Red Faction: Armageddon

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 07. Juni 2011

User-Wertung:

Vorschau - Red Faction: Armageddon

Eine fantastisch-spaßige Zerstörungs-Engine, eine enorm atmosphärische Mars-Sandbox, eine gar nicht mal so schlechte Story und das schöne Gefühl, einen Genretitel mal wirklich Schritt für Schritt in nicht allzu epischer Zeit komplett absolvieren zu können: Mit dieser Rezeptur hat sich Red Faction: Guerrila bei uns eine Topwertung verdient, trotz der nervig respawnenden Feindestruppen in den Feuergefechten. Dem direkten Nachfolger scheint all das aber komplett schnuppe zu sein.


Worum geht's?

Ein halbes Jahrhundert nachdem der Spieler in Red Faction: Guerrilla als Alec Mason zusammen mit den Maraudern (dem "Mad Max"-Wüstenvolk) der Diktatur der Earth Defense Force (heißen wirklich so...) ein Ende gesetzt hatte, tritt man in Armageddon als dessen Enkel Darius an. Der darf aber leider keine frische Marsluft mehr schnuppern, denn die gibt es nicht mehr. Nach einem Anschlag auf eine große Terraforming-Anlage fehlt dem roten Planeten die erdähnliche Atmosphäre, welche das Leben auf seiner Oberfläche möglich machte. In ihrer Not retteten sich alle Überlebenden in die Schächte des Minenbaus, wo sie ein unterirdisches Netzwerk aus neuen Siedlungen errichteten. Jedoch ist es im Dunkeln nicht gut munkeln, denn fünf Jahre nach dem großen Umzug sorgt jemand dafür, dass eine mysteriöse, uralte Macht das Armageddon über den Mars ziehen lässt. Oder besser gesagt, das DOOM-Szenario, denn auch ids Shooterserie spielt hauptsächlich auf dem Mars, schickt euch außerdem - genau wie jetzt ebenfalls Red Faction - gruselige Monster entgegen. Und übrigens: Dieser "jemand", der für all das todbringende Unheil verantwortlich ist, wart ihr, den man bei der Öffnung einer antiken Kammer in einem Marauder-Tempel übers Ohr gehauen hat.
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Wer genau ist Hauptfigur Darius Mason?

Darius Mason ist wie gesagt eines der Kinder der Revolution sowie Enkel von Alec Mason und Samanya, die aus Red Faction: Guerrilla bekannt sind. In der Siedlung "Bastion" betreibt er seine eigene Firma, die in Sachen Recycling und Bergbau, aber auch bei Söldner-Aufgaben zu den Besten überhaupt zählt. Dabei wagt er sich zuweilen sogar wieder an die Oberfläche, wo ihn außer tosenden Sandstürmen und schlechter Luft durchaus auch noch brauchbare Gegenstände und Materialien erwarten. Aufgrund seiner berühmten Vorfahren verbindet Darius in sich die Kultur der Kolonisten und der Marauder, vereint damit auch deren Stärken in sich. Er ist Sprengmeister, kennt sich mit Technik aus, kann gut mit Werkzeugen umgehen und stellt sogar eigens kreierte Gerätschaften aus altem Gerümpel von EDF und Maraudern her. Charakterlich beschreiben ihn Volition zudem sowohl als scharfsinnig und aufmerksam als auch als witzig und nie um einen flapsigen Spruch verlegen.
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Mars, wo ist dein Sandkasten geblieben?

Die Menschheit findet auf der Oberfläche des roten Planeten also keine Möglichkeit mehr, dauerhaft ein normales Leben zu führen. Und auch wenn man in Red Faction: Armageddon zuweilen noch mal ans Tageslicht zurückkehren darf (wahrscheinlich zeitlich begrenzt im Spezial-Anzug), wird sich der Großteil des Spiels aller Vorraussicht nach unterirdisch abspielen. So auch die Demo, welche mir auf der gamescom live vorgespielt wurde. Die Entwickler erklärten dabei, sie wollen wieder zu einem komplett missionsbasierten Spiel zurückkehren, das durchgehend einem starken Storystrang folgt und sich weniger mit Drumherum abseits des Hauptpfades beschäftigt. Außerdem sehe man in den beschränkteren Schauplätzen unter der Erde bessere Möglichkeiten, spektakuläre Zerstörungsorgien zu inszenieren, ohne an die Grenzen der Hardware (speziell wohl die der Konsolen) zu stoßen. Trotzdem wird man wohl nicht erwarten dürfen, sich frei heraus Tunnel bis zum Planetenkern bohren oder anderweitig für komplett veränderte Levelgeometrien sorgen zu können. Dafür ist ein Koopmodus fest eingeplant, womit hoffentlich mehr als nur im Team bestreitbare Abriss-Challenges gemeint sind, wie man sie schon aus Guerrilla kennt.
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Weniger Spielwelt, mehr Zerstörung?

Dass es im Vergleich zu Guerrillas Arsenal zumindest noch einige viel spektakulärere Möglichkeiten gibt, sich chaotisch und doch kontrolliert auszutoben, haben während der gamescom-Präsentation einige coole Gerätschaften Darius Masons demonstriert. Da wäre zum Beispiel die Magnagun, welche den Spieler zwei unterschiedliche Objekte markieren lässt, die dann magnetisch voneinander angezogen werden. Hat in der Demo sowohl mit zwei Gebäuden geklappt, die mit Wucht gegeneinander geschleudert wurden, als auch mit einem Gegner, der ungewollte Bekanntschaft mit einer ihm entgegenfliegenden Steinwand machen durfte. Die schon aus dem Vorgänger bekannte Nanoschmiede besitzt nun alternativ zur Instant-Auflösung von Strukturen die Fähigkeit, zerstörte Objekte wieder aufbauen zu lassen. Praktisch, wenn man sich halbtod durch ein gerade selbstgeschaffenes Loch retten und selbiges dann gleich hinter sich wieder schließen kannn, nur um dann die automatische Regenerationsphase der Hauptfigur abzuwarten, das Loch neu aufreißen und wieder in die Schlacht stürmen zu können. Vielleicht ja dann mit der "Schwarzes Loch"-Waffe, welche die Funktionsweise des Large Hadron Colliders der verrückten CERN-Wissenschaftler in handlicher Kanonenform zu bieten hat. Als Highlight der Präsentation sei noch ein Mech-Anzug zu nennen, mit dem man selbst große Gebäude einfach im "Durchlaufen" niedermäht, während sie hinter einem im Totalkollaps einen Feind nach dem anderen unter sich verschütten. Auf der gamescom nicht gezeigt, im Trailer allerdings bereits in Aussicht gestellt: Riesenroboter wie eine gigantische Metallspinne à la Wild Wild West, die man selber kontrollieren darf.
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Warum ziehen so viele den Vergleich zu Dead Space?

Der Mars als Schauplatz eines düsteren, voller Monster steckenden Actiongames kommt zwar eher DOOM 3 gleich, trotzdem muss man angesichts der bisherigen Materialien und Vorführungen zu Red Faction: Armageddon doch ständig an EAs Dead Space denken. Fast noch eher an Dead Space 2, denn das soll ja sogar ebenfalls in einem Bergbaukomplex spielen, der um einen Asteroiden herum gebaut wurde. Am wesentlichsten sorgen die sehr Necromorph-esken Kreaturen aus dem neuen Red Faction ("infizieren" Gebäude, so erklärt euch die Story Darius' notorischen Drang, alles abreißen zu müssen) für dieses Verwechslungspotenzial. Egal ob Ravagers oder Creepers, mit ihren verformt menschenartig-insektisch wirkenden Körpern samt messerscharf zugespitzter Extremitäten kommt man einfach nicht umher, die bis jetzt enthüllten Monster aus Armageddon sogleich als Artgenossen der "Dead Space"-Wesen zu identifizieren. Ausgiebig zerstörbare Kulissen und eine allgemein viel actionreichere Herangehensweise stellen zwar sicher, dass sich Volitions Tunnelballerei zumindest spielerisch nicht wie ein kompletter Klon des im Weltraum angesiedelten Visceral-Hits anfühlt, auch auf Seiten der Kämpfe scheint Dead Space allerdings wesentlich Einfluss auf die Entwicklung von Red Faction genommen zu haben. Per von seiner Großmutter vererbtem K.I.-Handschuh S.A.M. (Situation Awareness Module) verfügt Darius Mason über manch ein Feature, auf welches sich Isaac Clark dank seines Nanosuits verlassen darf. Den Feind zu zerlegen, während er in Zeitlupenstasis in der Luft herumgleitet ist jedenfalls... mit ziemlich viel Dèjà-vu-Potenzial behaftet.
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Red Faction: Armageddon - Der Trailer

Der Ersteindruck

Daniel: Red Faction: Guerrilla hat mich als Sandboxspiel an der Marsoberfläche so sehr überzeugt, dass es mir bis heute schwer fällt, die Neuausrichtung des Nachfolgers nicht als Rückschritt zu empfinden. Zwar machen die neuen Waffen und Spezialfähigkeiten von Armageddon einen frischen Eindruck, nur hätte ich die irgendwie viel lieber in einer weitläufigen Außenwelt erlebt. Und nicht in arg begrenzt wirkenden Tunnelsystemen, deren unterirdische Siedlungen auf den ersten Blick auch gar nicht detaillierter oder spektakulärer zerstörbarer als jene wirken, die mir Guerrilla zu bieten hatte. Zumal düstere Höhlensysteme ja auch keinesfalls sehr viel Potenzial für originelle Schauplätze versprechen, deren Monsterwesen passend dazu recht uninspiriert von Dead Space geklaut herüberkommen. Bisher fehlt mir auch die letzte Konsequenz bei dem Argument, man wolle mit Armageddon wieder mehr zu den Wurzeln der Shooterserie zurückkehren. Warum dann nicht gleich in der Ego-Perspektive, welche die ersten beiden Teile zum Einsatz brachten und die solch einem actionreichen Treiben - wie es auf der gamescom zu sehen war - doch viel besser zu Gesicht gestanden hätte. Ganz abgeschrieben habe ich Red Faction: Armageddon zwar noch nicht, dazu weiß man noch viel zu wenig über dessen Handlung, mögliche Schauplatzvariationen (Wie viel wird eventuell doch an der Oberfläche spielen?) und die endgültige Waffen/Fahrzeug/Gadget-Vielfalt. Schaffen es Volition tatsächlich, das im Vergleich zum Vorgänger linearere, räumlich stärker eingeschränkte Konzept zu nutzen, um wirklich episch-verrückte Zerstörungsszenarien und eine fesselnde Story zugleich zu kreieren, hätte ich nichts zu meckern. Bloß hat die gamescom-Präsentation meine Hoffnung auf ein solches Erlebnis noch nicht unbedingt nähren können. Bis jetzt kommt einem das Projekt ehrlich gesagt eher so vor als habe Publisher THQ unbedingt schnell einen Guerrilla-Nachfolger gebraucht, die Entwicklung eines großen Sandboxtitels mit der ein oder anderen Neuerung/Verbesserung hätte allerdings zu viel Zeit in Anspruch genommen.

Red Faction: Origins - Der SyFy-Film

THQ und Syfy gaben vor einer Weile eine neue Form der crossmedialen Zusammenarbeit bekannt. Beide Parteien werden gemeinsam den Spielfilm Red Faction: Origins (Arbeitstitel) produzieren. Die zweistündige Realverfilmung wird voraussichtlich im März 2011 auf Syfy (ehemals Sci Fi Channel) ausgestrahlt.
Der Plot von Red Faction: Origins folgt den Nachkommen des Rebellenanführers Alec Mason und der Mason-Familie. Der Actionfilm ist in der Zeit zwischen dem von den Kritikern gelobten Videospiel Red Faction: Guerrilla und dem vor kurzem angekündigten und heiß erwarteten Red Faction: Armageddon angesiedelt. Red Faction: Armageddon soll ebenfalls im März 2011 erscheinen.

Das Screenplay von Red Faction: Origins stammt aus der Feder des renommierten Autors und Produzenten Andrew Kreisberg (Fringe, Boston Legal, Warehouse 13, Vampire Diaries) und basiert auf einer Story von Paul DeMeo (The Sentinel, The Rocketeer, Flash, Viper), dem THQ Director, Fiction Development. Die Produktion des Films wird von Universal Cable Productions übernommen.

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Red Faction: Battlegrounds - Das Downloadspiel

Ein PSN/XBLA-Game basierend auf dem "Red Faction"-Franchise ist bei THQs Digital Warrington Studio im UK in Entwicklung. Die Truppe hat sich früher mal um die Rennspielserie Juiced gekümmert, ehe sie ein wenig umdisponiert wurde. Neben "Red Faction: Battlegrounds" wird sie auch dem kommenden Downloadbegleitspiel von Saints Row 3 zugeordnet. In Red Faction: Battlegrounds sollen die Fahrzeuge und Mechs der "großen" Retailspieleserie im Vordergrund stehen. Man liefert sich in Arenen aus einer Art dynamischer Top-Down-Perspektive bunte, explosive Zerstörungsschlachten mit anderen Teilnehmern. Im Spiitscreen darf man gleich mit vier Spielern an einer Konsole ran. Der Downloadtitel soll im Frühjahr 2011 - bekanntlich noch vor Armageddon - über Xbox LIVE Arcade sowie im PlayStation Store erscheinen.

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Kommentare

Kit Kat ChunkY
  

Ganz ehrlich, wenn das Geschehen wieder unter der Erde abl?uft, will ich auch wieder Tunnel bohren k?nnen. Das Ganze macht doch sonst nicht viel Sinn.

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consolefan22
  

Ich finde die Neuausrichtung bisher durchaus gut. Noch so ein Open World Red Faction h?tte ich mir vielleicht auch gar nicht gekauft, weil es Sachen gab wie das gewaltige Respawnen von Gegnern. Zur Mitte des Spiels war es bei mir schon so weit dass ich beim Zerst?ren von Geb?uden einfach nur noch durch gerannt bin, Geb?ude zerst?rt habe und wieder raus bin, weil das so unendlich genervt hat dieses Respawnen. Man sollte so was abschaffen.

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PipBoy95
  

Schade das OOpen World Gameplay hat mir richtig gut gefallen
Werd ich dann wohl auslassen es sei denn dass es unerwartet doch noch der Hit werden k?nnte

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König Leo der 2.
  

Das Sch?ne am Vorg?nger war doch die rie?ige Spielwelt :( ,immerhin sieht RF Battlegrounds vielversprechend aus.

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Die Story interessiert mich nicht, das einzig interessante an RF ist Open World gepaart mit Zerst?rung, das hebt es von der Shooter Masse ab. Wenn man ihm das nimmt wird es einfach nur uninteressant.

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8bit
  

Ich bin auch sehr entt?uscht das es kein Open World mehr ist. Das war einer der gro?en Pluspunkte im Vorg?nger.

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Jace
  

W?re ich momentan nicht mit den 2 gro?en F?s besch?ftigt w?re dein Preview Anlass f?r mich mir doch nochmal den Guerilla zu holen.

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