Resident Evil: The Darkside Chronicles

Plattform: (Wii)
Release: 27. November 2009

User-Wertung:

Resident Evil: The Darkside Chronicles

Die Schmerz- und Ekelgrenze scheint bei Capcom-Mitarbeitern sehr gering angesetzt zu sein. Nur so ist zu erklären, dass sich einer von ihnen in die Abgründe der AreaGames Redaktion begibt, um mit uns eine Runde Resident Evil: The Darkside Chronicles zu spielen. Unsere Eindrücke vom Koop-Shooter im "Resident Evil"-Universum findet ihr hier.

Capcoms Resident Evil scheint mit Abstand die einzige "erwachsene" Spielreihe zu sein, die auf dem Wii noch erfolgreich unterwegs ist. Wo andere mit Dead Space Extraction, Mad World oder House of the Dead: Overkill eher enttäuschende Verkaufszahlen einfahren, kann sich Capcom über eine treue Fangemeinde freuen, die auch auf dem Wii den Umtrieben der Umbrella Corp ein Ende bereiten will, obwohl das Franchise mittlerweile mit Resident Evil 5 nur auf moderneren Konsolen und dem PC wahrhaft fortgesetzt wird. Deutsche Wii-Zocker mussten zumindest beim direkten Vorgänger "Umbrella Chronicles" auf eine Importversion zurückgreifen, da dem Spiel in Deutschland die Altersfreigabe verweigert wurde. Obwohl nicht minder blutig, erhielt Dark Side Chronicles von der USK bereits die "Ab 18" Freigabe, was bedeutet, dass das Spiel damit problemlos für Volljährige ab dem 27.11.2009 im deutschen Handel zu beziehen ist.

Alte Geschichten – neu erlebt!

Dark Side Chronicles lässt den Spieler die Handlung von Resident Evil 2 und Code Veronica als Railshooter (die Figuren bewegen sich automatisch, ihr steuert nur das Fadenkreuz) nacherleben, was vor allem für die jüngeren Resi-Fans seinen Reiz hatten, die die beiden Titel noch nicht auf der Playstation, der Dreamcast oder dem Gamecube gespielt haben. So erlebt ihr entweder als Team Claire Redfield / Leon S. Kennedy den Horror der zombieverseuchten Racoon City oder ballert euch mit Claire und Steve Burnside durch eine Forschungseinrichtung. Neben diesen beiden Abenteuern gibt es auch noch ein drittes Szenario, dass die Vorgeschichte von Resident Evil 4 erzählt und euch in die Haut von Leon und Krauser schlüpfen lässt, die in Südamerika mal wieder das Chaos nach einem T-Virus Ausbruch aus erster Hand miterleben können.
Man merkt es schon an den Konstellationen der Helden: Am meisten Spaß macht DSC natürlich zu zweit. Der Aufwand ist hierbei auch recht gering, es werden lediglich zwei Wiimotes zum Koopspaß benötigt. Wer zu den wenigen Verrückten gehört, die sich eine WiiZapper mit Links Crossbow Training gekauft haben, kann diese jetzt wieder vom Dachboden holen, oder sich gleich das Dark Side Chronicles Bundle mit dem Wii Zapper kaufen, für die Extra-Dosis "Knarre-in-der-Hand-Feeling". Spielerisch profitiert DSC stark von einem zweiten Mitstreiter: So gibt es immer wieder Momente, wo ein Spieler den anderen retten muss (Resident Evil 5 lässt grüßen), und auch der Austausch von Heilkräutern und Sprays lässt im Koopmodus mehr Freiraum für Partnerschaftshilfe. Zu tun gibt es für beide immer genug. Wer nicht gerade auf Zombis ballert, sucht den Bildschirm schnell nach versteckten Items oder Emblemen ab, die ihrerseits Waffenupgrades oder freischaltbare Bonus-Elemente wie Hintergrundinfos liefern.
Resident Evil: The Darkside Chronicles

Gepflegter Grusel mit wackliger Kamera

Grafisch macht Dark Side Chronicles auf dem Wii eine gute Figur. Die Pseudo-Handkamera (die im Kino immer so schön Kopfschmerzen produziert) sorgt für dynamische Bildwinkel, und gerade der atmosphärische Einsatz von Taschenlampen zeigt deutlich, dass Capcom die Wii technisch gut im Griff hat. Zusätzlich sorgt die Havok-Engine für das realistische Herumgepurzel von Kisten und anderen kleineren Gegenständen, wie Obstschalen, Körbe, etc. Besonders beeindruckend sind dann auch die Bosskämpfe inszeniert, für die man sich dann hoffentlich die passende Munition zusammengespart hat. Insgesamt warten 20 Level auf den Spieler, was einer Spieldauer zwischen 6-10 Stunden entspricht, je nach gewählten Schwierigkeitsgrad. Da man in jedem Level meist zwischen verschiedenen Pfaden wählen kann, bietet sich das Spiel natürlich zum erneuten Erkunden an. Und serientypisch wird auch DSC wieder weitere Spielmodi bieten, die den Wiederspielwert erhöhen, allerdings lies sich Capcom PR-Sprecher Lars Kühme (Interview im nächsten Podcast) nicht erweichen, dazu nähere Details zu verraten.
Resident Evil: The Darkside Chronicles


Dauerfeuer-Fanservice

Resident Evil Darkside Chronicles bietet vor allem erneuten Fanservice für die nimmersatte Community an . Spielerisch kann man wohl gerade von einem Railgunshooter nicht erwarten, das Rad neu zu erfinden, aber die Atmosphäre und die vielen neuen Story-Details machen das Spiel für einen Pflichtkauf für Umbrella-Hasser. Wer daher noch keine Sättigungsgefühle mit dem "Resident Evil"-Universum verbindet, sollte sich Ende November einen Freund schnappen und mit ihm zusammen auf die Zombiejagd gehen.

Kommentare

  

Find ich eigentlich gut, man erlebt das ganze Spiel sch?ner verpackt nochmal, aber ohne das langweilige von a nach b zu c dann zur?ck zu a Gelaufe..

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z101
  

Wie willst du denn einen Rail-Shooter mit Gamepad spielen? Selbst mit Natal wird das nicht funktionieren, da das System daf?r zu ungenau ist.

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Tetran
  

Naja ich denke ein Railshooter kommt halt nur gut auf ner Wii :)

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toul81
  

schade das es nicht f?r die xbox 360 kommt

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