Elite: Dangerous - Spieler nutzt VR-Headset, um verstorbenen Freund erneut zu sehen

Der Elite: Dangerous-Spieler "Tuuvas" hat seinen vor zwei Jahren verstorbenen engen Freund und Schwager im Charakter-Editor nachgebaut, um ihn erneut mit der Virtual Reality-Unterstützung des Spiels zu treffen.

Mit dem Commander Creators hat ein Spieler seinen verstorbenen Schwager in Elite: Dangerous nachgebaut – um ihn in VR zu treffen.

Mit dem Commander Creators hat ein Spieler seinen verstorbenen Schwager in Elite: Dangerous nachgebaut – um ihn in VR zu treffen.

In David Brabens Weltraumspiel Elite: Dangerous geht es in erster Linie um die Erkundung des Weltraums, weniger um die Verarbeitung der eigenen Trauer. Doch genau dazu hat der 29-Jähriger Reddit-User Tuuvas die Möglichkeiten des Spiels genutzt, um mit Hilfe der VR-Unterstützung virtuell Abschied von einen vor zwei Jahren verstorbenen Freund nehmen zu können. (via Eurogamer)

Mit dem in der Beta 2.3 neu hinzugekommenen Charaktereditor namens "Holo-Me" hat er seinen verstorbenen Schwager Cedric O'Neal Paris in Elite: Dangerous als Piloten nachgebaut. Diesem Abbild konnte der User dann mit Hilfe der Oculus Rift gegenübertreten, um erneut das Gefühl zu haben, neben seinem Schwager und engen Freund in Lebensgröße stehen zu können.

Im Gespräch mit dem britischen Eurogamer sagt Tuuvas zu seiner Motivation:

"Ich hielt das immer für ein interessantes Experiment in Sachen Psychologie. Vor allem im Kontext der Entwicklung von Virtual Reality. Nach Cedrics Tod kam mir ständig diese Idee in den Sinn und ließ mich nicht mehr los. Es gibt definitiv ein paar sehr gute Argumente dafür, das nicht zu tun – aber mal ehrlich, Cedric war auch ein Gamer. Er hätte es geliebt, als Spielcharakter in einer Spielwelt verewigt zu werden. Ich dachte mir: Falls mein Experiment irgendwelche psychischen Konsequenzen haben sollte, dann kümmere ich mich eben einfach danach darum."

Er gesteht seinem Interview-Partner Wesley Yin-Poole, dass es ihm zum Release der Beta mit dem Charakter-Editor doch etwas mulmig bei der Idee wurde und er die Umsetzung des Projekts vor sich herschob. Doch er sei froh, dass Projekt durchgezogen zu haben und ist mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn es "hart" gewesen sei, seinem Schwager erneut gegenüber zu stehen – wenn auch nur virtuell.

Nach seinem Post auf Reddit bekam er überwiegend positive Resonanz und sogar Serien-Urgestein David Braben nahm von der Aktion Notiz und drückte sein Beileid aus. Seine Aktion bereut er auf jeden Fall nicht und auch seine mentale Konstitution hätte, nach eigenem Ermessen, darunter nicht gelitten. Für ihn sei das virtuelle Abbild von Cedric inzwischen einfach "ein weiteres Erinnerungsmedium", wie ein Foto oder Video auch. Sein nächstes Ziel sei es nun, die Entwickler Frontier dazu zu bringen, Cedric als NPC in das Spiel einzufügen, damit dieser tatsächlich virtuell verewigt wird, sagt Tuuvas.

Das komplette Interview in Englisch finden Sie bei den Kollegen auf Eurogamer.net.

Kommentare

spartaner77
  

Ja, und die Tage hat einer ohne Hände plötzlich das Gefühl bekommen, Hände zu haben...nur weil er sie durch die Brille gesehen hat. Ich habe es schon so oft gesagt: die Möglichkeiten von VR sind schier endlos!

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MIIE
  

Ich fühle mich mies. Mies, weil man schon merkt wie viel mehr Areagames ist, wenn eine ganze (Gamepro)Redaktion dran arbeitet.

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