Need for Speed: Most Wanted

Plattform: keine Angabe
Release: keine Angabe

User-Wertung:

Test-Video: Need for Speed - Most Wanted

Nach dem erfolgreichen "Need for Speed: Hot Pursuit" versucht EA mit "Most Wanted" dieses Jahr erneut, einen weiteren bekannten und beliebten Teil des Franchises mit Hilfe von Criterion zu einem Reboot zu verhelfen. Allerdings scheinen die Jungs berauscht vom eigenen Erfolg und dem konstanten Versagen ihrer Black Box Kollegen nun ihre komplette Burnout-DNA in das Need for Speed Franchise zu pumpen, was nicht jedem Fan gefallen wird.

Need for Speed Most Wanted ist ganz klar als Erbe von Burnout Paradise zu verstehen. Fast alle Features des letzten Burnouts-Teil sind auch hier zu finden, angefangen von der frei befahrbaren Welt, bis hin zu hunderten zerstörbaren Absperrungen und Werbetafeln. Allerdings dürfen sich Burnout-Veteranen nun erstmals hinter das Lenkrad echter Serien-Autos setzen und müssen nicht mehr mit Phantasie-Marken durch die Gegend kurven. Das alles klingt sicherlich sehr verlockend, wenn man denn aus dem Burnout-Fanlager stammt. Need for Speed Fans werden sich eher verdutzt fragen, warum sie ihre Spielreihe kaum noch wieder erkennen.
Das fängt mit dem hohen Schwierigkeitsgrad und dem schnellen Tempo an. Die Autos lassen sich nur aus zwei Perspektiven steuern, die klassische Außenansicht ist typischerweise die erste Wahl um beim allgemeinen High-Speed nicht den Überblick zu verlieren. Grundsätzlich geht es in Most Wanted darum, 10 Fahrer zu schlagen und so selbst auf Platz 1 der Most Wanted Liste vorzurücken. Um die Topfahrer zum Duell herausfordern zu können, braucht ihr Erfahrungspunkte, die ihr im Einzel- und Mehrspielermodus sammeln könnt. Zu Fuß wäre das etwas mühsam, daher stehen euch jede Menge Luxuskarren zur Verfügung. Und die müssen lediglich gefunden werden, denn bezahlt werden muss hier gar nichts. An sogenannten Wechselpunkten stehen über die ganze Karte verstreut Fahrzeuge, neben denen ihr einfach kurz parken müsst. Schon stehen euch die Karren zur Verfügung, allerdings muss man sich immer wieder zum Wechselpunkt teleportieren lassen, um in ein anderes Auto zu wechseln.
Das kommt einem fast etwas kompliziert vor, denn die restliche Navigation ist sehr elegant durch das "Easy-Drive" System gelöst. Mittels Ingame-Menu habt ihr Zugriff auf Wechselpunkte, Rennen und die Spezialfähigkeiten eures Autos. Schließlich kann jeder fahrbare Untersatz insgesamt fünf Extras wie Gelände-Reifen oder Nitro nutzen, die man allerdings zuvor in speziellen Rennen gewinnen muss.
Neben der obligatorischen Most Wanted Liste hat Criterion allerdings auch wieder die Polizei ins Spiel gebracht. Je nach Fahndungsstufe wird der Spieler mehr oder weniger aggressiv von den Staatsbeamten gejagt. Allerdings sind diese Verfolgungsrennen mittlerweile nur noch nervig und sorgen für wenig Spielspaß, zumal eine Verhaftung absolut folgenlos bleibt.
Das wahre Highlight des Spiels ist allerdings der Mehrspieler-Modus. Das ist auch gut so, denn die Million Erfahrungspunkte für das Freischalten des obersten Most Wanted Rasers dürften die meisten Spieler in unter 10 Stunden erreicht haben. Der Mehrspielermodus ist nahtlos in das Openworld-System integriert worden. Spieler lassen sich durch eine Lobby in eine Speedlist-Gruppe sortieren, in der acht Teilnehmer hintereinander fünf Aufgaben gestellt bekommen. Hier sind Rennen, Drift-Herausfordungen und Spezialaufgaben vereint. Durch den bunten Aufgaben-Mix machen die Mehrspielerrunden eine Menge Spaß und schon der Weg zum nächsten Kontrollpunkt endet meistens in unterhaltsamen Rempeleien.
Die Grafik des Spiels ist sehr schön und schnell, mit netten Lichteffekten, gerade bei den Straßenbelägen, die auch schicke Pfützen zeigen. Allerdings bietet sie nur 704 statt 720P Auflösung auf den Konsolen, was wohl an der verwendeten Frostbyte 2 Engine liegt. Außerdem kam es auf unserer Test Xbox 360 manchmal zu kleinen Ruckel-Einlagen, wenn viel Polizeiwagen im Bild waren. Die PC-Version kennt diese Probleme natürlich nicht.

Unser Fazit

Es gibt zwei Gruppen von Spielern, die sich Hals über Kopf in Most Wanted verlieben werden. Zum einen gesellige Raser, die sich am liebsten online mit ihren Kumpels in chaotischen Mehrspieler-Sessions verlieren und zum anderen eingefleischte Burnout-Fans, die bereits hunderte Stunden in Paradise City verbracht haben. Das bedeutet allerdings auch, das sich einige klassische Need for Speed Fans nicht unbedingt in einer dieser Gruppen wieder finden werden. Hier gibt es kein optisches Tuning der Rennwagen, kein motivierendes Geldeinsammeln um sich edle Schlitten frei zu schalten, kein behutsamer Aufstieg von der Golf-Klasse in den exklusiven Ferrari-Club.
Stattdessen ballert einen Most Wanted einfach die ganze offene Spielwelt vor den Latz und wünscht dem Spieler dann lapidar "Viel Spaß". Den kann man zweifellos auch haben, wenn man wenig Struktur in einem Rennspiel braucht und vor allem Spaß an unkomplizierter High-Speed Rennen mit schicken Lizenzwagen hat. Aber gerade im Vergleich zum nur wenige Tage vorher erschienenen Forza Horizon wirkt Most Wanted geradezu etwas hektisch und überdreht und sollte daher vor allem action-orientierten Fans ans Herz gelegt werden.

Kommentare

Fagballs
  

Vielleicht geht es ja nur mir so, aber ich fand die Steuerung von Need for Speed immer sehr käsig, während in Burnout die Autos so reagiert haben, wie sie sollten. Zumindest im Hot Pursuit fand ich das eine sehr angenehme Entwicklung. Wenn ich dafür auf ein Milliarde Proll-Anbauteile für meine Karre verzichten und nicht die ersten paar Stunden in GTIs und solchen Karren verbringen muss, kann ich damit echt leben.

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Zocker 3000
  

um das richtig zu stellen. Es gibt keine Temposperre oder sowas ,allerdings hat man das Gefühl es würde eine geben ,wenn man mit Geländereifen auf Straßent fährt.

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Stalkingwolf
  

Aussenansicht erste wahl? Danke nächstes Rennspiel.
Und bei der Stossstangenansicht, hängt man wohl unter der Stossstange :-/

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metropolisstreetracer
  

Bin leider auch ziemlich enttäuscht von dem Spiel. Die hätten das Teil wirklich als Burnout Paradise 2 auf den Markt bringen sollen. Es grenz fast schon an Etikettenschwindel, dieses Spiel als Remake von NfSp Most Wanted zu verkaufen - hat mit dem grandiosen Spiel von damals praktisch nichts gemeinsam. Keine Story, kein Flair - nur ständig Crash Boom Bang! Hab ja eigentlich nix gegen actionorientierte Arcade-Racer, aber es ist einfach zu viel des Guten, wenn ich nichtmal 2 Mintuten zu einem Rennen fahren kann, ohne gleich wieder die Cops am Hals zu haben und mich mindestens 10 Minuten mit denen rumärgern muss. War nach dem tollen NfSp Hot Pursuit ein Blindkauf für mich, den ich eigentlich bereue. Für kurzweiligen Online-Spaß sicher geeignet, aber die Karriere motiviert mich nicht wirklich weiterzuspielen. Schon garnicht, wenn daneben in meinem Regal das sensationelle Forza Horizon wartet - dagegen wirkt Most Wanted fast wie Zeitverschwendung ;-)

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Herbststurm
  

Ich hab es auf dem PC ausprobiert und ich muss sagen, hat mir überhaupt nicht gefallen!
Wo mir NfS HP noch gut gefallen hat ist das Spiel einfach nur langweilig für mich und 2 Kameraeinstellungen sind auch nicht gerade das gelbe vom Ei.

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pornophonique
  

@ Areagames:
Sehr schöner Test, bitte macht weiter mit dieser Form der Berichterstattung! Das ganze ist viel lebendiger und man kann sich einen viel besseren Eindruck vom Spiel machen. Danke und weiter so!

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Giddimani
  

@forzaaa
Black Box hat 5 NFS Teile hintereinander in den Sand gesetzt, die haben das Recht verloren ein NFS entwickeln, sollten lieber ein skate 4 machen.

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Assassin82
  

EA was habt ihr mit meiner lieblingsserie gemacht ? Ihr schweine !!!

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iwin86
  

@ Redaktion
Jetzt da ihr nur noch Reviews mit Videos macht, wie sieht es eigentlich mit den Handheldspielen aus. Ihr habt schon einmal angesprochen, dass euch das Capturing schwer fällt. Es wäre aber trotzdem schade wenn ihr nur noch Konsolen/PC Spiele testet.
P.S.
Die Vita Version von Need for Speed MW soll ja quasi 1:1 der PS3/360 Version sein. Oder ?

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forzaaaaaa
  

Tja als Most Wanted (2005) Fan war ich schon von anfang an enttäuscht das Criterion sich dem Nachfolger angenommen hat. Wenn ich Need for Speed spielen will dann brauch ich keine Burnout Steuerung, Takedowns oder zerstörbare Werbetafeln. Hätte bei Black Box bleiben sollen!

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