet haben und ermöglicht gleichzeitig die relativ lange Spielzeit, sorgt unter der zockenden Bevölkerung aber für reichlich Langeweile und Demotivation. Da helfen selbst nicht die verschiedenen Fähigkeiten der einzelnen Charaktere. Während man mit B.O.B durch allerlei Materialien hindurchschleimen und Gegner einfach verschlucken und danach ausspucken kann, ist Missing Link eher für die reine Prügel zuständig. Einige wenige Abschnitte mit dem schrägen Insektosaurus setzen voll auf simple Reibereien mit ebenso riesigen Robotern. Insgesamt unterscheiden sich die beiden aber nicht genug voneinander, um ein eigenständiges Spielgefühl zu gewährleisten. Außerdem sind die Kapitel auf jeweils einen festen Charakter zugeschnitten, ein dynamischer Wechsel der Spielfiguren ist nicht möglich.
Monsters vs. Aliens

Ein Riese auf Rollschuhen

Nur die eher kurzen Abschnitte mit Gigantika unterscheiden sich wesentlich vom Rest, denn hier skatet man durch diverse Geschicklichkeitsabschnitte und sammelt ordentlich DNA ein. Selbige kann im Labor dann gegen allerlei Extras wie Konzeptgrafiken, Audiokommentaren und Bildern aus dem Film eingetauscht werden. Dazu muss man zum Teil bereits gemeisterte Level noch einmal unter Zeit- oder Erfolgsdruck bewältigen, damit wirklich alle Inhalte freigeschaltet werden. Am interessanten sind aber die Upgrades, die für mehr Energie und Schaden bei den Hauptcharakteren sorgen. Oder neue Fähigkeiten für den optionalen Koop-Partner. Ja, richtig gehört, "Monsters vs. Aliens" unterstützt kooperatives Beisammensein. Leider übernimmt Spieler 2 nur die Rolle von Doktor Kakerlakes Strahlenkanone und kann mit einem Zielkreuz Feinde auf's Korn nehmen oder später auch via Greiffunktion durch die Gegend schleudern. "Super Mario Galaxy" lässt grüßen! Auch einige Abschnitte erinnern frappierend an das Meisterwerk von Nintendo - etwa die Erklimmung eines riesigen Roboters inklusive dem Ausdrehen von Schrauben - erreichen aber zu keinem Zeitpunkt auch nur annährend dessen Qualität. Darüber hinaus gibt es weitere Anleihen aus anderen Titeln, etwa die obligatorischen Quicktime-Events, sogar beim Öffnen schwerer Metalltüren.
Monsters vs. AliensTechnisch ist der Titel, gerade auf den Plattformen Xbox 360, PS3 und PC, eine Enttäuschung. Zwar läuft alles flüssig, allerdings finden sich an jeder Ecke und vor allem in den Zwischensequenzen immer wieder äußerst unscharfe Texturen wieder, die direkt von der PS2- oder Wii-Version stammen könnten und wahrscheinlich wirklich nur hier hineinkopiert wurden. Dafür bietet besagte Nintendo-Variante die präzisere Steuerung für den Koop-Partner, denn das Zielkreuz reagiert bei einem konventionellen Analog-Stick etwas zu empfindlich. Immerhin entschädigt die einschaltbare Zielhilfe... Gemessen an ein Lizenzgame enttäuschen die Synchronstimmen und hinken dem Kino-Auftritt klar hinterher. Irgendwie zwar professionell, trotzdem aber gelangweilt und zuweilen nervig (Gigantikas Schreie!) - anders lässt sich die Vertonung nicht beschreiben.

Nur für jüngere Spie… Moment mal!

Kommentare

Daniel Pook
  

Also ich finde das Game nicht soooooo ?bel. :)

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Saibot
  

Also hier kann ich zwar nicht mitreden, aber besser als manch andere Filmumsetzungen ist es allemal, merkte man schon an der Demo.
Toy Story fand ich ?brigens ganz gut :D

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xXDonReneXx
  

Wall-E is der Bringer! Ansonsten haben beide Firmen gute und schlechte Filme rausgebracht...

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HollowFFM
  

Nix, Dreamworks is viel besser wie Pixar....Shrek, ab durch die Hecke, Gro?e Haie kleine Fische, Bee Movie und Madagascar machen mehr Laune wie Nemo, Toy Story, Wall E und die unglaublichen.....Einzig Cars und die Monster AG fand ich richtig gut...

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Cyberia
  

Irgendwie interessiert mich das Spiel. ^^ Aber will erstmal auch den Film kennen, das hol ich mir denke ich mal irgendwann wenns g?nstiger ist oder so. :D

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Robert Buch
  

@Steffen: Ist gefixt. Danke :)

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EL POLLO DIABL0
  

wobei ich den film echt lustig finde^^

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Lyf
  

Missing Link, wie lustig ist das denn :D
Naja, 60 Euro ist es jedenfalls nicht wert. 30 f?rn PC vielleicht.

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Steffen261279
  

"...und jetzt greife ich wieder einen Allerweltssatz aus..."
Du greifst einen Satz AUF, nicht aus ;)

Sch?ner Test, aber ich glaub das Game wird an mir vorbei gehen ohne Tr?nen nachgeweint zu bekommen

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