Pokémon GO

Plattform: (Mobile)
Release: 13. Juli 2016

User-Wertung:

Pokémon GO - Das Oster-Event alleine reicht nicht, um mich zurückzuholen

Bei Linda liegt Pokémon GO schon seit geraumer Zeit auf Eis. Ein Oster-Event könnte sie mit den richtigen Boni wieder zum Mobile-Hit zurückbringen. Für langfristigen Spielspaß müssen aber sehr bald entscheidende Neuerungen her.

Pokémon GO

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Als Pokémon GO im vergangenen Juli erschien, zog es mich wie Millionen andere Spieler auf die Straßen, Felderund sogar Friedhöfe meiner Stadt, die ich mit Powerbank und einer großen Flasche Wasser im Rucksack eifrig nach Pikachu, Flegmon und Co. absuchte. Lange blieb ich Niantics Mobile-Hit allerdings nicht treu. Meine Sammelleidenschaft verschwand zusammen mit der Sommersonne und dem Gefühl, nach zahlreichen Touren noch etwas Neues zu erleben.

Mit dem Update, das uns seit Mitte Februar 80 Johto-Taschenmonster wie Karnimani und Ledyba fangen lässt, brachte Niantic zwar wieder etwas Abwechslung in den Pokédex, der Schwall an neuen Pokémon alleine schaffte es aber nicht, mich in der klirrenden Kälte vor die Tür zu locken. Knapp zwei Monate später kreist mein Daumen hingegen wie ein Geier über die Pokémon GO-App auf meinem Smartphone. Es klopft wieder die Sonne an die Tür und mit ihr (sehr wahrscheinlich) das Oster-Event, das Pokémon GO für mich kurzzeitig wieder attraktiv machen könnte. Um mich über das Event hinaus noch bei Laune zu halten, muss Niantic aber sehr bald entscheidende Neuerungen nachliefern.

Linda Sprenger @lindalomaniac

Als Kind der Neunziger ist Linda Pokémon-Fan der ersten Stunde und hat seit ihrer Grundschule nicht nur sämtliche Folgen des Pokémon-Anime gesehen, sondern auch jegliches Pokémon-RPG gespielt. Die silberne Edition und die ersten 3DS-Ableger Pokémon X und Y sind ihre Lieblingsableger.

Das wünsche ich mir vom Oster-Event

Die Macher haben ein Oster-Event für Pokémon GO zwar bisher nicht offiziell verkündet, dass sie die kommenden Feiertage links liegen lassen, ist nach dem vergangenen Holiday- und Valentinstag-Event aber ziemlich unwahrscheinlich. Die letzten beiden Events gab Niantic erst zwei Tage vor dem Beginn bekannt. Gut möglich also, dass das Oster-Event morgen, am 12. April 2017, angekündigt wird und wir dann erfahren, was es uns beschert. Bis dahin können wir aber Vermutungen aufstellen.

Eine Liste mit Features und Boni, die das Oster-Event ins Spiel bringen könnte, hat Mirco bereits für uns zusammengestellt. Während mich erhöhte Spawn-Raten für optisch zum Osterfest passende Pokémon wie Owei und Chaneira nicht gerade in die Wildnis ziehen würden, kribbeln meine Fingern hingegen bei dem Gedanken an eine gesteigerte Glücks-Ei-Dauer, zusätzlichen Bonbons und doppelten XP.

Ich stoppte das Spiel mit Level 14 und hinke meinen Freunden, die allesamt an der Level 30-Marke kratzen, damit weit hinterher. Mit den Boosts hätte ich die Gelegenheit, aufzuholen und wieder Anschluss zu finden. Schnelleres Ausbrüten von Poké-Eiern würde mir da ebenfalls entgegenkommen. Mein Avatar hütet noch einige 10km- und 5km-Eier im Rucksack, in denen möglicherweise seltene Biester wie Lapras und damit nochmals zusätzliche XP schlummern.

Feurigel darf neben Karnimani auch in mein Team.

Feurigel darf neben Karnimani auch in mein Team.

Ein Oster-Event könnte außerdem die Chance auf Starterpokémon erhöhen. Bereits das Holiday-Event ließ uns öfter auf Schiggy, Bisasam, Glumanda und ihre Entwicklungen treffen. Nun bieten sich Karnimani, Tyracroc, Impergator, Feurigel, Igelavar, Tornupto, Endivie, Lorblatt und Meganie an. Hohe Gräser und Straßenböden, die mich nicht gleich mit langweiligen Monstern wie Taubsi, Rattfratz, Natu oder Quiekel fluten und stattdessen voller seltener Johto-Starter stecken, würden mir meinem Pokémon GO-Wiedereinstieg erheblich erleichtern, indem sie neue Sammelmotivation entfachen. Und da Karnimani bekanntermaßen das beste Starterpokémon überhaupt ist, versteht es sich von selbst, dass ich es mindestens ein Dutzend Mal in meinem Team brauche.

Und was kommt nach dem Oster-Event?

Da die möglichen Boosts im Rahmen des Oster-Events aber nur für eine gewisse Zeitspanne anhalten, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich Pokémon GO danach wieder einschlafen lasse. Schönes Wetter allein reicht als Argument nicht mehr aus, um mich dazu aufzuraffen, mit der App hinaus in die Wildnis zu stapfen. Das grundlegende Gameplay aus Suchen, Fangen und Sammeln scheucht mich zwar für einige Stunden eifrig durch die Gegend, ist mir auf Dauer aber zu eintönig. Von den anspruchslosen Wischkämpfen in den Arenen ganz zu schweigen.

Um mich langfristig für die Pokémon-Jagd zu motivieren, muss Niantic nach dem Ende des Oster-Events sehr bald ein großes Update für iOS und Android mit neuen, attraktiven Features nachliefern. Und für die haben die Entwickler von Niantic immerhin jetzt auch Zeit. Nachdem sich das Team in den ersten Monaten nach dem Release von Pokémon GO vermehrt darauf konzentrieren mussten, technische Macken auszumerzen, hat es für das Jahr 2017 drei große Updates in petto, wie Niantic-CEO vor einigen Wochen auf dem Mobile World Congress verriet.

Während es das erste bedeutende Update mit der zweiten Pokémon-Generation bereits ins Spiel geschafft hat, steht nun das zweite in den Startlöchern. Erst vor wenigen Tagen deutete Niantic in einem offiziellen Blogpost "vollkommen neue kooperative und soziale Gameplay-Erfahrungen" an, auf die wir uns im Frühling gefasst machen sollen. Um was es sich dabei genau handeln könnte, wird derweil spekuliert.

So wollen Dataminer nach den letzten Updates 1.31.0 (Andriod) und 0.61.0 (iOS) das Stichwort "Raids" aus der APK gefischt haben. Und das ist gar nicht so unwahrscheinlich. Bereits im allerersten Trailer zu Pokémon GO (oben) können wir sehen, wie sich zahlreiche Spieler in einer Art Ingame-Event jubelnd auf ein Mewtwo stürzen, das sie in 10 Minuten einfangen müssen. Raids waren also schon von Anfang an geplant und nun hat Niantic Zeit, sie umzusetzen.

Im gleichen Trailer können wir ebenfalls einen Blick auf das Tausch-Feature werfen, das Teil des dritten geplanten Updates sein könnte. Wann wir unsere Taschenmonster auf unseren Smartphones hin- und herschicken dürfen, steht aber noch in den Sternen. Kooperative Gameplay-Elemente wie Raids und ultraseltene legendäre Pokémon, die die alltäglichen Jagd erheblich aufpeppen würden, reichen mir aber schon aus, um Pokémon GO langfristig die Treue zu schwören. Der Gedanke daran, mit meinen Freunden von Team Blau in der Gruppe gegen ein Mewtwo anzutreten, würde mich sogar im Winter aus dem Haus locken.

Kommentare

Xenoblade
  

Was mich richtig stark abgehalten hat, das game weiter sehr intensiv zu spielen (seit Monaten Level, 29 und nichts mehr gemacht) war die blöde Veränderung an den pokemon. Lapras zb ist sehr selten und wurde so stark kaputt generft, dass keine ganze Arbeit in Form von laufen kaputt gemacht wurde. Das turtok war auch mal sehr selten zu bekommen und mit perfekten IV lag es nach ein paar Updates sowas von weit zurück hinter billig pokemon. Dazu ist das aquana viel zu stark und viel zu leicht zu bekommen. Dann wurden leicht zu findede pokemon wie rhihorn extrem stark gepusht, so dass das lapras zb noch viel schlechter wurde im Vergleich. Dann nerven solche Events mit massig pokemon richtig doll. Ich hatte zb nach ewig langen suchen endlich ein turtok (früh im Spiel) nur um dann mit den Starter pokemon regelrecht zugebombt zu werden bei dem einen Event.

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Bangobongo
  

Kampsystem nach wie vor komplett bescheuert mit NULL Taktik. Somit ist das Game seit Release für mich einfach belanglos und da sich das Kampfsystem wohl nie oder irgendwann im nächsten Jahr mal ändern wird, kann mir das Game nach wie vor gestohlen bleiben.

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Fagballs
  

Vorab: Ja, das Gameplay ist simpel, das Spiel hat lange Zeit nicht gescheit funktioniert und bis heute fehlen Features, die schon im ersten Trailer angedeutet wurden.

Aber ich habe trotzdem meinen Spaß mit dem Spiel aus den verschiedensten Gründen:
- Der tägliche und wöchentliche Bonus sorgen dafür, dass ich das Spiel zumindest täglich aufmache.
- Auch dass es jetzt ein leidliches Tracking-Feature gibt, hat den Spaß deutlich verbessert. Ich sehe in der Umgebung ein Pokemon, das mich interessiert, kann es anvisieren und dort hingehen. Immerhin.
- Ich bewege mich mehr: In meiner Stadt gibt es einige Stops, die in einem netten Spaziergang abgeklappert werden können. Bewegung ist immer gut.
- Ich bewege mich mehr, wenn ich irgendwo anders bin. In unbekannten Städten oder sogar dem Ausland Runden zu drehen, finde ich irgendwie cool. Umso mehr, wenn es das verfluchte Tausch-Feature endlich gäbe, dann könnte ich beim nächsten USA- oder Japan-Urlaub meine Pantimos' an den Mann bringen oder umgekehrt Tauros und Porenta mitbringen und europäische Sammlungen damit vervollständigen.
- Die Johto-Pokemon haben auch einen neuen Sammelwahn bei mir ausgelöst. Ich habe zu denen zwar nicht so eine Bindung wie zu den Gen 1 Pokemon, aber es macht mir trotzdem genug Spaß.
- Das Endgame, nämlich Arenen besetzen und halten, macht mir irgendwie auch Spaß, auch wenn das beschränkende Element, zu wenig Heil-Items, dem manchmal ein vorzeitiges Ende setzt.
- Um weiter zu kommen, grinde ich auch: Also wird alles gefangen, auch wenn es das 500. Taubsi ist. Solange es Erfahrungspunkte gibt, mach ich es (im Rahmen meiner üblichen Spielzeiten).

Was mich bis heute nervt: Die absurd niedrigen Spawn Rates bestimmter Pokemon. Wie oben beschrieben, einige findet man ein paar hundert mal, Karpador MUSS man sogar hundert mal fangen, um ein Garados zu züchten. Dass man aber auch so triviale Dinge wie Starter-Pokemon, von denen man auch über 30 fangen muss, um sie auf ihre höchste Stufe zu entwickelt, so gut wie gar nicht findet, ist schon absurd. Habe gerade mal nachgeschaut, ich habe 3754 Pokemon gefangen und es war ein einziges Feurigel dabei. Wie gesagt, ich brauche davon 32, um ein Tornupto zu züchten. Das nervt schon etwas.

Sorry für den Roman.

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