Der Vater des Zombie-Horrorfilms - George A. Romero ist tot

Mit Night of the Living Dead begründete George A. Romero in den 1960ern den modernen Zombiefilm. Mit 77 Jahren erliegt der Regisseur jetzt dem Lungenkrebs.

George A. Romero ist einer der größten Namen des Horrorfilms. Mit 77 Jahren verstarb er am 16. Juli 2017.

George A. Romero ist einer der größten Namen des Horrorfilms. Mit 77 Jahren verstarb er am 16. Juli 2017.

Wer heutzutage Die Nacht der lebenden Toten ins Blu-ray-Laufwerk packt, der wird sich vielleicht über die Darstellung der Untoten wundern. Im Vergleich zu einem modernen The Walking Dead sind die spärlich maskierten Zombies aus den 60ern weit von dem entfernt, was man heute unter hirnfressenden Monstern versteht (und von ihnen erwartet).

Aber davon sollte man sich nicht in die Irre führen lassen: Mit dem immer noch grandiosen Night of the Living Dead erschuf Horror-Großmeister George A. Romero vor knapp 50 Jahren ein Genre, das die Horror-Industrie bis heute maßgeblich beeinflusst und damals eine neue Ära des Horrorfilms einleitete, die sich in unzähligen Comics und Spielen fortsetzte. Ohne George A. Romeros Ur-Zombies sähe die heutige Populärkultur definitiv anders aus.

Und nicht zuletzt deshalb neigen Horror-Fans weltweit aktuell in bedachter Anteilnahme den Kopf, denn der Regisseur ist am 16. Juli mit 77 Jahren verstorben. Zuletzt kämpfte Romero mit seiner schweren Lungenkrebserkrankung - am Sonntag sei er, so seine Bekannten, friedlich eingeschlafen. Laut Ehefrau Suzanne Desrocher habe er dabei die Filmmusik von Der Sieger mit John Wayne gehört, einer seiner Lieblingsfilme. Tochter und Frau waren während seiner letzten Augenblicke bei ihm.

Night of the Living Dead bietet heutzutage recht betagte Zombievariationen, war damals aber ein ziemlicher Nervenkitzel.

Night of the Living Dead bietet heutzutage recht betagte Zombievariationen, war damals aber ein ziemlicher Nervenkitzel.

George A. Romeros Lebenswerk

George A. Romero wurde 1940 in der Bronx von New York City geboren, studierte an der Pittsburgher Carnegie Mellon Unversity Kunst- und Theaterwissenschaften. Danach arbeitete er an kleineren Dokumentationsprojekten, bevor er mit Die Nacht der lebenden Toten seine Karriere auf den Weg brachte. Natürlich hat Romero den Zombie nicht erfunden, aber mit seinen Horrorstreifen Night of the Living Dead, Dawn of the Dead, Day of the Dead und den moderneren Diary of the Dead und Survival of the Dead erschuf er einen Rahmen, wie Zombiefilme auszusehen haben.

Dieser Rahmen wurde von unzähligen Fans und Nachwuchs-Regisseuren aufgegriffen und fest in unserer Populärkultur verankert. Mit dem Remake zu The Crazies hat Romero zuletzt 2010 (als Executive Producer) unter Beweis gestellt, dass er auch Jahrzehnte nach seinem ersten Meisterwerk hervorragende Horrorfilme auf die Leinwand bringen konnte. Seine letzte Eigenregie führte er hingegen 2009 bei Survival of the Dead, der unter Kritikern eher durchfiel.

Romero hinterlässt seine Frau Suzanne Desrocher und drei Kinder, sein Sohn Cameron arbeitet ebenfalls als Regisseur.

Zombies, überall Zombies: Wie die Untoten Videospiele infizieren

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