Phantasy Star Portable

Plattform: keine Angabe
Release: keine Angabe

User-Wertung:

Phantasy Star Portable

Kann man Spiele tot programmieren? Reisen wir ein paar Jahre zurück. Mit Phantasy Star Online für den Dreamcast schuf Sega ein innovatives Onlinerollenspiel das die Internetrechnungen vieler Zocker Anfang des neuen Jahrtausend in schwindelerregende Höhen trieb. Umsetzungen für Xbox, PS2, PC und Gamecube folgten, weitere Episoden wurden innerhalb eines kurzen Zeitraums nachgelegt. Mit Phantasy Star Universe wurde dann auch auf den Next Gen Systemen die Science Fiction Kuh gemolken, die PS2 und der PC bekamen ebenfalls ihre Nachfolger spendiert. Ambition of the Illuminus war dann der letzte Versuch den Goldesel zu schröpfen. In all den Jahren verpasste Sega es allerdings dem Spiel neue Impulse zu verpassen, im Grunde spielt sich die letzte Neuerscheinung immer noch so wie damals auf dem Dreamcast. Kann Phantasy Star Portable für die PSP daran etwas ändern?


CASTing

Die Umsetzung für Sonys Handheld macht Sinn. Das spielerisch ähnlich ausgelegte Monster Hunter aus dem Hause Capcom entwickelte sich vor allen Dingen in Japan zu einem echten Systemseller. Das dürfte Grund genug für Sega gewesen sein, die beliebte Space-Opera auch für den Handheld umzusetzen. Fans der Reihe werden sich beim ersten Start der UMD sofort heimisch fühlen. Noch immer sucht ihr euch aus einer überschaubaren Anzahl von Rassen euren Charakter aus, verpasst ihm eine optische Frischzellenkur nach eurem Geschmack, gebt ihm einen Namen und schon geht's in den Sternenhimmel. Die anfangs zur Verfügung stehenden Rassen lassen sich später nach eigenem Gutdünken wechseln und vermischen und den Charakter nach eurem Ermessen und zusammenstellen. Jede Rasse hat ihre ganz speziellen Fähigkeiten, nach und nach entwickelt ihr so einen Heldentypus der ganz auf euer Spiel spezialisiert ist. Ihr ergattert Rüstungen und Waffen, die nur ihr tragen könnt, verbessert einzelne Fertigkeiten und levelt euren Charakter durch Monsterschnetzeln auf.
Phantasy Star Portable

SEARCHing

Dafür verschlägt es auch in unterschiedliche Gebiete, in denen ihr bestimmte Missionsziele erreichen müsst. Im Grunde läuft es aber immer wieder auf den selben Spielrhythmus hinaus. Plättet alle Gegner, sammelt die Gegenstände ein die sie hinterlassen und steigert euren Level. Je nachdem wie stark eure Gegner sind hinterlassen sich unterschiedlich gewichtete Gegenstände; besonders nützliche oder wertvolle Dinge, erfordern vom Spieler also einen gewissen Mut es auch mit mächtigen Monstern aufzunehmen. Wobei man das nicht zu ernst nehmen darf. Ihr ergattert schon zu Anfang des Spiel starke Items und eine Menge Kohle, die ihr dann im Shop für die Gegenstände ausgeben dürft, die ihr nicht ersammeln konntet. Alles in allem ist der Schwierigkeitsgrad auf recht moderatem Niveau gehalten. Ihr lauft zudem nicht alleine durch die Weiten des Sternenhimmels, sondern seit meist in Begleitung von NPCs, die euch mehr oder weniger nützlich zur Seite stehen. Denn die KI eurer Mitstreiter lässt häufig zu wünschen - nicht selten ärgert ihr euch das eure Begleiter nicht mit euch Schritthalten und irgendwo hängen bleiben oder sich in Monsterkämpfe verstricken obwohl die Lebenskraft sich dem Ende neigt. Neue Charaktere erspielt ihr euch in der Oberwelt, die allerdings nicht frei begehbar ist. Über ein Menü wählt ihr unterschiedliche Schauplätze der Raumstation aus, ansprechbare Charaktere sind durch Symbole markiert. Dadurch geht natürlich etwas das Gefühl für Freiheit verloren, dafür verlauft ihr euch allerdings auch nicht oder müsst unnötige Laufwege in Kauf nehmen, nur um mal schnell im Shop vorbeizuschauen.
Phantasy Star Portable

HANDLing

Ein Lob gilt der präzisen und durchdachten Steuerung. Die Befehle auf Knopfdruck werden sofort ausgeführt, das Kampfsystem fühlt sich dementsprechend direkt und straff an. Über weitere Buttons öffnet ihr ein Schnellmenü und versorgt euch so auf die Schnelle mit Heiltränken oder anderen Waffen was in den Echtzeitkämpfen lebenswichtig werden kann. Gegner könnt ihr wahlweise auf Knopfdruck anvisieren und so um sie herumstrafen. Von letzterer Funktion solltet ihr oft gebrauch machen, da die Kamera euch sonst öfter mal ein Schnippchen schlägt, und ihr Gegner völlig aus den Augen verliert. Gerade die Bosskämpfe werden so gelegentlich ein wenig unübersichtlich. Ein echter Wermutstropfen ist die langweilige Hintergrundgeschichte rund um einen Terrorristen die einen nicht wirklich vor den kleinen Bildschirm fesselt. Überraschende Wendungen sucht ihr meist ebenso vergebens wie den nicht vorhandenen Spannungsbogen. Auch die sterile Optik und die flach charakterisierten NPCs tun ihr übriges dazu, das man Phantasy Star Portable nicht der Story wegen spielt. Den Reiz des Spiels macht das Sammelprinzip aus, dem ihr euch hier voll hingeben könnt.
Phantasy Star Portable

MISSing

Das ist dann allerdings auch schon alles was ihr machen dürft, denn ein Onlinemodus bekam der Titel seltsamerweise nicht spendiert, ihr dürft lediglich per Ad-Hoc Modus mit bis zu drei Mitspielern in die Schlacht ziehen. Wer es dennoch online spielen möchte, nimmt den unnötig komplizierten Weg über X-Link Kai, einer Software, die ihr auf eurem PC installiert und per Datenkabel ansteuert. Da stellt man sich dann aber die Frage, warum man Phantasy Star nicht gleich auf dem PC spielt. Finden sich dann doch mal ein paar Mitspieler macht Phantasy Star Portable gleich doppelt soviel Spaß. Der Titel ist einfach ein klassischer Multiplayertitel, dessen Spielspaß mit jedem teilnehmenden Mitspieler steigt. Umso unverständlicher das kein vernünftiger Onlinemodus integriert wurde.

BORing

Technisch wirkt die Space Opera zwar sauber und ordentlich, wirklich überzeugen können die ständig gleich ausschauenden Level aber nicht wirklich. Auch die Animationen der Charaktere wirken steif und ungelenk, zudem schauen viele Polygonmodelle arg eckig aus. Auf ein paar nette Grafikspielereien müsst ihr meist ebenfalls verzichten. Optisch präsentiert sich das ganze extrem sauber und nüchtern, teilweise sogar karg. Das mag sicherlich so gewollt sein, um den futuristischen Aspekt des Spiels ein wenig hervorzuheben, schön ist allerdings anders. Zudem wird die künstlich wirkende Optik durch häufige Slowdowns begleitet, die zwar keinen negativen Einfluss auf das Spielgeschehen haben, aber natürlich trotzdem unangenehm auffallen. Nicht mehr sonderlich zeitgemäß wirken zudem die vielen Texttafeln die die Story voranführen, auch wenn sie durch eine ordentliche Sprachausgabe akustisch untermalt werden. Gerade die unbeweglichen Avatare eurer Helden fallen hier unangenehm auf, und sorgen durch ihre Emotionslosigkeit für Tristesse. Völlig austauschbar geriet der Soundtrack, der im Hintergrund vor sich hindudelt.
Phantasy Star Portable

Kommentare

Milkman
  

Monster Hunter ist, denke ich, ziemlich gleich wie phantasy star.....

Zitieren  • Melden
0
Atlantas Finest
  

Das letzte Phantasie Star was ich gezockt hab, war auf der Xbox 360 und ich fands jetzt nicht ausserordentlich schlecht zu der Zeit... Wie das mit dem PSP ableger aussieht kann ich nicht beurteilen, aber denke nicht, dass das spiel sonderlich schlecht ist auf der PSP, schliesslich gibt es ja so was noch nicht... oder?

Den Testbericht find ich allerdings auch n bisschen M?llig.... da h?tte ganz gut noch ne Regel Nr. 2 Gallerie dazu gepasst....

Zitieren  • Melden
0
Krebsverwertung
  

Wenn man schon M?ll von sich geben m?chte, dann sollte Herr Redaktezr sich an meinen m?lligen Comments orientieren: und seinen M?ll ....?hm "Testbericht"... k?rzer Gestalten ;)

Zitieren  • Melden
0

Kommentar schreiben

B I U Link Zitat Bild Video