Resistance 3

Plattform: (Wii U)
Release: 06. September 2011

User-Wertung:

Resistance 3

Am 30. Juni 1908 schlägt ein Asteroid in Sibirien, Tunguska ein. Auf einem Gebiet von über 2000 km² wurden rund 60 Millionen Bäume umgeknickt. Was das mit einem Videospiel zu tun hat? Dieses historische Ereignis ist Grundlage für die Geschichte in Resistance 3. Dieser Einschlag brachte nämlich das Chimera-Virus auf die Erde. Die Menschheit wurde infiziert und dezimiert. In Resistance 3 schickt uns Entwickler Insomniac Games in die finale Schlacht gegen die Chimera.

Nathan Hale, Held der ersten beiden Resistance Teile, ist vom Chimera-Virus infiziert worden. Kurz bevor er zur Bestie mutierte, wurde er von Joseph Capelli erlöst. Da Joseph den letzten Helden der Menschheit auf dem Gewissen hat, wurde er unehrenhaft aus der Armee entlassen und von den eigenen Leuten verachtet. Mittlerweile fristet unser Protagonist ein tristes Dasein in einem unterirdischen Bunker, zusammen mit Frau, Kind und anderen Überlebenden. Geschlafen wird auf schmuddeligen Matratzen und zu Essen gibt es Dosenfraß. Sofort ist man Teil einer düsteren und hoffnungslosen Endzeit-Stimmung. Kaum haben wir uns etwas umgesehen, werden wir zum Schießstand geschickt um die Grundzüge der Steuerung zu verinnerlichen. Die Waffe ist noch warm, als plötzlich die Lichter ausgehen. Die Chimera sind eingetroffen. Zeit unseren Heimatort zu verteidigen.
Kaum an der Oberfläche angekommen, geht es unmittelbar ans Eingemachte. Eine Horde infizierter umzingelt uns. Wir werden Zeuge, wie Kameraden vor unseren Augen in Stücke gerissen werden. Man möchte sich rächen, verteidigen und Freunde beschützen. Doch unüberlegtes Handeln wird schnell bestraft. Im Gegensatz zu modernen Shootern gibt sich Resistance 3 äußerst old-school lastig. Eine Lebensanzeige, die bei Treffern schnell weniger wird, zwingt zum Umdenken. Die Zeiten sind vorbei, in denen man sich in Deckung gebracht hat um die Lebensenergie wieder aufzufrischen. Dadurch entwickelt man schnell eine neue Spielweise. Angriffe werden wohl überlegt, jeder unnötige Treffer könnte das Ende bedeuten. Trotzdem fühlt sich das Spiel dadurch nicht altbacken an, ganz im Gegenteil. Es wirkt wieder frischer und wird in seiner Spannung und Intensität sogar noch verstärkt, wenn man wagemutig durch den Kugelhagel hetzt, um an das Medipack auf der anderen Straßenseite zu gelangen. Die Gegner machen es uns auch nicht einfach. Ehe man sich versieht ist man umzingelt. Schnell rücken die Feinde vor und lassen uns keine Zeit zum Verschnaufen. Damit wir uns zur Wehr setzen können gibt es zwölf Waffen, die wir sogar gleichzeitig im Gepäck mit uns herum schleppen können. Feine Sache, so muss man sich nicht zwischen zwei oder drei davon entscheiden. Sämtliche Schießeisen verfügen über einfallsreiche sekundäre Feuermodi. Mit dem Bullseye lassen sich Gegner markieren, woraufhin alle Kugeln automatisch ihr Ziel finden. Die Sprenggeschosse der durchschlagskräftigen Magnum werden erst auf Knopfdruck zur Detonation gebracht. Mit dem Bohrer können wir per Röntgenblick standardmäßig durch Wände schießen oder ein Schutzschild aufbauen. Der neue Freezer macht seinem Namen alle Ehre und friert die Feinde ein, um sie dann durch eine Schallwelle zersplittern zu lassen. Munition ist so knapp wie Nahrung, sodass man diese in den Gefechten sorgfältig einsetzen sollte. Häufiger Gebrauch verbessert die Waffen in zwei zusätzlichen Stufen, was für weitere Motivation sorgt. Dabei sind alle Waffen sinnvoll und fühlen sich fantastisch an. Perfekt!
Resistance 3Zu einem guten Shooter gehören nicht nur schlaue Gegner und tolle Waffen, sondern auch gelegentliche Bosskämpfe. Und in genau diesen punktet Resistance 3 ungemein. Die meisten Endgegner sind gigantisch groß. Doch sie begeistern nicht nur durch ihr äußeres Erscheinungsbild, sondern auch durch taktische Vorgehensweise. Blindes Dauerfeuer wird nie zum Sieg verhelfen. Vielmehr gilt es den Schwachpunkt auszumachen. Auch hier zeigt sich das Spiel von der konventionellen Seite. Wie früher haben die meisten Bosse einen Hotspot, an dem sie besonders verletzbar sind. Sollte dieser versteckt oder nicht sofort ersichtlich sein, hilft ein Blick durch das Visier des Bohrers. Die Waffe mit dem Röntgenblick hilft euch nämlich auch bei Endgegnern deren Schwachpunkt zu finden. Die bombastisch inszenierten Bosskämpfe sind wahre Highlights. Hat man solch einen Brocken besiegt, stellt sich danach unweigerlich ein befriedigendes Gefühl ein. Ein Gefühl, wirklich etwas gepackt zu haben. Fantastisch.
Wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist, riesige Endgegner platt zu machen oder Massen an Feinden ins Jenseits zu befördern, so genießt man die triste Endzeit-Atmosphäre. Ähnlich wie in dem Film "The Road" ist die gesamte Umgebung in tristen Erdtönen gehalten. Trifft man auf andere Gruppen von Überlebenden, sieht man Kinder die um ihre vermissten Eltern trauern und Radiosendungen lesen Vermissten-Meldungen vor. Permanent herrscht eine bedrückende Stimmung, die Bedrohung wirkt fast greifbar. Die Menschheit hat jegliche Hoffnung verloren. Zeitweise erinnert das Geschehen an Metro 2033. Dort haben sich die Menschen in der U-Bahn zu Gruppen zusammengeschlossen und hadern um ihr Schicksal. Die Menschen in Resistance 3 kämpfen nur noch ums nackte Überleben, leisten aber schon lange keinen ernsthaften Widerstand mehr. Dieser endgültige Trip führt uns durch die verschiedenen Gesichter der Apokalypse. Die Zerstörung und das deformierte Bild menschlicher Errungenschaften sprechen für sich. (weiter...)
Resistance 3

Kommentare

2happy
  

@Nils Deutsch f?r Spieleredakteure: Man hadert MIT dem dem Schicksal, nicht UM das Schicksal.

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salasar
  

@king balong

du meinst so Bonbon farbend wie Resistance 2 es war?!

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Aylon5
  

Ich habs gestern durgespielt. Nachdem ich mir den zweiten Teil ausgeliehen hatte war ich von diesem ziemlich begeistert, wo der erste teil mich völlig kalt gelassen hat war der zweite teil einer der besten shooter die ich gespielt habe.
Denswegen hab ihc mir den dritten auch blind gekauft.
Der dritte finde ich ist zwar nett aufgebaut mit der reise durch eine kaputte welt aber irgendwie kam er meiner meinung nach nciht annähernd an den zweiten ran

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Nils Lendeckel
  

Jedem seine Meinung ;)
Call of Duty? Lockt mich nicht mehr hinter dem Ofen vor.
Crysis 2? Da habe ich mich nur durchgequält und war total gelangweilt.
Duke Nukem??? Kein Kommentar :D
Mich hat Resistance einfach komplett begeistert und seit Killzone 3 hatte ich nicht mehr so viel Spaß mit einem Shooter. Die Wiedereinführung der Medi-Packs zwingt zum Umdenken und wirkt plötzlich wieder "frisch" und sinnvoll. Die Unterschiedlichen Waffen (alle 12 im Gepäck!) begeistern durch verschiedenste Spielweisen und die Bosskämpfe sind feinstes Bombast-Kino.
Schlechter als eine 8 hätte Resistance 3 einfach nicht verdient.
Eine 6 würde bedeuten: "Eine nette Spielidee die leider nur sehr kurzweilig unterhält, dazu grafisch nicht unbedingt Bäume ausreißt. Muss kein schlechtes Game bedeuten, die Dauermotivation hält sich jedoch sehr in Grenzen und die solide Technik mag dieses Manko nicht so ganz auffangen." Diese Beschreibung passt ins keinster Weise ;)

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DeliverersBestFriend
  

ich hab es gestern nacht, oder viel mehr heute morgen durchgespielt und... naja...
nie und nimmer eine 9/10 wert! da hat jedes call of duty mehr spaß gemacht und mich mehr überzeugt als R3. crysis 2 war definitiv besser und selbst mit dem duke hatte ich mehr spaß (& frust).
die atmosphäre ist geil, das design der aliens jedoch wirklich unterirdisch und unkreativ.
das die waffen nach dem aufleveln sich selbst entstellen oder sich transformieren, das kann man 3 jährigen vorsetzen, aber nicht mir. eine werkbank hätte es auch getan.
es ist nicht der schlechteste shooter, der war resistance 1 nämlich schon, aber in meinen augen ist diese ganze resistance trilogie kein triple-AAA shooterreihe. das ende war genauso lahm wie das von crysis2. eine 6/10.

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GT-Fan
  

Teil 1 hatte die beste Atmosphäre,Story als auch den besten Multiplayer der Reihe.
Was für mich schon Grund genug ist den ersten Teil als besten abzustempeln.
Die anderen Teile waren alle schlechter.
Jedoch trotzdem gute Shooter.

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2happy
  

Grade gekauft, jetzt wird erst ein mal ein Patch geladen (700MB), dann wird der Patch installiert, und jetzt wird auch noch das Spiel installiert. Vor einer halben Stunde eingelegt, noch keine Sekunde gezockt.
Muss so was wirklich sein?

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KING_BAZONG
  

@ salami-zar
Ich mache die Qualitäten eines Shooters nicht an Bonbonfarben fest. Aber das soll ja jeder so sehen, wie er will ;)

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GRS_ALLSTARS
  

Ich fand auch den Ersten am bessten, besonders im Split war es der Hamma...

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salasar
  

Gott Teil 1 war sooooo scheiße !!! nur einer mit grau star und 0, NULL (!!) ahnung von shootern kann sowas in den Himmel loben .... ;-)))

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